Auf den Spuren der Postschiffroute ab Hamburg 17.02. bis 03.03.2023

  • Ich bin Hurtig-Erstfahrerin und lese leider auch viel Negatives aus deinem Bericht…

    Was ist denn mit den Vorträgen? Den Expeditionen? Der Landschaft? Der Sauna? und und und

    Darauf freue ich mich!!!

    Dann will ich einmal versuchen zu antworten:

    Zu den Vorträgen zähle ich einmal die Ankündigungen für den Folgetag nicht. Fachvorträge sind informativ bis lehrreich. Die Themen sind z. T. von den aktuell mitreisenden Expeditionsmitgliedern abhängig und sicher nicht auf allen Touren komplett identisch.

    Was sind Expeditionen?

    Auf allen HR-Reisen werden Ausflüge angeboten, so auch hier. Dass diese nicht gerade billig sind, wurde hier im Forum schon mehrfach thematisiert (und teilweise auch preiswertere Alternativen aufgezeigt). Die Ausflüge werden in der Regel von lokalen Anbietern durchgeführt und vom Expeditionsteam begleitet. Vom eigenen Expeditionsteam angebotene Spaziergänge oder Wanderungen werden in der Ankündigung in physische und technische Schwierigkeitsgrade unterteilt, so dass jeder einschätzen kann, welche/r den persönlichen Fähigkeiten entspricht. Genau da liegt in meinen Augen das Problem der Fehleinschätzungen in beiden Richtungen. Wir ziehen es vor, unser Tempo selbst zu bestimmen. Auf der einen Wanderung, die wir mitgemacht hatten, fühlte ich mich stark an einen Schulausflug erinnert ;)

    Man kann durch intensive Nutzung des Angebotes seinen Reisepreis ganz gut nach oben treiben (z. B. Stadtspaziergang mit Guide 90 €, Hundeschlitten aktiv 349 €, natürlich pro Person). Es gibt aber auch includierte Aktivitäten, wie z. B.den Nordkappausflug.

    Die Landschaft

    Da weite Strecken nachts zurück gelegt werden, um Liegezeit am Tag in den Häfen zu generieren, verschläft man zwangsläufig viel der vorbeiziehenden traumhaften Landschaft. Hier ist eindeutig das Postschiff im Vorteil.

    Die Sauna müssen wir noch testen. Bademäntel gehören übrigens auf der otto sverdrup zur Kabinenausstattung und müssen nicht extra geordert werden.

    Speziellere Fragen können auch gern als „persönliche Nachricht“/Konversation gestellt werden.

  • Da weite Strecken nachts zurück gelegt werden, um Liegezeit am Tag in den Häfen zu generieren, verschläft man zwangsläufig viel der vorbeiziehenden traumhaften Landschaft. Hier ist eindeutig das Postschiff im Vorteil.

    Genau das hat mich bei unserer otto sverdrup gestört. Die schönen Landschaften, die man bei der Postschiffreise durchgehend sieht, verpaßt man. Die vielen langen Liegezeiten in den Häfen sind natürlich für lange ( und teure) Ausflüge gedacht.

    Liebe Grüße von Trollebo

    Edited 2 times, last by Trollebo ().

  • uschisiggi B-K-B Fahrer sind die Routenfahrer Bergen-Kirkenes-Bergen, also die klassische Postschiffroute, die mit den sog.Expeditionsreisen nicht vergleichbar sind. Das Schiff fährt Tag und Nacht 34 Häfen in eine Richtung an, es gibt viel zu kucken, auch und besonders in den kleinen Häfen. Längere Aufenthalte sind hier nur in Ålesund, Trondheim, Brønnøysund, Honningsvag und Kirkenes. So wie Trollebo und ruder-rabe beschrieben haben fahren die Expeditionsschiffe hauptsächlich nachts um tagsüber längere Aufenthalte in den Häfen zu haben, und man verpasst halt viel von der traumhaften Landschaft. Wir haben letztes Jahr auch probehalber die Fahrt mit der otto sverdrup gemacht, es war schön, man hat halt mehr Zeit in den Orten, kommt auch an Orte die die Route nicht anfährt, z.B. Alta, Rosendal, Loen, Senja usw. (Wenn Sturm keine Planänderung erfordert), aber B-K-B ist und bleibt für uns einzigartig und traumhaft <3

  • Moin ruder-rabe

    jetzt habe ich auch deinen Bericht komplett nachgelesen und fahre gerne weiter mit euch mit . . . :)


    Im März 2019 sind wir die klassische Route auf der Kong Harald gefahren und wir waren uns einig, das wollen wir wiederholen. Zu einer anderen Jahreszeit, welche Reederei, welches Schiff?


    Ich hatte lange Zeit mit den Expeditionsreisen ab/an Hamburg geliebäugelt und die wunderbaren Reiseberichte in diesem Forum gelesen. Aber wie du schon anmerkst, man verschläft zwangsläufig viele der vorbeiziehenden traumhaften Landschaften. Und das ist für uns wertvoller, also doch wieder klassisches Postschiff.

    Ob nun Hurtig oder Havila, ein wenig Zeit haben wir noch für unsere Entscheidung, denn Norwegen steht erst 2024/25 wieder auf dem Reisezettel.


