"Auf fünf Flüssen und Kanälen von Bonn nach Bremen und eine zweite Stippvisite in den Niederlanden" 21.-28.7. 2022 und 21.-28.8.2022

  • Nochmal vielen Dank an alle für ihre Genesungswünsche. Das hat richtig gutgetan. :)


    Ich war zwar 10 Tage lang richtig krank (zwei Tage hohes Fieber, das dann im Laufe einer Woche langsam zurückging, muskelkaterartige Schmerzen im ganzen Körper und Erkältungssymptome), aber insgesamt würde ich das noch als relativ milden Verlauf bezeichnen. Trotzdem ist mir durch diesen Infekt und den, den ich im September/Oktober gehabt hatte, so vieles liegengeblieben, das dringender als dieser Reisebericht war, dass es hier erst in den nächsten Tagen weitergehen wird.

  • Vormittag des 23. Juli 2022: Zwolle


    Zwolle hat etwa 130 000 Einwohner, ist die Hauptstadt der niederländischen Provinz Overijssel und hatte sich im 14. Jahrhundert der Hanse angeschlossen.

    1980 wurde Zwolle zum Gründungsort der "Neuen Hanse", einem Bund nord- und mitteleuropäischer Städte, die der ursprünglichen Hanse angehört haben oder mit ihr verbunden waren.
    Die weitaus meisten Mitgliedsstädte liegen in Deutschland. In den Niederlanden sind es 18 Städte, darunter Deventer, wo wir gestern Abend waren, und Zwolle, unser heutiges Ziel. (In Norwegen ist Bergen das einzige Mitglied der "Neuen Hanse".)
    Dieser Städtebund dient vorwiegend wirtschaftlichen Zielen mit Betonung der Tourismusförderung.


    Der mittelalterliche Stadtkern Zwolles ist von einer sternförmigen Gracht umgeben:


    https://www.openstreetmap.org/…721#map=15/52.5135/6.0987


    Wir sind von Westen kommend aus der Ijssel über das Zwarte Water in die Gracht eingefahren und haben nach einem anspruchsvollen Manöver (Der Kapitän musste das Schiff in der engen Gracht rückwärts einparken) unseren Liegeplatz beim Parkplatz an der Schuettevaerkde (siehe Link zu Open Street Map) erreicht.
    https://www.openstreetmap.org/export#map=18/52.51510/6.09038


    Auf diesem Foto sieht man im Hintergrund vor dem LKW mit dem roten Führerhaus die beiden Stadtführer am Anlegeplatz auf uns warten und in der rechten Bildhälfte drei Anwohner, die uns interessiert beobachten (Einer scheint uns sogar zu fotografieren bzw. zu filmen):


    Die Stadtführung hat in zwei relativ kleinen Gruppen stattgefunden. Unser Guide hat als ersten Point of Interest eine entweihte Kirche (die Broerenkerk) angesteuert,
    ab 2013 von einem Buchhänder restauriert und zur größten Buchhandlung der Niederlande mit integriertem Restaurant gemacht wurde:


    https://www.openstreetmap.org/…k#map=19/52.51382/6.09558



    Die Orgel wird noch für Konzerte verwendet:


    https://www.vanderveldeindebro…/tourist-info/broerenkerk


    https://de.visitzwolle.com/pla…-der-velde-in-de-broeren/


    Auf unserem Weg zur Broerenkerk waren wir an einem kleinen, noch erhaltenen Teil der mittelalterlichen Stadtmauer und einem der noch erhaltenen und restaurierten Stadttürme vorbeigekommen:


    Von der Broerenkerk gings in den Shoppingbereich der Altstadt:


    Das Bild an dieser Hauswand zeigt Thomas a Kempis/Thomas von Kempen, der aus Kempen am Niederrhein stammt, aber schon früh in die Niederlande umgesiedelt war und im 15. Jahrhundert in einem Kloster bei Zwolle gelebt und gewirkt hat:


    Nach diesem Foto hat meine Kamera gestreikt. Am Akku konnte es nicht gelegen haben. Zurück auf dem Schiff hab ich dann die Ursache gefunden: Die 32 GB-Karte war voll, weil ich alle Bilder sowohl in RAW, als auch in JPG abgespeichert hatte. Seither speichere ich nur noch im RAW-Format ab, wenn die Lichtverhältnisse für JPG völlig ungeeignet zu sein scheinen.


