Unterwegs mit der MS Havila Castor 2.3.-15.3.2023

  • Vielen Dank, liebe seealpe, für das ausführliche Fazit!


    Am Montag wäre es ja für mich mit der Havila Polaris losgegangen, da hätte ich mir selbst ein Bild machen können.

    Nun reise ich eben später (was angesichts der für Montag angesagten Streikwelle vielleicht ganz gut ist). Ich hoffe mal stark, dass Havila sich bis dahin besinnt und beim Essenskonzept nachbessert. Ewig lange sitzen und auf die Bestellungen warten zu müssen, das geht gar nicht. Einfach aufstehen und gehen, was man wohl machen muss, wenn man draußen etwas geplant hat - das kann auch nicht die Lösung sein, zumal dann wieder Essen übrigbleibt :negative:.

    Wenn ich mir auch noch vorstelle, dass ich als Einzelreisende allein an einem Tisch sitzen und warten muss, wie auf einem Abstellgleis oder einem Strafbänkchen, oh jeh. Ich denke, da nehme ich vorsichtshalber immer ein Buch mit ins Restaurant, dann ist die Wartezeit nicht ganz verloren.

    Wenn sich das Essenskonzept zukünftig nicht ändert, wird die Reise mit Hurtigruten meine erste Wahl bleiben.

    Gut zu wissen, dass es zumindest derzeit die (kostenfreie) Ausweichmöglichkeit auf das Café gibt, und dass du mit dem Angebot dort sehr zufrieden warst.

    Es freut mich sehr, dass du ansonsten eine sehr schöne Reise hattest, wobei ich dich als ebenfalls-Schnee-Fan sehr um die weiße Pracht beneidet habe! Bei meiner letzen Reise Anfang März hatte ich an vielen Orten starkes Tauwetter bzw. viel blankes Eis auf Straßen und Wegen.

    Und zu deiner Aussage bezüglich der Reise-Pause: nach der Reise ist vor der Reise!


    Herzlichst,

    Principessa

  • Liebe Principessa, dass wäre eine gute Idee, ein Buch mitzunehmen. Ich könnte mir vorstellen, dass dann deine Wartezeiten sehr kurz wären :good3: .

    Ich stelle mir die Situation im Restaurant gerade bildlich vor :laugh1:


    Bzgl. der Wartezeiten gilt auch zu Bedenken, dass bei unserer Reise das Schiff nur zu einem Drittel belegt war. Ab Kirkenes nur noch 130 Personen an Bord waren!

    Wie mag das sein, wenn das Schiff ausgebucht ist???


    Es gibt im Cafe eine größere, gute Speisenauswahl, die ich auch empfehlen kann. Nicht nur Pommes :)


    Denke deine ursprünglich geplante Reise mit der Polaris wäre jetzt wegen dem Streik mit großen Problemen/Aufregungen verbunden gewesen.


    Liebe Grüße

    seealpe

  • Dazu sollen ja ab nächsten Jahr anscheinend die Speisen im Cafe extra bezahlt werden.

    Das war letztes Jahr auch der Fall.

    Bei den kostenlosen Speisen in der Cafeteria handelt es sich um ein Jubiläumsangebot wegen 130 Jahr Kystruten und ist daher (wie das Jubiläumsmenmu bei Hurtigruten) auch nur auf das Jahr 2023 beschränkt.


    Wie mag das sein, wenn das Schiff ausgebucht ist???

    Das hängt sehr stark vom Personal an Bord und insbesondere vom Restaurantchef ab.

    Dieser ist für die Aufteilung im Restaurant zuständig.

    Bei unseren mittlerweile 3 Reisen mit der Havila Capella waren jeweils 2 Mitarbeiter für die Bestellungsaufnahme in einem bestimmten Bereich des Restaurants zuständig. Das Essen an den Tisch gebracht haben jeweils Springer, die nichts anderes als Speisen verteilen gemacht haben. Das hat meistens keine 5 Minuten gedauert, auch das Nachschenken von Kaffee oder Saft beim Frühstück sowie die Wartezeit bis zur Bestellungsaufnahme war selten ein Problem.

