Siebte Sehreise S-B-K-B 14.1.-1.2.2023 Bilder

  • Hier folgen nun die Bilder zu meinem Live-Bericht.


    Tag 1 - 14. Januar 2023 - Stavanger 1:


    Die Anreise bestand aus den beiden Flügen Frankfurt > Oslo-Gardermoen und Oslo-Gardermoen - Stavanger-Sola. Vom Zielflughafen bin ich per Flughafenbus in die Innenstadt gefahren. Von der nächstgelegenen Haltestelle lief ich zum Hotel Best Western Havly. Nachdem ich meine Koffer auf meinem Zimmer verstaut hatte, drehte ich eine kleine Runde. Diese führte mich zunächst zum benachbarten Valbergtårnet, einem ehemaligen Feuerwachturm.


    Von hier oben warf ich einen Blick hinunter zum Hafenbecken Vågan,



    meinem nächsten Ziel. Hier lag die SANDNES, das Traditionsschiff von Stavanger.



    Schließlich kehrte ich zum Hotel zurück, um mir im Fernsehen das erste Semifinale des diesjährigen MGP (Melodi Grand Prix) anzusehen. smilie_tv_08.gif

  • Tag 2 - 15. Januar 2023 - Stavanger 2:


    Hauptziele des heutigen Tages sind jene Abteilungen von MUST (Museum Stavanger), die auch im Winter geöffnet sind. Da diese jedoch montags geschlossen sind, habe ich nur heute Gelegenheit dazu, so dass ich sie der Reihe abklappere. Dafür kann ich alle mit einem gemeinsamen Ticket für 140 Kronen besuchen.


    Vorbei am morgendlich beleuchteten "Rotlichtviertel" und einer Bronzestatue aus der Serie "Broken Column",


    einem Anker und einem weiteren Traditionsschiff, der ROGALAND,


    laufe ich weiter.


    Im IDDIS, dem Museum für Konserven und Druckerei werden heute die Druckmaschinen vorgeführt. Eine stammt aus dem Geisenheimer Stadtteil Johannisberg. Aus einer Maschine, die der Erzeugung von mehrbuchstabigen Drucktypen dient, erhalte ich einen mit meinem Vornamen, die als Stempel genutzt werden kann. :good3:


    Anschließend besichtige ich die Ausstellung zur Geschichte der Zeitung und den Saal, in dem früher die Konservendosen befüllt wurden. Im Vordergrund zu sehen eine Maschine, mit der die Fischlein enthauptet wurden - eine Art Fisch-Guillotine.


    Als nächstes besuchte ich das Stavanger Maritime Museum. Hier entdecke ich einen mechanischen Kalkulator, mit dem die Gezeitenstände berechnet wurden.


    Modelle zeigen die Entwicklung des Schiffsbaus. Neben maritimen Exponaten gibt es auch mehrer historische Gemischtwarenläden - inklusive Freia-Schokoladen-Junge.


    Es folgte das Stavanger Museum, eine Mischung aus Natur- und Kulturhistorischer Sammlung. Hier gibt es einen Aufklärungsraum mit begehbarer Gebährmutter. Neben dem Saal mit norwegischen und samischen Trachten gibt es die Möglichkeit, diese virtuell anzuprobieren.


    Als Abschluss besuchte ich das Stavanger Kunstmuseum außerhalb der Innenstadt. Hier wurden u.a. Kunstwerke von Frida Hansen und Ruth Asawa ausgestellt.


    Schließlich lief ich zurück in die Innenstadt. Auf dem Marktplatz Skagen tanzen nachts Schneeflocken aus Licht. Die Fargegaten (Farbenstraße) genannte Øvre Holmegate wird besonders in Winternächten ihrem Namen gerecht.

  • Tag 3 - 15. Januar 2023 - Stavanger 3:


    Nach den vier Museen am Vortag lies ich es heute etwas langsamer angehen. Erstes Ziel war das Norsk Oljemuseum - das Ölmuseum. Im Hauptsaal sind viele Modelle und Exponate zur Erkundung von Öl- und Gasquellen und zur anschließenden Förderung der Rohstoffe zu sehen.


    In den angrenzenden Räumen, die in ehemaligen Öltanks (?) untergebracht sind, gibt es weitere interessante Exponate zu sehen. Hier befindet sich zudem ein Raum mit einer würfelförmigen Vertiefung, an deren Innenseite mit einer Projektion ein Tauchgang hinunter auf den Meeresboden und weiter hinab in ein Ölfeld simuliert wird.


