Wiege des Fado, Intensivbesuch – Lissabon vom 5. bis 21. März 2024

  • Dienstag, 19. März 2024



    Als ich heute zum Frühstück komme, ist der Raum übervoll und alle Tische, bis auf einen Tisch für vier Personen, der gerade von den Überresten der Gäste zuvor gereinigt wird, sind besetzt. Als ich mich an diesen Tisch setzen will, verlangt die Dame des Personals, die hier gerade abwischt, ich solle einen kleineren Tisch suchen, dieser sei doch für vier Personen. :pillepalle:

    Nun ist weder eine kleinerer Tisch frei, noch warten irgendwo vier Personen auf einen Tisch. Daher ignoriere ich die Dame und nehme an dem Tisch Platz. Die Dame meckert nun noch eine Zeitlang auf portugiesisch, was ich aber einfach ignoriere :whistle3: . Einem Gast den einzigen freien Platz zu verweigern geht nun überhaupt nicht, oder hat die Dame geglaubt, ich würde mich nun minutenlang hinstellen und irgendwo auf einen weiteren freien Platz warten :nono: . Wenig später werden auch mehrere große Tische frei, bevor weitere Gäste zum Frühstück kommen, also was soll das. :dash:



    Zuerst möchte ich mich heute vergewissern, ob es wirklich die FUNCHAL ist, die ich vorgestern unten am Kai gesehen habe. Dazu verlasse ich gegen 9 Uhr das Hotel und gehe zur Metrostation Rossio. Von hier nehme ich die blaue Linie und fahre die wenigen Station bis Santa Apolónia, der Endstation der blauen Linie am Tejo-Ufer.



    Von der Metrostation aus muss ich noch ein gutes Stück die Rua da Cintura do Porto de Lisboa entlang laufen, bis ich mich dem Schiff nähere. Es ist, wie erwartet, die am 10.02.1961 vom Stapel gelaufene FUNCHAL, die hier am Kai liegt :search: . Das schöne, 152,65 m lange und 10.031 BRT (nach dem Umbau 1972/73, bei dem auch die Getriebeturbinen gegen Dieselmotoren ausgetauscht wurden) große Schiff ist inzwischen vollkommen weiß gestrichen und es wird auch sichtbar an dem Schiff gearbeitet, immerhin ein gutes Zeichen für das zweitälteste, noch existierende Kreuzfahrtschiff. :good3:



    Ich gehe zurück zur Metro und fahre mit der blauen Linie bis zur Station Aventin. Ich möchte einen Blick in den Parque Mayer werfen, den sw-fuzzy beschrieben hat. Von der Station sind es nur wenige Meter, dann führt die Travessa do Saltire zum Parque Mayer. Leider sieht es hier immer noch so trostlos aus und nichts deutet auf mögliche Renovierungen hin. :fie:



    Ich gehe weiter und lande am Jardim Alfredo Keil ou da Praça da Alegria, an dem ich letzte Woche schon war. Auf der anderen Seite des kleinen Parks steht auch erneut wieder der schöne Triumph TR4A :ok: . Dieser Typ wurde nur von 1965 bis 1967 gebaut und ist an den Fahrtrichtungsanzeigern auf dem Kotflügel von den ursprünglichen TR4 zu unterscheiden.



    Vom Jardim Alfredo Keil ou da Praça da Alegria spaziere ich die Rua da Glória herunter und stoße auf den gleichnamigen Elevador. Mit diesem Schrägaufzug fahre ich wieder zu meinem Lieblingsaussichtsplatz hinauf, auf dem ich mich eine Zeitlang niederlasse :dance3: . Danach spaziere ich die Rua de São Pedro de Alcântara hinunter und lande auf dem Largo Trindade Coelho.

    Hier steht die, von außen eher unscheinbare, Igreja de São Roque.



    Die in der zweiten Hälfte des 16.Jahrhunderts entstandene Kirche hat die wohl wertvollste Innenausstattung aller Kirchen von Lissabon. Auffällig ist die bemalte Holzdecke, für deren Abstützung Balken aus Deutschland eingeführt wurden.

    Fast ein wenig überladen wirkt die Kirche mit all ihrem Prunk. :pleasantry:



    Direkt vor der Kirche steht die Staue des Padre António Vieira, der zur portugiesischen Kolonialzeit als Missionar in Brasilien tätig war :hmm: . Mitten auf dem Platz eine Figur eines Losverkäufers, O Cauteleiro, vor einem kleinen, inzwischen gut frequentierten Kiosk.



    Vom Largo da Trindade bummle ich die Rua da Misericórdia hinunter und lande auf dem Praça Luis de Camoes, den ich ja schon kenne. In der Rua Garett werfe ich noch einmal einen Blick in die Igreja de Nossa Senhora dos Mátires.