    Wir mussten lediglich ein einziges Mal bei einem Mitttagessen sehr lange auf den Nachtisch warten, ansonsten waren wir meistens in 45 bis 60 Minuten mit den Mahlzeiten fertig.

    Selbst bei dem 5-gängigen Silvestermenu, bei dem das Restaurant bis auf den letzten Platz gefüllt war, hat alles reibungslos und zügig funktioniert.

    Wir sind allerdings auch oft einige Minuten vor oder (seltener) nach der Richtzeit ins Restaurant gekommen, wodurch sich alles zusätzlich entzerrt hat.


    Vielleicht kann omlia bei Gelegenheit berichten, wie es sich aktuell auf der Capella darstellt.

    Ich finde es halt sehr interessant, dass sich (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) alle Berichte mit langen Wartezeiten im Restaurant auf die Havila Castor beziehen.


    Dieses Essenskonzept (das wohl auch bei beinahe allen Kreuzfahrtgesellschaften existiert) benötigt (wie uns auf unserer ersten Reise ein ehemaliger Mitarbeiter der MS Lofoten erzählt hat) halt einen gewissen Stamm an motivierten und eingearbeiteten Mitarbeitern sowie eine gute Personalführung. Wenn das nicht beides gegeben ist, kommt es zu genau den hier mehrfach beschriebenen Problemen.


    Viele Grüße

    Noschwefi

    Chor: Wir sind alle Individualisten :o-smile
    Einzelstimme: Ich nicht :o-tongue


    Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:



    Edited once, last by Noschwefi ().

  • Am Anfang der Frühstückszeit ging es meistens noch mit dem bestellen und den Wartezeiten. Aber eine halbe Stunde nach uns kam eine größere Reisegruppe ins Restaurant, gefühlt war dann die komplette Mannschaft nur noch bei dieser Reisegruppe und in unsere Ecke des Restaurants kam kaum noch jemand vorbei.

    Mittags und abends war das ähnlich, ich glaube das war einer der Gründe für die langen Wartezeiten, die wir oft für die Hauptmahlzeit hatten. Denn soweit ich es beobachten konnte hat derjenige, der das Geschirr von der Vorspeise abräumte den Tisch freigegeben für das Hauptgericht. Und wenn dann ewig nicht abgeräumt wurde, wurde natürlich auch das Hauptgericht nicht gebracht.

    Trotz allem ist es ein Zeichen von sehr schlechter Organisation, wenn man schon mit 40 Personen auf einmal nicht zurechtkommt. Die Reisegruppe bestand nämlich aus ungefähr so vielen Leuten.


    Und ja, mittags hat man ja kleine Portionen, ähnlich wie Tapas bestellt. Und die kamen dann natürlich alle zusammen, was bei vielen warmen Gerichten nicht so günstig war. Vom Platzproblem auf den Tischen, auch beim Frühstück, durch die vielen separaten Tellerchen mal ganz abgesehen.


    Aber mal abgesehen von den Problemen beim Essen hat mir das Schiff ansonsten wirklich gut gefallen.

    Aber wenn man sich halt mehrmals am Tag ärgert wegen dem Essen (und das erste Mal gleich beim Wecker klingeln weil man schon wieder so früh aufstehen muss), ist das halt schon blöd. Und genau deswegen bin ich dann später auch viel auf das Café ausgewichen, einfach um mir das zu sparen.


    Aber wie schon gesagt will ich jetzt eine Reisepause machen, zumindest von der Küstenroute. Irgendwann will ich mal mit dem Auto nach Norwegen, vielleicht schaffe ich das die nächsten Jahre ja mal.

  • Dieses Essenskonzept (das wohl auch bei beinahe allen Kreuzfahrtgesellschaften existiert)

    Bist du dir da sicher? :o-confused Ich habe davon noch nie gehört :pardon: die Auswahl mit Buffet und a la card, ja, aber dieses System mit Schüsselchen und Schälchen ist mir komplett nehm.

  • Bine

    Das wurde mir von einem Havila-Mitarbeiter so erzählt, da dieses Konzept ja nicht einfach so erfunden worden ist. Deswegen habe ich ja auch das "wohl" eingefügt.


