Herbstliches Fehmarn - 28.10. - 4.11.2023

  • Es ergab sich spontan im Sommer, kurz vor unserer Norderney-Reise, dass mein Mann seinen Resturlaub zur Sprache brachte, und ob wir nicht in den Herbstferien nochmal eine Woche verreisen wollten. Sowas braucht man mich nicht zweimal fragen, ich war sofort dabei. Schnell ploppte das Sehnsuchtsziel Fanø auf - nach den Sommerurlauben 2018 und 2021 mal im Herbst dorthin und Bernstein suchen mit mehr Aussicht auf Erfolg? Aber mir erschien die Anfahrt zu lang und weit für nur eine Woche - mehr geben die bayerischen Herbstferien nun mal nicht her.
    Hmm, wohin könnte es sonst gehen? Nach Fehmarn? Nach Fehmarn!
    Während unseres Ostseeküsten-Roadtrips 2019 von Stralsung bis Kiel waren wir auch für einen Tagesausflug auf Fehmarn, da hatte es uns gut gefallen.
    Eine tolle, wenn auch für Ende Oktober nicht ganz günstige Ferienwohnung war schnell gefunden und gebucht, und dann einigten wir Zugreisenden uns tatsächlich auf Urlaub mit dem Auto. Sicherlich kommt man mit dem Zug nach Fehmarn (beziehungsweise aktuell ab Lübeck mit dem Bus), aber auf dieser sehr dörflich besiedelten Insel kommt man ohne Auto halt nicht so richtig gut rum. Also - Auto it is!


    Am Freitag waren wir beschäftigt mit Packen und Proviant vorbereiten. Das kann ich ja wirklich gut. Unser Proviant hätte sowohl in Menge als auch in Angebotsbreite wohl auch einen Kleinbus voller Reisenden für lange Zeit glücklich gestellt. ^^ Sogar einen Nusskuchen buk ich uns, der uns dann durch die halbe Woche reichte und glücklich machte.


    Am Samstag gings dann also los, um 9 Uhr saßen wir im Auto. Mehrmalige GoogleMaps-Recherche hatte ergeben, dass bestmöglich eine Fahrtzeit von sechseinhalb Stunden von Würzburg nach Dänschendorf auf Fehmarn realistisch wäre. Das Navi behauptete, in sechs Stunden und zehn Minuten wären wir da. Let's see, Navi...


    Die Szenerie am Straßenrand war traumhaft, das Herbstlaub zeigte sich von seiner schönsten Seite, wir fuhren Stunden durch gelb-orange-rot belaubte Bäume. Das Wetter auf der Hinfahrt war jedoch wirklich zum Abgewöhnen, ständig regnete es, und die Straßen waren so nass, dass die Gischt der vorausfahrenden Autos fast noch mehr nervte als der Regen.

    Wir machten eine Pipi-Tank-Pause, und wir hatten zwei Mini-Staus von je einer Viertelstunde - für einen Samstag und Beginn der bayerischen Herbstferien quasi nichts!
    Und so kam es, dass wir gegen halb vier, sechseinhalb Stunden nach dem Start, über die Fehmarnsundbrücke auf die Insel fuhren.



    Da wiederholte sich doch gleich unsere Überfahrt auf die Insel im August 2019 - da war das Wetter ähnlich grau in grau.
    Etwa 20 Minuten fuhren wir dann noch über die Dörfer Fehmarns und teilweise wirklich kleine Sträßchen nach Dänschendorf, wo gegen 16 Uhr unsere Ferienwohnung erreichten.


    Nach Beziehen der Ferienwohnung und Verteilen des Gepäcks wollten wir uns erst noch ein bisschen an der frischen Luft bewegen, die Regenpause sollte noch mindestens anderthalb Stunden anhalten, bevor wir uns ums Einkaufen kümmern wollten.

    Über den Feldweg raus aus dem Dorf in Richtung Norden spazierten wir zwischen großen Pfützen, an Feldern mit Rehen und Gänsen vorbei bis zu den Windrädern.



    Durch das Dorf mit wirklich hübschen Häuschen gings zurück. Vor allem am Spielplatz am Ententeich sahen wir erste Sturmschäden - ein großer Baum war neben die Schaukel gestürzt und hatte diese offensichtlich nur haarscharf verfehlt.

