Eine Doppelreise mit der MS Havila Pollux v. 25.02.-20.03.24

  • Sonntag, 03.03.24 -Fortsetzung





    Vor Vardø steigt die Spannung. Ob die Vögel schon zurück sind?

    Enttäuschung: Keine Vögel auf dem Wasser, als wir uns dem Ort nähern.

    Aber dann: In der Luft wimmelt es nur so vor Lummen, und die Brutplätze auf dem Felsen sind schon ausgebucht.

    Ob die Papageitaucher schon angekommen sind, kann ich nicht erkennen. Sie brüten in etwas tiefer gelegenen Erdhöhlen.

    Ich war schon einige Male auf der Insel, grüße leicht wehmütig hinüber und schwelge in schönsten Erinnerungen.





    Die Vogelnsel steht unter Dauerbeobachtung!

    Die beiden hölzernen Birder sind das Werk eines russischen Künstlers.





    Montag, 04.03.24



    Hammerfest begrüßt uns in schönstem Licht.





    Der Øksfjordjølkul ist vom Hafen aus sichtbar, besser noch über dem Trogtal etwas außerhalb des Ortes.

    Darauf weist uns Hild, eine der Reiseleiterinnen, hin. Während der gesamten Reise erklärt sie immer wieder per Durchsage ausführlich alle Schiffsbegegnungen und Sehenswürdigkeiten, so dass ich mich bestens informiert fühle, auch wenn ich die Vorträge nicht besuche. Über den Gletscher spricht sie besonders engagiert, denn hier ist ihre Heimat.





    Viele Grüße

    omlia :o-smile


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  • omlia - du folgst mir mit Siebenmeilenstiefeln und zeigst dabei alles, was ich aus übersehen habe, mangels langem Tele nicht erreichen konnte oder was ich aus Gründen der Bilderzahl streichen musste :o-thumbsub

    Auf die Vogelschwärme vor Vardø wurde ich erst aufmerksam, als jemand sagte, Was ist denn das?, und da war's schon zu spät. Wie gut, dass du da schneller warst!

    Viele Grüsse, Albatross
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  • Albatross, eigentlich wollte ich nur einen Bericht von der zweiten Runde schreiben, aber dann haben sich manche Fotos geweigert, im Archiv zu verstauben, und zum Glück gab es auch ein paar Lücken, in die ich hineinschlüpfen konnte.


    Viele Grüße

    omlia :o-smile


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  • Doppelreise könnte ich bei dieser 'Tour vielleicht auch; aber nicht in einer Innenkabine. 22 Tage nachts ohne Verbindung nach draußen! Das wäre ein Horror für mich.

    Da hätte ich dir vor einiger Zeit noch zugestimmt, aber seit ich die Innenkabinen auf Deck 7 mit schnellem Zugang zu den rechten, linken und hinteren Außendecks entdeckt habe, und es außerdem die ausgezeichnete Bugkamera gibt, genieße ich die gemütliche Höhle zum Ausatmen. Und weil mit zunehmendem Alter die Zahl der jährlichen Reisen zunimmt, ist es auch eine Preisfrage.


    Sterna paradisaea, dass die Papageitaucher zutraulich sind, kann man auch anderswo erleben, aber dass sich auch die Kormorane, Krähenscharben, Trottellummen, Tordalke... von menschlichen Besuchern nicht stören lassen, empfinde ich als geradezu paradiesisch! Wenn allerdings der Adler von der Nachbarinsel einschwebt, ist es mit der Ruhe vorbei und tausende Vögel fliehen aufs Meer hinaus.

    Dein Avatarvogel nistet übrigens direkt am Hotel in Vardø, bequem vom Fenster aus zu beobachten.


    Viele Grüße

    omlia :o-smile


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  • Dienstag, 05.03.24


    Schon wieder ein Tag ohne ein einziges Wölkchen am Himmel!





    Bei Risøyhamn liege ich mit meinem Tele auf der Lauer, aber nur wenige Vögel lassen sich blicken.





    Im Risøysund regt sich kein Lüftchen. Das Schiff gleitet fast lautlos dahin.

    Eine dünne Eisschicht hat sich gebildet. Im spiegelglatten Wasser stehen die Berge Kopf.
    Was für ein Erlebnis!





    Meine Lieblingsinsel im schönsten Licht!