    Gleich neben der Kirche, an der Ecke zur Rua Anchieta, befindet sich die älteste Bücherei von Lissabon, die Livraria Bertrand. Viel sehen davon kann man aber zur Zeit nicht, da sich genau vor der Bücherei eine Baustelle befindet und mich der kleine Bagger schon anhupt :threaten: , als ich ein schnell eine Aufnahme ins Innere der Bücherei mache.

    Über die Rua do Carmo nehme ich nun den Weg zurück ins Hotel.



    Nach dem Mittagessen fahre ich am späten Nachmittag mit der Metro zum Cais do Sodre und spaziere von da aus am Ufer entlang. Welchen Zweck die kunstvoll bemalten und zu Figuren aufgetürmten Steine am Ufer erfüllen, kann ich leider nicht heraus bekommen, aber es gibt doch einige davon. :pardon:



    Ich nehme die Uferpromenade bis etwa zu dem Fährterminal und wende mich dann wieder vom Ufer ab. Am Largo José Saramago lasse ich mich in einem mit Pata Negra Steakhouse &Tapas bezeichneten Restaurant nieder. Das Essen war jetzt nicht ganz schlecht, aber auch nicht wirklich etwas Besonderes :blush2: . Danach werfe ich noch einen Blick in die Igreja de Nossa Senhora da Conceição Velha. Über die Rua da Madalena gelange ich dann wieder von der Seite an mein Hotel.



    Nach der Nacht folgt der nächste Tag .. :o-sleeping

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
    - Susan Sontag -


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  • Mittwoch, 20. März 2024



    Kurz nach 8 Uhr an diesem Morgen, kann ich online bei der Lufthansa für den Rückflug einchecken. Wie gestern mit der Rezeption verabredet, schicke ich die Bordkarte per Mail als pdf zur Rezeption, damit man mir diese dort ausdruckt. Ich habe die Bordkarte zwar auch online, nehme aber immer gerne zur Sicherheit ein Papierexemplar mit.

    Nach dem Frühstück, heute musste ich sogar einige Minuten auf einen freien Tisch warten, so voll ist das Hotel inzwischen, hole ich mir die Bordkarte an der Rezeption ab. :hut:



    Um 9:15 Uhr verlasse ich das Hotel und gehe zur Metro-Station Rossio. Ich will heute wieder über den Tejo nach Cacilas und die dort die alte Fregatte besichtigen. Für den frühen Nachmittag habe ich ja dann die Reservierung im Ponto Final, wo ich dann gemütlich den letzten Urlaubstag hier beschließen will :good3: . Daher fahre ich mit der Metro wieder zum Cais do Sodre.



    Hier löse ich erneut ein Return-Ticket nach Cacilas und wundere mich, dass es heute nur 3,50 € kostet, da hat man mir letzte Woche wohl den falschen Preis berechnet :hmm: . Die Überfahrt dauert nicht lange und um 10:15 Uhr stehe ich bereits an der Kasse zur Fregatte. Der Seniorenpreis, abzüglich des Lisboacard-Rabattes beträgt gerade mal zwei Euro und ich bin der erste Besucher hier.



    Auf dem schönen, alten Schiff gibt es eine Art Rundweg, der durch die einzelnen Decks nach unten und an der anderen Seite dann wieder nach oben führt. Mit lebensgroßen Puppen sind viele Szenen des alltäglichen Bordlebens dargestellt. Einzelne Bereich sind mit großen Plexiglaswänden abgesichert.



    Die Fragata Dom Fernando II é Glória wurde nach dem Ehemann der Königin Maria I. von Portugal, Ferdinand von Sachsen-Gotha, benannt. Gebaut wurde das Schiff im indischen Goa auf der Damão-Werft, wo es 1843 vom Stapel lief. 1845 fand die Jungfernreise von Goa nach Lissabon statt.



    Das Schiff war mit 50 Kanonen bestückt, 28 auf dem Geschützdeck, 22 auf dem Hauptdeck und hatte, je nach Zweck der Reise zwischen 145 und 379 Mann Besatzung. Bei Überfahrten mit Kolonisten konnten so auch mal 650 Personen an Bord sein. Mit seiner Länge von 86,75 m war das Schiff mit 1849,16 ts vermessen und hatte eine Segelfläche von 2052,21 m² (Vollschiff-Takelung).



    An Bord befinden sich auch mehrere Touch-Monitore, die Kindern die Schiffsgeschichte und das Leben in der Vergangenheit näher bringen. Das Museum bietet auch spezielle, eineinhalbstündige Führungen für Kinder an. :ok:



    1878 beendete das Schiff den aktiven Seedienst und diente von da an bis 1938 als Artillerie-Schulschiff. Danach benutzte man das Schiff lange Jahre als Schul- und Wohnschiff für Jungen ärmerer Familien.



    Ich gelange nun wieder aufs Oberdeck. Auch das Wetter spielt heute mit, die Sonne scheint aus einem strahlend blauen Himmel. Nur wenige Besucher sind heute bisher hier, so kann man das Schiff quasi völlig ungestört besichtigen.



