Ran an de Buletten – zum Forentreffen nach Berlin (27.- 29.10.2023)

  • Ran an de Buletten – zum Forentreffen nach Berlin (27.- 29.10.2023)


    (Vorweg, ich habe beim Forentreffen selbst keine Bilder gemacht und hatte auch nur das smartphone dabei, Kamera habe ich diesmal zu Hause gelassen.)



    Mein letztes Forentreffen war doch schon lange her, daher entschied ich mich im Mai mal wieder nach Berlin zu reisen, um am Treffen teil zu nehmen. Der Termin in Berlin passte ganz gut in meine sonstigen Termine und schnell waren Hotel und die Bahnfahrt gebucht.

    Zu diesem Zeitpunkt im Mai war die Bahnfahrt erster Klasse mit Platzreservierung nur unwesentlich teurer als die zweite Klasse :dance3: . Wie sich für mich später heraus stellte, war dies eine gute Entscheidung im Zeitalter des Deutschland-Tickets und dadurch bedingter, meist völlig überfüllter Züge in der zweiten Klasse.


    27. Oktober 2023


    Am frühen Morgen nehme ich meinen Rucksack, für die zwei Nächte reicht der allemal, und mache mich auf den Weg zum Bahnhof. Die erste Strecke soll ich mit dem Regionalexpress RE 4852 von Landshut nach Nürnberg nehmen, dessen Abfahrt für 8:30 Uhr vorgesehen war.

    Allerdings hatte der Zug schon sieben Minuten Verspätung in Landshut, bei einer Umsteigezeit in Nürnberg von 13 Minuten könnte dies evtl. ein Problem werden :hmm: . Die erste Klasse war in einem der doppelstöckigen Waggons oben und fast leer. Bis Regensburg hatten wir die Verspätung bis auf drei Minuten heruntergebracht, kurz vor Nürnberg war es dann gerade noch eine Minute. Hoffnung keimte auf, bevor der Zug plötzlich extrem verlangsamte und fast stehen blieb :fie: . Ich meine, kurz zwei Weinbergschnecken neben der Strecke gesehen zu haben, die uns zügig überholten, als die Durchsage kam, es sei ein langsam fahrender Güterzug vor uns und sobald dieser weg sei, könnte es wieder schneller gehen.

    Schließlich fuhren wir mit gut neun Minuten Verspätung in Nürnberg ein. Gedanklich bereite ich mich schon darauf vor, den ICE vor der Nase abfahren zu sehen :pardon: . Doch als ich den Bahnsteig gewechselt hatte, wurde für den ICE 1706 nach Hamburg über Berlin eine 40 minütige Verspätung angezeigt.

    Wenn auf eines bei der Bahn Verlass ist, dann auf die Verspätungen. :whistle3:


    Es blieb also ausreichend Zeit, die Toilette im Bahnhof aufzusuchen. Suchen ist denn auch der richtige Begriff :search: . Im Gegensatz zu anderen Bahnhöfen findet sich in Nürnberg weit und breit keine Toilettensymbole auf den Anzeigen. Nachdem ich den Bahnhof schon gut 15 Minuten durchsucht habe, frage ich in einem der Geschäfte nach.

    Die Toilette befindet sich im ersten Stock über der großen Bahnhofshalle und kostet einen Euro (Sanifair).


    Als ich wieder auf dem Bahnsteig bin, verkündet der Lautsprecher erneut die 40 minütige Verspätung. Grund sei eine verspätete Bereitstellung des Zuges in München. :pleasantry:



    Der ICE, dessen ursprüngliche Abfahrt um 10:36 Uhr sein sollte, trifft dann auch um 11:15 Uhr ein und fährt mit etwa 42 minütiger Verspätung ab. Meinen Platz habe ich schnell gefunden, eine nette ältere Dame hatte sich hier hingesetzt, aber da rund herum alles frei ist, wechselt sie auf die andere Seite. Unser erster Halt ist Coburg und dort stehen wir lange. Ich sehe den Zugbegleiter, der zuvor schon an mir vorbei gelaufen war, jetzt wieder zurücklaufen und kurz danach mit Polizeibegleitung auf dem Bahnsteig wieder nach hinten laufen.