    Auf Bilder des nächsten größeren Points of Interest, zu dem uns der Guide geführt hat, müsst ihr trotzdem nicht verzichten. Es war das Sassenpoort, ein Stadttor aus dem Mittelalter, das als eine der größten Sehenswürdigkeiten Zwolles gilt:
    Link zu einem Youtube-Video zum Sassenpoort:



    External Content www.youtube.com
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.


    Das Video zeigt einen Gang durch Innenbereiche des Sassenpoorts, die zwar (teilweise) besichtigt werden dürfen, wofür die Zeit bei einer Stadtführung aber natürlich nicht reicht. Wir haben außen gestanden, während der Guide über die Historie des Gebäudes und der Stadt referiert hat.
    Wer sich dafür interessiert, sollte mehr Zeit mitbringen und das Bauwerk auch innen besichtigen. Ich stelle es mir interessant vor.


    Auf dem Rückweg vom Sassenpoort machten wir einen längeren Stopp bei einem historischen Gebäude, in dem auf auf traditionelle Weise Bonbons (Zwolse Balletjes: https://zwolseballetjes.nl/?lang=en ) hergestellt und im Laden mit historischem Interieur zum Verkauf angeboten werden.
    Mir war's dort aus Infektionsschutzgründen zu eng und ich hab lieber draußen gewartet.


    Der letzte Punkt auf unserer Liste der POI war das "Museum de Fundatie":


    Der neoklassizistische Bereich war ursprünglich ein Gerichtsgebäude und wird jetzt als Museum für bildende Kunst genutzt. Vor zehn Jahren wurde das Dach ausgebaut. Der Aufbau, der wie ein Ufo aussieht, ist mit kleinen Keramikfliesen besetzt.
    (Die beiden Fotos stammen nicht vom 23. 7. 2022, sondern von einem späteren Besuch in den Niederlanden.)


    Wir konnten das Museum natürlich nur kurz im Vorbeigehen von außen sehen, aber die Sammlung scheint interessant zu sein.

    Mein Fazit zu diesem Stadtrundgang:
    Er hat schwerpunktmäßig unter historischen Gesichtspunkten stattgefunden, die man bei großem Interesse auch im Internet nachlesen kann. Die einzigen aktuellen Bezüge waren die zu der entweihten Kirche, die nun als Buchhandlung und Restaurant genutzt wird, und der moderne Dachausbau beim Museum de Fundatie.
    Ich hätte mir mehr Informationen "aus erster Hand" über das heutige Leben in dieser Stadt gewünscht, wie es am Vorabend unser Guide in Deventer gemacht hatte.



    Im Rückblick waren meine Highlights dieses Vormittags eher die Fahrt auf der Ijssel bei Sonnenaufgang im Morgennebel und die Fahrt durch die die Schleuse und unter den Brücken hindurch von der IJssel über das Zwarte Water ins Zentrum Zwolles.

    Vor allem das Anlegemanöver hat mich an die Anfahrt mit den Postschifffen in Oernes erinnert. Ihr wisst schon, was ich meine: die beiden Kaffeetrinker auf dem Balkon. ^^


    Wir hatten beim Anlegemanöver etliche Zuschauer an Fenstern und auf Balkonen der Gebäude, die wir beim Rangieren passieren mussten. Die Lichtverhältnisse waren dabei so ungünstig, dass ich die Kamera auf RAW+JPG eingestellt hatte, was mir dann beim Stadtrundhgang die volle Speicherkarte beschert hat. X( Das war mit eine Lehre. Vor allem, weil mir der Aufwand zur Bearbeitung der RAW-Dateien bei diesen Bildern viel jetzt viel zu groß gewesen wäre und ich doch die jpg-Dateien verwendet hab:
    Einige unserer Zuschauer auf den Balkonen:


    @Jobo : Der Link zum Youtube-Video über den Sassenpoort funktioniert hier nicht. Kannst Du das, bitte , korrigieren?

