Vom Frühling in den Winter und zurück, Havila Pollux, 08.-20.03.2024

  • Kaum ist omlia mit ihrem Bericht wieder zuhause angekommen, lege ich mal los mit meinem Rückblick auf die schöne Reise auf der Havila POLLUX.


    Wie ja omlia schon berichtet hat, bin ich mit an Bord gewesen und doch haben wir einen unterschiedlichen Blick beim Fotografieren. Ich werde versuchen die klassischen Motive diesmal außen vor zu lassen und dafür vielleicht das ein oder andere neue Fotomotiv in diesem Bericht zu zeigen.

    Tag 1, 08.03.2024

    Die Nacht ist kurz und die Unsicherheit, ob heute auch wieder gestreikt wird, lässt mich sogar noch früher aufbrechen. Schließlich wurde gestern der Flug zur gleichen Zeit storniert. Doch dann die Überraschung. Am Check-in kann ich direkt zum Schalter durchgehen und auch bei der Sicherheit ist nichts los. 20 Minuten vom Parkplatz bis zum Gate ist ein richtiger Rekord. Also habe ich genug Zeit für ein kleines Frühstück. Um 08:15 Uhr setzt sich der vollbesetzte Flieger pünktlich in Bewegung.



    In Amsterdam habe ich dann rund 2 Stunden Zeit, bevor das Boarding für den Flieger nach Bergen beginnt. Mit nur leichter Verspätung geht es dann los. Auch der Flieger ist wieder sehr voll. In Bergen geht es dann zügig weiter. Koffer ist da, am Flybussen kann ich das Ticket beim Fahrer erwerben und dann geht es durch ein frühlingshaftes Bergen an den Hotels vorbei zum Jekteviksterminal.



    Am Terminal reihe ich mich in die lange Schlange ein und schiebe mich dann langsam zum Schalter, um meine Bordkarte zu erhalten und meinen Koffer loszuwerden. Vielleicht werde ich beim nächsten Mal schauen, ob ich entweder mich schon eher anstelle oder den Koffer erst in einem der Schließfächer zwischenparke, um erst später einzuchecken, wenn nicht mehr so viel los ist.


    Das schöne Wetter in Bergen will genutzt werden, also kurzer Zwischenstopp an Bord und dann den Rucksack geschultert und mit der Kamera auf Fototour.



    Zunächst geht es durch die Gassen der Halbinsel Nordnes.



    Dann geht es auf der anderen Seite hinunter zum Wasser, mit Ausblicken auf Bryggen und den Fløyen.



    Von den Fischhallen geht es dann langsam wieder zurück zum Terminal.



    Schnell den Koffer auspacken und natürlich den Nordlichtalarm und damit die Durchsagen auf der Kabine aktivieren. Danach geht es zum ersten Abendessen an Bord. Lecker!



    Langsam holt mich die Müdigkeit ein und nach dem Durchqueren der Askøybrücke geht es dann langsam in die Kabine, schließlich wollen auch die ersten Bilder gesichert und gesichtet werden. Doch dann eine Durchsage. Ich höre nur „…Nordlys…“ und schon bereite ich meine Fotoausrüstung vor. Stativ ausklappen, Kamera montieren. Selbstauslöser … Mist, der Stecker an einem Kabel ist abgerissen, also manueller Betrieb … und raus auf Deck 9 vorne.



    Nach 20 Minuten passiert nicht mehr viel, also wieder rein ins Warme und, nach dem Bildersichern, ins Bett. Doch daraus wird nichts. Um 23:15 ein erneuter Alarm. Ich kann nicht anders und gehe erneut raus.



    Nach nochmal 20 Minuten lässt es erneut nach und so gehe ich um Mitternacht endgültig ins Bett.

  • Baldur - das fängt ja schon gut an! Ich bin gespannt auf deine Sicht der Dinge.


    Wie war das nochmal mit dem Aktivieren der Nordlicht-Durchsagen? Bei mir sah es aus wie auf deinem Foto, aber omlia hatte Probleme. Wenn ich mich recht erinnere, bewirkt nämlich ein Abheben des Hörers, dass die Einstellungen rausfliegen und man muss alles neu eingeben....

    Viele Grüsse, Albatross
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  • Das ist ja toll, dass es gleich weiter geht!! :o-smile So muss man sich das Lesen und das Träumen doch noch nicht so schnell abgewöhnen.

    Freue mich auf Deinen weiteren Bericht und Deine An- und Aussichten.

    Balou

  • Wie war das nochmal mit dem Aktivieren der Nordlicht-Durchsagen?