    Mit weiteren 10 Minuten Verspätung fahren wir schließlich von Coburg ab und noch bevor wir Erfurt erreichen, kommt die Durchsage, dass der nächste der an den Bahnhöfen in den Waggontüren raucht, es seien dort überall Rauchmelder, sein Zugticket sofort entwertet bekäme. :dash:



    Als wir in Erfurt einfahren haben wir bereits 54 Minuten Gesamtverspätung. Diese nehmen wir auch weiterhin mit, in Halle sind wir schon bei 58 Minuten Verspätung. Die nette Dame steigt hier aus und legt mir zum Abschied ein kleines Stück Schoko auf den Tisch, nette Geste :good3: .Das Wetter ist auch nicht dazu angetan die Laune zu heben, es ist draußen grau und regnet. Der Turm der Schlosskirche in der Lutherstadt Wittenberg ist gerade noch zu erkennen, ebenso die Türme der Stadtkirche St. Marien, alles dahinter bleibt im Grau.



    Auf der Strecke nach Halle drückt der Zugführer den Fahrthebel aber ordentlich durch, dadurch sind es in Berlin-Südkreuz nur noch 55 Minuten Verspätung. Mit der gleichen Verspätung fährt der ICE dann wenig später in den Tiefbahnhof Berlin Hbf ein. Schnell habe ich den Weg zur S-Bahn Richtung Friedrichstraße gefunden und von dort bis zum Hotel Maritim pro Arte ist es nicht weit, so dass ich um etwa 15:07 Uhr an der Rezeption stehe. :hut:

    Arctica sitzt hier auch schon in der Lobby und wartet auf mich. Ich bringe nur schnell mein Gepäck ins Zimmer und wir gehen eine Tür weiter ins Gaffel Haus Berlin, das „Kölsche Konsulat“, zum Essen und lecker Kölsch. :beer:



    Gut gestärkt wollen wir danach noch eine kleine Runde durch Berlin drehen. Wenn man die Straße vom Hotel und dem Gaffel Haus geradeaus weitergeht, landet man irgendwann von hinten am Reichstag. Da ich noch nie von dieser Seite gekommen bin, erkenne ich das Gebäude erst, als die Glaskuppel auftaucht :blush2: . Von dort ist es nicht weit bis zum Brandenburger Tor.



    Vor dem Brandenburger Tor werden wir von einem älteren Herrn in einem langen braun-orangen Mantel angesprochen. Ob wir wohl wissen wo n-tv ist. Ich schau im Handy bei google nach, das n-tv Hauptstadtstudio ist nicht weit von hier in der Behrenstraße, die parallel zu Unter den Linden verläuft. Wir gehen mit ihm zuerst Unter den Linden entlang, vorbei am Hotel Adlon. Er möchte zu n-tv, damit die eine Sendung über die Liebe machen, erzählt er uns u.a.. Wir haben einige Mühe ernst zu wirken, als wir ihm zuhören. :hmm: :whistle3:

    An der Ecke Glinkastraße weise ich ihm mehrfach den Weg zu n-tv und nach einiger Zeit macht er sich auf den Weg, während wir weiter geradeaus gehen.



    Wir gehen weiter und schwenken dann zum Gendarmenmarkt ein, der sich als eine riesige Baustelle zeigt. Sowohl an den Französischen, wie an den Deutschen Dom kommt man genauso nur von hinten heran, wie an das Konzerthaus. Der große Marktplatz an der Vorderseite ist komplett eingezäunt.

    Von hier machen wir uns auf den Rückweg ins Hotel.



