Gesehen-gebucht- und los geht´s MS Trollfjord/Spitzbergen-Express 04.-18.05.

  • Ich muss mich erstmal korrigieren, weil wir hatten Torghatten nordgehend an Steuerbord passiert, aber dann einen Bogen um Brönnöysund gemacht , händegebend vorbei an den "Sieben Schwestern" bis Sandnessjoen und waren dann erst auf offene, ruhige See hinüber nach Traena vorbei an der Insel Lovund, Brutkolonie für jährlich ca. 200000 Papageientaucher, gefahren.u Was gibt es von Traena zu berichten. Eigentlich nicht viel, das Archipel aus hunderten von meist unbewohnten Inseln ist 33 km vom Festland entfernt und hat ca. 450 Einwohner. An der Pier angelegt landeten wir erstmal in einer Baustelle, da direkt daneben eine Fabrik zur Lachsverarbeitung entsteht. Es war zwar ein schmaler Pfad am Wasser entlang zum Verlassen des Schiffes vorhanden, aber das entsprach nicht den Sicherheitsvorschriften von HR.ĺ Also wurde kurzfristig ein Weg durch die Baustelle erstellt, der im Endeffekt auch nicht viel besser war. Nun waren 30 Min. vergangen und wir konnten das Schiff verlassen. Eine Frau der Kommune Traena überreichte jedem einen gedruckten Reiseführer. Ich zitiere mal kurz: Traena ist Norwegens ältestes Fischerdorf. Seit der Steinzeit leben hier Menschen, Hauptindustrie ist die Fischerei und die abwechslungsreiche Natur mit ihren Inseln und Riffen und einer vielfältigen Vogelwelt.In 30-60 Min.hat man wirklich alles Interessante gesehen, sonst fehlt es noch völlig an touristischer Infrastruktur, aber man arbeitet daran eben auch mit Hilfe von HR ( ist vermutlich auch noch ein günstiger Liegeplatz). Mein Fazit: gesehen und abgeharkt. Nun unterwegs nach Reine...

  • Trotzdem ist Træna vielen Menschen ein Begriff, findet dort doch schon seit 20 Jahren eines der im Norden wichtigsten Musikfestivals statt :8o:

    Meine Fahrten: FINNMARKEN - NORDLYS - NORDNORGE - KONG HARALD - VESTERÅLEN - LOFOTEN (5X) - FRAM

    Reiseberichte siehe Profil !


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  • Arctica Das ist richtig, es sollen am Wochenende bis zu 5000 Besucher kommen, im Winter wird noch das Winterfest "Take Traena by Storm" veranstaltet. Die Einheimischen dürften das Wissen, die Touristen wohl weniger.

  • Tag 4, Reine

    Gestern nach dem Dinner gab es noch die Polarkreistaufe. Da es das Zeitfenster hergab hatten wir uns wieder Richtung Festland zurückgezogen und befinden uns nun mit 8 kn Schleichfahrt auf der Querung des Vestfjords kurz vor Reine. Das Traumwetter von Bergen scheinen wir mitzunehmen. Strahlender Sonnenschein, vereinzelt mal ein Wölkchen, die Temperaturen haben sich auf 5-10 Grad abgekühlt. Gleich nach dem Anlegen beginnt die 5 stündige Bustour (mit Mittagessen) über die südlichen Lofoten (1990 NOK)...

  • Reine und die Busfahrt von "A (mit dem Punkt drauf)" bis Flakstad über die E10

    Diese Fahrt dürfte eines der Highlights dieser Tour sein, unbedingt empfehlenswert!

    Zunächst ging es von Reine Richtung Süden zum Endpunkt der E10 in das Freilichtmuseumsdorf "A". Dort kann man praktisch das alte, frühere Dorf besichtigen, dass in ein Freilichtmuseum umgewandelt wurde. Die Ortstafel mit dem einen Buchstaben muss übrigens im Jahr 2-3 mal ersetzt werden, da es immer wieder Touristen gibt, die sie abbauen und mitnehmen. Vom südlichsten Punkt ging es wieder zurück über Reine nach Flakstad an die Westküste der Lofoten. Dort gibt es eine Holzkirche zu besichtigen (war aber leider geschlossen) und schneeweisse, lange Sandstrände mit türkisfarbenen Wasser, als wenn man in der Karibik wäre. Auf der Rückfahrt wurde noch in Ramberg zum Mittagessen gehalten, auch dort tolle Sandstrände. Die Tour waren gut gebucht, 2 volle Busse (1× englisch, 1x deutsch/französisch) und 2 sehr kompetente Guides. Wer unbedingt meint den Reinebringen (POI), auch Stairway to hell genannt, besteigen zu müssen, den kann ich und auch die Guides nur davon abraten. Pünktlich wieder abgelegt geht es nun via Tjeldsund Richtung Tromsö.