    Viele Grüße

    Noschwefi

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    Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:



  • Noschwefi, Nicole und ich waren auf den Punkt, oder paar Minuten vor "unserer" Essenszeit im Restaurant. Waren also sehr diszipliniert, weil es diese feste Zeiten gab.


    Es wurden zwei Mal die Essenszeiten verlegt. Aus organisatorischen Gründen, vor allem südgehend war dies absolut verständlich.


    Dies wurde nur vor dem Restaurant angeschrieben. Wenn man mittags z. B. im Café gegessen hatte, wußte man es nicht, wenn erst zu diesem Zeitpunkt dort die Info veröffentlicht wurde. Eine spätere Zeit ist ok. Kommt man zu dem Zeitpunkt wieder.


    Mitreisende, die sonst die letzte Essenszeit hatten, die aber im 2. Fall von einer Vorverlegung von einer 1/2 Stunde betroffen waren, nix wussten, kamen zu ihrer "Originalzeit" und bekamen dann aber enorme Probleme am Restaurant!!!

    Durchsagen über die Änderung, wären vor allem bei der Vorverlegung sehr hilfreich gewesen.


    Positiv bzgl. Zeitverlegung, wie ich schon geschrieben hatte war, dass ich meine Frühstückszeit verschieben konnte. Am Ende der Reise habe ich den Wecker gestellt um wenigstens einmal mit den anderen um 7:30 Uhr zu frühstücken :laugh1:


    Ich wiederhole mich auch noch einmal, dass Essen war allgemein sehr, sehr gut :ok: und meine Reise ansonsten super:thumbup:


    Gruß seealpe

  • seealpe

    Danke für deine Ergänzungen.

    Das bestärkt mich in meiner Auffassung, dass die Organisation an Bord der Capella i.d.R. besser zu sein scheint als bei der Castor.


    Bei der Capella waren Änderungen der Restaurantzeiten für den laufenden Tag immer bereits beim Frühstück auf einer gut sichtbaren Tafel zu sehen, außerdem wurden sie fast immer im Tagesprogramm (auf dem Fernseher) erwähnt. Hierfür muss allerdings die Zusammenarbeit mit dem hierfür zuständigen Reiseleiter / Expeditionsteam funktionieren :o-unsure


    Viele Grüße

    Noschwefi

    Chor: Wir sind alle Individualisten :o-smile
    Einzelstimme: Ich nicht :o-tongue


    Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:



  • Nordlicht

    Ich nicht, von daher kann ich da persönlich nicht mitreden.

    Es ging dabei aber hauptsächlich um das Konzept mit der Bestellung am Tisch mit den digitalen Geräten und nicht so sehr um die Schälchen.


    Viele GrRüße

    Noschwefi

    Chor: Wir sind alle Individualisten :o-smile
    Einzelstimme: Ich nicht :o-tongue


    Reiseberichte siehe Profil :lofoten2:



  • Dieses Essenskonzept (das wohl auch bei beinahe allen Kreuzfahrtgesellschaften existiert)


    mit der Bestellung am Tisch mit den digitalen Geräten

    Ich habe im letzten Jahr drei Seereisen gemacht, bei keiner gab es ein solches Konzept. :nono:

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
    - Susan Sontag -


    (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)


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  • Liebe Nicole74 und seealpe,

    danke für eurer Fazit!

    Ich war ja genau die Tour vor euch auf der Havila Castor und kann die Schwierigkeiten im Restaurant nicht bestätigen!

    Wir hatten die Zeiten 7:30h, 12:00h und 18:30h. Es war nie ein Problem, ein paar Minuten eher oder später zu kommen, mittags kamen wir teilweise fast eine halbe Stunde später. Als wir südgehend nach dem Landgang in Trondheim um 9:30h vorsichtig nachfragten, ob wir noch eine Kleinigkeit haben könnten, wurden wir ganz lieb zu einem anderen Tisch als sonst geleitet. Lange warten mussten wir selten.

    Beim Mittagessen haben wir nach ein paar Tagen meist nur zwei Gerichte bestellt und wenn wir die gegessen hatten, die nächsten ein oder zwei (je nach Portionsgröße und Hunger). So war genügend Platz auf dem Tisch und das Essen war heiß.