    Wir verabreden uns noch auf ein Bierchen im Checkpoint Bar und Restaurant des Hotels. Zuerst bringe ich aber meine Jacke hoch ins Zimmer und schaue mir kurz die Aussicht von meinem Zimmer an :search: . Im Checkpoint Restaurant bekommen wir noch einen freien Tisch und beim Berliner Kindl Bier lässt sich nett plaudern, dazu stellt man uns Erdnüsse auf den Tisch. :beer:

    Ganz witzig ist der Roboter, der die Speisen aus der Küche ins Restaurant bringt, es auch selbst kommentiert, und mit dem abgeräumten Gedecken wieder zurück fährt. :mosking:



    Gegen Mitternacht verabschieden wir uns und ich packe schnell meine Sachen aus dem Rucksack, bevor ich das gute Bett zum mehrstündigen Test aufsuche.



    Samstag folgt

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
    - Susan Sontag -


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  • Kleine Schönheitskorrektur am Rande, derjenigen, den du mit der Polizei gesehen hast war der Zugführer, und derjenige, der den Hebel umlegte der Lokomotivführer. Das unter scheidet selbigen vom Kapitän und Piloten ;)


    Wir haben einige Mühe ernst zu wirken, als wir ihm zuhören

    Wobei du die Kurzfassung beschreibst, das ganze dauerte ja und war echt creepy :laugh1:

    Meine Fahrten: FINNMARKEN - NORDLYS - NORDNORGE - KONG HARALD - VESTERÅLEN - LOFOTEN (5X) - FRAM

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  • Ich glaube, das kriegen wir gar nicht mehr zusammen. Fast abgebrochen wäre ich, als wir vor der britischen Botschaft standen und der Typ mit Blick auf dein Handy fragte, warum die Strasse hier rot eingezeichnet ist. Und du - das ist Fussgängerzone, das sehen Sie doch (wer es nicht kennt, vor der britischen Botschaft ist die Strasse mit Poller gesperrt, so dass man nur zu Fuss durch kann) :laugh1:

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  • Man will ja niemanden beleidigen oder lächerlich machen, aber es war schon ein etwas seltsamer Zeitgenosse. :hmm: :pleasantry_1:

    Gruß Jobo,


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  • Samstag, 28. Oktober 2023



    Ich habe recht gut geschlafen und finde mich gegen acht Uhr zum Frühstück ein, Arctica ist schon da. Das Frühstücksbuffet des Maritim pro Arte lässt keine Wünsche offen :ok: . Ich stürze mich zuerst auf den Lachs und lasse mir Spiegeleier dazu machen. Es gibt auch eine riesige Auswahl an Brot- und Brötchensorten. Kurz, nirgendwo Hindernisse um ausreichend satt zu werden und den Kalorienspeicher für den Tag schon beim Frühstück bis zum Rand zu füllen. :pleasantry:



    Nach dem Frühstück verabschieden wir uns bis zum Abend. Ein kurzer Stopp auf meinem Zimmer, dann mache ich mich auf zu einem Rundgang. Zuerst schaue ich mir den Weg zum Restaurant Nolle an, in dem wir uns am Abend treffen wollen. Vom Hotel sind es keine fünf Minuten. Von außen wirkt es eher unscheinbar.

    Ich biege danach in die Planckstraße ein, die dann an der Staatsbibliothek zu Berlin zur Charlottenstraße wird. Mein Ziel ist der Gendarmenmarkt mit dem Französischen Dom.



    Auch an der Staatsbibliothek fällt mir die Baustelle davor auf. Zur Zeit scheint Berlin tatsächlich eine einzige Baustelle zu sein :pardon: , deutlich sichtbar am Gendarmenmarkt. Der Französische Dom hat eine Aussichtsplattform, die man besteigen kann. Allerdings erst ab 11 Uhr und es ist gerade mal 9:50 Uhr als ich hier eintreffe.

    Daher wechsle ich zum Deutschen Dom und werfe einen Blick hinein. Hier ist seit Jahren eine Dauerausstellung des Deutschen Bundestages "Wege, Irrwege, Umwege. Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland" zu sehen, für die ich aber jetzt keine Geduld habe.



