Warum ist es am (Nieder)rhein so schön? - Mit dem Schiff von Köln nach Amsterdam und Rotterdam (08.-15.12.2017) - ergänzt durch drei weitere Fahrten

  • Ich habe den Rhein in mein Herz geschlossen, nicht so sehr den romantischen mit seinen Burgen, sondern vor allem den Niederrhein.
    Besonders gefällt es mir, die Landschaft vom Wasser aus zu erleben, und so habe ich schon viermal eine Winterreise mit verschiedenen Schiffen gemacht.


    Im Dezember 2017 gab es im Kunstpalast in Düsseldorf eine Foto-Ausstellung, die ich unbedingt sehen wollte, und so bin ich schon am 08. Dezember zu meiner Tochter nach Köln gefahren und habe von dort aus am nächsten Tag einen Ausflug nach Düsseldorf gemacht.




    09.12.2017


    Auf dem Weg zum Museum beginnt es heftig zu schneien, und ich bin froh, im Trockenen und Warmen zu landen.






    Axel Hütte ist ein Fotograf der berühmten Düsseldorfer Schule. Die Ausstellung "Night and Day" zeigt großformatige Bilder aus verschiedenen Schaffensperioden.
    Seine poetischen, oft nebelverhangenen Landschaftsbilder haben es mir besonders angetan.




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    Die Landschaft draußen ist nicht nebel-, sondern schneeverhangen, passt aber wunderbar zu der Stimmung der Fotografien.
    Ich stehe und staune! Es kommt mir vor, als hätte sich die Ausstellung in die Landschaft ausgeweitet:










    10.12.2017



    Es wird dunkel, als das Schiff den Anlegeplatz in Deutz verlässt. Schon bald ist außer dem Kapitän niemand mehr auf dem Außendeck.
    Die Schiffe auf der Brücke träumen von den Weltmeeren, der Kapitän vielleicht auch.






    Tschüss Köln, du beleuchtete Abendschönheit!




    Es leuchtet weiter, genauso faszinierend, finde ich.




    Von der Wohnlage kann man nur träumen.




    Containerromantik





    Mit einem fulminanten Feuerwerk der Thyssen-Krupp-Hochöfen verabschiedet sich der Tag.





    Viele Grüße
    omlia :)


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  • Exkurs ins Jahr 2012


    Bei meinen 4 Fahrten den Rhein hinunter hat sich der Verlauf der Reise immer wieder geändert. So gab es - anders als 2017 - bei meiner ersten Fahrt im Oktober 2012 einen morgendlichen Aufenthalt in Nijmegen. Der Ort lag noch im Tiefschlaf. Die Boote dümpelten schlafend in den Grachten, kein Mensch weit und breit, alle Geschäfte noch geschlossen.





    Wenigstens ein Farbklecks in einem Schaufenster!



    Da fiel mein Blick auf eine beleuchtete Fensterfront. Ein Tattoo-Studio! Drinnen reger Betrieb!
    Ich hab wohl so neugierig geschaut, dass mich der Inhaber hineingewunken hat, und so fand ich mich in einem Universum wieder, dass mir bisher völlig verschlossen war.


    Ein Ed Hardy schreibt frustriert über die Liebe. Nun weiß ich - Wikipedia sei Dank - , dass er ein berühmter Tattoo-Künstler und Designer ist. https://de.wikipedia.org/wiki/Don_Ed_Hardy



    Ich durfte doch tatsächlich an allen Tätowierboxen fotografieren und habe mitgelitten. ;(




    Ein junger Mann zeigte mir stolz seine Tattoos, die seine ganze Lebensgeschichte spiegeln. Die erzählte er mir mit all ihren Höhen und Tiefen, wobei Liebeskummer eine besondere Rolle spielte (siehe Ed Hardy).