    Im Jahr 1963 zerstörte ein Feuer große Teile des Schiffes und es lief in der Tejo-Mündung Mar da Palha auf morastigen Grund. Erst 1992 wurde das Schiff gehoben und nach Aveiro ins Schwimmdock gebracht. Hier wurde das Schiff restauriert und wieder in den Zustand von 1850 gebracht.



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    Zur EXPO 1998 wurde das Schiff dann als Museumsschiff der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

    Die Informationen zu dem Schiff stammen aus der kleinen Broschüre, die man an der Kasse bekommt, aber größtenteils aus dem Buch: Die letzten großen Segelschiffe von Otmar Schäuffelen, Delius Klasing Verlag – ISBN 3-7688-0483-6. :pleasantry:



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    Meinen Rundgang auf dem Schiff habe ich nun beendet und verlasse es wieder. Ich habe ja noch reichlich Zeit, es ist erst kurz vor 11 Uhr, also schaue ich mir das Schiff nun noch von außen genau an. Hier sind auch viele der Bordgeschütze ausgestellt.



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    Die Fregatte wurde in ihrer aktiven Zeit hauptsächlich auf Fahrten zwischen Portugal, Madeira und den Azoren, sowie im Verkehr mit Afrika und Indien eingesetzt. In dieser Zeit lege das Schiff über 100.000 Seemeilen zurück.



    Ich verlasse nun wieder den Museumsbereich und werfe noch einen Blick von außerhalb auf das Schiff. Das nebenan liegende U-Boot U-164 Barracuda, ein französischer Schiffstyp, der aber auch von den Portugiesen eingesetzt wurde, kann man noch nicht besichtigen, da es noch restauriert wird. Das Boot von 1968 war bis 2010 noch in Betrieb.



    Zuerst spaziere ich nun zum Ufer und werfe einen Blick auf Lissabon gegenüber. Da ich noch reichlich Zeit habe, entschließe ich mich zu einem Bummel durch die engen Gassen von Cacilhas. Einen Blick in die kleine Igreja de Nossa Senhora do Bom Sucesso lasse ich mir nicht nehmen. Sie befindet sich in der Rua Cândido dos Reis, die scheinbar nur aus Restaurants zu bestehen scheint.



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    Zwischen all den Restaurants wirkt die kleine Kirche ein wenig verloren und man könnte sie glatt übersehen. Wobei die Namen einiger Restaurants mich überlegen lassen, ob ich hier wirklich einkehren würde. :fie:


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    Dann wird es Zeit zum Restaurant Ponto Final zu gehen. Am Ufer entlang erreiche ich das Restaurant nach gemütlichen 15 Minuten, kurz vor 14 Uhr. Doch zu meinem Erstaunen und Ärgernis will dort niemand etwas von meiner Reservierung wissen :nono: . Man würde grundsätzlich nie für 14 Uhr Reservierungen annehmen, ich könne aber gerne warten, in ca. 30 Minuten sei bestimmt wieder ein Tisch frei. Gehts noch! :pillepalle: Was für ein Sch**ßladen. :dash:


    Ich gehe zurück, ziemlich verärgert darüber, dass man mir den letzten Tag hier so versaut. Im Ort finde ich schnell ein Restaurant und esse dort trotzdem gut und lecker und sicherlich auch kostengünstiger. Dies hebt meine Laune dann doch wieder. :dance3:



    Während des Essens kommt heftiger Wind auf und man räumt sicherheitshalber die großen Sonnenschirme weg, da diese sonst wohl bald auf dem Tejo schwimmen.

    Bevor ich zurück auf die Fähre nach Lissabon gehe, kaufe ich mir noch Erdbeeren, die an einem Stand vor dem Terminal verkauft werden. :search:


    Am Nachmittag dann, als ich wieder im Hotel bin, beginne ich in aller Ruhe meinen Koffer zu packen. Ich möchte so wenig wie möglich im Handgepäck haben und packe vieles nun in den Koffer. Mit der kleinen Kofferwaage komme ich dann aber doch auf fast 34 kg und muss doch einiges wieder aus dem Koffer raus nehmen. :blush2:


    Da ich relativ spät zu Mittag gegessen habe, stellt sich am Abend kaum Hunger ein und mit den letzten, vor einigen Tagen gekauften, Müsliriegeln bin ich gut satt.



    Nach der Nacht folgt der letzte Tag .. :o-sleeping

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
    - Susan Sontag -


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  • Donnerstag, 21. März 2024



    Nun ist er also da, mein Abreisetag von Lissabon. Da mein Flug erst mit Abflug um 14:10 Uhr Ortszeit geplant ist, habe ich ausreichend Zeit heute. So wird natürlich nach dem später Aufstehen zuerst mal ausgiebig geduscht. Der Frühstücksraum ist wieder übervoll und ich habe aber Glück und erwische gleich einen Tisch, der gerade frei wird.



