Wochenende am Deutschen Eck

  • Schon vor längerer Zeit erfuhr ich, dass ich zu einer Schulung im September nach Köln musste. Die Schulung dauerte insgesamt zwei Wochen, wobei das Wochenende frei blieb. Eine gute Gelegenheit für dieses Wochenende einen Besuch im nahegelegenen Koblenz, meiner Heimatstadt zu planen.
    Als Renate dies erfuhr, meldete sie auch Interesse an, immerhin kannte sie Koblenz noch nicht. Für mich also eine gute Gelegenheit ihr meine Stadt zu zeigen. Doch die Hotelbuchung stellte schnell ein Problem dar, war doch in Koblenz in diesem Jahr die Bundesgartenschau und dadurch sämtliche Hotels in der Stadt total ausgebucht.
    Durch die frühzeitige Buchung hatten wir aber Glück und konnten uns noch zwei Zimmer im Best Western in Lahnstein reservieren. Das Hotel liegt sehr ruhig oben auf dem Berg, neben einer Kuranlage, und eine Buslinie fährt direkt vom Hotel nach Koblenz.



    Mitte September startete ich an einem Sonntagmorgen nach Köln. Die Autobahnen waren an diesem Tag reichlich überlastet, dadurch kam ich erst spät dort an. Ich hatte eigentlich vor, während der zwei Wochen in Köln unserem Mitglied Nils Rautenberg einen Besuch abzustatten, aber die sehr lern- und zeitintensive Schulung lies es einfach nicht zu. So war ich dann froh, als die erste Schulungs-Woche bereits am Donnerstagnachmittag zu Ende war und ich mich auf den Weg nach Koblenz machen konnte.



    Ich hatte noch Zeit genug mein Zimmer zu beziehen, bevor ich Renate vom Bahnhof in Koblenz abholte und wir den Abend in einer netten kleinen Waldwirtschaft in der Nähe des Hotels ausklingen ließen.




    Fortsetzung folgt .....

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
    - Susan Sontag -


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  • Oh schön. Ich hatte schon ganz vergessen, dass wir am Anfang auch Bewölkung hatten. :whistle3:

  • Am Freitagmorgen war dann erstmal ein ausgiebiges Frühstück angesagt. Das reichhaltige Buffet lies keine Wünsche offen und wir brauchten danach einen Verdauungsspaziergang durch den Park des Hotels.
    Anschließend war Warten auf den Bus angesagt, der sich dann schnell mit Hotelgästen füllte. Die meisten waren auf dem Weg zur Buga 2011. Der Bus braucht für die Strecke eine Weile, da er sowohl durch Ober- wie auch durch Niederlahnstein fährt, bevor er die Stadt Koblenz ansteuert. Wir fuhren mit bis zur Endstation, dem Zentralplatz. Früher ein schmuckloser, zubetonierter Platz in der Stadtmitte, nur von einem 60er Jahre Betonklotz von Kaufhaus belegt, hat man inzwischen alles abgerissen und baut hier ein neues Einkaufszentrum sowie ein Kulturhaus.



    Vorbei an dieser Baustelle gehen wir zuerst zum Rathaus der Stadt. Auf dem Platz vor dem Rathaus steht in einer Ecke seit 1940 der Schängel-Brunnen mit dem "Kowelenzer Schängelche", dem Wahrzeichen der Stadt Koblenz. Jeder Lausbub der in Koblenz das Licht der Welt erblickt ist ein Schängelche. Der Name hat sich aus dem französischen Jean, der "Schang", gebildet und meint den kleinen Schang der lausbubenhaft den Leuten hinterherspuckt. Das macht er auch heute noch, etwa alle fünf Minuten.



    Durch die Torbogen des ehemaligen Jesuitenklosters befindet man sich auf dem Jesuitenplatz, rechts die gleichnamige Kirche vor uns das Denkmal von Johannes Müller, einem bedeutenden Mediziner und Biologen des 19. Jahrhunderts. Wir wenden uns die Firmungsstraße hinunter, hier erblickte ein bedeutender :blush2: Forumskapitän das Licht der Welt :D , und gelangen so zum Görresplatz, heute ein Schmuckstück der Stadt mit dem herrlichen Brunnen. Hier hatte von 1827 bis 1875 ein gewisser Carl Baedecker seine Verlagsbuchhandlung, er liegt heute auf dem Koblenzer Hauptfriedhof.



