Bunte Blumen, steile Küsten und viel Sonnenschein – Madeira 19.04. bis 11.05.23

  • Bunte Blumen, steile Küsten und viel Sonnenschein – Madeira 19.04. bis 11.05.23


    Kommentierte Foto- und Videonachlese.


    19. April 2023 - Mittwoch


    Die portugiesische Fluggesellschaft TAP, Mitglied der Star Alliance, bietet die Möglichkeit, 36 Stunden vor Abflug online einzuchecken. Ich hätte also bereits in der Nacht ab 01:35 Uhr einchecken können (für den Weiterflug ab 05.50 Uhr), habe aber dreisterweise den Schlaf bevorzugt :whistle3: . Doch am Morgen, gleich nach dem Frühstück, habe ich dann eingecheckt.


    Anschließend die letzten Kleinigkeiten in den Koffer gepackt und da die TAP 23 Stunden vor Abflug einen sogenannten Vorabendcheckin für das Gepäck anbietet, bin ich gegen 14.30 Uhr zum Flughafen gefahren. Mittlerweile kostet das Kurzzeitparken in einem der Flughafen-Parkhäuser P 20 oder P 26 (für Terminal 2) schon 7,- €.


    Im Terminal ist es recht ruhig und da vor den Lufthansa-Schaltern, die das CheckIn auch für die TAP machen, nichts los ist, komme ich direkt dran. Die Lufthansa-Mitarbeiterin ist recht nett und ich unterhalte mich ein wenig mit ihr, während sie den Koffer eincheckt. Mein Hinweis auf die kurze Umsteigezeit in LIS veranlasst sie dann auch, zwei weitere farbige Banderolen am Koffer anzubringen, die darauf hinweisen. :good3:


    Den Rest des Tages lasse ich ruhig ausklingen, nachdem ich den Briefkastenschlüssel einer Nachbarin übergeben habe, und freue mich schon auf morgen.



    20. April 2023- Donnerstag



    Nach dem Frühstück in der Wohnung alles überprüft, Wasser an den Haupthähnen zugedreht, Strom abgeschaltet, wo er nicht notwendig ist. Auf dem Balkon den Wasservorrat der Blumenkästen aufgefüllt (wie sich herausstellen wird, eine überflüssige Maßnahme :mosking: ).


    Um 10:35 Uhr nehme ich meinen Handgepäck auf und mache mich auf den Weg zum Bahnhof. Der Regionalexpress (quasi unsere S-Bahn zum MUC) ist pünktlich und gegen 11:40 Uhr bin ich am Flughafen.



    Die Sicherheitskontrolle ist schnell passiert und dann folgt der lange Weg zum Gate G 48, welches sich ziemlich am Ende des Terminals befindet. Fünf Minuten nach 12 Uhr bin ich aber dort und habe nun noch etwas Zeit bis zum Boarding.



    Das Boarding startet schon etwas verspätet und da ich Boardinggroup A bin, sitze ich recht schnell im Flieger, der schließlich mit gut 40 Minuten Verspätung startet. Da ich in Lissabon nur eine Stunde Umsteigezeit habe, wird es wohl recht eng werden. :hmm:



    Von den Alpen ist nur wenig zu sehen, danach verhindert die meiste Zeit eine recht geschlossene Wolkendecke eine Orientierung. Ein kurzer Blick auf die Pyrenäen und dann sind wir auch schon wenig später im Landeanflug auf Lissabon. Schön ist die Ponte Vaso da Gama zu sehen. :search: Mit immer noch gut 20 Minuten Verspätung landen wir.


    Da ich einen Sitzplatz ziemlich weit hinten habe, dauert es noch, bis ich endlich aus der Maschine komme. Wir haben am Gate S 25 angedockt und mein Weiterflug findet von Gate S 16 statt. Nicht allzu weit, aber das Boarding dort sollte schon gut 25 Minuten laufen.


    Um 16:32 Uhr erreiche ich das Gate :locomotive: . Der Abflug sollte eigentlich 16:50 Uhr sein, aber hier stehen noch alle in der Schlange und das Boarding ist noch nicht gestartet.

    Wenig später die Durchsage, wegen eines technischen Defektes verzögert sich Boarding und Start. Da hätte ich mir ruhig mehr Zeit lassen können. :diablo:


    Um 17:10 Uhr startet schließlich das Boarding und wenig später sitze ich in der Embraer. Es ist 17:15 Uhr als wir uns vom Gate lösen und losrollen.



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    Der Abflug von Lissabon ist wie immer sehenswert. Die bereits tief stehende Sonne zaubert eine herrliche Farbe aufs Meer, das bereits kurz nach dem Start ins Bild kommt. Mein Sitzplatz in der Embraer ist doch um einiges bequemer als in dem eng bestuhlten Airbus der TAP zuvor.



    Die Küste ist kaum hinter uns zurück geblieben, da ziehen sich die Wolken zu einem fast geschlossenen Teppich zusammen. Der Flug nach Funchal dauert nicht sehr lange, schon kurz nach 19 Uhr befinden wir uns im Landeanflug auf die schöne Insel.



    Zuerst sehe ich nun die Ponta de São Lorenço auf dann rücken Caniçal und Machico in mein Blickfeld. Anschließend setzen wir sanft auf dem Rollfeld des Aeroporto da Madeira Internacional Cristiano Ronaldo, wie der Flughafen inzwischen heißt, auf (früher hieß er einfach Aeroporto do Funchal).


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    Wir rollen ans Terminal und kommen um 19:20 Uhr dort zum Stehen. Da auch der hintere Ausgang des Fliegers geöffnet wird, bin ich recht schnell im Terminal und mein Koffer kommt als einer der ersten vom Band. Wie in den Mietwagenunterlagen vereinbart rufe ich Magoscar, die Mietwagenfirma, um 19:25 Uhr an dass ich auf dem Weg nach draußen bin.


    Zuerst laufen die Dame von magoscar und ich aneinander vorbei, doch dann finden wir uns schnell. Ich bekomme einen weißen SEAT Ibiza. Die Übergabe erfolgt schnell, da ich meine Daten der Mietwagenfirma vorab schon zugemailt hatte.


    Ich bekomme den bereits bezahlten Parkschein und habe 15 Minuten Zeit den Parkbereich an der Schranke zu verlassen. Zeit genug, mein Gepäck zu verstauen und mein altes TomTom zu installieren. Die Adresse des Hotels in Ponta do Sol noch eingeben und schon geht es los. Die Strecke führt über die Autobahn, vorbei an Funchal und durch viele Tunnel, etwas über 30 km.



    Im Enotel Sunset Bay in Ponta do Sol bekomme ich Zimmer 303. Da ich eine Buchung für ein Balkonzimmer habe, 303 aber nur eines mit einem Gitter vor einer Balkontür ist, werde ich morgen noch einmal das Zimmer wechseln, kein Problem. Ich bin trotzdem über die Größe der Zimmer überrascht. :thank_you:



    Ich spare mir daher ein Auspacken des Koffers und da es inzwischen schon fast 21 Uhr ist mache ich mich auf die Suche nach einem Restaurant. Lange suchen brauche ich nicht, gleich in der ersten Gasse am westlichen Ende des großen Hotels, Rua Dr. João Augusto Teixeira, werde ich fündig.