    Zurück auf meinem Zimmer packe ich die letzten Kleinigkeiten in meinen Koffer. Das Wetter ist heute weit besser, als zu meiner Ankunft vor 14 Tagen. Ich werde heute auch mit dem Taxi zum Flughafen fahren, noch einmal will ich mir die Kofferschlepperei über der langen Treppen der Metro-Stationen nicht antun. Da immer ausreichend Taxis vor dem Hotel warten, muss ich keines vorab ordern. :dance3:


    Gegen 11:45 Uhr verlasse ich mein Zimmer und zahle an der Rezeption noch die Reinigung dreier Hemden und eine Flasche aus der Minibar am ersten Tag. Danach suche ich mir ein Taxi vor dem Hotel. Der Taxifahrer hat sichtlich Probleme, meinen 32 kg Koffer in den Kofferraum zu wuchten, ich helfe ihm vorsichtshalber dabei.



    Wir fahren vom Hotel ab und durch den starken Verkehr benötigen wir gut 20 Minuten zum Flughafen. Dafür verlangt der Taxifahrer gerade mal knapp über 10 Euro, als er mich am Flughafen absetzt :good3: . Der Koffer ist schnell eingecheckt und schon kurz nach 12:30 Uhr habe ich die Sicherheitskontrolle passiert.


    Es scheint die Hauptabflugzeit hier in Lissabon zu sein, da der Flughafen richtig gut besucht ist und ich in der großen Halle erst noch nach einem freien Platz zum Warten, bis das Gate angezeigt wird, suchen muss :search: . Rund 10 Minuten bevor die große Übersichtstafel dies nun anzeigt, bekomme ich eine Mail der Lufthansa mit dem Gate und mache mich auf den Weg.


    Als Mitglied der Boarding-Gruppe 2, eine Gruppe 1 gibt es nicht, bin ich der erste beim Boarding nach den Passagieren mit kleinen Kindern und denen mit Handicap. Wir müssen allerdings noch ein wenig vor der Passagierbrücke warten, da zuerst ein Gefangener in Polizeibegleitung hinten ins Flugzeug einsteigt, wie wir sehen können. :pleasantry:


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    Dann dürfen auch wir hinein und ich muss nicht lange suchen, um meinen Platz 1 A zu finden. Schnell füllt sich nun der Flieger und der Flugkapitän teilt uns mit, dass wir mit einer kleinen Verspätung starten werden. Dann lösen wir uns vom Gate und rollen über die Taxiways zur Startbahn. Um 14:25 Uhr starten wir von Lissabon.



    Entlang des Tejo schrauben wir uns langsam auf Reisehöhe. Die Orte unter uns werden immer kleiner und bevor wir in die Wolkenschicht eintauchen sehe ich noch die Ponte Marechal Carmona bei Vila Franca de Xira. Danach ist erst mal Schluss mit der Sicht und wenig später wird auch das Menü serviert.



    Erst als wir uns schon über dem Norden Spaniens befinden, reißt die Wolkendecke unter uns auf. Dadurch sind wenig später die Pyrenäen gut sichtbar, die teils noch mit reichlich Schnee bedeckt sind. Der Flug ist richtig angenehm und die Flugbegleiter der Lufthansa super freundlich, da macht Fliegen richtig Spaß. :ok:



    Kurz hinter Lyon dringen wir in den Schweizer Luftraum ein. Bald schon kann ich den Genfer See unter mir erkennen. Auch der Lac de Neuchâtel, der Neuenburgersee, ist schwach im Dunst sichtbar.



    Bevor sich danach die Bewölkung wieder einstellt und jegliche Sicht verhindert, kann ich deutlich die Westseite des Bodensees erkennen. Dann befinden wir uns in hohen Wolkenbergen. Wir haben unterwegs viel Zeit gut gemacht und werden sogar überpünktlich in München landen.


    Hier rollen wir ans Gate und warten auf das Anlegen der Passagierbrücke. Der Flugkapitän teilt uns jetzt aber mit, dass es zuvor hier ein heftiges Gewitter gegeben hat und daher das Bodenpersonal die Arbeit komplett eingestellt hat, wodurch es noch etwas dauern könnte. :pardon:


    Ich unterhalte mich mit dem Flugbegleiter, der mir mitteilt, dass es in der Vergangenheit einige Unfälle mit Bodenpersonal und Blitzschlägen gegeben hat, weshalb aus Sicherheitsgründen dann die Arbeit eingestellt wird. Auch erfahre ich von ihm, dass der Gefangene, der in Lissabon in Polizeibegleitung an Bord kam, zu einem Gerichtstermin überführt wird.