    Von der Baustelle Gendarmenmarkt gehe ich die Mohrenstraße entlang bis zum Hausvogteiplatz. Am Französischen Dom jetzt eine Stunde zu warten, bis der Aufgang zur Aussichtsplattform möglich ist, macht keinen Sinn :nono: . Da kann man besser vorher noch eine Runde drehen und später wieder zurück kommen.

    Über die Oberwallstraße und die Jägerstraße gelange ich zum Werderscher Markt. Hier steht die Friedrichswerdersche Kirche.



    Die ehemals protestantische Kirche wird heutzutage von den Staatlichen Museen zu Berlin als Ausstellungsraum genutzt. Direkt vor der Kirche findet sich der Bärenbrunnen. Nur wenige Meter weiter steht man am Kupfergraben. Die dort, auf dem Schinkelplatz, stehende Backsteinfassade enthält die Gedenktafel Bauakademie / Schinkel.



    Gegenüber verlangt das Berliner Schloss, natürlich mit einer großen Baustelle davor :whistle3: , massiv Aufmerksamkeit und etwas versetzt links dahinter der Berliner Dom. Auf dem Schinkelplatz findet sich natürlich auch ein Denkmal des preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel, neben den Denkmälern von Thaer (preußischer Landwirtschaftsreformer) und Beuth (preußischer Gewerbereformer).

    Hinter dem Berliner Dom ist der Berliner Fernsehturm durch die tief hängenden Wolken nicht wirklich zu sehen. :search:



    Am Ende des Schinkelplatzes stößt man auf die Schlossbrücke, während man gegenüber auf den imposanten Bau des Deutschen Historischen Museums blickt. Kaum hat man die Brücke überquert, steht man im Lustgarten vor dem Berliner Dom. Wohl bedingt durch das schlechte Wetter, es nieselt dauerhaft, und die frühe Tageszeit, ist es hier noch angenehm ruhig. :dance3:



    Am Ende des Lustgartens steht ein Modell der Umgebung, wie es sie inzwischen in vielen Städten zur Orientierung für Touristen gibt. Mittlerweile ist es fast 11 Uhr und ich mache mich auf den Rückweg zum Gendarmenmarkt. In der Französischen Straße komme ich an der Rückseite der Sankt Hedwigs Kathedrale vorbei, natürlich auch mit einer Baustelle davor. :hmm:



    Am Französischen Dom angekommen, hat dieser nun auch geöffnet. Der Eintritt kostet 6,50 €, dafür darf man sich dann die 254 Stufen bis unterhalb des Carillon, des Turmglockenspiels, hinauf quälen. Spätestens jetzt ist das Frühstück restlos verdaut. Mit dem Ticket gibt es aber auch einen ein Euro Gutschein für das benachbarte Restaurant Hugo & Notte, ein nettes Wortspiel auf das Hugenotten-Museum, welches sich auch im Französischen Dom befindet.



    Nach einer geraumen Zeit, die ich zum Verschnaufen benötigt habe, begebe ich mich auf die Aussichtsplattform und spaziere dort einmal herum. Das heißt, nicht ganz herum, da sich an einer Stelle eine, na was wohl, kleine Baustelle befindet und der Rundgang hier abgesperrt ist :dash: .

    Es ist kalt hier oben und nass, zudem ist die Sicht mehr als bescheiden, warum tue ich mir dies eigentlich an. :hmm:



    Trotzdem halte ich es recht lange hier oben aus und versuche möglichst in alle Richtungen Bilder zu machen. Ich bin auch nicht ganz alleine hier oben, zwei Paare haben sich dies auch angetan und „genießen“ nun die schlechte Aussicht :search: . Gerade begingt es nun noch ein wenig stärker zu regnen und ich mache mich wieder an den Abstieg, der erheblich leichter fällt.