    Von der Aussichtsplattform auf dem Dach eines der Anbauten blickte ich auf den Byfjord (Stadtfjord). Bei den Inseln im Vordergrund befindet sich eine der Broken-Column-Statuen, deren Kopf aber wohl nur bei Ebbe aus dem Wasser ragt. Die Schiffe im Hintergrund liegen am Südufer der Halbinsel Buøy, an deren Nordwestecke der Kai des Schulschiffes GANN (ex NARVIK) zu finden ist, der von meinem Standort aber ebenfalls nicht zu sehen war. :pardon:


    Nach Beendigung des Rundgangs durch das interessante Museum, in der auch kritische Stimmen zu Wort kommen, lief ich zur Touristeninfoprmotion, um mir einen Stadtplan zu besorgen. Auf dem Weg dorthin kam ich an einer weiteren Broken-Column-Statue vorbei.


    Anschließend tätigte ich im Einkaufszentrum Meny einen kleineren Einkauf. Im benachbarten Lendepark sind mehrere Pronzefigure zu finden, die die Geschichte von Stavanger und ihre Geschichten lebendig werden lassen.


    Beim Bahnhof traf ich auf ein fahrendes Wandgemälde. ;)


    Am Rande der Stadt kam ich an einem Denkmal für jene, die während der Besatzungszeit ihr Leben für den Kampf für Freiheit und Frieden einsetzten, vorbei. Etwas weiter steht eine weitere Broken-Column-Statue.


    Weiter aus der Stadt hinaus erreichte ich schließlich mein zweites Tages-Hauptziel > Sverd i fjell (Schwerter im Berg). Sie erinnern an die Schlacht im Hafrsfjord 872, in deren Folge Harald Hårfager (Schönhaar) zum ersten König eines vereinigten Norwegen wurde.


    Für den Rückweg wählte ich einen anderen Weg, der mich zum Ullandhaugtårnet (Ullandhaugturm) führte.


    Von der Aussichtsplattform beobachtete die Stadt im schwindenden Licht der Dämmerung.


    Schließlich kehrte ich in die Innenstadt zurück. Am Weg lag ua.a die Mosevannet Transformatorstation. Am nahe gelegenen Sportplatz steht eine weiteren Broken-Column-Statue als stiller Zuschauer.


    Von den vielen Wandgemälden in Stavanger gefällt mir jenes an der Kannik Schule am besten. Ich hätte es auf dem Hinweg (oder am Vortag) leichter tasgsüber fotografieren können - aber da hatte ich nicht daran gedacht ... :pardon:


    Auf dem Weg zurück zum Hotel kam ich an weiteren Broken-Column-Statuen vorbei.

  • Danke für die Bilder! Da sieht man mal, was wir 2019 alles nicht an Sehenswertem mitgenommen haben. Allerdings auch viel Bekanntes, nur in anderer Reihenfolge: Weil Stavanger bei uns im Nachprogramm war, läuft bei mir gerade der Film sozusagen rückwärts :S  :D .

  • Beim Bahnhof traf ich auf ein fahrendes Wandgemälde.

    Das war einer der 5 Street-Art-Busse :)


    Wie ich sehe, hast du dich viel mit den Broken-Column-Statuen beschäftigt. Hier fehlten uns leider oft die genauen Standortinformationen. Ich sehe an deinen Bildern und Beschreibungen, dass wir an mehreren knapp vorbei gelaufen sind, ohne sie zu bemerken :pardon:

    Da macht sich wieder die alte Weisheit bemerkbar, dass man mehr sieht, wenn man mehr weiß ;)


    Viele Grüße

    Noschwefi

    Chor: Wir sind alle Individualisten :o-smile
    Einzelstimme: Ich nicht :o-tongue


    Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:



  • Noschwefi - Danke für den Hinweis - da war meine Lagebeschreibung der abgebildetes Broken-Column-Statuen in der Tat mit unter etwas ungenau bzw. fehlend.