    Nach gut 40 Minuten wird endlich die Passagierbrücke an den Flieger gefahren und wir können diesen verlassen. Meine geplante Rückfahrt mit dem Regionalexpress um 19:16 Uhr werde ich definitiv nicht mehr bekommen, daher macht es auch wenig, wenn auch die Kofferausgabe verzögert startet. :hmm:


    Immerhin ist mein Koffer einer der ersten, die auf dem Band erscheinen und ich erreiche den S-Bahnhof unter dem Flughafen München gegen 19:30 Uhr. Hier herrscht auch totales Chaos :wacko1: , und die Menschen irren auf dem Bahnsteig herum. Permanent wird über die Lautsprecher darauf hingewiesen, dass die S8 zur Zeit gar nicht fährt. Für die einfahrende S1 wird darauf hingewiesen, nicht einzusteigen, da diese hier endet. Trotzdem steigen Leute ein und tatsächlich fährt die S1 dann auch regulär ab.


    Viele Passagier steigen in die S1 ein, wechseln dann zu der auf dem anderen Gleis stehenden S8 und als diese dann doch nicht losfährt, wieder zurück in die nächste S1.


    Mein Regionalexpress nach Landshut kommt aber pünktlich und fährt auch dann pünktlich um 20:16 Uhr ab. So bin ich kurz vor 21 Uhr in Landshut und 10 Minuten später wieder zu Hause. :good3:



    Nach dem Reisebericht folgt noch ein ausführliches Fazit der Reise. :grumble:

    Gruß Jobo,


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  • Fazit



    Diesmal fällt mir das Fazit ein wenig schwer. In der „Stadt des Lichts“ gab es nämlich nicht nur Licht, sondern durchaus auch Schatten, aber der Reihe nach.


    Reisezeit


    Das Lissabon touristisch zur Zeit sehr hoch im Kurs steht, war mir bewusst. Deshalb habe ich extra diese frühe Jahreszeit, März, noch vor Ostern, gewählt. Trotzdem war ich schon überrascht, dass bereits zu dieser Zeit, die ja eigentlich noch nicht mal richtig Nebensaison ist, eher Vor-Nebensaison (falls es so etwas gibt) die Stadt schon so, regelrecht überhäuft mit Touristen war, zumindest bei den Sehenswürdigkeiten und Attraktionen.


    An- und Abreise


    Flüge: Ein dickes Lob an die Lufthansa. Sowohl die Vorverlegung des Hinfluges, wie auch die Erstattung der Mehrkosten dadurch, wurden schnell und problemlos von der Lufthansa abgewickelt. :thumbup:

    Die Flüge selbst waren sehr angenehm, die Flugbegleiter extrem freundlich und die Durchsagen des Flugkapitäns waren laut und deutlich zu verstehen. :thumbup: Bei anderen Fluggesellschaften wurde da auch schon mal genuschelt, oder die Ansagen waren zu leise oder wurden runtergeleiert.


    Metrofahrt zum Hotel: Mit Gepäck eine absolute Katastrophe. Die meisten Stationen haben gar keine Rolltreppen oder Aufzüge, was man beim Alter der Metro ja noch verstehen könnte. An den Stationen, die Aufzüge oder Rolltreppen haben, sind diese fast alle defekt oder außer Betrieb. :thumbdown:


    Taxifahrt zum Flughafen: Schnell und gut. Würde ich jedem raten, der sich nicht die Kofferschlepperei über die vielen Treppen der Metrostationen antun will. Vom Martin Moniz zum Flughafen für knapp über 10 Euro, ist sicherlich auch noch ein günstiger Preis. :thumbup:


    Das Hotel


    Ich hatte ja extra ein zentral gelegenes Hotel gewählt, um von dort aus meine Tagestouren, meist zu Fuß, unternehmen zu können, wie ich dies ja schon in Porto gemacht habe. Die Lage des Hotel für solche Touren war auch richtig gut. Die Ausstattung des Hotels, immerhin ein 4-Sterne-Hotel, Hotel Mundial war eher ein wenig altbacken. Die Fenster waren seitliche Schiebefenster, die keinen Lärmschutz boten, was an der sehr belebten Straße (mit Feuerwehrstation direkt gegenüber dem Hotel) absolut notwendig gewesen wäre. Die Nasszelle war ein wenig im Stil der 70er oder 80er Jahre und wirkte auch dementsprechend alt. Dies wirkte sich auch aufs Duschen aus, da immer mal wieder zwischendurch das warme Wasser den Dienst schlagartig einstellte und es eiskalte Schauer gab. :thumbdown:

    Der riesige Frühstücksraum wirkte wie eine Großkantine. Die Tische dort waren alt, die Oberflächen hatten Blasen und die seitlichen Leisten blätterten an vielen Stellen ab. Der Abstand der Tische war meist unter einen Meter. Gemütlichkeit konnte da keine aufkommen. :thumbdown: Das Buffet bot eine gute Auswahl, die aber in den ganzen 15 Tagen nicht wechselte. Hier wäre ein wenig Abwechslung schon nett gewesen.