    Mit dem Auto fuhren wir in den Nachbarort Petersdorf, wo es zwei Supermärkte gibt, und deckten uns dort mit Lebensmittel für die kommende Woche ein. Als wir den ersten Laden verließen, regnete es schon wieder.

    Zurück in der Ferienwohnung gabs Abendbrot, Kaffee, und wir studierten die sehr umfangreiche Fehmarn-Infomappe in der Wohnung sowie die Wetteraussichten, um erste Aktivitäten zu planen.


    Fortsetzung folgt...

  • Sonntag, 29. Oktober


    Zum Frühstück gabs Aufbacksemmeln und den Wetterbericht. Acht Liter Regen war die Ansage, aber eigentlich alles am frühen Morgen. Noch während des Frühstücks hörte es auf zu regnen, der Himmel klarte auf, die Sonne kam raus.

    Also schnell Wasserflaschen, Brotzeit und Kamera zusammen gepackt, wetterfest angezogen und aufgebrochen.


    Wir parkten am Strandparkplatz Westermarkelsdorf, stiegen gespannt auf den Deich und hatten die Ostsee vor uns. Immer wieder toll, im Urlaub das erste Mal am Meer zu stehen. :)



    Am überwiegend leeren Strand voller toller Steine und viel vom Sturm angespülten Seetang und auch Müll spazierten wir zur Nordwestspitze Fehmarn.

    Dort erklommen wir die paar Stufen auf den "Aussichtsturm" Markelsdorfer Huk und konnte Enten, Gänse und jede Menge Kormorane beobachten.



    Am Campingplatz vorbei ging es ein Stückchen landeinwärts auf den Deich und diesem folgend zurück. Wir kamen an den beiden Leuchttürmen vorbei, dem Alten (und deutlichen schöneren) Leuchtturm aus dem Jahr 1902 und dem Neuen Leuchtturm aus dem Jahr 2020.



    Zurück am Parkplatz war das Wetter noch so toll, dass wir gar keine Regenaussitzpause daheim einlegen musste, so fuhren wir direkt weiter zum Parkplatz am Niobe-Denkmal.


    Auch hier gingen wir erstmal direkt an den Strand und folgten diesem längere Zeit Richtung Osten.



    Die ein- und ausfahrenden Fähren der Scandlines zwischen Puttgarden und Rødby kamen immer näher (vermutlich kamen in Wirklichkeit wir immer näher... ;) ) und plötzlich vermeldete mein Handy den Eingang mehrerer SMS vom Mobilfunkanbieter: Willkommen in Dänemark! Nationale Notrufnummer, geltende Handygebühren, blablabla. Okay... Ja, wir konnten die dänische Küste sehen, aber ich bin mir sehr sicher, dass wir deutschen Boden nicht verlassen haben!


    Über den Pfad durchs Naturschutzgebiet "Grüner Brink" kamen wir an den Waldrand, wo wir im wunderschönen Nachmittagsherbstlicht wieder zurück liefen. Am Horizont ein Segelboot, am Waldrand Fliegenpilze, das war schon sehr idyllisch.



    Schließlich erreichten wir den Deich und waren wenig später auch schon am Niobe-Denkmal. Der Mast erinnert an das Segelschulschiff Niobe, das 1932 nordwestlich von Fehmarn gesunken ist.

    Vom Denkmal war es nur ein Katzensprung bis zum Parkplatz, wenig später waren wir in der Ferienwohnung, wo es Kaffee und Nusskuchen gab.


    Abends kochte ich uns Nudeln mit Tomate-Ricotta-Soße, und dann waren wir einfach zufrieden ob es riesigen Wetterglücks an diesem "regnerischen Tag".

  • Ja, durchpusten hat gut funktioniert - an den ersten Tagen idyllisch bei Sonnenschein, an den letzten Tagen eher so à la raue See, gehört ja aber beides dazu, vor allem, wenn man im Oktober/November unterwegs ist...


    So, weiter gehts:


    Montag, 30. Oktober

    Die Wetter-App begrüßte uns mit "zwei Stunden Sonne heute" - der Himmel grüßte uns mit wolkenlosem Blau.