    Ich habe bei der Vorbereitung diese Seite des Stavanger Kunstmuseums gefunden, auf der die Standorte aller 23 Figuren verzeichnet sind. Die von mir abgelichteten Statuen sind:


    15.1.2023:

    Bild 6 > 01 Indre Vågan


    16.1.2023:

    Bild 28 (unsichtbar ;) ) > 00 Natvig Minde

    Bild 29 > 05 Arneageren

    Bild 33 > 21 Mosvannsparken

    Bild 40 > 18 Kiellandsmyrå

    Bild 42 > 15 Madlaveien

    Bild 43 > 14 Muségaten 16

    Bild 44 > 04 Valberget p-hus


    Wenn Ihr auf der verlinkten Seite in der linken Spalte auf den Eintrag zu einer der Statuen klickt, gelangt Ihr die entsprechende Detailseite. Wenn Ihr anschließend auf die Übersichtsseite zurückkehrt, seht Ihr auf der Karte die zuletzt aufgerufene Statue hüpfend. Wobei die dort eingezeichneten Standorte nicht immer stimmen - so steht #15 tatsächlich etwas weiter nordöstlich, als auf der Karte eingezeichnet …


    Ich hatte im Vorfeld der Reise die Standorte aller Statuen (zusammen mit diversen Wandgemälden) auf einer digitalen Karte eingetragen, die ich eigentlich ausdrucken und mitnehmen wollte, was mir dann aber zu viel Aufwand war. Vor Ort habe ich im Smartphone die oben verlinkte Karte aufgerufen und mich an dieser orientiert.

  • läuft bei mir gerade der Film sozusagen rückwärts

    So lange ich dabei nicht längere Zeit rückwärts laufe ... :wacko:


    Tag 4 - 17. Januar 2023 - Stavanger - Bergen:


    Wenn ich daran denke, sehe ich mich nach besonderen Kanaldeckeln um - von denen es in Stavanger 2 Varianten gibt:


    Da zwischen dem Frühstück und der Abfahrt des Busses nach Bergen noch etwas Zeit verblieben war, unternahm ich eine kleine Runde durch die Altstadt. Dabei hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, falsch abgebogen und in London gelandet zu sein: ;)


    Hauptziel war das Doppel-Kunstwerk "Johanna & Broremann". Dabei komme ich an einem weiteren Paar - "Sau og Lam" (Schaf und Lamm) vorbei:


    Auf dem Weg zurück zum Hotel kam ich an einer Danksagung vorbei:


    Dazu passend habe ich gerade das hier gefunden:

    External Content www.youtube.com
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    Zurück im Hotel schnappte ich meine Koffer, die ich nach dem Auschecken untergestellt hatte und lief zum Bahnhof. Für die Fahrt nach Bergen hatte ich mich für die Express-Verbindung mit wenigen Zwischenstopps entschieden. Diese verläuft entlang der E39. Dabei hatte ich mir den Luxus eines Panoramasitzes im Obergeschoss ganz vorne gegönnt. Zu Beginn der Fahrt war es ziemlich regnerisch - das Wetter besserte sich aber. Nach etwa einer dreiviertel Stunde erreichten wuir die erste Fähre von Mortavika nach Arsvågen. Die Zeit der Überfahrt verbrachte ich hauptsächlich an Deck. Unterwegs kamen uns mehrere Fähren entgegen - darunter die BERGENSFJORD, die ich irgendwie größer in Ereinnerung hatte ... :hmm: ;)

    Kurz vor der Ankunft wurden wir gebeten, in den Bus zurückzukehren.


    Etwa eine Stunde später querten wir die Stordabrua. Da im Uførtunnel Bauarbeit stattfanden, mussten wir vor diesem auf das Ledebil (Leitauto) warten, um hinter diesem herfahrend den Tunnel passieren zu können:



    Schließlich erreichten wir die zweite Fähre von Sandvikvåg nach Halhjem. Sie bot - im Vergleich zur ersten Fähre - mehr Möglichkeiten, die Überfahrt an Deck zu erleben. Blick voraus und zurück:


    sowie zur Seite :


    Schlißelich ging auch diese längere Überfahrt zuende.