    Obwohl ich schwer beeindruckt war von all den neuen Erfahrungen, habe ich es untätowiert zurück aufs Schiff geschafft. ;)


    Zurück ins Jahr 2017:




    11.12.2017


    Das Schiff legt im Zentrum von Amsterdam an, direkt neben dem Bahnhof. Ich will es so "wie immer" machen, nämlich mit der Straßenbahn zum Museumplein fahren. Da liegen das Stedelijk-, Rijks- und Van Gogh - Museum dicht beieinander. Von dort bummel ich dann gerne zu Fuß zurück zum Schiff.


    Soweit der Plan. Aber über Nacht hat sich die Stadt in einen Eispalast verwandelt. Nur Straßen und Radwege sind enteist, aber die Fußwege sind spiegelglatt. X( :patsch:
    Da ist guter Rat teuer. Irgenwie schaffe ich es in die Touristinfo. "Nimm ein Hop-on /Hop-off-Boot, das liegt ganz in der Nähe."
    Gesagt, getan. Zum Glück kann man trotz winterlicher Temperturen draußen stehen und fotografieren.








    Am Rijksmusem steige ich aus und gelange durch eine eisfreie Unterführung ins Museum.
    Für einen ausgiebigen Besuch reicht die Zeit nicht, und so grüße ich meinen ersten virtuellen Weihnachtsbaum ...




    ... schlittere irgendwie über vereiste Flächen und wende mich den winterlichen Vergnügungen zu.
    Mit Schlittschuhen und solchen Stühlen hätte ich es auch zu Fuß durch die Stadt geschafft. ^^






    Mit dem Boot geht es zurück zum Schiff. Es ist übrigens eines der Schiffe mit der Rose am Bug.
    Da warten das Abendbuffet und meine Bullaugenkabine auf mich.



    Viele Grüße
    omlia :)


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  • Was für super stimmungsvolle Eindrücke! So kann ich wenigstens virtuell Winter erleben, nachdem es zu Silvester bei uns 20 Grad hatte.
    Tattoos- eindrucksvoll, aber ich hätte auch widerstehen können ;)

    Viele Grüsse, Albatross
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  • 12.12.2017


    Rotterdam ist meine Liebings-Hafenstadt (Entschuldige Hamburg!), wenn nicht meine Lieblingsstadt überhaupt.


    Aus meinem geplanten Ausflug über die Erasmusbrücke wird aber leider nichts, denn das Glatteis hat es bis hierher geschafft. Zum Glück gibt es die Wassertaxis. Ganz in der Nähe des Anlegers ist eine Haltestelle. Schnell telefonisch bestellt, und schon ist es da und flitzt mit mir in atemberaubenden Tempo auf die andere Flusseite.
    Dort, ganz in der Nähe des Cruise Terminals, reicht die Zeit für einen Besuch des Fotomuseums und einen kurzen Abstecher in die Bar des benachabrten nhow-Hotels mit einer spektakulären Aussicht über die Stadt. Warum ich von diesem kurzen Ausflug keine Fotos gemacht habe, weiß ich nicht.
    Aber von meinen anderen Reisen gibt es ja genug Bilder:


    Exkurs in die Jahre 2012 und 2014

    Rotterdam ist ein Mekka für Architekturfreunde. Nach den verheerenden Zerstörungen im zweiten Weltkrieg gestalteten Architekten aus aller Welt den Wiederaufbau, der noch immer weitergeht. Es entstanden spektakuläre Bauwerke wie die Erasmusbrücke, der Bahnhof, die Kubushäuser, die neue Markthalle.....



    2012 war der Bau der Hochhäuser noch in vollem Gange.


    Das historische Hotel Amerika in der ehemaligen Hauptverwaltung der Holland-Amerika-Linie duckt sich wie ein Zwerg im Schatten der Wolkenkratzer.



    Im Jahr 2014 waren die Bauarbeiten an den Hochhäusern beendet.
    Wir hatten fast einen ganzen Tag Zeit, um die Stadt zu erkunden. Es ging über die Brücke auf die andere Seite.....


    vorbei am Cruise Terminal...


    futuristischen Anlagen...


    Erinnerungen an die Kolonialzeit...



    zurück über die Erasmus Brücke...


    in den historischen Hafen...


    und zu den Kubushäusern.