    Also schnell gefrühstückt, und dann fuhren wir mit dem Auto durch Bojendorf durch zum Parkplatz des NABU Wasservogelreservats Wallnau.

    Kurz schauten wir uns die Ausstellung im Gebäude an, doch bei dem Wetter zog es uns raus.

    Die Sicht aus den Hides - den Holzverschlägen zur Vogelbeobchtung - fand ich fast ein wenig enttäuschend. Ich denke, wir haben bei unseren Spaziergängen auf Fehmarn mehr verschiedene Vögel gesehen als hier. Vermutlich ist es zur Brutzeit anders, und mit einem leistungsstarken Teleobjektiv womöglich auch nochmal.

    Die Galloway-Rinder aber, die dort auch wohnen, waren sehr nett, das Naturschutzgebiet war im herbstlichen Sonnenlicht landschaftlich sehr hübsch, und die Blicke auf die Dörfer, Kirchtürme und den Leuchtturm ringsherum auch toll.



    Unser persönliches Highlight dort war der anschließende Besuch im Café , wo wir uns bei Milchkaffee und einmalig leckerer Apfeltorte mit Nussstreusel stärkten. Danach waren wir kurz hinterm Deich an der Ostsee, die heute ganz schön laut an den Strand rauschte.



    Zurück beim Parkplatz fuhren wir mit dem Auto noch eine Station weiter südlich zum Parkplatz Hof Flügge, wo wir eine kleine Wanderung mit zwei Etappenzielen vorhatten. Aber erstmal (anderen) Galloway-Rindern winken. ;)

    Dann folgten wir dem Deichweg am Campingplatz vorbei, rechts Rinderweiden, links Campingsplatz und Ostsee, zum Etappenziel Jimi-Hendrix-Stein.



    Kurz vor Jimi Hendrix‘ Tod spielte er hier auf dieser Wiese beim Love & Peace Festival im September 1970 sein letztes Konzert, daran erinnert der sehr cool gestaltete Stein (wenn man auch den Gitarrensaiten deutlich ansieht, dass sie ständig von Fans begrabbelt werden).

    Natürlich ging es danach an den Strand, dem wir von hier aus in Richtung Süden zum Flügger Leuchtturm im Südwesten Fehmarn folgten. Natürlich gab es wieder viele tolle Steine zu bestaunen (oder zu verzieren ;) ).



    Immer näher kamen der Leuchtturm sowie die Fehmarnsundbrücke in Sicht.

    Auf den Leuchtturm konnten wir leider nicht rauf, denn am Montag ist Ruhetag. Es wäre für uns aber keine Option gewesen, nur wegen der Leuchtturmbesteigung die Tage zu tauschen, denn am Folgetag sollte es regnen, und dann war ja November - wie so vieles ist auch der Leuchtturm nur in der Saison von März bis Oktober geöffnet.



    Über die Straße kehrten wir zurück zum Parkplatz, kamen kurz davor noch an einem äußerst kuriosen Fahrradverleih vorbei. (Ja, es gab auch handelsübliche Fahrräder, vor allem aber Mehrpersonen-Drei- und Vierräder zu leihen.)



    Auf dem Heimweg stoppten wir nochmal kurz beim Supermarkt, und daheim gabs erstmal Kaffee.

    Zum Abendessen kochte ich Nasi Goreng und dazu gabs große Freude über das doppelte Wetterglück - es sollte nicht so bleiben...

  • Dienstag, 31. Oktober


    Der Tag startete mit Regen, und viel besser sollte es auch nicht werden. Aber unser Fehmarn-Sonnensoll war ja quasi schon erfüllt.

    Auf dem Plan für heute hatten wir eh Indoorprogramm, am letztmöglichen Oktobertag fuhren wir zum Hauptort der Insel, Burg auf Fehmarn und steuerten dort den Schmetterlingspark an. Hier waren wir 2019 auch schon, und es ist immer wieder toll - auch wenn diesmal gefühlt deutlich weniger Schmetterlinge umherflatterten als vor vier Jahren.

    Nicht nur Schmetterlinge leben hier, auch vier Leguane und Zebrafinken sowie Zwergwachteln.



    Bei strömenden Regen fuhren wir danach weiter zum benachbarten Parkplatz des dänischen Supermarkts Fleggard, wo wir schon 2019 Schätze entdeckt hatten, die wir sonst nur in Dänemark kaufen können.