    Wir begeben uns nun in die Rheinanlagen, die zur Buga neu gestaltet wurden. Vorbei an den Anlegestellen der Rheinschifffahrt wollen wir zum Deutschen Eck, doch der Weg ist uns durch den abgesperrten Bereich der Buga, von hier fährt die neue Kabinenbahn über den Rhein zur Festung Ehrenbreitstein, verwehrt. Wir müssen einen großen Bogen, vorbei an der Kastorkirche, schlagen, bevor wir entlang des Moselufers zum Deutschen Eck gelangen.



    Das Deutsche Eck, benannt nach dem in der Nachbarschaft residierenden Deutschen Ritterorden, wurde zu Ehren Kaiser Wilhelms I. gebaut und 1897 eingeweiht. Die Amerikaner sollen das 14 Meter hohe Reiterstandbild 1945 heruntergeschossen haben. Das Standbild bestand aus Kupfer und so ist es nicht verwunderlich, dass von dem Original heute nur noch der Kopf im Museum erhalten ist :whistle3: .



    Man errichtete an Stelle des Reiterstandbildes eine Fahnenstange, an der die deutsche Flagge lange Jahre wehte. Erst bei Wiedervereinigung der deutschen Staaten sollte wieder ein Reiterstandbild errichtet werden. Doch bereits 1987 spendete ein wohlhabender Koblenzer Bürger die Gelder für den Neubau des Reiterstandbildes, welches dann seit 1993 wieder auf dem Sockel steht.



    Die Mosel entlang gehen wir wieder zurück um uns in die Koblenzer Altstadt zu begeben. Vorbei am Plan, einen verkehrsfreien zentralen Platz in Koblenz, besichtigen wir die Liebfrauenkirche. Wir schlendern durch die Mehl- und die Gemüsegasse. Früher ein Schandfleck der Stadt ist es heute ein Kleinod mit Restaurants, Bistros und vielen kleinen Geschäften. Der Hunger zwingt uns zurück auf den Plan um uns hier in einem der vielen Restaurants niederzulassen.



    Nach einer gemütlichen Mittagspause nehmen wir unseren Weg wieder auf und nach einem Schlenker über den Florinsmarkt mit dem Augenroller wenden wir uns wieder in Richtung Rhein. Der Augenroller erinnert an einen unschuldig Verurteilten, dem man auf dem Plan den Kopf abgeschlagen hat. Er soll seinen Richtern noch mit dem abgeschlagenen Kopf die Zunge herausgestreckt und mit den Augen gerollt haben.



    Am Rhein warten wir auf die Ankunft der alten Rheinfähre, die gerade am anderen Ufer verweilt. Mit ihr fahren wir über den Rhein, und gelangen durch Ehrenbreitstein zur Sesselbahn. Doch was ist das, die Sesselbahn existiert nicht mehr, stattdessen fährt hier nun eine Standseilbahn, die auf mich wirkt wie eine bewegliche Sardinenbüchse.



    In dieser Blechbüchse fahren wir hoch zur Festung, deren überwiegendes Areal wegen der Buga gesperrt ist. Lediglich zum vorderen Teil der Festung, hier befindet sich die Jugendherberge, kann man gelangen und von hier den traumhaften Blick über Koblenz genießen. Sehr deutlich sieht man hier die unterschiedlichen Farben von Rhein und Mosel, die sich am Deutschen Eck vereinen. Aus dem lateinischen Castellum apud confluentes, dem Zusammenfluss, entstammt auch der Name Koblenz.



