Schneeadler im Mai - MS Vesteralen 27.04.-07.05.22

  • :o-biggrin wenn schon der eine Adler den Spitznamen Schnappi von der Crew bekommen hat...


    Schraffi 22:56 (hab beim Bild nachgesehen :o-wink )

    Arctica Man weiß es ja :o-wink - aber man ist doch erstaunt, wenn man es nicht kennt. Ich fand's toll, die Strecken, die sonst schon im Dunkel liegen, in der Dämmerung weiter bewundern zu können. Wobei man in der Jahreszeit dann natürlich auf Nordlicht verzichtet... Man kann halt nicht alles haben :o-biggrin .

  • Jaja, das alte Lied bei einer Nordlandfahrt, entweder Nordlicht oder Dämmerung, Schlaf wird überbewertet :o-biggrin

    Meine Fahrten: FINNMARKEN - NORDLYS - NORDNORGE - KONG HARALD - VESTERÅLEN - LOFOTEN (5X) - FRAM

    Reiseberichte siehe Profil !


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  • Ja, entweder oder... :o-question .

    Aber es war so schön, nachts um 2 Uhr an Deck ( meistens ganz allein) zu stehen, die Natur genießen und dazu Sonnenstrahlen mitten in der Nacht :cool: .

    Und darum geht es nächsten Monat wieder los ( schlafen kann man später) :mosking:

  • Genau - wobei, wenn die Sonne sich versteckt, Schlaf auch mal ganz gut ist :o-biggrin , ich wünsche auf jeden Fall schon mal eine schöne Reise in der Mitternachtssonne!! Die unterschiedlichen Lichtverhältnisse, Wetterkapriolen und Nordlicht/Sonne ja/nein machen die Reise auch immer wieder spannend und geben einem einen weiteren Grund wiederzukommen... :o-thumbsub

  • :sdanke: für diesen fantastischen Reisebericht, den ich gerne weiterhin mitlese. Du schreibst so, dass ich richtig berührt bin und deine Fotos sind sowieso beeindruckend! :o-heart

    Die Seeadlersafari habe ich bisher nicht gemacht, weil ich der Meinung bin, dass man Wildtiere nicht füttern sollte. Aber mannomann, deine Fotos und deine Schilderungen machen mich ganz schwach. Naja, wer weiß, ob und wann ich noch mal fahren kann und dann habe ich immer noch Zeit, mich zu entscheiden.

  • Ja, das mit dem Wildtierfüttern kann auch ein zweischneidiges Schwert sein und hat manchmal Vor- und Nachteile. Ich fand es aber in diesem Rahmen durchaus in Ordnung und nicht so sehr "touristisch-reißerisch", sondern eher als Beobachtungsmöglichkeit dieser schönen Vögel.



    Februar, März, April – drei Monate an einem Tag

    Tag 10 (7) der Schiffsreise 4.5.22


    Heute morgen stelle ich fest, mir fehlt ein bisschen Licht von außen in der Innenkabine. Mein Bett allerdings ist superbequem :o-thumbup , zwar schmal, aber perfekt – für längere Leute wäre es nichts :o-whistling . Herrlich aber wie immer, die Bewegungen vom Schiff zu spüren, das finde ich einfach großartig.


    Aber wie war das? 4. was? Mai? Echt? Heute Nacht scheinen wir wieder die Richtung geändert zu haben, an Deck liegt einiges an - Schnee :o-thumbsub !


    So viel, dass die Mannschaft bereits am Räumen ist und an Deck F 2 Passagiere beim Schaufeln helfen :o-biggrin . Vor der Polarkreisüberquerung nochmal Schneegestöber – doch pünktlich kommt die Sonne heraus.

       


    9:30 ist Lebertranzeit, aber mit Pfefferminz geht das ja :o-wink , also hole ich einen Löffel ab; wir sind dabei draußen an Deck 6, die Sonne scheint, kaum sind wir fertig, fängt das Schneetreiben wieder an. Vor Nesna begebe ich mich wieder raus und möchte da eigentlich bleiben, es ziehen so viele schöne Landschaften an uns vorbei… Mein Wunsch wird erhört :o-thumbsub , eine Weile kann ich Sonne genießen auf dem inzwischen schneefreien Deck.