    Bei noch stärkerem Regen rannten wir mit den Einkäufen zum Auto und fuhren dann in die Ferienwohnung. Dort machten wir uns einen gemütlichen Nachmittag mit Kaffee, Nusskuchen, Podcasthören und Entspannen.


    In einer Regenpause später am Nachmittag spazierten wir aus dem Dorf raus an der alten Mühle vorbei Richtung Petersdorf zur ehemaligen Richtstätte Köppelbarg, einem alten Galgenberg – „Fehmarns schaurigstem Ort“ , den wir natürlich an Halloween bei Wind und Wetter zur Dämmerung besuchten.



    Es war aber kalt und sehr windig, außerdem schon recht düster, weshalb wir direkt zurück nach Hause gingen (Hotels oder Ferienwohnungen heißen bei mir im Urlaub grundsätzlich "zuhause" - falls sich wer wundert ;) ).

    Dort spielten wir Bohnanza, es gab Abendbrot und einen gemütlichen Abend im Warmen.

  • Mittwoch, 1. November


    An diesem tendenziell regnerischen Tag fuhren wir nach einem gemütlichen Frühstück in den Osten der Insel, an die Steilküste Gahlendorf. Der Pfad runter zum Strand war jedoch absolut nicht begehbar. Neben großen Haufen an Sturm-Treibgut, Seetang und jeder Menge Ästen war das, was vom Weg übrig geblieben war, so lehmig-matschig, dass ich da nicht mal mit den besten Gummistiefel-Wanderschuhen runter gekraxelt wäre. Wir folgten dem Pfad oberhalb der Steilküste, bis wir einen Weg zum Strand runter entdeckten, der besser begehbar war, und wo die Steilküste auch weniger hoch war.



    Ein wenig spazierten wir an der Wasserkante entlang, wurden aber von einem nicht geplanten Regenschauer überrascht (wir hatten im Auto extra nochmal den Regenradar neu geladen... Naja, Wetter an der Küste und so...)

    So nahmen wir die nächstbeste sichere Aufstiegsmöglichkeit zurück zum oberen Pfad und folgten diesem zurück zum Parkplatz.


    Wir hätten durchaus eine Stunde mehr an der Steilküste eingeplant, hatten aber wegen angekündigtem Regen den Nachmittag zum Bummeln in Burg auf Fehmarn geplant. So fuhren wir also zurück in die Zivilisation, parkten auf dem großen, nahezu leeren und seit 1. November kostenlosen Parkplatz und bummelten dann durch quasi alle Läden Burgs.



    Zum Mittagssnack kehrten wir in der Bäckerei Junge ein - in deren Filialen waren wir beim Ostseeküsten-Roadtrip 2019 Stammkunden gewesen, entsprechend groß war die Freude, endlich mal wieder eine besuchen zu können. Wir nahmen gleich noch Süßes für die Kaffeepause später in der Ferienwohnung mit, besuchten dann noch zwei Bücherläden, die Bernsteinhütte und kehrten danach zum Parkplatz zurück.


    Daheim gabs Kaffee und Zimtschnecke, Podcast, Bohnanza, Abendbrot und TV.

    Teaser: die Regenzeit sollte hiermit überstanden sein. ;)

  • Donnerstag, 2. November


    Es war der grauere unserer zwei verbliebenen Urlaubstage, deshalb fuhren wir heute nach dem Frühstück nach Puttgarden, wo wir wegen Off-Season wieder kostenlos parkten (und damit haben wir an diesem Tag ganze acht Euro gespart!)

    Über die Fußgängerbrücke kamen wir ins Gebäude der Scandlines Fähre und kauften unsere Fährtickets nach Rødby (genauer eigentlich Rødbyhavn) in Dänemark (in der Nebensaison für Fußgänger zehn Euro hin und zurück). Als wir so am Automaten zugange waren, kam ein Mitarbeiter vorbei und informierte uns, wir sollten dann "unten warten", er würde uns dann abholen... Ah ja, okay...

    Es gesellte sich tatsächlich noch ein dritter Fußgänger dazu, und dann sollte es spannend werden.