    Vor der EInfahrt in den Raftsund verabschiedet sich die Sonne, dann ist sie hinter den hohen Bergen verschwunden.

    Beim seitlichen Blick in den Trollfjord beginnt schon die blaue Stunde.




    Die Bedingungen für Nordlicht sind eigentlich gut, aber es schickt nur einen Minigruß!




    Viele Grüße

    omlia :o-smile


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  • Die dünne Eisschicht habe ich verpennt, wie gut, dass du aufgepasst hast! Ja, dieser Hauch von Nordlicht war etwas enttäuschend, aber der Tag war so schön, dass das alles Meckern auf allerhöchstem Niveau ist :o-biggrin

    Viele Grüsse, Albatross
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  • Mittwoch, 06.03.24



    Das Wetter bleibt uns treu. Ørnes im frühen Morgenlicht.




    Wir biegen ab auf die Gute-Wetter-Route nach Selsøyvik, einem alten Handelsplatz.




    Albatross weist mich auf das Freiluft-Badezimmer hin und auch darauf, dass der Duschkopf verschwunden ist.

    Wer da wohl am Werk war?




    Meine Lieblingseinfahrt nach Brønnøysund mit Lieblingsbrücke!




    Schönstes Abendlicht beim Ablegen.





    Meine Kamera wünscht sich ein paar Wolken am Himmel.

    Mal sehen, ob sie morgen erhört wird.



    Viele Grüße

    omlia :o-smile


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  • Donnerstag 07.03.24


    Der Himmel leuchtet weiter in schönstem Blau, trotzdem hat die Kamera im Trondheimfjord und auf dem Weg nach Kristiansund Pause: Sonnen an Deck auf einem der vielen bequemen Stühle, Liegen oder Sofas (!), Gespräche mit netten Mitreisenden,...



    Wir lassen die Brücke links liegen und laufen durch den Markussund ein.

    Der Schlauchbootfahrer hat uns schon erwartet und reitet auf unseren Wellen.

    Das kenne ich nur von Bodø, wo junge Laute öfter mit ihren schnellen Motorbooten über die Wellen des Schiffes jagen.




    Wir werden ja bestens mit Durchsagen über Schiffsbegegnungen und Orte versorgt, aber diese ist doch ungewöhnlich.

    Der Dreimaster, auf den wir zufahren, ist neu und gehört unserer Reiseleiterin Kari und ihren Freunden und Familie. Sie haben das Schiff wirklich selbst gebaut, wie mir Kari später bestätigte. :o-thumbsub




    Freitag, 08.03.24


    Goldiger geht es kaum! Stabben Fyr strahlt ganz ohne Leuchtfeuer, und unser Schiff wirft seinen Schatten auf die Insel vor Florø.



    Als ich de ersten Schafe auf der Weide entdecke, kommen Frühlingsgefühle auf.



    Spieglein, Spieglein...






    Fortsetzung folgt.


    Viele Grüße

    omlia :o-smile


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  • Was für ein Licht! Was für tolle Farben und super gut eingefangene Motive

    Das Kompliment gebe ich sehr gerne an dich weiter für deinen stimmungsvollen Bericht mit vielen tollen Bildern auch von blauen Stunden. Die habe ich auf meiner Reise etwas vermisst. Was doch 10 Tage für einen Licht-Unterschied machen!


    scheußliche Häuser

    Terrassenhäuser haben bei mir ein "Stein im Brett". Wir sind damals von Castrop zu dem ersten Wohnhügelhaus Europas in Marl gepilgert und waren begeistert. So innovativ ist das in Kristiansund nicht, aber sooo scheußlich doch auch nicht. :o-wink


    Viele Grüße

    omlia :o-smile


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  • Freitag, 08.03.24 - Fortsetzung


    Während die gepackten Koffer sich vor den Fahrstühlen stapeln, die Kabinen geräumt sind und die Passagiere sich ein gemütliches Plätzchen suchen, habe ich rein gar nichts zu tun. Nur meine Kabinenkarte muss ich neu codieren und die beiden Borguthaben der zwei Touren zusammenlegen lassen. Das erste ist nämlich bisher nur durch ein Begrüßungsbier mit Albatross leicht angekratzt. Alles schnell erledigt, kein Problem, oder doch? Das Verwenden des Guthabens von fast 5000 NOK wird mich noch beschäftigen. Aber davon später mehr.