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    Unter angekommen, es ist kurz vor 12 Uhr und der Regen hat aufgehört, warte ich vor dem Französichen Dom auf das stündliche Glockenspiel. Irgendwie scheinen die Uhren im Dom ein wenig nach zu gehen, jedenfalls beginnt das Glockenspiel erst knapp zwei Minuten nach zwölf. So fehlen die ersten Sekunden in dem Video.



    Ich mache mich nun auf den Weg zurück zum Hotel, allerdings mit einem großen Bogen über die Straße Unter den Linden. Als ich in den Bereich Hotel Adlon, Brandenburger Tor komme, halte ich vorsichtig Ausschau, ob da nicht jemand mit einem langen braun-orangen Mantel steht, aber die Luft ist rein. :whistle3:



    Vor dem Brandenburger Tor fahren gerade viele Polizeifahrzeuge mit Blaulicht vorbei in Richtung Siegessäule. Wie ich später aus den Nachrichten erfahre, haben sich auf der Straße des 17.Juni Mitglieder der „letzten Generation“ angeklebt.

    Ich gönne mir an einer Bude eine Bratwurst mit Senf. Ich habe schon schlechtere gegessen, aber nicht viele, und bin kurz danach wieder im Hotel.


    Bis zum Abend ist noch reichlich Zeit, also möchte ich es mir in meinem Zimmer gemütlich machen und ein wenig TV schauen. Leider bleibt der Bildschirm nach dem Einschalten schwarz und auch Ton ist nicht zu hören. :fie:


    Nachdem ich die Rezeption verständigt habe, kommt ein Techniker, kann das Problem aber nicht beheben und ich bekomme schnell ein anderes Zimmer mit funktionierendem TV. Per SMS verabrede ich mich dann später mit Arctica für 17:20 Uhr an der Rezeption und wir gehen die kurze Strecke hinüber zum Nolle.


    Schon vor dem Restaurant treffen wir auf weitere Forenmitglieder und im Lokal ist der große lange Tisch fürs Forum schon gut besetzt. :hut:


    Es wird ein schöner Abend bei gutem Essen. Ich freue mich viele bekannte Gesichter, die ich lange nicht gesehen habe, endlich mal wieder zu sehen und auch die neuen Gesichter passen schön in die Runde. Das Restaurant ist ganz im Stil der 1920er Jahre eingerichtet und auch recht groß. Es befindet sich ja komplett unterhalb der Bahnstrecke, aber da die S-Bahn-Trasse ab Friedrichstraße zur Zeit gesperrt ist, hört man nur ab und an die Fernzügen über uns. Dafür ist die Geräuschkulisse im Restaurant schon heftig und man hat oft Mühe den jeweiligen Tischnachbar zu verstehen. Das ist halt immer der Nachteil bei beliebten, gut besuchten Restaurants. :pardon:


    Lang wird sich nach dem Essen noch nett unterhalten, bevor auch die letzten zahlen und wir uns verabschieden. Es war schön, mal wieder bei einem Treffen dabei zu sein :good3: . Mit Arctica sitze ich dann noch eine ganze Weile in der Checkpoint Bar des Hotels, bevor wir auch den Abend beenden.



    Sonntag folgt

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
    - Susan Sontag -


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  • Sonntag, 29. Oktober 2023



    Erneut habe ich gut und lange geschlafen. Erst gegen 9 Uhr stürme ich das Frühstücks-Buffet und lasse mir richtig viel Zeit. Auf dem Weg zu meinem Zimmer treffe ich Arctica, die noch bis morgen in Berlin bleibt.