    Zehn Minuten später kam der Mitarbeiter wieder, wir folgten also dem Herrn in der gelben Scandlines-Jacke durch den Ausgang zu den Gleisen, um die Gleise rum, durch das Tor auf dem Hafengelände nur für Mitarbeiter, entlang der Fähren-Ausfahrt für die LKW, ließen die LKW aus der gerade angekommenen Fähre rausfahren und wurden dann durch eben dieses LKW-Deck aufs Schiff, die M/F Prins Richard, geschickt.



    Gott sei Dank schien der andere Fuß-Passagier ortskundig und wir trappelten hinterher, durch die Tür ins Treppenhaus und von Deck 2 hoch auf Deck 5. Kurz guckten wir draußen vom Panorama-Deck in alle Richtungen, und während die anderen Passagiere von ihren Autos in die Duty-Free-Läden strömten, saßen wir entspannt im Panorama-Salon.



    Nach einer Dreiviertelstunde hatten wir Rødbyhavn erreicht, konnten das Schiff hier tatsächlich ganz normal über die Gangway verlassen und spazierten dann los in Richtung Städtchen. Wir wussten vorher schon, dass Rødbyhavn ein nicht mehr sehr belebtes, sehr kleines Städtchen ist, und Rødby war uns zu weit weg.



    Wir spazierten also einmal durch das vom Verfall bedrohte Städtchen mit seinem eigenen Charme, über den Deich kurz an den "Strand" - der war dann aber wegen Tunnelbaustelle gesperrt, und der neue "Weststrand" war nochmal zwei Kilometer entfernt.



    Stattdessen gingen wir zurück Richtung Hafen und kamen noch zur kostenlosen Besucherausstellung zum Fehmarnbelt-Tunnelprojekt. Das war wirklich interessant, hier schauten wir uns im Warmen einige Zeit um.



    Schnell waren wir danach wieder beim Fährhafen, dort kam als nächstes wieder die M/F Prins Richard, mit der wir zurück nach Puttgarden schaukelten.

    Zurück in Puttgarden holten wir uns dänische Hotdogs beim Pølsevogn, bummelten dann durch den Bordershop, wo wir einerseits völlig unverhofft bei den Spielwaren günstiges Lego erspähten und eine Grundplatte für sechs Euro kauften, wo ich jedoch ein weiteres Mal erfolglos nach meiner großen kulinarischen Leidenschaft, dem Schokoriegel Yankie Lakrids Ausschau hielt. :(


    Daheim gabs Kaffee, vor dem Wohnzimmerfenster einen tollen Abendhimmel und zum Abendessen Nudeln.


  • So, nach kleiner Durststrecke mit hartnäckigen Computer-Zickereien ist hier erstmal alles wieder am Laufen (einen neuen Computer gibt es trotzdem) und es kann weiter gehen mit dem letzten ganzen Urlaubstag auf Fehmarn.


    Freitag, 3. November


    Es war unser letzter Urlaubstag, Sonne war reichlich angekündigt, das sollte dann aber doch nicht ganz so kommen.

    Wir hielten auf dem Weg zur Ostküste in Landkirchen, wo ich mir die Petrikirche mit ihren Buntglasfenstern anschauen wollte.



    Tja, die Petrikirche hat zwar nicht die inseltypischen Öffnungszeiten März bis Oktober, aber Ostern bis Erntedank, und das ist ja noch kürzer. Also keine Buntglasfenster, stattdessen fuhren wir weiter nach Staberhuk, wo ein weiterer Parkplatz seit Anfang November kostenlos war.

    Vorbei an der Radarstation kamen wir zu einem begehbaren Pfad zum Strand runter, wo sich auch schon einige Menschen tummelten.



    Eigentlich war unser Plan, am Strand so weit zu gehen, wie es eben geht, dann über einen Aufgang hoch und dann oberhalb der Steilküste weiter. Leider strandeten wir dann an einer Ansammlung großer Steine, die bis an die Wasserkante lagen, über die eher schlecht zu klettern war, und oberhalb sahen wir an der Küste einiges an Abbruch, weshalb wir dann zurück liefen, auf Höhe des Parkplatzes hoch zum Pfad und dann komplett die Runde oberhalb entlang spazierten.