  • Tag 5, Tromsö oder Glück im Unglück

    Alles begann wie die Tage zuvor, pünktlich angelegt bei Traumwetter. Nach dem Frühstück hatte ich mich gleich zu Fuß aufgemacht um den Storsteinen zu besteigen.Über die große Brücke, vorbei an der Eismeerkathedrale zu den Sherpatreppen bis dahin alles gut. Die Sherpatreppen (1,2 km lang) schneebedeckt und gefroren, teils steile Wegführung. Nach ca. 1 Std. hatte ich es geschafft und die Bergstation des Fjellheisen erreicht. Ich dachte mir runter fährst du mit der Gondel, hatte aber meine Kreditkarte nicht dabei sondern nur norwegische Kronen Bargeld. Leider ließ sich damit kein Ticket erwerben, also zu Fuß wieder zurück. Auf ca. der Hälfte des Weges bin ich dann ausgerutscht, auf den Rücken geknallt und mir tat die gesamte linke Oberkörperhälfte weh. Da lag ich nun, glücklicherweise kamen mir 4 Norwegerinnen entgegen, die mich nach unten begleiteten und mir einen Rettungswagen riefen. Abtransport zum Krankenhaus In Tromsö, Notaufnahme, Untersuchung, Röntgen, mittlerweile nach dem Röntgen war es ca. 14.30 Uhr um 16.00 Uhr sollte die MS TROLLFJORD wieder ablegen.Wir mussten aber noch auf das Ergebnis des Röntgens warten. 15.30 Uhr grünes Licht (nichts gebrochen, schwere Rippenprellung, Schmerzmittel bekommen), Taxi zum Schiff, 15.55 Uhr Ankunft. Fazit: Auf Ausflügen immer Papiere (Ausweis und Kreditkarte) mitnehmen. Haben noch einen Cargo- und Tankstop eingelegt und hatten Kapitänswechsel ( er kam, sie ging). Nun Richtung Honningsvag...

  • Da kann ich nur sagen, gute Besserung.


    Genau aus so einem Grund, Rippenprellung nach einem Sturz auf eine Sessellehne mit Verdacht auf zweifachen Rippenbruch musste ich letztes Jahr meine gebuchte Küstenfahrt rund um den norwegischen Nationalfeiertag auf heuer im November umbuchen.

  • ohje Hans-Jürgen, welch ein Schock! Gute Besserung!!! :flower:Hoffentlich kannst du die Reise weiterhin genießen und die Rippenprellung schränkt dich nicht zu sehr ein.

  • Man gut, dass das in Tromsö passiert ist und nicht irgendwo anders, dann hätte man mich wohl Ausschiffen müssen. Jetzt muss ich nur noch die richtige Position zum Liegen finden, für Honningsvag hatte ich nichts geplant und dann folgt der 1. Seetag, mal schauen wie es nach 2 Tagen Regeneration aussieht.

  • Das habe ich an der Rezeption auch bereits angeregt, ob es nicht möglich wäre für Notfälle die Telefonnummer des Schiffs mit auf die Bordkarte zu drucken. Werde es beim gemeinsamen Gespräch mit den Offizieren auch noch einmal erwähnen!

  • Ich habe mal erlebt, dass in Trondheim eine Person stürzte, musste zwar nicht ins Krankenhaus, aber es kam trotzdem zu einer Verspätung und sie verpassten das Schiff um wenige Minuten. Später sagte der Kapitän, hätten sie gewusst, warum die Passagiere nicht da waren und es nur um wenige Minuten ging, hätten sie gewartet. Da wäre ein Anruf hilfreich gewesen.

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  • Arctica Genau das meinte ich damit, dann hätte zumindest das Krankenhaus die MS TROLLFJORD schon einmal informieren können: wir haben hier noch einen Passagier vom Schiff, der vermutlich gleich noch kommt oder eben nicht. Beim Taxi vom Krankenhaus zum Schiff weiß man ja auch nicht genau wie lange es im Verkehr braucht. Naja, ist ja alles gutgegangen. Geschlafen mit Schmerzmittel habe ich jedenfalls auch ganz gut. :thumbup:

  • Tag 6, Honningsvag

    Unglaublich, der Wettergott meint es wirklich gut mit uns, schon wieder strahlender Sonnenschein +2 Grad. Pünktlich um 10.00 Uhr festgemacht, die MS NORDKAPP folgte uns dann um 11.00 Uhr. Zahlreiche Busse zu den verschiedenen Ausflügen recht gut besucht, auch hier ist heute Feiertag und nur wenige Geschäfte haben geöffnet. 17.00 Uhr wollen wir uns Richtung Spitzbergen aufmachen (der Kapitän will sich aber noch einmal melden)???

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