    Wir haben das Personal in unserer Ecke, allen voran Ida und Serbest, immer als extrem zuvorkommend und flexibel erlebt.

    seealpe Die Pommes waren wirklich extrem lecker und auch ich bin eher kein großer Fan davon. Beim Mittagessen gibt es sie als „Havrands knusprige Kartoffeln“ und Göga hat sie fast täglich gegessen (wenn ich ihm nicht vorher alle wegstibitzt habe).

    Einige Einzelreisende haben sich zusammengetan und gefragt, ob sie den Tisch wechseln können, so dass sie nicht alleine sitzen müssen und auch das ging ganz einfach.

    Ich bin euch ja auch noch einen bebilderten Bericht schuldig, den hoffe ich, bald beginnen zu können.

  • ulidi, danke für dein Restaurantfazit.

    Wirklich interessant wie unterschiedlich das auf demselben Schiff abläuft.


    Wir hatten im Service nicht nur zwei Personen, die überwiegend für uns zuständig waren. Das waren einige. Wechselte durch.

    Hatten die gleichen Essenszeiten wie ihr.

    Das Servicepersonal war immer freundlich!!! Das auf jeden Fall.


    Das mit dem später essen war nicht so einfach. Eine Mitreisende wollte ausnahmsweise einmal mit Bekannten statt ihrer 12 Uhr Essenszeit mit ihnen zu deren späteren Zeit essen. Wurde ihr verwehrt, mit der Begründung: Personalmangel. Es ging dabei um eine Person! Also hat sie um 12 Uhr an unserem Tisch gegessen und sich später zu ihren Bekannten nur so dazu gesetzt. Sie wurde dann von 3 verschiedenen Servicekräften gefragt, was sie essen möchte.


    Meine Frühstückszeitverschiebung hat freundlicherweise Daniela vom Expeditionsteam für mich geregelt.


    Ja, "Havrands knusprige Kartoffeln" waren auch lecker.


    Ob Einzelreisende auf die Idee kamen, dass sie sich zusammen setzen könnten. Das kann ich nicht beurteilen.


    Gruß seealpe

  • An unseren Nebentisch saß eine ältere Einzelreisende und immer wenn einer an unserem Vierertisch nicht mit zum Essen kam, haben wir sie eingeladen sich zu uns zu setzen. Das war auch nie ein Problem.

  • Nicole74, dass habt ihr dann beim Frühstück so gemacht. Da war ich ja nicht da.


    Ich meinte allerdings auch, ob ansonsten Alleinreisende untereinander diesbzgl. tätig geworden sind, weiß ich nicht.


    Für mich ist das ganze jetzt auch so beendet. Es bringt nix sich weiter darüber Gedanken zu machen.


    Gruß seealpe

  • Einzelpersonen saßen alleine am Tisch und waren somit isoliert. Keine glückliche Lösung, wie hier schon beschrieben.

    Das war auf meiner letzten Reise auf der VESTERÅLEN auch so, war aber natürlich noch das Coronakonzept. Da sich die Leute schnell bekannt gemacht haben, setzten sie sich ab dem dritten Tag einfach zusammen an einen grossen Tisch (durch die wenige Passagiere ist das ja möglich gewesen) und stellten fest, wir machen das jetzt so! Anders gesagt - manchmal kann man durch Eingeninitiative auch was bewirken, und wenn sich z. B. zwei Personen an einen Tisch gesetzt hätten, bräuchte das auch nicht mehr Personal und es hätte sicher niemand etwas dagegen gehabt.

    "Schneehexen" (hoffe, der Ausdruck ist bekannt)

    Nein, war mir unbekannt - aber Tante Guugel hilft ;)

    da nehme ich vorsichtshalber immer ein Buch mit ins Restaurant

    Als notorische Alleinreisende betrete ich nie eine Gaststätte - wo oder wann auch immer - ohne Buch. Und seit es elektronische Bücher gibt, habe ich es ja auch jederzeit auf meinem Handy griffbereit :)

    Meine Fahrten: FINNMARKEN - NORDLYS - NORDNORGE - KONG HARALD - VESTERÅLEN - LOFOTEN (5X) - FRAM

    Reiseberichte siehe Profil !


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