    Etwa eine halbe Stunde später trafen wir am Busbahnhof von Bergen ein. An diesem kam ich an diesem schönen Wandgemälde vorbei:


    Nach dem Einchecken im Scandic Byparken drehte ich eine abendliche Runde durchs Ort. Erstes Ziel war die Kunsthall 3,14 am Vågsallmenningen mit modernem Kunstinstallationen. Weiter ging es am Vågen entlang zur Bergenhus Festning. Jenseits von dieser befindet sich der Urban Zoo, den ich jedoch nicht fand. So warf ich einen Blick hinüber nach Sandviken,


    und kehrte in die Innenstadt zurück. An einer Haltestelle fiel mir auf, dass angezeigt wird, wie voll die nächsten Busse jeweils sind - das habe ich so hierzulande noch nicht gesehen:


    Kurze Zeit später stand ich vor der HAVILA VENUS - mit der Benennung nach Sternen, Sternbildern und Planeten greift die Reederei eine alte Tradition der BDS (Det Bergenske Dampskibsselskab) auf:


    Nächstes Ziel war das Jekteviksterminal, an dem die NORDKAPP für ihre nächste Runde vorbereitet wurde. Da ich sie seit ihrem Umbau nicht mehr betreten hatte, holte ich dies nun nach. Irgendwie hat sie mir vorher besser gefallen - so vermisse ich die Bilder von Karl Erik Harr - insbesondere das großere im vorderen Treppenhaus. Ein paar kleinere sind immerhin erhalten geblieben.


    Auf dem Weg zurück zum Hotel komme ich an einem weiteren Wandgemälde vorbei:

  • Kurz vor der Ankunft wurden wir gebeten, in den Bus zurückzukehren.

    Uns wurde vor dem Aussteigen eine Zeit mitgegeben, zu der wir wieder im Bus sein sollten.

    Wer nicht pünktlich kommt, muss auf den nächsten Bus warten, da dieser als erstes Fahrzeug die Fähre verlassen muss - so die Aussage des Fahrers.

    Das mag aber auch an der Jahreszeit liegen - im Juli waren die Fähren ziemlich voll.


    Viele Grüße

    Noschwefi

    Chor: Wir sind alle Individualisten :o-smile
    Einzelstimme: Ich nicht :o-tongue


    Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:



  • Uns wurde gesagt, dass wir kurz vor der Ankunft (kann mich nicht erinnern, wieviele Minuten davor) im Bus sein sollen. Der Zusatz, dass andernfalls auf den nächsten Bus gewartet werden muss, wurde nicht ergänzt - das war wohl eine Idee Eures Fahrers, um die Wichtigkeit der rechtzeitigen Rückkehr zu unterstreichen. ;)

    Zusätzlich gibt es jeweils kurz vor der Ankunft eine Durchsage an alle Fahrzeuginsassen an Bord der Fähre - also nicht nur an uns - dass diese nun zu ihren Fahrzeugen zurückkehren sollen.

  • Neben der „Heidelberger GTO“ am linken Bildrand - an ihr ist eine Plakette „120 Jahre Heidelberger Druckmaschinen 1850 - 1970“ angebracht - gibt es weitere Maschinen aus Heidelberg - beispielsweise die hinterste Maschine dieser Reihe. Auf den Informationstafeln wird zudem auf die Bedeutung und führende Marktposition dieser Firma hingewiesen. :search:


    Ein Onkel von mir - inzwischen leider verstorben - hat früher als Schriftsetzer gearbeitet.


    Die Maschine aus Geisenheim habe ich besonders erwähnt, weil ich dort Ende des 20. Jahrhunderts Landschaftsarchitektur studiert habe, so dass ich einen engeren Bezug zu dieser Stadt habe, als zu Heidelberg … :pardon:

    Tag 5 - 18. Januar 2023 - Bergen + HAVILA CASTOR Tag 1:

    Nach dem Frühstück checkte ich aus und stellte meine Koffer unter. Die Zeit bis zum Boarding nutze ich für einen Stadtrundgang.


    Diesen begann ich mit einem Besuch der naturwissenschaftlichen Sammlung des Universitätsmuseums, die ich zuvor noch nicht gesehen hatte. Sie ist sehr interessant aufgebaut.


    Anschließend folgte ich der vor dem Museumsgebäude verlaufenden alten Straßenbahnstrecke bis zu ihrem Depot im Stadtteil Møhlenpris. In diesem ist Bergens Tekniske Museum untergebracht, welches jedoch nur Sonntags geöffnet ist. Im Sommer fahren alte Straßenbahnen von hier bis zum Platz vor dem Universitätsmuseum - wobei die Strecke darüber hinaus bis Engen - unterhalb des Theaters Den Nationale Scene - wieder aufgebaut wurde.


    Von hier lief ich - an einem Wandgemälde vorbei - zum Marineholmen Sandstrand, der im Sommer heiß beghert, im Winter hingegen nur von Möwen genutzt wird.