    Albatross , da hast Du Recht. Nach dem Abheben des Hörers muss man das neu aktivieren (mittlerer Knopf links neben dem Display). Da ich immer eine Extramütze für das Telefon dabei habe, muss ich das immer mal wieder kontrollieren. Bei der ersten Tour mit Havila habe ich Nachts den Hörer angestoßen und durch die Mütze nicht gesehen, dass dadurch der Alarm deaktiviert wird. Zum Glück ist mir das am Tag aufgefallen, als ich eine Durchsage zwar auf dem Flur, aber nicht in der Kabine gehört habe.

  • Baldur, juppi, es es weiter! :o-thumbsub :o-thumbsub Da mache ich es mir bequem und genieße deinen Blick auf die Reise.

    Es fängt ja schon gut an mit deinem Gang durch Bergen mit den verknotetem Dackel, dem roten Taucher (?), der sich als Autoschieber zu betätigen scheint,....

    Bei mir musste das Telefon immer neu codiert werden, wenn ich den Hörer abgenommen hatte. Beim Drücken der Taste, die du beschrieben hast, ist nichts passiert. Der Code war *10 ( wenn ich michrecht erinnere). Man kann ihn an der Rezeption erfragen.


    Viele Grüße

    omlia :o-smile


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  • Baldur - bei mir hatte das mit dem Knopf zum Glück sofort geklappt. Bei meiner Kabine war das Bett auf der anderen Seite, also war das Telefon auch nicht in Gefahr :o-wink


    omlia - danke für die Gedächtnisauffrischung! Vielleicht werde ich das brauchen, man weiß ja nie, wie der Vorgänger das Telefon hinterlassen hat...

    Viele Grüsse, Albatross
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  • Nordnes. Das steht jetzt auf meinem Programm

    Die kleinen Gassen auf Nordnes mit den alten Holzhäusern lohnen sich wirklich und sind ja auch schnell zu erreichen.

    Tag 2, 09.03.2024

    Obwohl ich gut schlafe, bin ich schon vor Maløy kurz wach und gehe mit Kamera (die ja immer noch auf dem Stativ montiert ist) raus. Es ist so schön hier draußen zu stehen und in die Nacht zu schauen. Die ruhige Fahrt um den Hornelen herum geht auf Maløy zu, dessen Lichtkuppel schon von weitem sichtbar ist. In Maløy wird geladen und als wir ablegen, kommt auch schon die MS NORDLYS angerauscht.



    Nach der Schiffsbegegnung lege ich mich nochmal hin und bin erst nach dem Westkap wieder draußen. Vor Fosnavåg sehe ich über den Hügeln den ersten Seeadler der Tour.



    Dann ist Frühstück angesagt. Am Eingang stellt Mathilda fest, dass meine Mailreservierung, trotz Bestätigung, nicht bei ihr gelandet ist und nun keine vernünftige Zeitauswahl zur Verfügung steht. Es gibt wohl etwas Durcheinander, da in Tromsø eine große Gruppe mit 80 Teilnehmern an Bord kommt und dadurch Tische reserviert werden müssen. Ich kann trotzdem an einem Reservetisch mit anderen zusammen frühstücken und bis Trondheim die Essenszeiten einzeln mit ihr absprechen. Das passt mir gut, da gerade an den ersten beiden Tagen die Essenszeiten für mich immer unpassend sind. Vor Ålesund geht es wieder raus.



    Den Vormittag nutze ich zur Besteigung des Aksla. Anders als im letzten Jahr liegt fast kein Schnee und eine kleine Kohlmeise posiert neben der Treppe.



    Wieder unten geht es dann noch durch die Stadt. In einer Fotogallerie frage ich nach einem Fotogeschäft, um meinen defekten Fernauslöser zu ersetzen. Ich habe Glück und finde es schnell (Sponland Foto AS, Løvenvoldgata 2). Ich erstehe einen einfachen Fernauslöser mit Kabel und bin erstmal glücklich, dass ich beim Nordlichtfotografieren die Hände im Handschuh bzw. der Jacke lassen kann.


    Dann geht es zum Mittagessen wieder zurück zum Schiff.



    Aber der Tag ist ja noch nicht zu Ende...

  • little.point, Baldur hat ja schon geschrieben, dass jeder einen anderen Blick auf die Welt hat.

    Hinzu kommt, dass er als Jungspund immer ausgiebig an Land unterwegs war, während ich fast immer an Bord geblieben bin.

    So kannst du dich auf viele Neues freuen!


    Viele Grüße

    omlia :o-smile


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  • Einfach wunderbar, deine Bilder mit den präzisen Ortsangaben Baldur - DANKE!! Ich freue mich ausserordentlich auf die Fortsetzung deines Berichtes.


    Nachtimpressionen wie deine vor Måløy liebe ich besonders, da ich während meiner Berufszeit oft und gerne nachts gearbeitet habe.... nochmals lieben Dank für die Freude, die du uns damit machst, Baldur !