    Hier reihen sich die Restaurants und Bars aneinander. Ich nehme gleich das erste, das Steak & Sun, und gönne mir eine klassische Alheira, die auf Madeira mit Honig versüsst wird. Als Hauptgericht Polvo a Lagareiro.



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    Der Abend ist recht mild, ideal für eine kleine Verdauungsrunde am Uferbereich von Ponta do Sol. Die Palmen wiegen sich sanft im lauen Abendwind, während das Meer deutlich hörbar ans steinige Ufer rauscht.



    An der östlichen Seite des Ufers geht es hoch zur eigentlichen Ponta do Sol. Dort befindet sich ein weiteres Restaurant, das Sol Ponete, hoch über dem Meer. Der alte Tunnel auf der östlichen Seite wird längst als kostenloser Parkplatz genutzt, da die Parkplätze gegenüber dem Hotel alle gebührenpflichtig sind.


    Gegen 22:40 Uhr beende ich den Abend und begebe mich auf mein Zimmer im Hotel. Die Matratzen der Hotelbetten sind wunderbar fest, somit steht einem erholsamen Schlaf nichts im Wege.



    Freitag, 21. April folgt …........

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
    - Susan Sontag -


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  • Unglaublich wie schnell du schon den Reisebericht hinterher schiebst. :gamer: und dann auch noch in der Ausführlichkeit, wie immer beeindruckend! :ok: Wir genießen das Mitreisen aufs Neue!

  • Da der erste Tag nicht so viele Bilder hatte, die evtl. bearbeitet und ausgesucht werden müssen, lies er sich schnell abhandeln. Bei den folgenden Tagen wird es sicherlich nicht immer so schnell gehen. :pardon:


    Auch sind ja dann Tage dabei, an denen ich nicht so viel unterwegs war, oder nicht soviel passiert ist.

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  • 21. April 2023 – Freitag



    In der Nacht hat es nicht nur heftig gestürmt, sondern auch kräftig geregnet. Wie jetzt, die Sonneninsel empfängt mich mit Regen :fie: ? Ich bin doch extra dem nassen Wetter bei uns entflohen. Ein kurzer Blick in die Wetter-APP, spätestens gegen 10 Uhr soll der Regen vorbei sein. Da gehe ich wohl erst mal in Ruhe frühstücken.



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    Das Hotel bietet ein großes und umfangreiches Frühstücksbuffet. Hier ist es aber auch schon recht voll, ich finde aber noch einen kleinen Tisch für mich. Trotz des schlechten Wetters ist es nicht kalt, wie ich feststellen kann, da viele der großen Türen geöffnet sind.


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    Zurück auf meinem Zimmer schüttet sich der Himmel draußen gerade richtig aus. Ich muss die Tür geschlossen halten, da es sonst herein regnen würde. Gut 20 Minuten hält der starke Regen an, dann wird es langsam wieder heller draußen.

    Unten kann ich viele Geländewagen beobachten, die Urlauber ausladen. In großen Gruppen gehen diese nun zum Sol Poente oder auch in mein Hotel, wohl um hier zu frühstücken, bevor irgendwelche Fahrten oder Wandertouren gestartet werden.



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    Wie vorhergesagt fallen die letzten Regentropfen so gegen 10 Uhr. Ich warte noch einige Minuten, bevor ich mein Zimmer verlasse. Mit der Rezeption hatte ich ausgemacht, dass ich mein Gepäck fertig gepackt im Zimmer stehen lasse und den Zimmerkey unten abgebe. Man wird dann mein Gepäck schon ins andere Zimmer bringen.


    Ich habe mir für den ersten Tag keine großen Pläne gemacht. Ponta do Sol möchte ich ein wenig erkunden. Zuerst spaziere ich nun die Cais da Ponta do Sol hoch zum Sol Poente.



    Das Meer ist noch recht aufgewühlt, wie ich unterhalb sehen kann. Trotzdem ist bereits ein Einheimischer hier und hat seine Angel ausgeworfen. Die Anzahl der Besucher hier hält sich aber noch in Grenzen. Man kann hier ganz nach vorne bis auf eine Aussichtsplattform gehen, was ich auch mache.


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    Von der Plattform aus hat man einen weiten Blick, sowohl in östlicher, wie auch in westlicher Richtung die Küste entlang. Auch die Uferfront von Ponta do Sol ist hier gut zu sehen, die ja zu gut 80 % vom Hotel eingenommen wird. Erst die letzten beiden Gebäude in westlicher Richtung, unterhalb der Kirche, gehören nicht mehr zum Hotel.



    Ein kleines Möwenpaar, vermutlich Schwarzkopfmöwen, hat seine Eier einfach auf der Mauer abgelegt und verteidigt diese nun geräuschvoll, gegen jeden, der dem Gelege zu nahe kommt.

    Ich verlasse den Cais wieder und entlang der kleinen Uferpromenade nährere ich mich dem westlichen Tunnel. Überall laufen hier die riesigen Moschusenten herum, die von der Größe her den Gänsen Konkurrenz machen könnten.



    Offiziell ist der Tunnel für die Durchfahrt inzwischen gesperrt und wird, genau wie der östliche Tunnel, gerne als kostenloser Parkplatz genutzt. Doch immer wieder fahren auch Auto durch den langen, stetig ansteigenden Tunnel, während ich ihn zu Fuß durchquere und dabei dem überall von der Decke tropfenden Wasser möglichst ausweiche.

    Am Ende des Tunnels erwartet mich die kleine, alte Steinbrücke.



    Ich gehe über die alte Brücke und dahinter den kleinen Fußweg hoch, bis zu einem Felsdurchbruch. Von hier aus kann man weit die Westküste entlang blicken. In einiger Entfernung sieht man dünne Wasserfälle an der steilen Küste herab stürzen. Der Regen der Nacht hat diese wohl gut genährt.



    Auch gegenüber führt noch ein kleiner Pfad etwas in die Höhe, gleich neben dem Tunneleingang. Ich lasse es mir nicht nehmen, auch hier noch bis zu einem Platz mit guter Aussicht hoch zu steigen. Zurückblickend kann man den Uferbereich von Ponta do Sol sehen.

    Ich gehe wieder zurück und dann durch den Tunnel wieder hinunter in den Ort.



    Die großen Enten haben ihren Nachwuchs schon sichtbar ausgebrütet. Ich spaziere nun zu der kleinen Kirche, der Igreja de Nossa Senhora da Luz, hoch. Zuerst komme ich noch im Uferbereich an der Skulptur Justiça vorbei, bevor ich durch die kleine Gasse, in der ich gestern Abend auch gegessen habe, zur leider verschlossenen Kirche gelange.



    Unterhalb der Kirche gelangt man über einen kleinen Platz oberhalb der Restaurants an eine öffentliche Wasserstelle. Dies ist etwas, was ich in Portugal immer wieder schön finde, überall findet man solche Stellen mit Trinkwasser. Über eine weitere Treppe erreiche ich einen Aussichtsplatz etwas oberhalb des Ufers.



    Der Miradouro befindet sich direkt über dem Hotel und man blickt auf die schöne Dachterrasse des Hotels, sowie auf die Straße hinter dem Hotel, die wieder hoch zur Hauptküstenverbindung führt. Inzwischen ist es schon recht angenehm warm geworden und von dem Regenwetter des Morgens nichts mehr zu merken.