    Hier beginnt (bzw. endet - je nach Sichtweise ;) ) eine Klappbrücke Småpudden mit Fahrrad- und Fußweg, die den Damsgørdssundet überquert. Auf der anderen Seite wurde eine historische Fassade erhalten und in die moderne Bebauung integriert.


    Ich lief am Ufer entlang und genoss die Aussicht auf den winterlichen Berg Ulriken. Schließlich erreichte ich das Restaurant [url=colonialen.no]Colonialen Kranen[/ur], welches in einem Neubau im Stil eines alten Hafenkrans untergebracht ist. Von der Wendeltreppe aus warf ich einen Blick über den Sund bis hin zur Buddefjordsbrücke, ehe ich einkehrte und leckeres Smørrebrød genoss. :essen:


    Anschließend setzte ich meinen Weg fort. Am Nygårdspark kam ich ainem Backsteinbau ohne erkennbaren Nutzen vorbei. Der Park selbst ruhte unter einer weißen Schneedecke im Winterschlaf.


    Schließlich kehrte ich zur Universität zurück, deren Museumsgarten mit Seerosen-Haus und weihnachtlichem Pavillon ich nun durchquerte. Der Löwe vor dem Haupteingang des Gebäudes trug jahreszeitlich passend einen Schneehut.



    Von hier ist es nicht weit bis zum Scandic Byparken - dort holte ich nun meine Koffer, um zum Terminal zu laufen. Ich traf gerade rechtzeitig ein, um die HAVILA CASTOR beim Anlegen zu beobachten zu können.


    Schließlich betrat ich das Terminalgebäude, wo ich jedoch erst noch warten musste, bis die Schalter geöffnet wurden. Ohne meine Koffer - dafür mit meiner Bordkarte - fuhr ich nun hinauf ins Obergeschoss, um mir den Film mit der Sicherheitseinweisung anzusehen. Anschließend durfte ich an Bord gehen. Hier verknüpfte ich mein Bordkonto mit meiner Kreditkarte, ehe ich zum Restaurant lief, um die Zeiten für Frühstück, Mittag- und Abendessen auszuwählen. Für die Reisenden der Komplettrunde standen drei Schichten zur Wahl:


    #frokostlunsjmiddag
    17:0011:3018:00
    27:3012:0018:30
    59:0013:3020:00


    Da mir die ersten beiden Zeiten - insbesondere abends - zu früh waren, entschied ich mich für die fünfte Schicht. Für den ersten Abend wurden die Reisenden jedoch gebeten, möglichst früh zu essen, da es später wegen einer Reisegruppe zu längeren Wartezeiten kommen konnte. In der Zwischenzeit beobachtete ich die Betankung des Schiffes mit Flüssiggas.


    Nach dem leckeren Abendmal gab es eine Informationsveranstaltung für die deutschsprachigen Gäste. Anschließend begab ich mich an Deck - zunächst Achtern, anschließend auf den begehbaren Bug - um das nächtlich erleuchtete Bergen abzulichten.


    Hier blieb ich bis zur Askøybrücke, um anschließend für einen Blick zurück zum Heck zurückzukehren.

  • Tag 6 - 19. Januar 2023 - HAVILA CASTOR Tag 2:

    Heuer habe ich bin ich jeweils später aufgestanden, als bei früheren Reisen - wohl wegen des vergleichsweise Sonnenaufgangs. Sie kam ich erst nach der Abfahrt von Torvik an Deck, wo ich bis zum Frühstück blieb.


    Nach dem Anlegen versammelten wir Teilnehmer am Ausflug Wintercruise Geiranger uns auf dem Kai, wo wir von den Ausflugsguides - zwei Studenten aus Deutschland und Griechenland - empfangen wurden. Auf dem Weg zum Südkai erhielten wir eine Einführung in die Geschichte von Ålesund.


    Am Südkai startete die Fahrt mit dem Katamaran, die mit sachter Fahrt am Nordufer der Insel Sula entlang - u.a. an Fiskarstrand vorbei führte.