    Die Sauberkeit und der Zimmer-Service sowie der Mitarbeiter an der Rezeption waren nicht zu bemängeln, und bis auf eine Angestellte war auch das Personal beim Frühstück höflich und freundlich. :thumbup:


    Die Restaurants


    Die meisten Restaurants waren gut, wenn auch sehr teuer. Das Preisniveau lag meist sogar weit über dem bei uns in Deutschland, was ich von Portugal in der Höhe nicht gewohnt bin. Meiden sollte man unbedingt die Restaurants in den Gassen zwischen Rossio und dem Praça do Comércio. :thumbdown: :thumbdown: Hier regiert der Nepp und man lockt mit günstigen Preisen, schlägt später dann für jede Scheibe Brot drauf und berechnet irgendwelche Servicegebühren, die nicht nachvollziehbar sind. Meine Erfahrung hier, je mehr Animateure vor den Restaurants die Touristen mit Speisekarten in der Hand und scheinbar günstigen Preise zu locken versuchen, und hier gab es Restaurants die hatten fünf bis sechs Animateure vor dem Restaurant, desto teurer wird es auf der Rechnung.

    Absoluter Negativpunkt war das Restaurant Ponto Final. Hochgelobt in jedem Reiseführer nimmt man es mit dem Kundenservice nicht so genau. Reservierungen werden gerne auch einfach mal „vergessen“ oder für nicht existent erklärt. Das ich hier kein Einzelfall war, konnte ich an anderen negativen Bewertungen im Internet sehen. :thumbdown:


    Zugang zu Attraktionen und Sehenswürdigkeiten


    Wenn man früh genug ist, ist es noch problemlos. Erreicht man diese aber erst gut eine Stunde nach Öffnung, muss man ewig lange Warteschlangen in Kauf nehmen. So war z.B. am Castelo noch wenig Betrieb, als ich gegen 9:30 Uhr dort eintraf, als ich das Castelo wieder verließ, standen die Besucher vor der Kasse bis weit hinunter in den Straßen. Ähnliches galt auch für den Torre de Belém, den Elevador de Santa Justa und andere Sehenswürdigkeiten.


    Die öffentlichen Verkehrsmittel


    Im Allgemeinen waren diese gut zu erreichen und man war schnell dort, wo man hinwollte. Die Metro ist einfach strukturiert, nur vier Linien, und war auch nie übermäßig voll. Die Straßenbahnen sind überall zu finden. Meiden sollte man die berühmte Linie 28 nach 9 Uhr (da stehen die Menschen an der Starthaltestelle am Martim Moniz auch mal gut und gerne mehrere hundert Meter die Straße hinunter an). Da die Bahnen offiziell maximal 30 Personen (20 sitzende und zehn stehende) mitnehmen dürfen, braucht man da sehr viel Geduld. Auch die moderne 15E ist ab dem frühen Nachmittag meist brechend voll und man kann nicht mehr einsteigen.

    Die Fähren waren günstig, fuhren ständig und Platzprobleme gab es nie. :thumbup:


    Sintra


    Sintra und seine Attraktionen ist natürlich sehr touristisch und erinnert ein wenig an Neuschwanstein oder Rüdesheim in der Hauptsaison. Das muss einem aber auch bewusst sein, wenn man sich zuvor auch nur einigermaßen informiert. Sehenswert ist Sintra allemal, sonst würde es sicherlich nicht so beliebt sein.


    Cacilhas / Almada


    Der kleine Ort gegenüber der großen Stadt ist durchaus sehenswert und sowohl die Fregatte, wie auch die Staue Cristo Rei und der Aussichtsplatz dort, gehörten zu den Highlights meiner Reise. :thumbup:


    Sonstige Highlights


    Das Aquarium auf dem EXPO-Gelände ist einfach ein Muss, genau wie die Casa do Alentejo und die verwinkelte Alfama. Einen Fado-Abend in einem guten Restaurant sollte man einfach mal mitgemacht haben, auch wenn die Musik sicherlich nicht jedermanns Geschmack ist. Der Zoo der Stadt ist allemal einen Besuch wert.

    Mein Lieblingspunkt in Lissabon waren die vielen schönen Aussichtplätze, allen voran der große Miradouro de São Pedro de Alcântara, den man mit dem Elevador da Glória erreicht. :thumbup:


    Die Stadt selbst


    Lissabon ist eine schöne Stadt, eine große Stadt. Sie hat unzählige Sehenswürdigkeiten, Kirchen, Klöster, Paläste, usw.. Selbst 14 Tage reichen nicht aus, um alles zu sehen. Man kommt gut überall hin und auch wieder zurück. Zu Fuß ist vieles erreichbar, wenn auch oft mit steilen Wegen verbunden.