    Zurück auf meinem Zimmer packe ich meinen Rucksack und mache mich noch ein wenig frisch. Bezahlt habe ich das Zimmer schon beim Einchecken, daher ist das Aus-Checken schnell erledigt. Meinen Rucksack kann ich bis zum Nachmittag im Hotel lassen. :thank_you:



    Ich spaziere die Dorotheenstraße hinunter bis zur Eisernen Brücke. Über die Museumsinsel, vorbei am Berliner Dom, steuere ich nun den Alexanderplatz an. Es geht über die Bodestraße, Freidrichsbrücke entlang der Anna-Louisa-Karsch-Straße. Schon von der Rochstraße ist der Berliner Fernsehturm heute gut und komplett zu sehen. :search:



    Ich komme am Marktbrunnen vorbei und erreiche den Alexanderplatz nordöstlich des Fernsehturmes. Zuvor habe ich noch einen guten Blick auf die Sankt Marienkirche. Vor dem Fernsehturm hat sich bereits jetzt eine kleine Menschenschlange gebildet, die wohl auf den Turm fahren wollen, was ich nicht vorhabe. :nono:



    Ich nehme den Weg um den Turm herum und lande in einer kleinen Grünanlage. Erstaunlicherweise sind die Parkbänke hier, trotz Regenwetter, trocken und ich gönne mir eine erste kleine Pause. Schon 2012 bin ich hier herum gewandert. 2013 sind wir ja mehr im Berliner Umfeld unterwegs gewesen.



    So sind er Neptunbrunnen und das Rote Rathaus nicht wirklich neu für mich. Ich schaue mir sie trotzdem in Ruhe an, zumal es noch recht ruhig auf dem Alexanderplatz zugeht. Der Andrang am Fernsehturm ist inzwischen noch etwas größer geworden, vielleicht auch, weil die Aussichtsetage in 203 m Höhe ab 1. November für zwei Monate wegen Umbaumaßnahmen geschlossen sein wird. :pardon:



    Ich schlendere nun weiter, unterhalb des Bahnhofs Berlin Alexanderplatz, zur Weltzeituhr und zum Brunnen der Völkerfreundschaft. Gegenüber steht das Hochhaus des Park Inn Hotels, aber auch der Fernsehturm, mit 368 m das höchste Gebäude Deutschlands, ist von hier zu sehen.



    Ich schlängle mich ein wenig durch die Straßen und erreiche schließlich den Hakescher Markt. Hier befinden sich die Hakeschen Höfe, die längst eine Attraktion für Berlin sind. Die Höfe hatte ich zwar bereits beim Besuch 2012 besichtigt, aber gerne schlendere ich noch einmal da durch. :dance3:



    Es handelt sich bei den Hakeschen Höfen um eine zusammenhängende Hofanlage von insgesamt acht Höfen. Die verschiedensten Gewerbebetriebe sind hier untergebracht, die am heutigen Sonntag aber alle, bis auf die Restaurants und Cafés, geschlossen sind.



    Trotzdem ist es sehr entspannenden heute hier herum zu schlendern und die ruhige Atmosphäre auf sich wirken zu lassen :good3: . Nur wenige andere Besucher haben den Weg hierher gefunden. Von den Hakeschen Höfen wende ich mich über den Monbijouplatz und durch den James-Simon-Park in Richtung Spreeufer.



    Auf der anderen Seite ist wieder der Berliner Dom zu sehen. Entlang des Spreeufers bummle ich gemütlich durch die teils angenehmen Parkanlagen, immer mit Blick auf die Museumsinsel gegenüber. Auf der Spree sind noch erstaunlich viele Ausflugsschiffe unterwegs und einige davon sogar gut gefüllt mit Touristen. :hmm:



    Bald erreiche ich den Uferbereich gegenüber dem Bodemuseum an der Spitze der Mueseumsinsel. Mein Weg führt mich aber weiter entlang der Spree, bis ich die Weidendammer Brücke an der Friedrichstraße nehme und die Spree überquere. Nun geht es zurück zum Hotel.



    Im Hotel gönne ich mir im Checkpoint noch eine Currywurst mit Pommes und ein letztes Berliner Kindl Bier. Diesmal bringt der Roboter das Essen für mich :locomotive: . Die Wurst ist riesig und schmeckt auch gut. Anschließend hole ich meinen Rucksack an der Rezeption ab und verlasse das Hotel, nicht ohne einen Blick zurück.