    Gleich gegenüber steht die Capela de Santo António, deren kleiner Vorplatz auch eine gute Aussicht bietet. Ich gehe die Straße weiter hinauf bis zur Tankstelle, neben der sich ein Supermarkt befindet.

    Ich nutze die Gelegenheit und kaufe mir zwei kleine Flaschen mit Wasser. Direkt hinter der Tankstelle befindet sich ein Kreisverkehr, durch den man wieder in die großen neuen Tunnel der Hauptküstenstraße gelangt.



    Ich überquere die Straße bei der Tankstelle und nehme dann die alte Straße die sich hoch zur Paul da Serra windet. Diese verlasse ich aber nach wenigen Metern, um zum Miradouro de Ponta do Sol zu gehen. Der Aussichtspunkt vor der Capela de São Sebastião bietet einen herrlichen Blick über die Altstadt von Ponta do Sol.



    Von dort geht es wieder steil herunter. Ich nehme aber noch einen Abzweig, der zu einer Stelle über dem westlichen Tunneleingang führt. Auch von hier hat man eine gute Sicht auf den Ort und den Uferbereich. Jetzt ist es Zeit zurück ins Hotel zu gehen.


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    Ich bekomme einen neuen Zimmerkey für Zimmer 301, das letzte Zimmer auf der östlichen Seite, aber mit einem kleinen Balkon.

    Mein Gepäck steht schon im Zimmer :good3: und ich räume nun zuerst meinen Koffer komplett aus. Danach gönne ich mir etwas Erholung.


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    Draußen ist es jetzt schön warm, wenn auch der Wind immer noch recht heftig bläst und die Wellen heftig ans Ufer klatschen.

    Am späten Nachmittag schlendere ich noch etwas am Ufer entlang, bevor ich am Abend eines der Restaurants, das „The Old Pharmacy“ aufsuche und mir einige Tapas genehmige.



    Samstag, 22. April folgt ….............

    Gruß Jobo,


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    - Susan Sontag -


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  • 22. April 2023 – Samstag



    Heute werde ich nicht von Regengetrommel an der Balkontür geweckt, sondern von einem schönen blauen Himmel und einer warmen Morgensonne. Noch liegt der gesamte Uferbereich im Schatten, was aber nicht lange so bleibt. Die Palmen, die gestern noch wild hin und her schwankten, rauschen nur noch sanft im Morgenwind.



    Ich möchte heute die Südküste entlang fahren, bis zum Ponta do Pargo. Dabei möchte ich natürlich auch sehen, wie es in Calheta, wo ich 2006 im Hotel war, inzwischen aussieht. Dies ist allerdings gar nicht so einfach, wie ich schnell feststellen muss. Die Beschilderung zu den einzelnen Orten entlang der Südküste führt leider immer wieder hoch zur Tunnelstrecke.



    Daher fahre ich die meiste Zeit einfach nach Bauchgefühl. Zuerst lande ich in Madalena do Mar, dem nächsten Ort hinter Ponta do Sol. Um nun nach Calheta zu gelangen führt ein alter Tunnel, vor dem allerdings ein Schild Sackgasse und Gesperrt steht. Doch alle Einheimischen ignorieren die Schilder, dem passe ich mich an. :whistle3:



    So gelange ich nach Calheta und mein Hotel steht noch an der gleichen Stelle, gleich neben dem kleinen Jachthafen. Auch der künstlich aufgeschüttete Sandstrand existiert noch. Dort wo früher die alte, halb verfallene Zuckerrohrmühle stand, ist inzwischen allerdings ein ziemlicher Hotelklotz aus dem Boden gewachsen. :search:

    Wie schon 2006 muss ich dann die steile Straße, vorbei an der kleinen Kirche, hoch fahren, um nach Estreito da Calheta und dann weiter nach Jardim do Mar zu kommen.



    Ist schon seltsam, manche Motive fotografiert man immer wieder (wie das Freya-Werbeschild in Finnsnes), so auch das schöne Azulejo an der Kirche in Madalena do Mar. Heute verzichte ich allerdings darauf, die schmale Gasse hinunter zur Küste zu laufen.



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    Den nächsten Stopp mache ich in Paúl do Mar. Direkt unterhalb der modernen Kirche ist ein Parkplatz, auf dem ich halten kann. Nur wenige Schritte und ich bin am Ufer und lausche der herrlichen Brandung. Die ganze Strecke bis hier gab es 2006 zwar auch schon Tunnel, aber es waren die alten Tunnel, die heute teilweise komplett gesperrt sind.



    Hinter Paúl do Mar führt die Straße steil die Serpentinen hinauf. Auch muss man einige alte Tunnel durchqueren und kurze Waldstücke. Dabei ergeben sich fantastische Aussichten auf Paul do Mar und die Küste. Schließlich landet man in Fajã da Ovelha. Hier biege ich im Ort links ab.



    Die Nebenstraße führt lange abwärts, bevor sie am Miradouro do Massapez endet. Der schöne Aussichtsplatz, der auch als Grillplatz genutzt werden kann, bietet erneut eine fantastische Aussicht auf die Orte und Küste unter mir. Hier verweile ich eine längere Zeit und lasse die Eindrücke auf mich wirken.



    Ich fahre zurück in den Ort und überquere den Kreisverkehr, der links und rechts wieder in die neue Tunnelstrecke führt. Stattdessen biege ich an der nächsten Gabelung auf die Estrada Regional 222 ein. Die kurvenreiche Straße bringt mich nach Ponta do Pargo. Im Ort biege ich zum Miradouro do Fio ab. Von diesem Aussichtspunkt kann man schon den Farol do Ponta do Pargo sehen.



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    Um dorthin zu kommen, muss ich zuerst zurück in den Ort und dann im Ort wieder links der Beschilderung „Farol“ folgen. Das letzte Stück führt inzwischen sogar durch einen neuen Tunnel, doch dann stehe ich vor dem schönen Leuchtturm.



    Von Ponta do Pargo fahre ich die Strecke nach Porto Moniz. Zumindest diese Strecke wurde noch nicht durch gradlinige Tunnelstrecken ersetzt. Kurvenreich wie eh und je führt sie durch den schönen Wald. Ich fahre die Strecke bis hinter Achadas da Cruz und biege dann rechts in Richtung Paúl da Serra ab.



    Mit jedem Meter, den ich nun höher fahre, fällt auch die Außentemperatur etwas. Das die Warnschilder, die auf Kühe hinweisen, nicht umsonst hier stehen, kann ich wenig später sehen. Schon von Weitem sehe ich eine Kuh mitten auf der Straße stehen. Wie zum Protest lässt sie sich dann, kurz bevor ich die Stelle erreiche, auf die Straße nieder. :mosking:

    Ein Aussichtsplatz wenige Meter weiter bietet heute leider alles, außer Aussicht.



    Lange Zeit fahre ich nun in oder kurz unter der Wolkendecke. Immer wieder muss ich auch vereinzelten Kühen, oder deren Hinterlassenschaften auf der Fahrbahn ausweichen. Die Straße führt langsam immer höher und stellenweise zeigt sich nun auch der blaue Himmel.