  • Der Link funktioniert doch, er war nur zweimal drin. Habs einmal rausgelöscht. ;)

    Gruß Jobo,


    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
    - Alexander von Humboldt -


    (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)


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  • 23. Juli 2022: Nachmittag auf dem Ijsselmeer


    Wir haben während des Mittagessens Zwolle verlassen und fahren nun bei fantastsichem Wetter in Richtung Lemmer.
    Ich verbringe die Zeit auf dem Sonnendeck, genieße die Ruhe und interessante Gespräche mit zwei netten Mitreisenden:



    24. Juli 2022: Vormittag in Lemmer


    Am Abend des 23. Juli haben wir in Lemmer im Buitenjachthaven angelegt.
    Als ich am nächsten Morgen nach dem Duschen aus dem Bad komme, fährt an meinem Fenster ein Touristenschiff vorbei. Ich ziehe lieber schnell noch die Gardinen zu, bevor ich mich anziehe. ;)
    Während des Frühstücks tauschen die beiden Schiffe ihre Plätze. Direkt am Kai liegt jetzt die "River Empress" und unser Weg an Land führt durch deren Rezeptionsbereich.


    Lemmer ist ein auch in Deutschland (und dessen Nachbarländern?) sehr bekannter Wassersportort am Ijsselmeer mit etwa 10 000 Einwohnern:


    https://www.openstreetmap.org/…mer#map=11/52.8793/5.7088


    Die Stadt gehört zum Verwaltungsbezirk Lemsterland und dieser wiederum zur Provinz Friesland, einer der zwölf Provinzen der Niederlande. Friesland hat neben dem Niederländischen als zweite Amtssprache Friesisch.



    Rechts im Bild die Frieslandflagge und in der Mitte die Flagge des Lemsterlands


    Pünktlich um 9 Uhr begrüßt uns unsere gutgelaunte Stadtführerin mit einer Flagge der Provinz Friesland:


    Zuerst geht's vom Buitenjachthaven in Richtung Lemstersluis. Die braun-weißen-Gebäude im Hintergrund gehören zur Lemstersluis:


    Vom Buitenjachthaven führt und eine Schleuse (die Lemstersluis) in den Binnenhaven:


    https://www.openstreetmap.org/…s#map=19/52.84233/5.71046


    Lemstersluis:



    Durch diese Schleuse kommen die Jachten in eine Gracht, die den Ortskern durchzieht, und danach in ein stark verzweigtes Grachtensystem.


    Nach der Besichtigung der Schleuse beginnt unser Rundgang in der Umgebung der zentralen Gracht. Unsere Stadtführerin erzählt uns sehr unterhaltsam sowohl über das aktuelle Leben, als auch über ihre Kindheit in ihrer Heimatstadt, während wir einen gemütlichen Stadtbummel machen:







    (Der Eingang dieser Kirche lag voll im Schatten. Ich hab' zwar RAW-Aufnahmen mit verschiedenen Belichtungseinstellungen gemacht, aber deren Bearbeitung würde sich nicht lohnen.)


    Gegen 10 Uhr 30 kommen wir zu unserem Schiff zurück:


    Weil die Lichtverhältnisse heute früh bei der Lemstersluis so ungünstig waren und sich inzwischen sehr gebessert haben, eile ich in Richtung Schleuse zurück, um mich dort genauer umzusehen. Ich komme mit der Schleusenwärterin ins Gespräch und sie schlägt mir vor, über das Schleusentor auf die andere Seite zu gehen und mich auch dort umzusehen. Das mache ich natürlich gern, wobei ich fast die Zeit vergesse. :blush:


    Fotos folgen noch!

  • Noch 24. Juli 2022: Fortsetzung Lemstersluis:


    Die Lemstersluis gilt als Rijksmonument (Nationaldenkmal).
    Sie diente ursprünglich dem Schutz Lemmers vor der Nordsee und wurde ca. 1884-1887 gebaut, als Lemmer noch an der Zuiderzee lag, also mit der Nordsee verbunden war.
    Erst durch den Bau des Abschlussdeichs, durch den die Zuiderzee von der Nordsee getrennt wurde und wird, ist in den Dreißigerjahren das Ijsselmeer (ein Süßwassersee) entstanden.


    Es gibt auf dem Schleusengelände drei Gebäude:


    Im Vordergrund die Sluisknechtswoning (Schleusenwärterhaus), dahinter das Rijksgetijmeter (heute der Pegelmesser des Ijsselmeers) und links hinten das Wohn- und Verwaltungsgebäude.