    Ich liege gut in der Zeit und muss mich nicht beeilen, als ich die Dorotheenstraße westlich in Richtung Reichstag nehme. An der Rückfront des Reichstages führt mein Weg bis zur Spree, auf der anderen Seite steht das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, ein imposantes Parlamentsgebäude.



    Von der Nordseite des Reichstagsgebäudes führt die Paul-Löbe-Allee entlang, von der man einen guten Blick auf die Front des Reichstagsgebäudes hat, wenn da nicht erneut eine große Baustelle wäre :whistle3: . Am Paul-Löbe-Haus vorbei steuere ich auf den Spreebogenpark zu und lasse das Bundeskanzleramt links liegen.



    Vor dem Hauptbahnhof steht der 3XN Cube Berlin, der wohl eine Art Bürogebäude der Zukunft darstellen soll :pleasantry_1: . Ich erreiche den Hauptbahnhof Berlin gegen 15:30 Uhr und kaufe mir noch eine Flasche Mineralwasser, bevor ich ganz nach unten auf Gleis 2 fahre.


    Der ICE 1007 nach München ist schon angekündigt, als gerade ein weiteres Zugpaket hereingefahren wird, dass später den vorderen Teil des Zuges darstellen wird. Der bisherige ICE trifft nur Minuten später ein und wird angekoppelt.


    Schnell habe ich meinen Platz in dem Ruheabteil der ersten Klasse im Waggon 28 gefunden. Wir fahren pünktlich ab und kurz nach dem ersten halt Berlin Südkreuz kommt der Schaffner, sorry Zugführer, und checkt mich ein. Es soll angeblich noch ein Platz reserviert sein ab Nürnberg, aber letztlich bin ich alleine in dem Abteil bis München. :dance3:



    Ich muss allerdings feststellen, dass es recht kalt in dem Abteil ist (was mir wohl eine kleine Erkältung einbrachte, mit der ich mich diese Woche herum geärgert habe), obwohl doch dieser Teil des Zuges schon von Hamburg aus unterwegs war. :hmm:


    Immerhin ist der ICE super pünktlich, unterwegs werden auch einmal 299 km/h angezeigt, ich warte zwar auf die 300, aber die kommen nicht mehr. Pünktlich und warm geht scheinbar bei der Deutschen Bahn nicht, man kann nicht alles haben :pardon: . Ich habe auch während der restlichen Fahrt den Sch..., Zugführer nicht mehr gesehen, um ihn darauf anzusprechen.


    In München laufen wir mit gerade mal einer Minute über der geplanten Ankunftszeit ein :good3: . Ich kann also in aller Ruhe zum Regional-Express nach Landshut gehen, der nur sieben Bahnsteige entfernt bereit steht.


    Doch was ist das :search: ? Nur ein kurzer Regionalzug steht hier, sieht aus wie ein Kurzzug bei der S-Bahn. Ich suche den gelben Balken für die erste Klasse. Die ist ganz vorn am Zug und im Vorbeigehen sehe ich die zweite Klasse komplett überfüllt :fie: . Für die erste Klasse gibt es ganz vorne sechs Sitze.


    Die Lokomotivführerin und der Zugführer kommen und müssen sich mühsam in den Zug zwängen. Der Zugführer weist schon mal darauf hin, dass das Deutschlandticket nicht in der ersten Klasse gilt und es fürs Zuwiderhandeln teuer wird, wenn er später kontrolliert. Von den, mit meinem Platz, belegten fünf Plätzen werden schlagartig drei wieder frei. :mosking:


    Noch bevor wir losfahren können muss die Lokomotivführerin weiter Fahrgäste auf dem Bahnsteig auf den nächsten Zug vertrösten, da wir eigentlich jetzt schon überfüllt sind :nono: . Wir fahren trotzdem pünktlich ab und in Freising, unserem ersten halt, steigen viele aus, was doch etwas Platz bringt. Längst sitzen wieder Fahrgäste der zweiten Klasse auf den freien Plätzen der ersten Klasse.