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    Dann tauchen erneut Wolken vor mir auf. Diese ziehen durch die vielen Windräder, die mittlerweile hier oben stehen und sich im Wind langsam drehen. So manches Windrad ist kaum zu sehen, lediglich ein oder zwei Flügel sind in den Wolken zu erkennen. Ein geradezu gespenstisches Bild.



    Auf dem höchsten Punkt gabelt sich die Straße und trifft auf den Encumeada-Pass. Hier biege ich rechts ab, hinunter nach Serra de Água. Die schöne Passstraße führt nun teilweise steil nach unten. Leider sind die Aussichtsplätze, an denen man halten könnte, alle auf der anderen Straßenseite. :pardon: Ein Hinüberfahren ist mir bei der engen Strecke einfach zu gefährlich. Man sieht weder wer von unten, noch wer von oben um die Kurve kommt.


    Gegen 14:30 Uhr bin ich wieder im Hotel. An der Rezeption hatte man mir am Morgen gesagt, dass ich mit dem Zimmerkey auch kostenlos in der Hotelgarage parken kann, was ich jetzt ausprobiere. Schöne große Parkplätze dort im abgeschlossenen Bereich, hier werde ich auch die nächsten Tage nur noch parken.



    Zum Abendessen geht es diesmal ins Caprice, das oberste der Restaurants in der kleinen Gasse. Sehr guter Service und leckeres Essen, auch hier werde ich nun öfter speisen. Auch treffe ich hier ein Paar aus Österreich, mit dem ich mich sehr nett unterhalte.

    Die Kalorien wollen auch wieder ein wenig verdaut werden. Dazu dient mir noch ein kleiner Rundgang durchs abendliche Ponta do Sol.



    Sonntag, 23. April folgt …..

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  • 23. April 2023 – Sonntag



    In allen meinen Reiseführern konnte ich lesen, dass das große Blütenfest in Funchal jeweils am zweiten Sonntag nach Ostern statt findet. Heute ist der zweite Sonntag nach Ostern, also bin ich schon recht früh beim Frühstück, um entsprechend zeitig nach Funchal zu fahren und dort hoffentlich noch einen Parkplatz zu bekommen.



    Die Fahrt nach Funchal dauert nicht lange und ich bin etwas überrascht, das Parkhaus neben der Seilbahn zum Monte fast leer vor zu finden :search: . Vom Parkhaus spaziere ich zu den berühmten Markthallen von Funchal, die heute aber geschlossen sind, wie jeden Sonntag.



    Vom Markt führt die Rua Doutor Fernão de Ornelas, eine schöne Einkaufsallee, hinauf zum Largo do Phelps. Hier muss ich die Rua 31 de Janeiro, eine der beiden großen Einfallsstraßen von Funchal, überqueren. Entlang der Rua do Bettencourt nähere ich mich der Sé do Funchal, der großen Kirche.



    Gerade strömen viele Menschen aus der Kirche, die Messe ist wohl gerade aus und die Gläubigen machen sich wieder auf den Weg nach Hause. Die seltene Gelegenheit die Kirche außerhalb der Messen zu besichtigen nutzen viele Besucher und auch ich schaue mir die prachtvolle Kirche von innen an :pleasantry: .



    Von der Sé führt eine Art Prachtboulevard, die Avenida Arriaga, weiter. Vor dem Forte de São Lorenço hat man hier bereits die kleinen Zelte für das Blumenfest aufgebaut. Auf einem Plakat kann ich lesen, dass ich zu früh hier bin für das Blütenfest, welches vom 27. April bis 21. Mai stattfindet und ab 2024 komplett in den Mai verlegt werden soll. :hmm:



    Ich wechsle auf die andere Straßenseite und befinde mich im Jardim Municipal do Funchal, einem kleinen, aber schönen Park, der geradezu zum Spazieren und Verweilen einlädt. Am oberen Ende des Parks befindet sich auch eine große Bühne, das Auditorio Municipal, mit einer großen Freifläche davor.



    Am Ende der Avenida Arriaga stößt man auf den Praça do Infante, einen runden Platz mit einem schönen Springbrunnen im Innern. Vorbei an der Statue Infante D. Henrique gelangt man über einige Stufen in den großen Parque Santa Catarina. Auf einer der vielen Parkbänke gönne ich mir nun eine längere Pause.



    Da ich diesen Park 2006 auch besucht habe, weis ich, dass auf der anderen Seite des Parks ein Weg hinunter zum Hafen führt. Zuvor muss ich aber noch um den kleinen See herum gehen. Bevor ich den Weg nach unten antrete, beobachte ich den Nachbau des Kolumbus-Schiffes SANTA MARIA, der die Touristen jeweils drei Stunden an der Küste entlang schippert und gerade von Funchal gestartet ist.



    Am diesseitigen Kreuzfahrtkai liegt die LE LYRIAL von Ponant, ein feines, 142,1 m langes, Luxuskreuzfahrtschiff für maximal 264 Passagiere in 122 Kabinen. Doch das Schiff an dem gegenüberliegenden Kai ist wesentlich interessanter. Es handelt sich um den 1937 vom Stapel gelaufenen Viermast-Gaffelschoner SANTA MARIA MANUELA, einer der ehemaligen Bank-Schoner Portugals. :good3:


    Einst hatte Portugal eine große Flotte an sogenannten Bank-Schonern, die zur Neufundlandbank zum Kabeljau-Fischen fuhren. Noch 1966 waren acht dieser Bank-Schoner im Einsatz. Nachdem Kanada 1992 wegen Überfischung einen Fangstopp verhängte, wurde die Fangflotte überflüssig. Im Jahr 1993 stand das Schiff, inzwischen stillgelegt und weitestgehend demontiert, zum Abwracken bereit.


    Die Organisation Fundacäo Santa Maria Manuela rettete das Schiff und baute es wieder auf. 2007 ging das Schiff in den Besitz des Unternehmens Pascoal & Filhos über und wurde weiter restauriert. Seit 2010 wird das schöne Schiff als Kreuzfahrt- und Charterschiff genutzt und wechselte 2016 noch einmal den Besitzer.



    Vom Kreuzfahrtkai aus spaziere ich entlang der großen Straße am Ufer, der Aventin do Mar e das Comundidades Madeirenses, zurück in den Stadtkern. Auch hier im Uferbereich finden schon die ersten Vorbereitungen für das Blütenfest statt. Viel Trubel herrscht rund um etliche Ferrari-Modelle, die sich hier aufgereiht haben :fie: . Vor dem Forte de São Lorenço biege ich wieder in Richtung Innenstadt ab, in die Calçada de São Lorenço.



    Beim „The Ritz Madeira“ stoße ich so wieder auf die Aventin Arriaga. Von dort aus schlendere ich nun kreuz und quer durch die vielen kleinen Gassen mit ihren herrlichen Mosaiken auf den Gehwegen. Hier kommen jetzt doch einige Erinnerungen an 2006 auf, als ich hier ebenfalls war.



    Irgendwann lande ich dann, nachdem ich zuvor die beiden großen Einfallstraßen überquert habe, in der schmalen Rua de Santa Maria, in der sich Restaurant an Restaurant reiht. Überall versuchen hier die Kellnerinnen und Kellner einen in eines der Restaurants zu locken :nono: . Erst als die Gasse einen kleinen Schlenker macht, wird es ruhiger. Hier wechsle ich auch an der Capela do Corpo Santo zum gleichnamigen Largo.