    Zwischen dem Schleusenwärterhäuschen und dem Pegelmesshäuschen gibt es zwei niedrigere Schleusentore und weiter außen (in Richtung Ijsselmeer) noch zwei höhere:




    Über die geschlossenen niedrigeren Tore hab ich das Schleusenbecken überquert, um zum Pegelstandshäuschen zu gelangen:

  • Nachmittag des 24. Juli 2022: Fahrt von Lemmer nach Sneek über den Prinses Margrietkanaal


    Die Lemstersluis wird heute vorwiegend von Sportbooten benutzt.
    Größere Schiffe nutzen (ab 1951) einen größeren Zugang nach Lemmer: die Prinses Margrietsluis.
    Sie liegt am Beginn des Prinses Margrietkanaals, der von Lemmer in den Norden der Niederlande führt.
    Wir nutzen diesen Kanal heute für die Fahrt von Lemmer nach Sneek:


    OpenStreetMap
    OpenStreetMap is a map of the world, created by people like you and free to use under an open license.
    www.openstreetmap.org


    Den ersten Teil der Strecke, also auch die Passage der Prinses Margriet-Schleuse legen wir während des Mittagessen zurück. (Deshalb gibts davon leider keine Fotos).


    Sofort nach der Rückkehr in meine Kabine (kurz vor 14 Uhr) setze ich mich ans offene Fenster und lasse zwei Stunden lang bei fantastischem Wetter diese scheinbar endlosen Weiten und Weiden, direkt am Wasser liegende Häuser /Bauernhöfe und fröhliche Bootsfahrer an mir vorüberziehen.
    Zwei Stunden lang Entspannung pur - ein Highlight der Reise, wie ich es mir beim Buchen vorgestellt hatte. :thumbup:








    Der Prinses Margrietkanaal durchquert oder brührt auf dem Weg nach Sneek mehrere kleine Seen:


    OpenStreetMap
    OpenStreetMap is a map of the world, created by people like you and free to use under an open license.
    www.openstreetmap.org


    Beim Sneekermeergebied (See östlich von Sneek) verlassen wir (vorläufig) den Prinses Margrietkanaal und biegen nach Westen in den (oder die) Houkesleat ab, der/die auf dem Sneeker Stadtgebiet zur/zum Somerrak wird.



    Dort legen wir um 16 Uhr am Pampuskade an:

  • Hallo christine67 , es freut mich, dass dir meine Impressionen von den weniger bekannten Gegenden der Niederlande gefallen. :)

    Deine Frage nach dem Schiff hast Du genau zur richtigen Zeit gestellt, denn ich hatte vor, meinen Bericht über unseren Aufenthalt in Sneek mit einer kurzen Vorstellung des Schiffs zu beginnen, weil man es hier ganz gut an seinem Liegeplatz sehen kann.


    Also: Es heißt MS Sans Souci und kann wegen seiner relativ geringen Größe (82 m Länge und 9,5 m Breite) und vor allem wegen seines geringen Tiefgangs von nur ca. 1,30 m auf Wasserstraßen fahren und an Stellen anlegen, die für größere Schiffe nicht geeignet sind.
    Plantours chartert es wohl deshalb gerne für etwas ungewöhnlichere Routen, vorwiegend in Deutschland, aber manchmal geht es auch in die Niederlande oder nach Frankreich.


    Auch in Sneek war - genau wie vormittags in Zwolle - unser Liegeplatz direkt beim Stadtzentrum im Bereich der Sportboote:



    Wir sind dort vom Nachmittag des 24. bis zum Mittag des 25. Juli mit Landstromversorgung (!) geblieben.

  • 24. Juli 2022: Nachmittag in Sneek


    Sneek hat ca. 35000 Einwohner und liegt in der Provinz Friesland in einer Seenlandschaft, die wir bei der Anfahrt bereits gestreift haben. .
    Die Stadt wurde im Mittelalter gegründet und war durch Befestigungsanlagen vor Überfällen geschützt.
    Der Zugang zur Stadt wurde durch ein in einer Gracht stehendes Wassertor kontrolliert, das noch erhalten ist und als Wahrzeichen Sneeks gilt.


    Gegen 16 Uhr hat das Schiff am Pampuskade angelegt.