    Bei all den modernen Bauwerken fällt de Hef, eine alte Eisenbahn-Hebebrücke, besonders auf. Die Züge fahren schon lange durch einen Tunnel, aber die Brücke wurde als Industriedenkmal erhalten.
    Sie machte 2022 internationale Schlagzeilen, denn der Amazongründer Jeff Bezos hatte sich eine 500-Millionen-Dollar-Yacht bauen lassen, die nicht unter der Brücke durchfahren konnte. :dash: :patsch: :girl_cray2:
    Er bot an, die Brücke auf eigene Kosten vorübergehend zu demontieren, damit sein Schiff die Werft verlassen konnte. Nach vielen Diskussionen wurde ihm das erlaubt.
    Wie die Geschichte ausgegangen ist, weiß ich leider nicht. Oder steht die Demontage noch bevor? Vielleicht weiß das jemand von euch.

    https://www.sueddeutsche.de/pa…rotterdam-yacht-1.5521368



    Fortsetzung folgt.



    Viele Grüße
    omlia
    :)

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  • Er bot an, die Brücke auf eigene Kosten vorübergehend zu demontieren, damit sein Schiff die Werft verlassen konnte. Nach vielen Diskussionen wurde ihm das erlaubt.
    Wie die Geschichte ausgegangen ist, weiß ich leider nicht. Oder steht die Demontage noch bevor? Vielleicht weiß das jemand von euch.


    Von der die Brückengeschichte um Bezos' Schiff hatte ich im Sommer auch gehört, allerdings hatte ich in Erinnerung, dass er die Erlaubnis nicht bekommen habe. Hab nun gerade mal schnell G**** bemüht: Demnach soll die Werft eine Lösung gefunden haben, bei der die Demontage der Brücke nicht nötig war.

  • @omlia , tolle Bilder von Rotterdam!!! :)
    Da werden Erinnerungen wach.....auch wir lieben Rotterdam!
    Ist schon lange her, als wir das letzte Mal dort waren!


    Es wird scheinbar wieder mal Zeit für eine Reise nach Rotterdam.....


    :) :) :)

  • @Bavaria58, herzlichen Dank für den Hinweis auf die Ausstellung und vor allem das Video vom BR. Interessant, wie lang die Geschichte der Tattoos zurückreicht und dass sie früher den Fürsten- und Königshäusern vorbehalten waren. Ob der Hinweis am Schluss der Sendung, in einigen Jahren wären die Untätowierten in der Minderheit, zutrifft, kann ich nicht recht glauben. Ich werde wahrscheinlich bei den Untätowierten bleiben, aber in Stein gemeißelt ist das nicht. ^^


    @Sterna paradisaea, leider verschwindet der Spiegrl-Beitrag, den du eingestellt hast, hinter der Bezahlschranke, nachdem ich ihn einmal lesen konnte. Merkwürdig. ?(
    Die Empörung der Rotterdamer war wohl so groß - verständlicherweise, wie ich finde - , dass die Werft ihren Plan aus Angst vor Vandalismus und Rufschädigung aufgegeben hat und die Yacht ohne die riesigen Masten über Kanäle in eine andere Werft zur Endmontage geschleppt hat.


    @radler, vor einigen Jahren waren wir für ein paar Tage in Rotterdam und finden auch, dass es höchste Zeit ist für einen längeren Aufenthalt. :thumbup:
    Wir haben damals in dem nhow Hotel in einem der drei Hochhäuser (Oder sind es schon Wolkenkratzer?) an der Brücke gewohnt und hatten eine phantastische Aussicht über die Stadt und den Fluss.



    Viele Grüße
    omlia :)

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  • @Sterna paradisaea, danke für die weiteren Infos!


    Eine irre Geschichte! Erst will man eine ganze Brücke demontieren, dann wählt man einen nächtlichen Schleichweg für den Abtransport. Die Fahrt durch die Brücke wäre erheblich kürzer gewesen. Man wollte aber unbedingt Bilder von der Durchfahrt ohne Masten verhindern.