  • Fortsetzung Tag 2

    Am Nachmittag geht es dann zu einer zweiten Runde nach draußen.


    Durch die Innenstadt und an der Kirche vorbei mache ich mich auf den Weg in Richtung Sukkertoppen. Der Weg an der Straße entlang ist nicht schön, außerdem gibt es eine große Baustelle. Nach einem schönen Aussichtspunkt auf die gegenüberliegende Innenstadt drehe ich um. Für die Besteigung hätte die Zeit am Nachmittag nicht gereicht. Beim nächsten Mal vielleicht mit Bus bis zum Einstiegspunkt. Dann sollte die Zeit reichen.



    Von Bord aus genieße ich den tollen Sonnenuntergang.



    Kurz vor der Lepsøybrücke gibt es dann wieder Nordlichtalarm. Bis zur Brücke sind die meisten Smartphone-Fotografen schnell wieder drinnen, dabei entwickelt sich erst dann das Nordlicht.



    In Molde springe ich kurz raus und gehe schnellen Schrittes zum Torget. Schnell dem Blumenmädchen, dem Jazzgutten und dem neuen Kunstwerk einen Besuch abgestattet und schnell wieder zurück zum Schiff.



    Bis zur Hustadvika bleibe ich draußen und mache Bilder vom Nordlicht.



    Dann beginnt es etwas mehr zu schaukeln, was auf keine guten Bilder mehr hoffen lässt. Also nach einem weiteren langen Tag wartet das Bett schon auf mich. Vorher müssen natürlich noch die Bilder gesichtet und gesichert werden.

  • Wie schon bei omlia s Fotos ist auch bei dir erstaunlich, was für einen Unterschied 11 Tage beim Licht ausmachen, da ist es schon hell, wo bei meiner Fahrt noch Dämmerung war....

    Ganz tolle Nordlichtfotos- und die Sterne sind genauso faszinierend!

    Das mit den Smartphone-Fotografen, die nicht lange durchhalten, wird gefühlt mit jeder Fahrt ausgeprägter. Für die wenigen Leute mit großer Kamera ist das ein Vorteil :o-wink

    Viele Grüsse, Albatross
    Reiseberichte im Profil

  • Albatross Bei unserer Tour waren nur wenige länger zum Nordlicht fotografieren draußen. Ich fand es sehr angenehm, da dann kein Gedränge vor dem Panoramasalon auf Deck 9 herrscht und man leicht die Position ändern kann. Leider gibt es dort mittig vor dem Balkon ein Positionslicht, was unangenehm hell nach links und rechts scheint. steht man dahinter hat man leider eine Abspannung im Bild. Aber wenn kaum einer draußen ist, kann man sich auch die beste Position suchen.

  • Baldur Super, der nächste Reisebericht!

    Gleich eine Frage:

    am Flybussen kann ich das Ticket beim Fahrer erwerben

    Zahlt man im Flybussen mit Karte oder NOK? Im Internet steht online sei günstiger, aber man weiß ja nicht, ob man den gebuchten Bus erreicht. Erinnerst du dich noch an den Ticketpreis?

  • Tini , im Bus kann man, wie (fast) überall in Norwegen mit Karte bezahlen. Ich habe gerade gesehen, dass ich sogar mit der EC-Karte bezahlt habe. Der Preis war 220 NOK. Inkl. Wechselentgelt meiner Bank (1,50) waren dass 20,90 EUR. Online sind es wohl 169 NOK. Ich halte mir immer gerne die Variante mit der Straßenbahn offen (44 NOK = 3,83+1,50 EUR).

    Das Bus-Ticket gilt wohl nicht speziell für eine Uhrzeit. Auf der Buchungsseite steht "Sie können mit der Abfahrt reisen, die Ihnen am besten passt, an dem Tag und auf der Strecke, für die Sie ein Ticket gekauft haben." (mit Google übersetzt).

  • Ich halte mir immer gerne die Variante mit der Straßenbahn offen (44 NOK = 3,83+1,50 EUR).

    Und für diejenigen, die mindestens 67 sind, kostet es nur die Hälfte: 22 NOK. Wir nehmen immer das 24-Stunden-Ticket (110 NOK bzw. 55 NOK), wenn wir eine Übernachtung in Bergen haben. Dann kann man prima mit Bybane oder Buss die Stadt erkunden.

    Wechselentgelt meiner Bank (1,50)

    Da würde ich mal die Bank wechseln oder mich wenigstens nach einer Variante umsehen, wo dieses Wechselentgelt nicht anfällt, z.B. mit einer Kreditkarte, die nicht an ein Konto gebunden ist (z.B. Hanseatic Bank oder Bank Norwegian).

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