    Ein Weilchen scheint sie uns an, es schneit, sie scheint, es schneit, sie scheint… Oha, ein neuer Zungenbrecher :o-rolleyes - es schneit, sie scheint, es schneit... Die Helgelandbrücke ist schön zu sehen :o-love ,


    in Sandnessjoen bleibe ich auf dem Schiff und schaue den Gabelstaplern beim über den Kai flitzen zu. Inzwischen ist am Boden schon mehr Grün zu sehen, die Bäume aber sind alle noch kahl, wir scheinen uns von Februar in den März zu begeben :o-biggrin . Eben noch habe ich die Sonnenstrahlen genossen, beim Ablegen beleuchtet fahles Licht die Sieben Schwestern, die sich weiter vorne im Schnee und weißen Wolken verstecken.


    Eine meiner liebsten Anfahrten steht bevor – Bronnoysund, und ich begebe mich endlich wieder auf den Balkon – die letzten Tage war mir das mit Eis und Schnee auf dem Holzboden zu gefährlich :o-scared . Im Moment ist es gar nicht mal so windig, und ich kann die Anfahrt in vollen Zügen genießen und bin gespannt auf den „neuen“ Alternativ-Anlegeplatz.


    In Bronnoysund gibt es kein Shuttle-Angebot, so bietet der Reiseleiter an, ihm ins Zentrum zu folgen. Es geht rechts vor dem Schiff durch den Zaun, über den Platz zum Bootshafen, rechts und mit ein paar Kurven immer der Straße entlang. Oben an einem gelben Haus vorbei verläuft der Fußweg neben der Hauptstraße ins Zentrum. Allerdings steht dort am Radweg noch ein Schild: 1,2 km zum Zentrum, und da der Reiseleiter ursprünglich meinte es seien 1,5 km insgesamt und wir schon einen gelaufen sind :o-unsure , beschließe ich umzukehren, das ist mir denn doch zu hektisch.


    Das stellt sich als gute Idee heraus, ich finde jede Menge Fotomotive :o-thumbsub inklusive eines Blicks auf die Vesteralen.

    Ich spaziere durch ein kleines Wohngebiet, freue mich über einen Vogel in der grünen Wiese, der sich als Nebelkrähe herausstellt,   über die Miniblümchen, Knospen an den Büschen und Bäumen, und über ein paar Schlüsselblumen – wie auffällig nach dem weiß-grau der letzten Zeit... Offensichtlich ist hier inzwischen April :o-biggrin .


    An dem netten Bootshafen vorbei     gelange ich wieder zum Anleger, an dem auch Picknicktische stehen; ein schöner Blick übers Meer, das übliche Möwengeschrei, ein toller Blick aufs Schiff erwarten mich.


    An Deck genieße ich, bis die anderen von ihrer Wanderung zurückkommen, die Sonne, das leise Vibrieren unter mir, ein bisschen Wind, aber nicht zu viel, die frische Seeluft, den Ausblick über die Schären – herrlich :o-love .


    Wir legen ab und fahren am Zentrum von Bronnoysund vorbei - Stadtbesichtigung mal anders :o-wink ,

      


    durch meine geliebte Brücke :o-heart ,


    wobei ich vom Balkon über die Seite nach hinten auf Deck F husche – der Vorteil des kleineren Schiffs, überhaupt finde ich die MS Vesteralen toll :o-thumbsub . Am Torghatten, den eine fahle Sonne beleuchtet, machen wir den Abstecher um das Loch im Berg zu bewundern. Ich mag die Strecke, leider gibt es später zwar keinen Schnee, aber Regen :o-unsure , also wieder kein Sonnenuntergang. Aber trotzdem schillert die Umgebung in einem zwar unauffälligen, aber doch schönen Farbenspiel :o-love – grüngrau – blaugrau – fahlgelb. Da ist das Auge der Kamera auch weithin überlegen...