    Die "Geheimaktion" blieb jedoch nicht unentdeckt und wurde begleitet:



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    Viele Grüße
    omlia :)


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  • Exkurs Rotterdam - Fortsetzung


    Ende Oktober 2012 und im Januar 2017 gab es als Abschiedsgeschenk von Rotterdam noch eine Hafenrundfahrt.



    Die alte MS Rotterdam, 1959 für die Holland-Amerika-Linie gebaut, wurde bis 1997 im Liniendienst nach New York eingesetzt. Heute liegt sie fest vertäut am Kai und ist ein Hotelschiff.
    In den Trockendocks herrschte Hochbetrieb.





    Im Januar 2017 war es knackig kalt, und kaum ein Passagier verirrte sich auf's Außendeck. Mit uns stand eine junge Frau von der Besatzung draußen. Sie stammt aus einer Seefahrerfamilie und erzählte uns sachkundig und begeistert über Schiffe, die Arbeiten im Hafen..... Da war die Kälte schnell vergessen. Außerdem standen wir da, ganz in goldenens Licht getaucht. Danke an die unbekannte junge Frau für die tolle Führung! :thumbup:







    2012 und auch 2014 gab es auf dem Rückweg einen Aufenthalt in Arnheim. Wir fanden im Bereich des Anlegers so viele interessante Motive, dass wir es gar nicht in die Stadt geschafft haben.







    Viele Grüße
    omlia :)


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  • in einigen Jahren wären die Untätowierten in der Minderheit,


    Würde mich nicht wundern. Unsere Tochter hat auch ein Tattoo und unser Neffe und seine Frau liessen sich vor der Hochzeit ein "Hochzeitstattoo" über eine Schulter und Oberarm stechen. Klar, dass die Braut dann ein schulterfreies Brautkleid trug!

    Meine Fahrten: FINNMARKEN - NORDLYS - NORDNORGE - KONG HARALD - VESTERÅLEN - LOFOTEN (5X) - FRAM

    Reiseberichte siehe Profil !


    event.png

  • @Arctica, wer hätte das gedacht! Schon Sissi hatte ein Tattoo, einen Anker auf der Schulter, mitgebracht von eine Reise. =O
    So langsm fange ich auch an zu liebäugeln, aber nur ein klein wenig. ?( ^^



    Viele Grüße
    omlia :)


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  • Vielen Dank für die Bilder aus Rotterdam und insbesondere für jenes mit dem gleichnamigen HAL-Schiff. :good3:
    Als ich mit dem Gedanken spielte, den ESC 2020 live in Rotterdam zu erleben, war die Rotterdam als Übernachtungsort angedacht ...


    Was Tattoos betrifft, so geht es mir wie den Alten Bekannten ... :musik:

  • @mil etter mil, meine Tocher hat mal in der MS Rotterdam übernachtet, war aber nicht sehr begeistert. Sie ist allerdings auch kein Fan von nostalgischen Schiffen.


    Was für ein hinreißendes Video! :thumbup: Ich wusste nur, dass die Wise Guys aufgehört hatten, aber nichts von der Nachfolgeband. Danke für den Tipp!



    Viele Grüße
    omlia :)

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  • 13.12.2017



    "Morgenrot mit Regen droht"- So warnt ein Sprichwort. Es wird leider Recht behalten.
    Aber noch stehe ich an Deck und erfreue mich an dem Farb-Schauspiel.







    Die Brücke bei Emmerich ist mit 803 Metern die längste Hängebrücke Deutschlands.
    Dass sie auch die "Golden Gate Bridge vom Niederrhein" genannt wird, kann ich gut verstehen.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinbr%C3%BCcke_Emmerich




    Die Sonne hat sich schon lange verabschiedet. Es ist kalt und windig. Jetzt beginnt es auch noch zu regnen.
    Auf dem Außendeck gibt es keine Möglichkeit sich unterzustellen, dafür aber einen mitleidigen Kapitän, der mich auf die Brücke einlädt.
    Da kann ich mich bei einem Kaffee aufwärmen. Danke! :thumbup:
    Die regenverhangene melancholische Landschaft zieht langsam an uns vorbei.