    Von dort ist der Uferbereich recht nahe und nachdem ich dort noch eine Schattenpause auf einer Parkbank gemacht habe, begebe ich mich wieder zum Parkhaus und starte die Rückfahrt. Ich möchte aber gerne über die alte Uferstraße zurück fahren, was sich als etwas problematisch erweist, da hier wieder alle Verkehrsschilder zur Autobahnstrecke verweisen.

    Immerhin kann ich eine Weile über die alten Serpentinen-Strecken fahren.



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    Den restlichen Nachmittag verbringe ich im Hotel, bevor ich gegen 18 Uhr zum Abendessen wieder ins Caprice gehe. Zur Verdauung drehe ich danach wieder meine abendliche Runde durch Ponta do Sol und nehme mir für den Donnerstag, den 27. April, vor, wieder nach Funchal zu fahren.



    Montag, 24. April folgt ….......

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  • 24. April 2023



    Nachdem ich das Frühstück, für mich die wichtigste Mahlzeit des Tages :whistle3: , eingenommen habe, begebe ich mich in die Hotelgarage zu meinem Auto. Heute steht die Fahrt über den Encumeada-Pass an. Diesmal aber in der umgekehrten Richtung, also von Ribeira Brava nach São Vicente.



    Ein kurzer Zwischenstopp am Supermarkt und schon bin ich in Richtung Ribeira Brava unterwegs und von dort fahre ich dann am Kreisverkehr geradeaus durch. Kurz vor Serra de Água biege ich auf die Route zum Encumeada-Pass ab und mache schon am ersten Aussichtsplatz, noch vor dem Ort, meinen ersten Halt. Der zweite Halt folgt zwei Kurven nach dem Ort.


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    Vom nächsten Halt, der auch nur wenige Kurven weiter zum Halten einlädt, kann man unten die Hauptstrecke mit der Tunneleinfahrt sehen. Den Pass von Ribeira Brava aus hoch zu fahren ist wesentlich interessanter. Auch während der Fahrt hat man immer eine schöne Aussicht :search: und alle hundert Meter kann man an einem der vielen Aussichtsplätze anhalten.


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    So schraube ich mich langsam, mit vielen Stopps, immer höher. Es ist gut, dass es noch so früh ist, außer mir fährt nur ab und zu ein anderes Auto hier hoch, oder hält an einem der Aussichtsplätze, an dem ich mich gerade befinde. Nun nähere ich mich auch schon dem 1007 m hohen Encumeada-Pass und damit dem Abzweig zur Paúl da Serra, den ich heute aber links liegen lasse.



    Auf der anderen Seite geht es nun serpentinenartig und teils auch sehr steil nach unten. Da die Strecke nun überwiegend durch waldiges Gebiet führt, gibt es kaum Aussichtsplätze. Einen alten Platz finde ich, der aber wohl komplett zugewachsen :pardon: ist und zur Aussicht nicht mehr taugt.



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    Einen Aussichtsplatz kann ich aber dann doch noch finden. Kurz nachdem man aus dem bewaldeten Bereich herausfährt befindet sich der Platz an einer langen Gerade, so dass man gefahrlos auf den Platz an der gegenüberliegenden Straßenseite an- und später wieder wegfahren kann. Von hier aus kann man auch unten das Ende des langen Tunnels der Hauptstrecke sehen.



    Auf diese stößt man nur wenige Kilometer später wieder, bei der Ortschaft Rosario. Hier lege ich einen weiteren Stopp bei der kleinen Kirche des Ortes ein. Es ist noch total ruhig in dem Ort und nur ein Einheimischer sitzt gegenüber vor einem Café und trinkt in Ruhe seinen Bica.



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    Am Ortsende kann ich jetzt auch wieder auf die Hauptstrecke einbiegen und die wenigen Kilometer bis zur Küste weiterfahren. Hier hat man die Wahl entlang der Uferstraße rechts nach Ponta Delgada, oder links nach Seixal und Porto Moniz abzubiegen. Da ich mir die alte Uferstraße ansehen möchte, biege ich links ab.



    Ich muss aber nun zwangsweise die Tunnelstrecke nehmen, da an den Abzweigen zu der alten Uferstraße entweder Absperrungen stehen, oder riesige Tafeln, die die Benutzung der Straße in die Eigenverantwortung des Fahrers legen und jegliche Haftung für Unfälle oder Steinschläge ausschließen. Da auch schon bei den offenen Einfahrten deutliche Felsbrocken und große Steine zu sehen sind, die teils mitten auf der Straße liegen, verzichte ich auf die Einfahrt :nono: .



    Bei Seixal verlasse ich die Hauptstrecke und fahre hinunter in den kleinen Ort. Direkt unten am Hafen kann ich auf dem großen Platz parken. Hier befindet sich auch ein natürlicher Schwimmbereich zwischen den Lava-Felsen, der auch schon von einigen Besuchern genutzt wird. Lange verweile ich nicht hier, da es jetzt schnell voll wird auf dem Parkplatz.



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    Die steile Straße hoch zur Hauptstrecke lasse ich schnell hinter mir. Bis Porto Moniz ist es jetzt wirklich nicht mehr weit und ich überlege schon, ob ich in Porto Moniz ins Schwimmbad gehen soll. Doch im gesamten Uferbereich und auch rund um das Schwimmbad ist kein freier Parkplatz mehr zu finden :wacko1: , deshalb fahre ich durch und nehme die steile Serpentinenstraße hinter Porto Moniz in Angriff.



    Mehrere Stopps lege ich hier ein, da der Blick von oben auf Porto Moniz immer wieder schön ist. Endlich oben angekommen fahre ich weiter bis zum Abzweig zur Paúl da Serra. Da es inzwischen schon nach 12 Uhr ist, möchte ich über die Paúl da Serra wieder zurück nach Ponta do Sol fahren.



    Heute liegen keine Kühe auf der Straße und auch die Wolken sind kaum vorhanden, oder erheblich höher. Auf dem Aussichtsplatz, auf dem ich vor Tagen Halt gemacht habe, stehen allerdings heute auch schon mehrere Autos und Kleinbusse. Ich halte trotzdem kurz an und mache einige Bilder. Als ich dann zwei große Busse kommen sehe, die schon den Blinker für den Halteplatz gesetzt haben, suche ich schnell das Weite.



    Wenige Meter weiter kann ich auf einem Platz halten, auf dem ich ganz alleine bin. Als ich von hier wieder losfahren will, fällt mir auf, dass mein Hotel-Zimmerkey weg ist. Der muss mir wohl irgendwo aus der Hosentasche gefallen sein :blush2: , vermutlich beim Aus- oder Einsteigen. Bei Rabaçal ist bereits wieder die ganze Straße beidseitig vollgeparkt.


    Ich entscheide mich, die Nebenstrecke nach Arco da Calheta hinunter zu fahren, um nicht schon wieder den Encumeada nehmen zu müssen. Die Idee stellt sich als nicht die beste heraus, da die kerzengerade Straße immer steiler wird :fie: . Bald fahre ich nur noch im zweiten Gang unter ständigem Betätigen der Bremse hier herunter. Ein Versuch, das Auto im ersten Gang, quasi selbst bremsend, zu nutzen scheitert an der hohen Drehzahl, in die das Auto dann schnell kommt.