    Abendessen – exzellent ist untertrieben :o-thumbup , wir werden wieder aufs Feinste verwöhnt. In Rorvik bei der Ausfahrt wartet die Trollfjord darauf, dass wir endlich weiterfahren;

    eine stumme Begegnung…


    Da noch keine Brückenführung möglich ist, zeigt der Reiseleiter beim Treffen Bilder von Maschinenraum und Brücke samt Erklärungen. Draußen ist es im Moment nicht wirklich spannend, wir sind auf der Folda und es ist ziemlich grau in grau, also gehe ich früher schlafen, teils mit Bedauern, dass die Reise bald zu Ende ist :o-crying , aber ich freue mich, dass ich noch eineinhalb Tage auf dem Schiff sein darf :o-thumbsub .

  • Oh, es tut mir leid, ich schaffe es einfach nicht, früher weiterzumachen... :ssorry: Ich freue mich, dass Ihr noch an Bord seid :o-thumbsub und die letzten Tage einer wundervollen, für mich etwas unerwartet anderen Reise mit mir genießt.


    Regen statt Schnee und ein Top-Ausflug

    Tag 11 (8) der Schiffsreise 5.5.22


    Da es für einen Ausflug in Trondheim nicht genug Leute gibt und ich eigentlich keine Lust habe so früh bis in die Stadtmitte zu spazieren, schlafe ich aus – diese Reise scheint eh eher zum faulenzen :o-sleeping zu tendieren als zu viel Action…


    Wolken, Sonne, Regenschauer, Regenbogen,   Munkholmen, Nebelglocke… ah, wie schön, bekanntes in einem wieder ganz anderen Licht anzusehen. Ich gehe schon mal packen, bin bald wieder draußen, genieße nach dem nächsten Regenschauer die Sonne an Deck :o-thumbsub . Das Meer hat Schaumkronen, aber unser Schiff fährt fast schon zu ruhig, man merkt kaum etwas von der See.


    Die Hustadvika kenne ich ja nun schon zur Genüge bei Wind und Regen, die hab ich zweimal in solchem Wetter wie gerade vorhergesagt erlebt :neo: – also entschließe ich mich kurzfristig für heute Nachmittag doch den Ausflug Atlantikstraße zu buchen, zumal ich mit diesem eh schon mal geliebäugelt habe.


    Auf dem Weg zum Mittagessen treffe ich vor dem Restaurant Scotty , der grade vom regen- und windumtosten Balkon kommt. Auf die Frage woher: DEN Leuchtturm filmen – den hatte ich doch glatt vergessen :patsch: ! Beim Essen wird ein Zettel mit Quiz ausgeteilt, nette Fragen, aber wir haben Zeit bis zum Treffen um 21:45.


    Es ist soooo schön hier draußen an Deck :o-love , im blauen Stuhl (kann ich nicht doch mal so einen mitnehmen?), Sonne genießen oder Wolken vorbeiziehen lassen, die wieder mal silbergraue Landschaft bewundern,


    der Wind heult ein wenig ums Glashaus, ein bisschen Minibrise kommt manchmal um die Ecke zu mir, Fotos machen, wieder hinsetzen – so gefällt es mir. Sonne und Wolken wechseln sich ab, es gibt wieder ein bisschen Wellen und das Schiff schaukelt schön :o-wink ,


    Berge mit Schnee, aber auch mehr Grün, Leuchttürme, Schärenland..., herrlich.


    Vor Kristiansund gibt es wieder etwas mehr Geschaukel – kenne ich das nicht schon :o-biggrin ? Allerdings ist es bei weitem nicht so viel wie die ersten beiden Male.


    Wir erreichen Kristiansund

       


    und machen uns auf zu unserem Ausflug Atlanikstraße.

    Nach kurzer Fahrt durch die Stadt    erleben wir eine Tunnelfahrt, bis 250 Meter tief, an der tiefsten Stelle ist der Tunnel mit blauem Licht beleuchtet. Wir bekommen viele Infos über Kristiansund mitgeteilt, Stories über Harald Schönhaar und „seinen“ Steinkreis.   Schließlich erreichen wir die Stabkirchen von Kvernes, eine alte rote und die neue weiße, bekommen ein paar Minuten sehr schöne Orgelmusik vorgespielt, genießen einen tollen Blick auf die Umgebung und werden von einem Ehepaar in Uniform aufs interessanteste mittels zweier Führungen durch die Kirchen geleitet :o-thumbup .