    Das Hochwasser macht dem Kapitän Sorgen. Mit voller Konzentration steuert er gegen die starke Strömung an.
    Ich staune darüber, wie sich der Fluss über Wiesen und Felder ausbreitet.






    Bei der Erscheinung muss man sich doch die Augen reiben! ;(
    Die Anlage hat eine bewegte Geschichte: 1985 wurde der "Schnelle Brüter" in Kalkar fertiggstellt, ging aber nie in Betrieb.
    Ein niederländischer Unternehmer kaufte die Anlage und errichtete dort ab 1995 einen Freizeitpark.
    Die Außenwand des Kühlturms wurde zur Kletterwand. Ich bin schon öfter dort vorbeigafahren, habe aber noch nie einen Gipfelstürmer entdeckt.







    Ein Bild des Jammers! Aber die pitschenassen Schafe wissen sich zu helfen und drehen ihr Hinterteil in den Wind.







    Der Tag ist noch lange nicht zu Ende.


    Fortsetzung folgt.



    Viele Grüße
    omlia :)


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  • 13.12.2017 (Fortsetzung)


    Der Klimawandel hat dazu geführt, dass immer mehr Gänse am Niederrhein überwintern, wenn sie ihre sibirischen Brutgebiete verlassen haben.
    Das ist ein beeindruckendes Schauspiel für Vogelfreunde, wie ich es auf meiner Reise mit dem Frachtschiff erlebt habe.


    Auf dem Frachtschiff kreuz und quer durchs Land - mit der GMS Seestern von Hannover nach Almelo (20.02.-28.02.2015)


    Es schafft aber auch Probleme. Die über 180 000 Tieren, die unter Naturschutz stehen, richten große Schäden auf Feldern und Wiesen an. Dafür erhalten die Landwirte jedoch eine Entschädigung.


    https://www.nabu.de/tiere-und-…tz/gaense/wildgaense.html





    Der Kapitän ist besorgt. "Hoffentlich wird der Schiffsverkehr nicht eingestell," Es wird allmählich etwas unheimlich. =O
    Der Frachter scheint über Wiesen zu fahren,...




    ...das Wasser nähert sich Xanten mit seinem Dom,...




    ... und auch dem schützenden Deich.







    Einmal muss der Kapitän die Brücke einziehen, weil die Durchfahrthöhe durch das Hochwasser zu gering ist. Da muss ich für eine Weile das Außendeck verlassen.
    Ob es hier an der Weseler Brücke ist, weiß ich nicht mehr sicher.






    Immer mehr Industrieanlagen säumen rechts und links das Ufer.





    Endlich hat es aufgehört zu regnen. Es wurde aber auch Zeit!
    Der Pool ist sicher zum großen Teil mit Regenwasser gefüllt. ;)






    Fortsetzung folgt.



    Viele Grüße
    omlia :)

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  • 13.12.2017 (Fortsetzung)




    Für kurze Momente wagt sich die Sonne hervor, gerade rechtzeitig, um die Möwenschar ins rechte Licht zu setzen.






    Auch die Schiffe bekommen ein paar Strahlen ab.







    Es qualmt in allen Variationen. Da schlägt mein "Ruhrpott-Herz" höher!
    Der Tag endet wie schon zu Beginn der Reise mit einem Feuerwerk.







    Am nächsten Morgen geht die Fahrt in aller Frühe in Köln zu Ende.




    Exkurs ins Jahr 2012


    Da hatte die Fahrt in Düsseldorf begonnen und endete auch dort.
    Den Niederrhein haben wir nachts passiert. Ich stand lange am Fenster meiner Bullaugenkabine, die ganz nah an der Wasseroberfläche lag.






    Früher Nebel lag über dem Fluss, als wir in Düsseldorf ankamen.