    Auch dieser Pfad muss beim Sturm kürzlich teilweise abgerutscht sein, an einigen Stellen fehlten dann ein paar Meter. Wir liefen im Abstand drum herum und konnten sicher weitergehen wie etliche weitere Spaziergänger auch.



    Vorbei am Südostzipfel Fehmarns und am östlichsten Punkt Schleswig-Holsteins kamen wir zum Leuchtturm Staberhuk, der in zwei Farben gemauert ist, und die Laterne stammt vom Alten Leuchtturm von Helgoland.



    Wir folgten vom Leuchtturm aus der Straße zurück zum Parkplatz und fuhren noch ein Stückchen weiter auf die Tiefe-Halbinsel. Im Sommer muss hier Highlife sein, mit Hotelhochhäusern, Ferienbungalows, Yachthafen und Badestrand, aber Anfang November war wenig los.



    Am Strand sammelten Bagger die Berge an Seetang ein und verluden sie zum Abtransport, und im Wasser waren Kite-Surfer unterwegs. Wir liefen bis zur Mole und diese entlang zur Promenade. Diese brachte uns rundherum wieder zum Yachthafen.



    Vom Aussichtsturm Utkieker aus schauten wir einmal in alle Richtungen, und dann hatten wir nochmal großes Glück.

    Der Zirkuswagen der Tortenbotschaft Fehmarn war noch da - wir hatten in einer Reportage von Anja Neumanns Kuchenverkauf erfahren - und dass sie das bis Ende Oktober macht. Nun, am 3. November 2023 war der Wagen da, Anja auch, Kuchen auch.



    Mit leckerem Kuchen im Bauch gingen wir zurück zum Auto, fuhren tanken und zurück zur Ferienwohnung, wo wir Kaffee kochten und später schon mal anfingen mit Aufräumen und Packen. Abends gabs Tortelloni mit Karotten und Brokkoli in Käsesahnesoße und einen gemütlichen Fernsehabend.

  • So, und noch das Finale:


    Samstag, 4. November


    Bei strahlend blauem Himmel frühstückten wir ein letztes Mal in der Ferienwohnung, bereiteten unseren (im Vergleich zur Hinfahrt stark reduzierten) Proviant vor, packten dann das Auto und verabschiedeten uns von Dänschendorf. Um 9 Uhr saßen wir wieder im Auto, wieder meinte das Navi, sechs Stunden elf Minuten Fahrt bis zum Ziel, bis Würzburg.



    Nun gabs Fehmarnsundbrückenfotos bei blauem Himmel - viel schöner. Wir sahen die Teststrecke eHighway Schleswig-Holstein, hörten viele Podcast-Folgen von Barbara Schöneberger und Michael Mittermeier, hatten wieder zwei Mini-Staus, diesmal zwei getrennte Pipi- und Tankpausen und waren wieder nach sieben Stunden Fahrt um 16 Uhr daheim.


    Wie schön das war, zwischen Sommer und Weihnachten/Jahreswechsel nochmal so richtig rauszukommen, und - zwei Tage Regen hin oder her - was für ein Wetterglück wir hatten mit diesen tollen zwei ersten Tagen.

    Eine tolle Insel ist das, die auch im Herbst reichlich Aktivitäten für eine Woche oder mehr bietet. Sehr schön wars!

  • Vielen Dank für den interessanten Bericht. Ich war noch nie auf Fehmarn und kenne die Insel nun so gut, als sei ich schon oft dorthin gereist. Beim Lesen Deines Berichts kommt es mir so vor, als seist Du mindestens einen Monat dort gewesen, soviel hast Du dort gesehen und an uns weitergegeben! Danke.

  • Auch ich sage dankeschön für den schönen Bericht 😍👍


    Wir waren zur gleichen Zeit (wenn auch eine Woche vor euch schon gestartet😉) in Zingst.

    Das machen wir seit ein paar Jahren, Ende Oktober/Anfang November an die Ost-oder Nordsee.

    So richtig die Seele durchpusten lassen ohne riesige Urlauberströme. Auch wenn manche Sachen schon geschlossen sind 🤷🏻‍♀️

    Es tut aber so richtig gut😊

    Liebe Grüße
    little.point Claudia


    :ilhr:


    Meine Reiseberichte: siehe Profil

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