    Irgendwann habe ich es dann aber geschafft und bin unten an der Küste, jedenfalls wieder auf ebenen Straßen. Hier gönne ich den Bremsen eine Abkühlpause.


    Endlich zurück am Hotel parke ich davor und melde meinen Kartenverlust an der Rezeption. Es scheint wohl öfter vor zu kommen, dass Gäste die Karte verlieren. Jedenfalls gibt man mir schnell ohne Probleme eine neue Karte und ich gönne mir, nachdem ich das Auto wieder in der Hotelgarage geparkt habe, eine lange Ruhepause auf dem Zimmer.



    Am Abend geht es dann wieder ins Caprice zum Essen. Wie schon gestern, sitzt auch heute das nette Paar aus Österreich wieder am Nebentisch und es gibt eine nette Unterhaltung :good3: . Nach dem erneut leckeren Essen die übliche Verdauungsrunde, bevor ich den Tag gemütlich im Uferbereich und später auf dem Hotelzimmer ausklingen lasse.




    Dienstag, 25. April folgt ….........

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
    - Susan Sontag -


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  • 25. April 2023 - Dienstag



    Am heutigen portugiesischen Feiertag, Stichworte Befreiungstag, Nelkenrevolution, möchte ich keine größere Tour machen, sondern nur in der näheren Umgebung ein wenig unterwegs sein. Mein erstes Ziel ist der Aussichtspunkt am Cabo Girão, dem berühmten Cliff an Madeiras Küste. Von meinem Besuch 2006 weis ich, dass man früh hier sein muss, da es ein absoluter Besuchermagnet ist immer recht voll. :pleasantry:



    Am Parkplatz angekommen, stehen schon viele Busse hier, dementsprechend große Menschenmassen drängen sich zum inzwischen existierenden Skywalk. Zwei Euro kostet nun der Eintritt, um überhaupt nach vorne zu gelangen. Etwas widerwillig zwänge ich mich nun auch ins Gedränge, wenn ich schon mal hier bin, will ich auch kurz drüber laufen.



    Irgendwelche Höhenängste kommen aber nicht auf. Durch die dicken Stahlstreben unter den kleinen Glasfenstern im Boden, hat man ein gutes Gefühl. Ich schaffe es sogar für einen kurzen Augenblick, ganz vorne einen Blick entlang des 586 m hohen Cliffs zu erhaschen, nicht ganz einfach bei dem Gewusel hier. :fie:



    Durch die Menschenmassen wühle ich mich wieder zum Parkplatz durch und bin froh, den Ort schnell verlassen zu können, fahren doch gerade schon die nächsten Busse hier an. Vom Cabo führt nun die Straße auf der anderen Seite genauso steil wieder herunter, wie sie zuvor, von Ponta do Sol über Ribeira Brava kommend, hoch geführt hat.



    Mein nächstes Ziel ist Câmara de Lobos, ein kleiner Hafenort westlich von Funchal. Ich muss wieder eine Weile kreuz und quer fahren, bis ich den richtigen Abzweig zum Zentrum, und damit zum Hafen finde. Der Parkplatz hier ist am heutigen Feiertag kostenlos. Von hier aus spaziere ich zuerst auf die lange Mole, bis zu dem Leuchtturm.



    Von hier führt eine Treppe hoch in die Innenstadt, vorbei an einer Skulptur. Von dem Platz, auf dem die Skulptur steht, hat man einen schönen Blick auf Ort und Hafen, sowie auf der anderen Seite auf das Meer. Ich steuere nun die kleinen Gassen zur Innenstadt an.



    So gelange ich auf die Rua São João de Deus, in die ich danach links abbiege und hoch zur Kirche schlendere. Der kleine Ort stahlt irgendwie eine gewisse Ruhe aus und gefällt mir eigentlich sehr gut. :good3:



    Die kleine Kirche, die Igreja Matriz de São Sebastião, ist offen. Im Innern, wie bei den meisten Kirchen hier auf Madeira, fallen mir sofort wieder die vielen Kerzenlüster auf, die von der Decke herunter hängen. Vor der Kirche befindet sich ein großer Platz. Hier wird an einigen Sonnenschirmen gearbeitet.



    Ich nehme nun wieder die gleiche Straße hinunter zum Parkplatz. Dabei komme ich an einem schönen Gebäude vorbei, wohl ein Kindergarten, jedenfalls hört man viel Kinderlärm aus dem oberen Stockwerk. Die Straße ist bunt geschmückt und für alte Kunststoffkanister hat man hier interessante Verwendungsmöglichkeiten gefunden (siehe auch).



    Auf dem Rückweg möchte ich noch kurz nach Ribeira Brava. Um die Autobahn und die Tunnel zu vermeiden, fahre ich die gleiche Strecke über den Cabo Girão zurück, die ich ja schon kenne. In Ribeira Brava suche ich nach einem Parkplatz im Uferbereich, doch die sind alle voll. In der Rua dos Camachos finde ich ein kleines Parkhaus und stelle das Auto hier ab.



    Ich gehe von dort aus zu der kleinen Uferpromenade. Eine kleine Brücke führt über den Fluss Ribeira Brava, der hier ins Meer mündet, zu einem Strandbad, das auch schon von einigen Besuchern genutzt wird.



    Entlang des Flusses wandere ich in den Ort, bis zur Igreja de São Bento, der Kirche des Ortes. Auf dem Vorplatz der Kirche sehe ich auch wieder einen der öffentlichen Brunnen. In die Kirche gehe ich nicht, da dort wohl gerade eine Messe läuft.

    Viel mehr hat der Ort nicht zu bieten, weshalb ich wieder zum Parkhaus gehe und anschließend zurück ins Hotel fahre.


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    Mein Zimmer ist schon fertig, es ist gerade kurz nach 12 Uhr. Ich beschließe heute mal zum Mittagessen zu gehen. Von meinem Zimmer kann ich sehen, dass es im Sol Poente, dem Restaurant über dem Meer, nicht voll ist, daher wende ich mich dorthin und finde auf der Terrasse einen schönen Platz.


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    Hier gönne ich mir leckere Lapas und danach Lulas grelhada. Dazu ein süffiges Super Bock. Die Brauerei aus dem Norden Portos braut neben Sagres die besten Biere in Portugal, meiner Meinung nach :beer: . Aber auch die lokale Brauerei mit ihrem Coral braut gutes Bier. Fairerweise muss man sagen, dass die beiden großen Brauereien zum Heineken, bzw. zum Carlsberg-Konzern gehören.

    Am Abend esse ich nur noch eine Kleinigkeit im Caprice und unterhalte mich wieder mit den Österreichern, die morgen ihren letzten Tag auf Madeira haben.Wie üblich drehe ich dann noch eine kleine Runde durch Ponta do Sol.




    Mittwoch, 26. April folgt …...

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
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  • Tolle Fotos. Wecken viele Erinnerungen an meine Last-Minute-Reise vor knapp 30 Jahren. Zum Cabo Girao sind wir zu Fuß hochgelatscht, Auto war damals nicht im Budget. Oben war kein Mensch - aber auch noch kein Skywalk.