    Mein Fazit
    :


    Ich reise sehr gerne im Winter, sei es mit Hurtigruten oder auch mit einem Flussschiff, auch wenn das Wetter eine Herausfrderung sein kann, denn ich halte mich meistens draußen auf. So auch auf dieser Reise. Vom Leben auf dem Schiff kann ich deshalb nicht viel erzählen.


    Dass es das Essen immer als Buffet gab, hat mir nicht so gut gefallen. Wenigstens abends hätte ich mir ein frisch zubereitetes Menü gewünscht.
    Das Personal war recht freundlich. Man merkte aber Vielen an, dass sie von der langen Saison ermüdet waren und sich auf die wohlverdiente Winterpause freuten.
    Die Schiffe überwintern übrigens ab Anfang Januar im Kölner Hafen. Da habe ich sie einmal beim Winterschlaf entdeckt.


    So bequem erreicht man die Städte sonst nicht, zumal die Schiffe im Zentrum anlegen. Wir waren einmal mit dem Auto in Rotterdam und fanden das recht nervaufreibend.


    Den Niederrhein kenne ich gut, denn ich habe einmal einige Jahre lang in Moers gewohnt und ihn schon damals in mein Herz geschlossen.
    Vom Wasser aus erlebe ich ihn fast noch intensiver und kann mich gar nicht sattsehen. Das habt ihr ja auch an den vielen, vielen Bildern gemerkt. ^^ :dance3:


    Niederrheiner, diesen besonderen Menschenschlag, habe ich auf dieser Fahrt nicht getroffen, habe sie aber damals nach ein paar Anlaufschwierigkeiten lieben gelernt.
    Ob mir das ohne Hanns Dieter Hüsch (https://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Dieter_H%C3%BCsch) gelungen wäre, weiß ich nicht. Dem geborenen Niederrheiner gelang es als Kabarettist auf unnachahmliche Weise, seine Heimat und den Niederrheiner zu charakterisieren:


    "Wir sind unsere eigenen Philosophen. Und wenn der Rheinländer auf die Frage "Wie isset?" "Gut" sagt, dann sagt der Niederrheiner: "Wie sollet sein?"
    Ja, aus uns krisse so schnell nix raus."


    "Wenn der Niederrheiner mal ausnahmsweise etwas weiß, dann weiß er dat aber auch ganz fest bis an sein Lebensende, bis in alle Ewigkeit. Auch wenn et gar nich stimmt. Un meistens stimmt et nich."


    Live ist es viel schöner:


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    Schön, dass ihr mich begleitet habt auf meiner Fahrt und diese unspektakuläre melancholische Landschaft vielleicht auch ein wenig in euer Herz geschlossen habt. :thumbup:


    Ich schließe sie für mich ab, indem ich mir einen fast 40 Jahre alten Film von Hanns Dieter Hüsch über den Niederrhein anschaue.


    Aber ich muss euch warnen: Das ist nur etwas für Hardcore-Niederrhein-Fans!



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    Viele Grüße
    omlia :)



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  • Für diese Landschaften muss man ein Auge haben, tolle Fotos! Ich kann mir vorstellen, dass manche Leute gelangweilt wären, weil ja "nichts" passiert, aber denen entgeht etwas.


    Der Hüsch ist göttlich und sogar Castrop-Rauxel erwähnt er :laugh1:

    Viele Grüsse, Albatross
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  • @omlia
    Danke, dass Du mir mit Deinen stimmungsvollen Fotos und Schilderungen unbekannte Gegenden und Orte gezeigt hast!
    In Köln war ich ein paar Mal zu einer kurzen Stippvisite, sozusagen auf der Durchreise, und mehrere Male ausgiebig in Amsterdam, aber der Rest ist mir völlig unbekannt und wird es wohl leider auch bleiben.
    Mit dem Schiff, also von der Wasserseite aus, die Gegend zu erkunden, das hat was!


    Ich lese gern noch mehr Reiseberichte dieser Art!


    Aus Leipzig grüßt BBe49

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