    Abschied von Albatross und einigen Mitreisenden, und im Nu bleibe ich allein auf einem Geisterschiff zurück. Aber zum Gruseln bleibt keine Zeit, denn meine Freundin Maria kommt an Bord, bevor die neuen Passagiere eintreffen. Ich entwickle leichte Schlossherrin-Gefühle, als ich sie über das Schiff führe. Maria ist beeindruckt von den grpßzügigen öffentlichen Bereichen, dem Restaurant, den Suiten...., aber meine gemütliche Innenkabine gefällt ihr auch.


    Das gefällt uns auch, sogar sehr:


    Wir sitzen noch gemütlich bei Kaffee und Kuchen, da kommt Baldur vorbei. Zum zweiten Mal treffen wir uns zufällig auf einer Reise. Wie schön! :o-thumbup

    Ich liege schon im Bett und denke darüber nach, ob mir die zweite Reise wirklich gefallen wird, ob ich nicht zuviel vergleichen, mich vielleicht sogar ein wenig langweilen würde, ob mir das Essen nach zwei Runden noch immer so gut schmecken würde, da werde ich unsanft aus meinen Gedanken gerissen: NORDLICHT! Das fängt ja gut an, schon kurz nach Bergen! :o-thumbsub :o-thumbsub




    Was für ein wunderschöner Auftakt! :o-thumbsub


    Viele Grüße

    omlia :o-smile


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  • Hermine, das ist auch meine Lieblingsstrecke. Wie sie sich wohl bei der zweiten Runde zeigt? Ganz, ganz anders, soviel kann ich schon verraten!



    Samstag, 09.03.24


    Mathilda, die Restaurantchefin, die manche von euch vielleicht von der MS LOFOTEN kennen, hat ein Herz für Einzelreisende und bittet die, die wollen, an einen großen runden Tisch. Hier wird es international: Brasilien, Schweden, Norwegen, Schweiz und Deutschland. Interessante Gespräche entstehen mit liebenswerten Menschen, auch mit Ecken und Kanten. Unser Tisch leert sich erst, wenn wir freundlich hinauskomplimentiert werden.

    Im Gegensatz zur ersten Reise, bei der ab Trondheim eine größere deutsche Gruppe mit zwei Bussen anreiste, sind erst einmal hauptsächlich Individualreisende unterwegs, wirklich aus der ganzen Welt. Unser Tisch am ersten Abend in Bergen: Australien, Tasmanien, USA, Kanada, Großbritannien, Niederlande. Mir fällt auch auf, dass der Altersdurchschnitt im Vergleich zu früheren Reisen deutlich niedriger ist.


    Das gibt's ja nicht!

    Der Wind schläft, die frühe Morgensonne wirft mildes Licht auf Land und Meer,....




    ...kitzelt in Torvik den Baum aus dem WInterschlaf,....



    ..und lässt Ålesund in Licht und Gegenlicht leuchten.




    Da hält es mich nicht an Bord, und die Ålesunder auch nicht. Das Café beim Anleger hat seinen Außenbereich geöffnet, und Jung und Alt genießen das Bad in der Frühlingssonne.




    Zum Glück bin ich noch nicht im Bett, als kurz nach Ålesund das nächste Nordlicht angekündigt wird.

    Für kurze Zeit wimmelt es an Deck, und die Handys sind im EInsatz, dannn veschwinden die oft leichgekleideten Mitreisenden wieder ins Innere, auch, weil sie nicht wissen, dass das Auge das Nordlicht nicht so grün wahrnimmt wie die Kamera.

    Sie sind enttäuscht von dem weißen Schleier. "Das soll alles sein? Wir sind doch nur wegen des Nordlichts unterwegs", höre ich immer wieder.



    Nach zwei Stunden, gegen 22.30 Uhr, verblasst das Grün, und mein Bett ruft nach dem langen Tag.


    Im ersten Tiefschlaf werde ich nach Mitternacht unsanft geweckt: NORDLICHT!

    Soll ich, sioll ich nicht? Es braucht einige Überwindung, aber ich stehe noch eine Stinde lang draußen.

    Das Nordlicht verändert sich kaum, aber einmal erwische ich eine Spur. Könnte es eine Sternschnuppe sein?



    Jetzt aber engültig in die Waagerechte, denn schon um 7 Uhr wartet mein Frühstück auf mich.


    Viele Grüße

    omlia :o-smile


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