    Kurz danach breche zu einem Spaziergang auf und habe nach wenigen Minuten die ringförmige Gracht erreicht, die den Stadtkern umgibt:





    Auf diesem Bild sieht man oben links eine Straße, die in die Altstadt führt.


    Weil ich morgen Vormittag an einer Stadtführung teilnehmen will, werde ich jetzt lieber einen Bummel in der Umgebung der Anlegestelle des Schiffs machen:



    Hier habe ich zum ersten Mal ein Wohnhaus mit einem turmartigen Treppenhaus gesehen:


    In dieser Straße halte ich mich länger auf als in den anderen, denn der Gegensatz zwischen dem modernen Gebäude rechts und den (vermutlich) älteren Häusern auf der linken Seite, aber auch die Bäume faszinieren mich:



    Aus der anderen Richtung gesehen:



    Die älteren Häuser mit den dunklen Ziegelsteinen (rechtes Bild) haben den gleichen Baustil, als wären sie als Einheit geplant und gebaut worden, unterscheiden sich aber trotzdem in etlichen Einzelheiten.


    Als Pflanzenfan schaue ich die Vorgärten mit den unterschiedlichen Bepflanzungen und den Minizäunen genauer an und mache ein paar Pflanzenfotos.

    Dabei komme mit zwei Jungs ins Gespräch, die vor ihrer Haustür auf ihre Mutter warten, und mit einem jungen Paar, das in seinem Garten sitzt.

    Ich hoffe, man kann an diesem Übersichtsfoto einen Eindruck von den Vorgärtchen bekommen:

    Edited 8 times, last by Sterna paradisaea: Heute Nacht ist ein Teil meines Texts nicht gespeichert worden. Das hab ich jetzt nachgeholt. ().

  • Post by Sterna paradisaea ().

    This post was deleted by the author themselves: Hat sich inzwischen erledigt. ().
  • 24. Juli 2022: Abend in Sneek


    Um 18 Uhr muss ich mich auf den Rückweg zum Schiff machen, um rechtzeitig zum Abendessen zu kommen.


    Nach dem wie immer vorzüglichen Menü verbringe ich den Abend mit einigen netten Mitreisenden an einem Tisch auf dem Sonnendeck, wobei wir uns vom Service mit Wein versorgen lassen.

    Es ist angenehm warm und ich fühle mich fast wie in einem südeuropäischen Gartenlokal.


    Gegenüber genießen auch Bewohner der Häuser, neben denen unser Schiff liegt, diesen traumhaften Sommerabend auf ihren Balkonen

    Wir sitzen noch auf dem "Sonnendeck", als es dunkel wird und in den Häusern gegenüber die Wohnzimmerlichter angehen.

    Dieser Sonntag war ein erlebnisreicher und trotzdem erholsamer Sonnentag und eines der Highlights dieser Reise.

  • 25. Juli 2022: Geführter Rundgang durch das Sneeker Stadtzentrum


    Kurz vor neun Uhr starten wir zu einem Rundgang durch das Sneeker Stadtzentrum. Das Sonntagswetter von gestern ist zwar einem grauen Montagswetter gewichen,

    aber das tut der Stimmung unseres Grüppchens keinen Abbruch. Wir lassen uns trotzdem gutgelaunt von einer Sneekerin einige Points of Interest ihrer Stadt nahebringen.


    Wir sind mitten im Einkaufszentrum und haben die Straßen fast für uns allein.

    Den Grund erfahre ich später, als ich nach dem Rundgang kurz vor 12 Uhr schnell in die Stadt zurück eile, um noch eine Postkarte und eine Briefmarke zu kaufen, denn ich möchte einer Freundin in Ostfriesland eine Karte mit einem Poststempel aus dem niederländischen Friesland schicken. Dieser Versuch scheitert leider, denn in so gut wie allen Läden
    beginnt die Öffnungszeit montags erst am Nachmittag. Sogar der Laden mit DHL-Shop ist noch geschlossen.


    Während unseres Spaziergangs regnet es einmal ganz leicht und wir - bis auf einen, der seinen Schirm vorzieht - stellen uns ein paar Minuten unter ein Vordach:


    Der Regen ist schnell vorbei und wir nähern uns dem Wahrzeichen Sneeks,

    einem Wassertor in der Gracht, die den Stadtkern umgibt.