    Ein preisgünstiges Ticket für alle an zu bieten ist ja eine Sache, aber wenn hinten und vorne die Kapazitäten an Zugmaterial fehlen, macht es wenig Sinn. :dash:


    Sogar zwei Minuten zu früh sind wir in Landshut und nach zehn Minuten bin ich wieder zu Hause.


    Es war, trotz nicht so schönem Wetter und Bahnerlebnisfahrten, ein schönes Wochenende mit einem Treffen mit vielen netten Menschen :ok: . Nochmal der Dank an Kranich für die tolle Organisation. :thank_you:



    Bis zum nächsten Treffen. :hut:

    Gruß Jobo,


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    - Susan Sontag -


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  • Auf Bild 116 sieht man direkt vor dem Kanzleramt die Schweizer Botschaft. Das Gebäude wurde 1870 als privates Stadtpalais gebaut und 1919 von der Schweizer Eidgenossenschaft erworben. Den Krieg überstand das Gebäude als einziges im Spreebogen relativ unbeschadet. Als Berlin zur Hauptstadt wurde und die modernen Gebäude ums Kanzleramt erbaut wurden, hätte Deutschland gerne der das Haus erworben, was die Schweiz aber ablehnte. So kommt es, dass die Schweizer Botschaft die einzige Botschaft im Regierungsviertel im Spreebogen ist, direkt neben dem Kanzleramt. Etwas, das Deutschland etwas sauer aufstösst und auch die grossen Mächte auf der anderen Seite vom Brandenburger Tor leicht ärgert :laugh1:


    Die ganze wechselvolle Geschichte des Hauses kann man hier nachlesen.


    Ich darf noch eine kleine Ergänzung anbringen, Jobo hat mehrfach den Dom erwähnt. Da ich ja erst am Montag nach Hause fuhr, blieb mir morgens noch etwas Zeit, so dass ich nach dem üppigen Frühstück einen kleinen Spaziergang zum Dom machte. Es ist eine der wenigen Kirchen in Deutschland, der Eintritt kostet. Das Ticket kauft man online und kostet 10 Euro.

    Ich war um 11:45 da, um 12 Uhr gibt es eine kleine Andacht, während der man natürlich sitzen bleiben muss und keine Fotos machen darf. So stellte sich mir die Frage - Schnelldurchlauf oder Warten. Oder der Andacht beiwohnen. Was ich dann auch tat. So kam man auch in den Genuss der gewaltigen Orgel. Die Andacht war kurz und nett von einer Pfarrerin gehalten - es ist ja ein evangelischer Dom.





    Bei schönem Wetter mit angenehmer Temperatur spazierte ich dann Unter den Linden entlang bis zur Friedrichstrasse, bog dann zum Hotel ab, wo ich mir aber im nebenan liegenden Kölschen Konsulat (siehe Jobos Bericht vom Freitag) erst noch ein Abschlussessen schmecken liess. Dann spazierte ich zum Hauptbahnhof und fuhr pünktlich nach Frankfurt, im grünen Zug (Flixtrain)

    Meine Fahrten: FINNMARKEN - NORDLYS - NORDNORGE - KONG HARALD - VESTERÅLEN - LOFOTEN (5X) - FRAM

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  • wo ich mir aber im nebenan liegenden Kölschen Konsulat (siehe Jobos Bericht vom Freitag) erst noch ein Abschlussessen schmecken liess.

    Hätte ich ja auch gerne gehabt, aber die haben Sonntag geschlossen. :ireful:

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
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  • Ich habe der Kellnerin auch versprochen, kein Kölschglas umzuwerfen - das war echt Alkoholmissbrauch meinerseits am Freitag :o-biggrin

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