    Herzlichen Dank für deinen "nicht Rosa eingefärbten" Bericht. ;)


    Nane

  • weil sie in Deutschland wohl verboten

    Also direkt verboten sind die Postafen nicht, nicht das hier der Eindruck entsteht, da wäre irgendwas Verbotenes oder Negatives in den Tabletten.

    Der Hersteller der Postafen hat nur nie einen Zulassungsantrag für die Tabletten in Deutschland gestellt. Vermutlich war man der Meinung, dass sich der ganze Aufwand und die Kosten für geringe Verkaufszahlen nicht lohnt.

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
    - Susan Sontag -


    (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)


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  • Esther

    Das kann man pauschal nicht sagen, da jeder Organismus anders auf die unterschiedlichen Wirkstoffe reagiert.

    Mir persönlich hat Postafen gut geholfen (und mich auch nicht müde gemacht).

    Falls du schon gute Erfahrungen mit deutschen Tabletten gemacht hast, solltest du auf jeden Fall dabei bleiben, sofern du mit den Nebenwirkungen gut zurecht gekommen bist.

    Falls sie doch nicht so gut wirken wie gedacht, kannst du ja immer noch in Norwegen die anderen kaufen, anders herumg ist das schwieriger :o-wink


    Viele Grüße

    Noschwefi

    Chor: Wir sind alle Individualisten :o-smile
    Einzelstimme: Ich nicht :o-tongue


    Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:



  • Die Postafen (anderer Wirkstoff) sollen schneller wirken und nicht ganz so müde machen wie die Tabletten mit Dimenhydrat.

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
    - Susan Sontag -


    (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)


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  • Jobo :Eine Verbindung namens Dimenhydrat gibt es nicht. :o-wink


    Es gibt Medikamente gegen Reisekrankheit mit dem Wirkstoff Diphenhydramin (bzw. Diphenhydraminhydrochlorid), einem älteren Antihistaminikum, das sehr müde macht. (Ein Beispiel: Emesan-Tabletten)


    Die in D gängigsten Präparate gegen Übelkeit und Erbrechen enthalten als Wirkstoff eine Verbindung aus dem Antihistaminikum Diphenhydramin und einem Chlortheophyllin, die Dimenhydrinat genannt wird und weniger müde machen soll als das "pure" Diphenhydramin.


    Name der bekanntesten Präparate mit Dimenhydrinat als Wirkstoff: Vomex A.

    Gibt's als Tabletten (Dragées), als Sirup, als Suppositorien und als Sublingualtabletten. (In Krankenhäusern auch als Lösung für Injektionen)


    Mich macht Vomex trotztdem sehr müde, aber das hat wenigstens den Vorteil, dass man die schlimmste Phase der Seekrankheit einfach verschlafen kann. Trotzdem würde ich es gerne mal mit Postafen vergleichen. Werde mir die beim nächsten Aufenthalt in Norwegen mal kaufen und probieren.


    Außerdem gibt es Kaugummis gegen Reisekrankheit mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat: Superpep

    Ich hab schon Passagiere getroffen, die ständig am Kauen dieser Dinger waren. :o-biggrin

  • Tag 9, Samstag 25. Februar

    Nach einer anfangs sehr unruhigen Nacht kommen wir pünktlich um 7 Uhr in Tromsø an. Zum Frühstück gehe ich allein, meine Göga mag lieber im Bett bleiben. Es scheint anderen Paxen ähnlich zu gehen. Das Aune ist relativ leer, einige kommen solo.

    Bei dem Wetter kann man getrost auf Außenaktivitäten verzichten. Ich habe allein ein kleine Runde gedreht und u. a. das Polarmuseum besucht.

    Es liegen über 15 cm nasser Neuschnee und es kommt immer wieder Nachschub in Form dicker Schneeflocken oder Regen herunter. Die ganze Stadt versinkt im Matsch, na ja nicht die ganze, denn es gibt in Abschnitten beheizte Gehwege, wo alles weg taut.

    Bei schönem Wetter wollten wir eigentlich über die Sherpatreppe auf den Storstein klettern (da, wo die Fjellheisen=Bergbahn rauffährt), aber…..s. o. Selbst die Seilbahn startete erst mit einer Stunde Verspätung um 11 Uhr.

    Das Stadtbild wird heute wieder einmal von HR-Touristen mit-bestimmt, denn die Maud liegt hinter uns am Pier. Da sollten doch Verwechselungen eigentlich ausgeschlossen sein (es gibt auch über keine zu berichten ;)).

    Wir hatten nichts weiter gebucht, so dass ich über die Ausflüge nur soviel berichten kann, dass z.B. die Hundeschlittentouren in mehreren Etappen (min. drei) nacheinander durchgeführt wurden. Außerdem gibt es noch einen Ausflug zu den Rentieren, auf dem ein gebürtiger Same berichtet. Das alles braucht so seine Zeit und erklärt die lange Liegedauer.

    Obwohl Tromsø eigentlich ein guter Ort für Nordlichtereignisse ist, mache ich mir bei dem Wetter und Kp 2 keine großen Hoffnungen.

    Zur Erklärung: Der Kp-Index für die Stärke des Sonnenwindes, herausgeben vom gfz Potsdam zusammen weiteren Instituten weltweit, besagt etwa ab Kp 3 mit bloßem Auge gut sichtbar, bei 4-5 geht dann die Post ab. Stärken über 6 sind sehr selten.

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