„Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es.“

Deutschlandfunk Kultur, Sendereihe: Aus den Archiven


„Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es.“


Kinderbücher schrieb Erich Kästner nach eigenen Angaben nur, weil ihm die Erwachsenen dafür nicht reif genug erschienen. Wir erleben ihn hier in freundlich-muffeliger Tonlage in der Berliner Rückert-Oberschule. Zu seinem Portfolio gehörten genauso manchmal melancholische, manchmal ätzend-satirische Zeitgedichte sowie Kabaretttexte. Als einziger der „verbrannten Dichter“ überlebte er die Zeit der Barbarei im Land, die Zeit der Nazis. Kästners Freund Hermann Kesten charakterisiert ihn wie folgt: „Dieser eigentümliche Individualist gehörte zum Volk und gehörte dem Volk. Er lebte in dieser merkwürdigen Einsamkeit mancher berühmter Autoren, einer Einsamkeit, die von den Schatten ihrer Millionen Leser bevölkert ist.“


RIAS Berlin 1954. Vorgestellt von Isabella Kolar


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