    Das schwarze Ungetüm im Hintergrund ist eine Klappbrücke:

    Eine Minute später ist sie nicht mehr zu sehen:


    Wir gehen durch das "Obergeschoss" des Wassertors auf die andere Seite:


    Die Kirche haben wir nur von außen gesehen:



    Hier stehen wir vor dem (restaurierten) ersten Ladengeschäft von C&A,

      


    während uns unsere Stadtführerin die Geschichte der Gründung des Geschäfts durch die Brüder Clemens und August Brenninkmeijer ( => Wikipedia) schildert.


    Auf dem Foto bei Wikipedia und auch auf anderen Fotos, die ich im Internet gefunden habe, sieht der obere Bereich der Fassade des Erdgeschosses anders (moderner) aus als auf meinen Fotos.

    Bei dem Foto in Wikipedia steht, es sei vom Mai 2013.

    Offensichtlich ist da inzwischen etwas gändert worden.


    Schließlich gehen wir noch beim Rathaus vorbei, dessen Eingang durch das Firmenauto eines Fensterputzers "verschönert" wird. Irgendwie passt dazu, dass ich beim Ablichten des Gebäudes zwar darauf achte, die Blitzableiterspitze vollständig auf das Bild zu bekommen, aber die rechte Seite des Gebäudes "abschneide". :blush:

    Unsere Stadtführerin beschreibt die Bedeutung einzelner Figuren der Fassade des Gebäudes. In der niederlandischen Wikipedia hab' ich dazu unter "Stadhuis van Sneek" einiges gefunden.


         



    Dieser Beitrag ist noch nicht ganz fertig!

  • Sterna paradisaea

    Mit großem Interesse habe ich deinen Reisebericht über die Fluß-Kreuzfahrt Von Bonn nach Bremen verfolgt, da wir im Mai 2022 - auch mit Plantours- die 15tägige Donaureise gemacht haben und nach weiteren schönen Flußtouren Ausschau halten. Viele der Orte an deiner Route kennen wir von Reisen über Land ( z.B. Sneek bei einer Tour Auf den Spuren von C&A Brenninkmeyer , bei der sogar Mitglieder und ehemalige Mitarbeiter der Familie dabei waren. Wir wohnen im Nachbarort des Stammsitzes von C& A, wo auch die Gräber von Clemens und August sind). Aber vom Wasser aus erlebt man dieselben Orte ja ganz anders und bequemer.

    Danke auch für die interessanten Fotos, die solch einen Bericht schön illustrieren.


    Viele Grüße von Trollebo :)

  • Jobo

    Changed the title of the thread from “Auf fünf Flüssen und fünf Kanälen durch neun Schleusen und unter unzähligen Brücken hindurch von Bonn nach Bremen - 21. bis 28.Juli” to “"Auf fünf Flüssen und Kanälen von Bonn nach Bremen und eine zweite Stippvisite in den Niederlanden" 21.-28.7. 2022 und 21.-28.8.2022”.
  • Hallo Trollebo : Danke, dass Dir mein Bericht über die besuchten niederländischen Orte gefällt.

    Viele der Orte an deiner Route kennen wir von Reisen über Land ...... Aber vom Wasser aus erlebt man dieselben Orte ja ganz anders und bequemer.


    Das ist sicher so. Bei meiner zweiten Flussreise in den Niederlanden hatte ich einen Tischnachbarn, der nun mit dem Schiff in Gegenden fährt, die er früher mit dem Auto besucht hat.

    Andererseits ist mir beim Durchfahren der scheinbar endlosen Weiten mit dem Schiff der Gedanke gekommen, dass es sicher auch schön wäre, diese Gegend an Land zu erkunden. Mein Auto hab ich zwar verkauft, nachdem ich jahrelang weniger als 500 km pro Jahr gefahren war, aber die Bahnverbindungen in den Niederlanden sollen ja recht gut sein.


    Gruß

    Sterna

  • Auch eine gute Möglichkeit in Holland die Gegend zu erkunden ist das mit dem Fahrrad zu tun. Es gibt da auch tolle Reisen mit Rad und Schiff. Haben das, vor Jahren, schon des öfteren gemacht und planen sowas gerade aktuell wieder.

    :)

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