                


    Wir fahren durch die wunderschöne Region, unser Busfahrer zeigt auf teils engen Straßen großes Geschick,   wir sehen rote Häuser, Farmen, einen Marmorsteinbruch auf der anderen Seite des Fjords, der laut Reiseleiter einen der härtesten Marmor der Welt produziert, der für z.B. Papier pulverisiert verwendet wird. Am Restaurant mit einer grandiosen Aussicht auf viele Inselchen, das über mehrere Jahre einen Bacalao-Wettbewerb gewonnen hat, machen wir halt.   Das Restaurant ist kleiner als erwartet, sehr hübsch gemacht, wir bekommen Bacalao (Klippfisch, Kartoffel, Tomaten…) serviert, und es schmeckt so was von gut :o-thumbup ! Nach dem nicht minder guten Nachtisch geht es weiter auf dem wohl berühmtesten Abschnitt der Atlantikstraße.

    An einer Insel legen wir einen Stopp ein und spazieren 15 Minuten auf einem Steg um sie herum; die Aussicht ist großartig,


    das Meer rauscht neben uns, Vögel lassen sich hören, kleine Tümpel glitzern in der Sonne :o-love , auch die Vegetation ist interessant. Wir erhaschen schon mal einen Blick auf die bekannteste Stelle,


    die berühmte Brücke ins Nichts, wirklich ein beeindruckendes Bauwerk! Man hat wahrlich den Eindruck, man hebt gleich ab…


    Im weiteren Verlauf wurden seitlich extra Stege an die Straße gebaut, für die Angler, die vorher einfach mitten auf der Straße standen :o-rolleyes .


    Wir verlassen die Atlantikstraße um einen Umweg durch die Dörfer zu fahren,    und hören weitere interessante Geschichten über die Umgebung. Es scheint, als wüsste die Reiseleiterin über jeden durchfahrenen Ort etwas, egal wie klein, über die Landschaft, Geschichte und Geschichten. Super!


    Plötzlich stehen ein paar Rehe auf und neben der Straße…  Eins scheint sich nicht schlüssig zu sein, wo man denn hinwill :o-biggrin


    Schließlich erreichen wir Molde, der Blick auf die beeindruckende Bergkette, das Molde-Panorama, unter pastellfarbenem Himmel ist faszinierend :o-love . Wir bekommen noch eine kurze „Stadtführung“ per Bus, während wir durch die Stadt an den Anleger fahren, und erreichen diesen so rechtzeitig, dass wir dem Schiff beim Anlegen zusehen können. Vor der beeindruckenden Bergkette kommt uns die Vesteralen entgegen, ein wunderbarer Anblick :o-love ! Ich mag dieses Schiff, und sie ist mir ein liebgewordenes Zuhause auf der Reise...

       


    Fazit: mir hat dieser Ausflug sehr gefallen, er war abwechslungsreich, interessant, trotz anfänglichem Regengetröpfel war es herrlich durch die Landschaft zu fahren und andere Eindrücke zu sammeln als vom Schiff aus möglich; vor allem wenn man die Seestrecke schon kennt (und das Wetter mal wieder gleich grau ist wie bei vorherigen Reisen), ist er durchaus empfehlenswert :o-thumbup .

  • Regen statt Schnee, ein Top-Ausflug und das schönste Panorama

    Tag 11 (8) der Schiffsreise 5.5.22

    Ausklang


    Ein Weilchen bleibe ich am Anleger und freue mich über "mein" Schiff und die wunderschöne Umgebung.



    Zurück auf der MS Vesteralen gehe ich hinaus aufs Deck und wein mal wieder fast… das Panorama ist überwältigend :girl_sigh: ! Diese Farben… Ich kann mich nicht sattsehen und nicht genug Bilder machen – es ist einfach nur schön. Ich stehe noch länger an der Reling, bis die Vesteralen wieder ablegt, bewundere einfach nur diesen herrlichen Anblick :o-love und bin dankbar, das alles erleben zu dürfen.