    Als wir den Fjord erreichten, beschleunigte die Fähre auf ihre Reisegeschwindigkeit. Während der Fahrt erhielten wir interessante Informationen zu Fauna, Flora und Geschichte entlang der Ufer - im Fahrgastraum gab es ergänzend eine Infobox mit Ansichtsexemplaren. Hier gab es auch die Möglichkeit, leckeren Braunkäse zu probieren - an Bord gab es diesen erst auf dem Schlussabschnitt der Reise. Gegen Mittag gab es leckere Wraps, Kaffee und Tee während der gesamten Fahrt.


    Im Geirangerfjord begegneten wir den total verfrorenen sieben Schwestern und ihrem eiskalten Freier.


    An der Adlerstraße vorbei kommend erreichten wir Geiranger - im Winter ohne Kreuzfahrtriesen und herrlich ruhig.



    Vom Anlegesteg liefen wir zum Bus, mit dem wir ins Tal hinauf bis zur winterlichen Straßensperre fuhren. Unterwegs berichteten unsere Guides vom Langzeitprojekt ihrer Universität, in dessen Rahmen die Entwicklung der Luftqualität und Schadstoffbelastung im Geirangerfjord untersucht wird.


    Dabei kamen wir auch am Knuten - einer schleifenförmigen Brückenkonstruktion, mit der die alte Geirangerstraße eine größere Steigung überwand - vorbei. Auf dem Rückweg hatten wir vom Rastplatz Flydalsjuvet aus eine tolle Aussicht auf Geiranger und den Fjord.


    Das pfeilförmige Gebäude (ziemlich) in der Mitte des vorherigen Bildes ist das Norsk Fjordsenter, zu dem wir nun fuhren. Aufgrund von Renovierungsarbeiten betraten wir das Gebäude durch den Hintereingang. Hier sahen wir zunächst einen informellen Werbefilm über Geiranger im Lauf eines Jahres, gefolgt von einem Rundgang durch die Ausstellung. In Gebäuden und einer Art Fährboot werden die Geschichte und die Natur des Ortes lebendig dargestellt.


    Anschließend hatten wir die Wahl, ob wir über den Wasserfallweg zur Fähre laufen oder mit dem Bus dorthin zurück fahren wollten - wobei sich alle für ersteres entschieden. Der Weg, der über Brücken, Aussichtsbalkone und Treppen führt, bietet interessante Ein- und Aussichten auf die Wasserfälle und Stromschnellen des Maråkelva.


    Inzwischen wurden nur noch die Berggipfel von der untergehenden Sonne bestrahlt. Im Winter ist nur ein Supermarkt geöffnet - ansonsten ist es ruhig. Welch ein Kontrast zum Sommer, wenn die Touristen den Ort (über)füllen. Leider hatte nun auch Geiranger Sjokolade geschlossen. :o-sad Dafür gab es bei der Fähre alkoholfreien, aber nicht weniger leckeren Gløgg. :tee:


    Auf der Rückfahrt gab es leckere Zimtschnecken und zum Abschluss ein Quizz mit vier Fragen auf Deutsch bzw. leicht abweichend auf Englisch. Unter den richtigen Antworten wurden drei Preise verlost - Umhängeplaketten aus Holz mit der eingebrannten Aufschrift „Junior Ranger Geirangerfjord“, sowie für den Sieger zusätzlich eine Packung mit leckerem Scheiben-Brunost. Letztere habe ich gut durch die weitere Reise gebracht, um sie daheim beim Frühstück zu genießen. :yeah:


    Nach der Rückkehr liefen wir gemeinsam zurück zum Schiff, um uns dort von den beiden Studenten zu verabschieden. Ich wünsche ihnen gutes Gelingen bei ihrem Langzeitprojekt.

  • mil etter mil

    Mit großer Freude verfolge ich nun deinen Bildbericht, nachdem ich schon staunend deine vielen Aktivitäten verfolgt habe, von denen du im Livebericht schriebst.

    Der Ausflug von Ålesund ist ja phantastisch! Er erinnert uns an einen, den wir im Herbst 2018 ab Urke machen konnten: Mit Bus und verschiedenen Fähren, über die Adlerstraße, den Trollstigen hinunter und endete am Abend in Molde. Leider wird der nicht mehr angeboten.

    Liebe Grüße von Trollebo :o-smile

  • Ich bin ja noch am überlegen, ob ich diesen Ausflug machen soll. Ich war ja schonmal im Geiranger, wenn auch nicht bei idealem Wetter.

    Aber deine Bilder machen schon Lust auf den Ausflug. Ich denke ich warte die Wetteraussichten ab und buche ihn an Bord.

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