    Lange sitzen wir hier oben in der Sonne und geniessen die Aussicht, bevor wir wieder mit der Blechbüchse hinunterfahren. Wir nehmen nun den Weg durch den Fels, wie ich ihn noch aus der Kindheit kenne. Im Krieg dienten diese Gänge durch den Festungsberg als Luftschutzbunker und große Teile der Koblenzer Bevölkerung suchten hier Schutz. Noch ein kleiner Bummel durch Ehrenbreitstein, hier wohnte ich bevor ich ins bayerische Exil ging :laugh1: , geht es mit der alten Fähre wieder zurück.



    Am Pegelhaus steigen wir aus und vorbei an den imposanten Gerichtsgebäuden erreichen wir unsere Bushaltestelle wieder. Die Busfahrt führt uns noch am kurfürstlichen Schloss von Koblenz vorbei, einem weiteren Areal der Bundesgartenschau. Es ist schon früher Abend als wir im Hotel eintreffen. In der Waldwirtschaft beschließen wir den schönen Tag und schmieden schon Pläne für den nächsten.



    Fortsetzung folgt ......

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
    - Susan Sontag -


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  • Jeder Lausbub der in Koblenz das Licht der Welt erblickt ist ein Schängelche.

    Und damit hätten wir jetzt unser Forums-Schängelche :lol: .........
    Das war ein superschöner Tag. Ich bin vorher, außer vor Urzeiten mal in Köln und Düsseldorf, nie am Rhein gewesen. Koblenz ist eine wunderschöne Stadt. Nicht nur die Lage am Deutschen Eck, das landschaftliche Umfeld, sondern auch die tolle Altstadt. Und wenn man dann noch einen Stadtführer hat, der alles mit Begeisterung zeigt und erzählt.....es hat einfach Spaß gemacht

  • Jeder Lausbub der in Koblenz das Licht der Welt erblickt ist ein Schängelche.


    Klingt irgendwie nach Schlingelchen ... :mosking:


    Der Lausbub, der zum Kapitän wurde - auch wenn's "nur" Forumskapitän ist .... :D

  • Für den Samstag hatten wir uns eine Fahrt rund um Koblenz vorgenommen, damit Renate auch das schöne Umland kennenlernt. Einen ersten Stop legten wir an der Koblenzer Moselschleuse ein. Um die Mosel durchgängig schiffbar zu machen, hat man insgesamt 28 Staustufen eingebaut, 16 in Frankreich, 2 in Luxemburg und 10 in Deutschland, wovon die Koblenzer die letzte vor der Rheinmündung ist.



    Die Schleusenanlage ist mir gut bekannt, hat hier doch Klein-Jobo Stunden verbracht den Schiffen bei den Schleusungen zuzuschauen. Gerade fährt ein Frachtschiff in eine der Schleusenkammern ein, während auf der anderen Seite ein weiteres auf seinen Schleusengang wartet. Auch die zweite Schleusenkammer bekommt nun Besuch. Ein Fahrgastschiff zwängt sich hier hinein. Das Schiff ist fast zu breit für die Kammer. Auf jeder Seite bleiben vielleicht noch 10 cm Freiraum und wir hören sogar, wie das Schiff leicht an der Schleusenwand vorbeischrammt.



    Die Schleuse hat noch eine dritte, kleine Kammer für Sportboote, die aber leer bleibt. Inzwischen sind beide Kammern geschlossen und der Wasserspiegel steigt langsam an in den Kammern, indem kräftig Wasser in die Kammern gepumpt wird. Nachdem die Kammern voll sind, senken sich auch schon die Tore langsam ab und geben den Weg ins Oberwasser frei. Kaum sind die beiden Schiffe ins freie Fahrwasser hinausgefahren, als auch schon das wartende Frachtschiff in die Schleuse einfährt.



    Wir verlassen die Schleuse und eine schöne Fahrt entlang des Moselufers folgt nun. Das Wetter spielt auch mit so zeigt sich uns die Mosel von ihrer schönsten Seite. Wir fahren gemütlich bis Cochem, hier stellen wr das Auto in ein Parkhaus und erkunden die Touristenhochburg zu Fuß. Unser erster Weg führt auf die Moselbrücke. Von hier hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt Cochem und die über der Stadt gelegene Burg.