       


    Jeder Tag dieser Reise hatte etwas Besonderes (sei es der weihnachtliche Schneefall in Tromso:o-biggrin ). Manches anders als erwartet - manches mehr als erwartet. Aber heute - wie auch bei den Adlern - heute spüre ich es auch sehr. Während ich hier in Molde auf Deck bin, alles um mich still ist außer den Vögeln und einem leisen Schiffgeräusch, die Bergkette, die langsam schwindenden Pastelltöne, und doch bleibt es so hell, der ganz leichte Wind, die klare Luft, das Licht, die Weite :o-love – ja, dafür komme ich auf diese Reise! Dafür und für noch so viel mehr…


    Wir verlassen Molde, tauschen die Blätter von unserem HR-Quiz und bewerten sie, ich habe 16,5 Punkte und bin damit fast Gewinner :yeah: ! Um 23:00 zieht es mich nochmal nach draußen, blaue Stunde, ruhiges Wasser, wir fahren nicht schnell, im Moment ist nicht viel Wind. Von rechts nach links, von vorn nach hinten ist alles einfach nur in schönstes Licht getaucht...

      

  • Jade68 so, wie ich anfangs deine Begeisterung heraus lesen konnte, habe ich in diesem letzten Beitrag von dir deine Ergriffenheit gespürt. Ja, die Reisen mit Hurtigruten haben, egal zu welcher Jahreszeit, immer etwas tolles an sich. Ich reise ja im Dezember zum ersten Mal alleine UND in der ganz dunklen Zeit. Bin schon echt gespannt, was mich da erwartet ;)

    Grüße aus dem Rheinland


    Berichte sind in meinem Profil



  • Liebe Jade68 deine Tagesbeschreibungen sind so schön! Ich liebe solche persönlichen Berichte, wenn jemand Emotionen und Eindrücke so teilt und auch noch so schön zu Papier bringen kann. Die Strecken kennen wir alle, aber gerade die persönlichen Empfindungen machen jeden Bericht so besonders; da lebt man die Reisen beim Lesen richtig mit.

  • Dankeschön, das macht mich ja ganz verlegen... :blush: Aber ich teile diese Freude an der Reise so gerne, und bin froh über all die Mitreisenden!

    Aufgrund des Wetterberichtes gibt es heute nur wenig Bilder... (so konnte ich wenigstens mein Kontingent mit den Adlern nicht überschreiten :o-biggrin )


    Abschied von einem großartigen Schiff

    Tag 12 (9) der Schiffsreise 6.5.22


    Ich packe den Rest… Muss ich wirklich schon wieder gehen :o-crying ? Die MS Vesteralen ist mir ans Herz gewachsen :o-love , schade, dass es bald schon wieder vorbei ist, ich könnte wie immer gleich nochmal mitfahren. Wenigstens habe ich morgen noch einen halben Tag in Bergen – so das Wetter mich nicht fortschwemmt…


    Floro im Regen, grau in grau, brrr. Die Gegend mag mich nicht :o-whistling ! Kurz vor Ankunft geht’s auf den Balkon, ich bleibe aber lieber „unter Dach“. Die Stufe bei der Außentür kenne ich inzwischen gut genug, weitere blaue Flecken bleiben mir erspart :o-thumbsub , man sollte wirklich vor dem Ding warnen…


    In Floro laden wir jede Menge Blumenerde aus. Dann geht es zum Stabben Fyr – mein netter kleiner Leuchtturm auf seinem Felsen, ich finde ihn einfach goldig :o-love .


    Es regnet immer noch, als wir zum letzten Frühstück aufbrechen. Ich stelle den Koffer vor die Türe, checke die Kabine kurz durch, als ich rausgehe, ist der Koffer bereits weg. Auf dem Weg zur Rezeption, um den Rucksack abzugeben, sehe ich interessanterweise, wo das Gepäck hin verschwindet, mein Koffer steht da mit anderen vor einer offenen Türe, zwei Crewmitglieder lassen sie nacheinander am Seil hinunter.