    Lieben Gruß

    Ursus

  • 26. April 2023, Mittwoch



    Heute will ich einen neuen Versuch starten, in Porto Moniz das schöne Schwimmbad in den Lavafelsen zu besuchen. Um nicht wieder vor vollen Parkplätzen zu stehen, will ich möglichst früh losfahren und starte direkt nach dem Frühstück, etwa um 8:50 Uhr, in Richtung Porto Moniz.

    Ich fahre diesmal direkt durch, ohne irgendwo einen Stopp einzulegen. So stehe ich auch bereits um 9:35 Uhr auf dem noch leeren Parkplatz am Schwimmbad in Porto Moniz.



    Alle Parkplätze hier sind gebührenpflichtig, aber mir fehlt das Kleingeld für den Parkautomat. Ich schaue mich um und sehe nur eine offene Tür bei einem Veranstalter für Tagestouren. Die Dame dort ist nett und wechselt mir auch den fünf Euro Schein in Münzen :good3: . Der Parkautomat verweigert allerdings das Einwerfen der Münzen und ich gehe zu einem anderen Automaten und bekomme hier meinen Parkschein.



    Ich packe meine Badesachen und gehe hinunter zum Eingang des Schwimmbades. Hier muss ich nun feststellen, dass das Schwimmbad heute wegen Ausbesserungsarbeiten geschlossen ist :search: . Da habe ich ja wohl den einzigen falschen Tag erwischt. Da ich nun schon mal hier parke, nutze ich die Gelegenheit zu einem Bummel am Ufer entlang zum Forte de São João Baptista de Porto Moniz.



    Unter dem Forte befindet sich ein Aquarium. Ich habe ja nun ausreichend Zeit, also entschließe ich mich, das Aquarium zu besuchen. 7 Euro kostet der Eintritt und man kann neben vielen kleineren Fischarten auch Haie, Rochen, Muränen und diverse Gliederfüßer (z.B. Langusten) und Korallen, sowie Anemonen bestaunen. Sehr groß ist das Aquarium allerdings nicht und so bin ich auch schnell durch.



    Während ich zurück zum Auto schlendere, fallen mir die Grotten bei São Vicente ein, die ich jetzt besuchen könnte. Also fahre ich die Tunnelstrecke zurück nach São Vicente und biege dort in Richtung Ribeira Brava ein. Die Grotten sind hier auch schon ausgeschildert und nur wenig später stehe ich auf dem Parkplatz an den Grotten, der erstaunlich leer ist :hmm: . Vom Parkplatz muss man unter der Hauptstraße durch und erreicht den Park, in dem sich der Eingang zu den Grotten befindet.



    Doch irgendwie scheine ich heute mit meinen Plänen immer das Falsche zu wählen, die Grotten sind aktuell dauerhaft geschlossen :dash: . Das erklärt natürlich auch den leeren Parkplatz. Ich nutze aber die Gelegenheit und wandere hier ein wenig in dem kleinen, aber sehr schönen Park herum, bevor ich wieder zum Auto zurück gehe.



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    Eine Weile sitze ich nun im Auto und überlege, was ich alternativ machen könnte. Dann fällt mir die Seilbahn bei der Fajã dos Padres ein. Die Fahrt zur Fajã, die sich in der Nähe des Cabo Girão befindet, dauert nicht lange und hier ist es auch noch nicht allzu voll, als ich kurz nach 12 Uhr hier eintreffe. Die Seilbahn nimmt gerade erst ihren Betrieb auf und ich kaufe ein Ticket für die Fahrt hinunter und später wieder hinauf für 12 Euro und sitze in der zweiten Gondel die hinab fährt.



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    Unten angekommen spaziert man zuerst durch eine große Bananenplantage, bevor man das steinige Ufer erreicht. Es ist angenehm warm hier unten und durch die Steilküste auch recht windgeschützt. An der steilen Felswand sehe ich nun auch noch einen Schrägaufzug, der vermutlich für Fracht genutzt wird, jetzt aber keinerlei Aktivitäten zeigt :pardon: .


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    Entlang der Küste führt der Weg zu einem kleinen Restaurant, in dem auch einige Besucher sitzen. Direkt dahinter befindet sich eine alte Mole, die weit ins Meer reicht. Hier verweile ich eine Zeitlang und lausche der leichten Brandung, die über das steinige Ufer rauscht. Auf den größeren Steinen sonnen sich schwarze Krabben, die man erst bei genauem Hinschauen sieht.



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    Ich begebe mich anschließend auf dem gleichen Weg wieder zurück, durch die Bananenplantage, zur Teleférico da Fajã dos Padres. Unterwegs kann ich die, überall auf Madeira vorhandenen, Mauereidechsen sehen und auch viele Schmetterlinge, die hier herum flattern. Gerade kommt eine Gondel mit drei Besuchern an und nachdem diese ausgestiegen sind, setze ich mich in die leere Gondel und warte auf die Abfahrt, die nur wenig später erfolgt.


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    Oben verlasse ich die Gondel, inzwischen stehen hier schon einige Besucher und warten auf ihre Fahrt nach unten, und danach schaue ich dem Treiben der Seilbahn noch eine Weile zu und genieße die herrliche Aussicht auf die Fajã und das Meer gut 300 Meter tief unter mir. Anschließend fahre ich zurück zum Hotel.



    Bei der Einfahrt in die Hotelgarage funktioniert mein Zimmerkey nicht und ich muss mich über die Sprechanlage melden. Der Key wird danach an der Rezeption noch einmal neu konfiguriert.

    Im Zimmer bekomme ich die Mail der monatlichen Kreditkartenabrechnung. Ich schaue kurz rein und wundere mich, dass der Autovermieter Magoscar die 800,- € Kaution schon richtig abgebucht hat. Von anderen Vermietern kenne ich das so nicht :nono: . Da wird der Betrag der Kaution immer ausgegraut dargestellt und auch noch nicht dem Konto belastet. Bei einer früheren Nachfrage bei meiner Bank wurde mir dies als „quasi“ StandBy-Buchung erklärt, die nur im Schadenfall aktiviert würde.

    Noch erstaunter bin ich aber über eine zweite Abbuchung von Magoscar über 45,- €, die ich mir nicht erklären kann :hmm: . Ich schreibe deshalb an meinen Reiseveranstalter Seabreeze Travel und bin gespannt, was die mir, wahrscheinlich morgen, antworten werden.


    Nach einer Ruhepause im Hotel zieht es mich am Abend wieder ins Caprice. Mein Platz ist besetzt, aber wie ich sehen kann, ist das Paar, das dort sitzt schon bald mit dem Essen fertig. Ich bitte die Bedienung mir den Platz danach zu reservieren und drehe noch eine kleine Runde durch Ponta do Sol.


    Als ich zurück bin ist der Tisch frei und am Nachbartisch sitzen auch schon die Österreicher, die heute ihren letzten Abend hier haben. Lustigerweise ist ihm heute das Gleiche wie mir passiert, er hat irgendwo die Zimmerkarte verloren :mosking: . Nach dem leckeren Essen und der netten Unterhaltung bummle ich noch ein wenig am Ufer entlang, bevor ich den Tag im Hotelzimmer beende.



    Donnerstag, 27. April folgt ….....