    Allerdings hat Lissabon auch seine negativen Seiten. Durch den , in den letzten Jahren, massiv gestiegenen Tourismus, findet man auch dessen Begleiterscheinungen. An jeder Ecke wird man angesprochen, für einen Restaurantbesuch, ein Fahrt mit einem der unzähligen Motor-Ritschka oder Pseudo-Oldtimern. Selbst wenn man im Restaurant im Außenbereich sitzt, wird man von Verkäufern billigster China-Sonnenbrillen belästigt oder jemand versucht einem ramschmäßigen Modeschmuck anzudrehen. :thumbdown: :thumbdown:

    Die meisten Restaurants haben es scheinbar aufgegeben, gegen diese Belästigung ihrer Gäste vorzugehen, oder sind womöglich am Umsatz beteiligt. Nur wenn Polizisten in der Nähe auftauchen, geben diese „Verkäufer“ Fersengeld, da sie nicht offiziell sind und dies nicht dürfen.

    Angebettelt wird man vor jeder Kirche und vor fast jeder Sehenswürdigkeit.

    Was mir aber extrem aufgefallen ist, waren die unzähligen Obdachlosen in der Stadt. Am Abend sah man sie in jedem Hauseingang, in jedem Schaufensterabsatz, der nicht durch einen Rollladen geschützt wurde, und auf vielen Plätzen unter ihren Kartons oder Decken liegen. Selbst die Nischen vor den großen Fenster des Hotels, die ein wenig ins Haus versetzt waren, wurden genutzt und jeden Abend lagen dort gleich mehrere Personen vor jedem Fenster.

    In dem langem Gang der Metrostation am EXPO-Gelände sah es aus wie in einem Zeltlager. Auf jeder Seite hatten sich mindestens 50 bis 60 Personen mit Kartons ihr Lager gebaut. Ich habe ja schon viele Städte gesehen und auch immer Obdachlose dort, aber so extrem wie in Lissabon habe ich es noch nicht mal in LA gesehen.


    Die Lisboa-Card


    Ob sich die Karte finanziell für mich gelohnt hat, bin ich mir nicht sicher. Die Karte für 72 Stunden hat jeweils 46 € gekostet und die muss man erst mal in drei Tagen „verbrauchen“. Ich denke, dafür müsste man täglich in mindestens zwei oder drei Museen gehen und ständig mit den öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs sein. Wenn ich mal viel Zeit habe (da ich inzwischen Rentner bin, wird dies wohl nie mehr vorkommen) werde ich mal den Versuch starten, anhand der Einzelpreise, sofern die irgendwo einsehbar sind, den Unterschied auszurechnen.

    Bequem war die Karte aber allemal, besonders bei den Fahrten mit den Aufzügen und Bahnen.


    Gesamtfazit


    Lissabon stand ja schon lange auf meiner „Liste“ und ich habe den Besuch nicht bereut. Allerdings darf man bei allen schönen und interessanten Punkten der Stadt nicht die Augen vor den negativen Seiten der vielbesuchten Stadt verschließen und davon gab es reichlich.

    Ich habe vieles, aber natürlich nicht alles von der Stadt gesehen. Einen weiteren Besuch hier wird es aber sicherlich nicht geben, da fand ich Porto wesentlich gemütlicher und erholsamer, auch wenn man die beiden Städte eigentlich nicht wirklich vergleichen kann.



    Die von mir benutzten Reiseführer


    Lissabon zu Fuß entdecken, Sara Lier, Polyglott – 2018 - ISBN:9783846403631 (den ich leider verloren habe, zuvor aber ständig benutzt habe) :thumbup: :thumbup:


    Lissabon, Gerd Hammer, Dumont direkt – 2022 – ISBN: 978-3-616-01085-4


    Lissabon, Johannes Beck, Michael Müller Verlag – 2019 – ISBN: 978-3-95654-631-0


    City Trip Lissabon, Petra Sparrer, Reise Know-How Verlag – 2022 – ISBN: 978-3-8317-3389-7


    Verborgenes Lissabon, Vitor Manuel Adrião, Jonglez Verlag – 2023 – ISBN: 978-2-36195-453-6 (sehr ungewöhnlicher Reiseführer, hab leider zu wenig Zeit vorab gehabt um mehr darin zu lesen) :thumbup:


    Lissabon, Baedeker, 2016 – ISBN: 978-3-8297-1826-4


    Mit Portugiesisch unterwegs, Hueber Sprachführer – ISBN: 978-3-19-009725-8 (diese Reisesprachführer sind für mich absolut die besten Sprachführer) :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
    - Susan Sontag -


    (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)


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  • Vielen Dank für den umfassenden Bericht und auch das ehrliche Fazit. Wir waren 2011 eine Woche in Lissabon. Da gab es die Belästigung mit den Speisekarten wedelnden „Animateuren“ in der Fress-Meile auch schon und wir konnten kaum schnell genug durchkommen.