    Ich bedanke mich beim Reiseleiter, gebe den Rucksack ab und dann heißt es wieder oben raus an die frische Luft, aber ins geschützte Glashaus, denn der Regen will diesmal nicht weichen :o-unsure . Ich verzichte darauf Bilder vom Alden zu machen und schau ihn mir lieber einfach nur im Vorbeifahren an.


    Die nächsten 1,5 Stunden verbringe ich im Glashaus – Schaumkronen auf den Wellen, der Wind heult um uns herum :neo: , der Regen klatscht immer wieder gegen die Scheiben – aber ich sitze gemütlich in meinem blauen Stuhl :yeah: und kann die Wetterkapriolen genießen.


    Im Steinsund gehe ich nach unten auf Deck E, oben kann man einfach nicht fotografieren, der Weg nach unten ist ungemütlich nass genug. Die Durchfahrt ist trübe, aber trotzdem wunderschön.


    Schließlich fahre ich mit dem Aufzug endlich an den Ort, an dem ich auf der Vesteralen noch nicht war – Fyret Deck 7. Die Aussicht ist toll - wenn man denn mehr sehen könnte als grau :o-biggrin , der Sognefjord ist im Vergleich zu meinen ersten Fahrten ententeichmäßig ruhig.


    Das letzte Mittagessen… :o-crying Rundgänge draußen – so ein Wetter am letzten Tag! Aber Bergen muss wohl den Ruf als regenreichste Stadt verteidigen. Hoffentlich wird es morgen etwas besser, im Moment fühle ich mich wie in einer Waschküche.


    Rucksack holen, Anfahrt auf Bergen


    Es regnet noch immer, so bleiben wir unterm Dach auf Deck E, während wir anlegen. Die Koffer werden rausgefahren, die Gangway auf Deck 5 ebenso, wir verlassen das Schiff... :o-crying


    Durchs Terminal, Koffer holen – und 1000 Leute warten auf ein Taxi :o-scared , viele haben’s vorbestellt, das muss ich nächstes Mal auch machen. Schließlich erwischen wir eins, das gerade Paxe zum Schiff bringt, die Glücklichen! Der Fahrer bringt Scotty zum Hotel, dann mich zum Thon Rosenkrantz, das mir schon vor ein paar Jahren sehr gut gefallen hat.


    Erst mal trockenlegen, dann geht es über den Torget zum Narvesen, ein paar Dinge besorgen, bisschen umpacken; leider gibt’s kein late check-out, das Hotel ist morgen voll, und leider ist weit und breit auch kein freier Regenschirm vorhanden :o-rolleyes . An der Rezeption bekomme ich neue Infos wegen des Streiks im Nahverkehr, sieht so aus, als könnte ich morgen doch die Bahn nehmen.


    Da die Nässe von oben heute wohl nicht mehr verschwindet, winke ich meinem Schiff ausnahmsweise nicht Goodbye, ich hätte das gerne vom Floyen aus gemacht, aber daran ist nicht zu denken. Vielleicht konnte ich deshalb gestern in Molde so schöne Bilder von ihr bekommen :o-love , auf jeden Fall bleiben wundervolle Erinnerungen an dieses großartige Schiff, und auch der Boden im Hotelzimmer schwankt gefühlt mal wieder ein bisschen an diesem letzten Urlaubsabend.

  • Nicht nur die Fotos sind toll und lassen die Sehnsucht nach diesem wunderschönen und facettenreichen Land wieder hochkommen. Auch deine lebendige und gefühlvolle Art zu schreiben macht sehr viel Spaß! Danke für deinen Bericht!!! :) :thumbup:

  • Und es ist wieder Mai

    Bergen, 7.5.22


    Sonne!!! :dance3: Und Wolken, aber nur während des Frühstücks kommt ein kurzer Schauer herunter. Ein wunderbares Frühstücksbuffet erwartet uns :o-thumbup , ich spaziere durch Bryggen und über den Hafen, gehe zum Julehus und genieße die Maisonne und die bunten Blumen um mich herum.


    Um 12:00 checke ich aus, lasse mein Gepäck im Hotel und stehe ein bisschen Schlange vor der Bahn auf den Floyen. Oben spaziere ich ein Stück weiter als letztes Mal und sehe mich ein wenig auf dem Berg um,


    genieße die bei dem Wetter einfach fantastische Aussicht :o-love ;

      


    die Musik von der gerade abgehaltenen Parade ist bis hier oben zu hören.