    Gruß Jobo,


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    - Susan Sontag -


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  • 27. April 2023, Donnerstag



    Heute bin ich sehr früh beim Frühstück, da ich anschließend nach Funchal fahren will. Dort beginnt ja heute das große Blütenfest. Außer mir ist nur noch ein französisches Paar schon beim Frühstück. Nun haben die Franzosen ja die Angewohnheit, ihren Kaffee nicht nur aus Tassen, sondern oft auch aus kleinen Schalen zu trinken. Mangels kleiner Schalen hat der Franzose sich eine der Obst-/Müsli-Schalen genommen (die recht groß sind) und steht damit jetzt an dem einzigen, großen Kaffeeautomaten und füllt sich die Schale, indem er immer wieder auf die Espresso-Taste drückt :dash: . Das ganze dauert natürlich ewig und schnell sammelt sich jetzt hinter mir eine Personenschlange, die alle gerne Kaffee hätten.

    Ich bin schon kurz davor etwas zu sagen, als sich ein weiterer Franzose aus der Menschenschlange meldet und seinem Landsmann einige Worte zuwirft, die wenig freundlich klingen :diablo: . Daraufhin gibt der Franzose endlich, mit beleidigter Miene und einer dreiviertel vollen Schale, den Kaffeeautomat frei.



    Ich schaffe es aber trotzdem gegen 9 Uhr vom Hotel los zu fahren und bin um 9:30 Uhr schon auf der Einfallstraße zur Stadtmitte, doch hier geht es durch den morgendlichen Verkehr nur langsam voran ich brauche gut 15 Minuten bis ich endlich im Parkhaus bin.

    Mein erster Weg führt nun zum berühmten Mercado dos Lavradores, der heute geöffnet hat. Ich bewundere die schönen Azulejos im Eingangsbereich.



    Im vorderen Hauptteil des Marktes befinden sich auf zwei Etagen die Obst- und Gemüsestände. Auch Korbwaren, Taschen, Hüte und sonstige Souvenir-Artikel und Gegenstände des täglichen Bedarfes findet man hier. Ich schaue mir das bunte Treiben von der oberen Etage an und gehe dann durch zur Fischabteilung.

    Hier sieht man den für Madeira typischen schwarzen Degenfisch, einen Tiefseeräuber, überall.



    Insgesamt ist es aber eher ruhig hier und die Tische, auf denen die Fischer ihre Fänge anbieten, sind schon gut geleert. Da war wohl der Hauptbetrieb am frühen Morgen. Noch gibt es aber reichlich Fisch zu sehen. Tunfisch am Stück oder aufgeschnitten sieht man genauso wie der in Portugal beliebte Bacalhau (Stockfisch) und natürlich dürfen die Lapas (Napfschnecken) :good3: , die eher wie Muscheln aussehen) nicht fehlen.



    Hier im Markt gibt es auch eine öffentliche Toilette, die man sonst in Funchal nirgendwo im Innenstadtbereich finden kann. Nachdem ich den Fischmarkt verlassen habe, schlendere ich noch eine Weile durch den vorderen Teil des Mercado, bevor ich ihn in Richtung Innenstadt verlasse.



    Ich nehme den mir schon bekannten Weg und gelange so, vorbei an der Sé, in die Avenida Arriaga. Hier ist heute schon mehr los und viele Menschen bevölkern die Straße und die dort aufgebauten Blütenstände. Der Platz mit den Musikinstrumenten ist wohl für Musikgruppen und Vorführungen gedacht.



    Zuerst zieht es mich jetzt aber hinunter zur Marina do Funchal. Hier sind inzwischen überall große Tribünen aufgebaut, entlang der Uferstraße. Ich gehe auf die Mole hinaus, um mir die beiden Kreuzfahrtschiffe, die heute hier liegen, genauer anzusehen.

    Da ist zum einen die 264 m lange MARELLA EXPLORER. Die ehemalige MEIN SCHIFF 1 fährt unter dem neuen Namen für Marella Cruises, die ebenfalls zum TUI-Konzern gehören, und kann maximal 1.924 Passagiere befördern. Direkt davor liegt die CELEBRITY CONSTELLATION. Mit ihren 294 m Länge ist das Schiff für maximal 2.449 Passagiere ausgelegt.



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    Ich wende mich nun wieder von der Marina in die Stadt, vorbei am Forte de São Lourenço, und stehe gerade wieder an der Ecke zur Avenida Arriaga, als eine einheimische Musikgruppe hier vorbei läuft. In der traditionellen Tracht mit Musikinstrumenten und Gesang ziehen sie natürlich die Aufmerksamkeit vieler Besucher hier auf sich.



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    Ich spaziere weiter und wechsle die Straßenseite, um wieder in den kleinen Park, den Jardim Municipal do Funchal, zu gelangen und mir hier im Schatten einen Ruhepause zu gönnen. Die Musikgruppe hat inzwischen den Platz mit den großen, bunten Musikinstrumenten erreicht und ihre Darbietung zieht viele Passanten an.



    Das ist mir dann doch zu viel Betrieb :fie: , einfach zu viele Menschen drängen sich hier und ich mache mich wieder auf den Rückweg zum Auto. Vorbei an der Sé und über den Praça do Colombo stehe ich bald wieder im Parkhaus am Auto. Ich lasse meine große Kamera im Kofferraum und mache mich auf die Suche nach einem Restaurant.



    Am Largo do Corpo Santo werde ich schließlich fündig und gönne mir leckere Lapas :dance3: . Danach verweile ich noch ein wenig in der großen Grünanlage neben der Seilbahnstation, dem Jardim Almirante Reis. Nach einem kleinen Spaziergang am Ufer entlang zum Forte de São Tiago und zurück mache ich mich auf den Rückweg nach Ponta do Sol.



    Im Hotel angekommen, empfange ich eine Mail meines Reiseveranstalters, der mir mitteilt, dass die 45 ,- €, die Magoscar ohne mich zu informieren einfach abgebucht hat :negative: , die Gebühr für die Fahrzeugzustellung nach deren Büroschluss um 19 Uhr waren.

    Das finde ich schon ziemlich heftig und schreibe daher an Magoscar und bitte hier um eine kulante Erstattung der Summe, da es sich ja nur um 25 Minuten gehandelt hat, die ich nicht mal verschuldet habe, sondern die TAP.

    In der Hoffnung hier in den nächsten Tagen von Magoscar eine entsprechend kundenfreundliche Antwort zu bekommen, beschließe ich dann später den Abend.




    Freitag, 28. April folgt …...

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  • Immerhin wissen wir jetzt, woher die Verschwörungstheoretiker ihre Idee hatten ... :laugh1: :mosking:


    FAQ: Wie Verschwörungstheorien funktionieren
    Egal ob Corona, 9/11 oder der Tod von Lady Diana: Sobald uns etwas bewegt, sprießen die Verschwörungstheorien. Aber warum? Und was macht sie so gefährlich? Wir…
    www.br.de

    Gruß Jobo,


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  • In der Fischabteilung des Mercado dos Lavradores lief vergangenes Jahr meine Kamera heiß, auch wenn wir bereits zum zweiten Mal dort waren. Das zerlegen der riesigen Thunfische ist einfach zu eindrucksvoll.


    Viele Grüße

    Laminaria

    Reiseberichte sind in meinem Profil verlinkt.

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