    Wie steht es denn jetzt insgesamt mit leeren, meist fensterlosen Gebäuden, wo offensichtlich kein Käufer gefunden werden kann? Solche Bauruinen ( und das waren keine Neubauten, sondern alte Substanz, die restauriert werden könnte) sahen wir damals in großer Zahl, nicht nur an dem besagten Parque Mayer.

    Wobei dort jetzt doch aber das zentrale Filmtheater Capitolio anscheinend fertig ist und genutzt wird (??). Jedenfalls kann man das mit Google Maps sehen.

  • Jobo, jetzt habe ich mich endlich in deinen so informativen Bericht vertieft und in Erinnerungan viele bekannte Orte geschwelgt.

    Wir waren vor über 10 Jahren im Februar dort. Was für ein Unterschied zu deinem nachdenklichen und auch kritischen Fazit!

    Die Touristenströme waren noch sehr übersichtlich. Ich kann mich nur an eine einzige lange Schlange vor der berühmten Konditorei in Belém, die die köstlichen pastéls de nata herstellt, erinnern.

    Die Liste deiner Reiseführer ist eigentlich überflüssig. Dein Bericht ersetzt jeden von ihnen, und ich werde ihn sicher eifrig nutzen, wenn es mich noch mal nach Lissabon zieht. :o-thumbsub


    Viele Grüße

    omlia :o-smile


    Reiseberichte im Profil

  • Wie steht es denn jetzt insgesamt mit leeren, meist fensterlosen Gebäuden

    Davon gibt es immer noch reichlich, wenn es auch viele alte Gebäude mit Gerüsten und Planen davor gibt.

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
    - Susan Sontag -


    (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)


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  • Trotzdem war ich schon überrascht, dass bereits zu dieser Zeit, die ja eigentlich noch nicht mal richtig Nebensaison ist, eher Vor-Nebensaison (falls es so etwas gibt) die Stadt schon so, regelrecht überhäuft mit Touristen war

    Das ist, wie es scheint, etwas wie ein "Nachcoronasyndrom". Ich war ja in letzter Zeit zweimal in Madrid, wovon einmal im November. Solche Menschenmassen hatte ich noch nicht erlebt, manchmal kam man auf den Strassen kaum durch. Die grossen, sehenswerten Städte scheinen total überlaufen zu sein.


    Ob sich die Karte finanziell für mich gelohnt hat,

    Ich habe schon oft bei so Städtekarten nachgerechnet und es hat sich für mich, als Nichtmuseumsgänger fast noch nie ausgezahlt. Lieber zusehen, ob man für Öffentliche Verkehrsmittel vielleicht Tages- oder Zehnerkarte bekommt.


    Ich war schon zwei Mal in Lissabon, ist aber auch schon etwas her. Für mich hat es absolut schöne Seiten und es liegt natürlich schön, aber umgehauen hat es mich nicht.

    Meine Fahrten: FINNMARKEN - NORDLYS - NORDNORGE - KONG HARALD - VESTERÅLEN - LOFOTEN (5X) - FRAM

    Reiseberichte siehe Profil !


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  • Jobo - danke für diese Lissabon- Führung und auch für das Fazit! Eine wirklich schöne Stadt, wie deine Fotos eindrucksvoll zeigen, aber auch mit Schattenseiten wegen Übertourismus. Ich war noch nie dort, aber du hast damit das bestätigt, was ich bisher gehört und gelesen habe.

    Viele Grüsse, Albatross
    Reiseberichte im Profil

  • Vielen Dank für den wieder sehr ausführlichen Bericht und die vielen Fotos und Filme.

    Das hat doch viele Erinnerungen an meine drei Tage Ende März/Anfang April 2016 geweckt. Wir sind damals mit der Air Portugal geflogen und waren angenehm überrascht da die Bewertung damals nicht besonders gut war aber das Personal war sehr freundlich, das kleine kalte Essen war köstlich (Touristenklasse ohne Aufzahlung) und von der angkündigten Verspätung bis zu einer Stunde wegen eines Streiks der französichen Lotsen sind nur 20-25 Minuten übrig geblieben.

    Da mein Mann nicht so gerne in Museen geht hatten wir nur eine Karte für den öffentlichen Verkehr, die wir aufladen konnten. Es waren deutlich weniger Touristen, nur bei dem Lift haben wir auch die Fahrt nach unten gewählt, da hinauf doch eine kleine Schlange war.

    Das Lokal mit den besten (angeblich) Pasteis de Nata neben dem ehemaligen Kloster (wir haben es auch besichtigt) hatte wesentlich mehr Sitzplätze als Besucher, aber mir haben damals diese Törtchen im Cafè A Brasileira genau so gut geschmeckt. Mittlerweile bekomme ich auch in Wien sehr gute.

    Ausflüge in die Umgebung waren leider in der kurzen Zeit nicht möglich und die Besichtigung des Calatrava-Bahnhofs war wegen anhaltendem Dauerregen in der dafür vorgesehenen Zeit auch nur von innen möglich.


    Liebe Grüße, Kamilla

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