    Beim Ausblick über den Hafen


    muss ich allerdings 2x hinsehen – die MS Lofoten ist schon da?!? Sie war zwar im Forum angekündigt, aber erstens wusste ich nicht, ob sie pünktlich um 14:30 kommen würde, und zweitens auch nicht, wo sie genau anlegen würde. Mein „erstes“ Schiff :lofoten2: !


    Leider erlauben Zeit und Koffer es mir nicht hinzugehen, aber zumindest konnte ich, da sie unten teils von Booten verdeckt ist, sie vom Berg aus entdecken – hätte ich gewusst, dass sie so früh kommt, hätte ich versucht, sie bei der Einfahrt zu begrüßen. Aber auch so freue ich mich über das kurze Wiedersehen :o-love .


    Ich hole mein Gepäck beim Hotel ab und laufe zur Bybanen – da auf diesem Weg weder steile Berge noch viel Kopfsteinpflaster :o-wink lauern, ist es trotz Koffer ein netter Spaziergang bei diesem wunderbaren Wetter. Die nächste Bahn bringt mich zum Flughafen.


    Während ich warte, gehe ich kurz etwas essen, Boarding ist um 17:55 – eigentlich. Als ich ans Gate komme, wundere ich mich ein wenig, es gibt Verspätung und unter Luftballon-Dekoration werden Kaffee und Minimuffins angeboten :hmm: . Eine kurz darauf folgende Ansprache verrät den Grund: es ist der erste Flug, der die neue Direktroute BGO-MUC bedient, sozusagen der Jungfernflug... Somit gibt es eine Rede von Avinor und Lufthansa, Manager und Pilot zerschneiden die Absperrung vor dem Gate, auf Anfrage eines Passagiers wird das Band komplett in kleinere Stücke zerlegt, die als Souvenir mitgegeben werden :o-whistling .


    Ein kleiner, schlanker Flieger erwartet mich, er ist voll, aber da ich am Fenster sitze, kann ich eine wunderschöne Aussicht über Bergen genießen.

       


    Als wir uns München nähern, geht die Sonne zwischen den Wolken unter, traumhaft :o-love !


    Wir verlassen den Flieger über eine Treppe, die letzte Stufe ist norwegisch hoch :o-biggrin , ein paar Schritte zum Terminal, und ich denke „ist das schon dunkel hier und so warm"… Wir wandern durch das gefühlt komplette Terminal zum Gepäckband, warten..., warten…, warten… Vor lauter Warten vergesse ich glatt meine Jacke samt kleiner Kamera am Gepäckband :o-scared – große Aufregung auf dem Rückweg, aber die Mitarbeiter vom Flughafen sind superfreundlich und gleich am nächsten Tag bekomme ich die email, dass ich alles im Fundbüro abholen kann :o-thumbup . Schließlich kommt das Gepäck, wir fahren nach Hause, und eine weitere und ganz andere HR-Reise ist zu Ende… :girl_sigh:


    Fazit folgt...

  • Ein ganz phantastischer Reisebericht, vielen Dank.


    Die erste Nacht im "festen" Bett habe ich übrigens auch noch geschaukelt bzw. hatte das Gefühl. Dann las ich, man kann auch landkrank sein, hatte ich noch nie gehört. :/

  • Oh ja, das mit dem Nachschwanken kenne ich auch, nach jeder Reise mehr oder weniger lange. Schön, dass die Kamera gefunden und auch abgegeben worden ist. Jade68 du hast einen tollen, emotionalen Bericht mit super Fotos geschrieben. Tusen takk dafür :)

    Grüße aus dem Rheinland


    Berichte sind in meinem Profil



  • Vielen Dank für den Bericht deiner Maireise mit den vielen schönen Fotos. Insbesondere die Adlerbilder sind einfach klasse! :clapping:

    Wir hatten die Safari 2017 im Juni erlebt und das Naturerlebnis auch sehr genossen.


    Viele Grüße

    Laminaria

    Reiseberichte sind in meinem Profil verlinkt.


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