    Dann erkunden wir den historischen Ortskern. Heute ist es vergleichsweise ruhig im Ort, man kann tatsächlich frei gehen ohne sich von Menschenmassen eingezwängt durch die Gassen schieben zu lassen. In einer der kleinen Gassen kaufen wir noch schnell eine Postkarte fürs Forum. Wir wollen uns irgendwo zu einer Tasse Kaffee niederlassen und dabei dann die Karte schreiben.



    Im Bereich der Uferpromenade finden wir dann auch ein nettes Cafe, mit einer gemütlichen Terrasse im ersten Stock. Hier kann man ungestört sitzen und die Menschenströme unterhalb beobachten, während zum Kaffee auch noch ein Stück Kuchen sein Leben aushaucht. Schnell ist die Karte geschrieben und wird, nachdem wir das Cafe wieder verlassen haben, in den nächsten Briefkasten eingeworfen.



    Wir fahren anschließend über die Moselbrücke und am anderen Ufer wieder ein Stück die Mosel abwärts, bevor wir rechts abbiegen um den Hunsrück zu überqueren. Die Strecke geht in Richtung Emmelshausen, bevor wir die Route hinunter nach St.Goar am Rhein wählen. Unterhalb von Schloss Rheinfels erreichen wir St.Goar und nehmen die Autofähre über den Rhein nach St.Goarshausen über dem die Burg Katz trohnt.



    Am Rheinufer entlang wenden wir uns wieder nach Norden, vorbei an den feindlichen Brüdern Sterrenberg und Liebenstein, zwei dicht nebeneinanderliegenden Burgen. In Braubach machen wir unseren nächsten Halt, gleich unterhalb der Marksburg. Die Marksburg, Sitz der deutschen Burgenvereinigung, ist die einzige unzerstörte mittelalterliche Burg am Mittelrhein und verkörpert wie keine andere das klassische Bild einer mittelalterlichen Burg.



    Nicht umsonst wollten einst Japaner die Burg kaufen, Stein für Stein abtragen und in Japan wieder aufbauen. Glücklicherweise scheiterte der Kauf und die Japaner begnügten sich mit einer 100%tigen Kopie der Burg, die heute Teil des UNESCO Weltkulturerbes Oberes Mittelrheintal ist.
    Da es erst früher Nachmittag ist, entscheiden wir uns für eine Drei-Flüsse-Tour und biegen bei Lahnstein ins Lahntal ab.
    Das enge und kurvenreiche Lahntal ist auch eine beliebte Motorradstrecke und so wundert es nicht, dass wir ständig Motorrädern begegnen, die das schöne Spätsommerwetter für einen Ausflug nutzen. Mit den engen Flusswindungen schlängeln wir uns bis Obernhof, am Fuße des Klosters Arnstein, bevor wir hier noch eine kleine Pause einlegen.



    Bis kurz vor Laurenburg fahren wir dann noch die Lahn entlang, hier verläßt die Strasse das Lahnufer, bevor wir auf dem gleichen Weg wieder zurückfahren. In einem gemütlichen Gasthaus in Niederlahnstein lassen wir den schönen Tag ausklingen, bevor wir wieder in unser Hotel zurückkehren. Für morgen steht dann noch ein Mini-Forumstreffen an.





    Fortsetzung folgt ......

    Gruß Jobo,


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  • frei gehen ohne sich von Menschenmassen eingezwängt durch die Gassen schieben zu lassen.

    Ja, wie man auf den Bildern unschwer sehen kann - keine Menschenseele in Cochem :laugh1:

    100%tigen Kopie der Burg, die heute Teil des UNESCO Weltkulturerbes

    Wie jetzt, die Kopie ist Weltkulturerbe :wacko1: Warum denn nicht das Original ? ?( :mosking:


    Überhaupt diese vielen Burgen..ich habe mich immer nur gewundert, dass Jobo die Namen und Geschichten alle im Kopf hatte. :ok:

  • Nach dem obligatorisch guten Frühstück und einem erneuten Verdauungsspaziergang durch den Park checken wir die Zimmer aus und fahren hinunter nach Niederlahnstein. Hier haben wir uns für die Mittagszeit mit den Seebären im Wirtshaus an der Lahn verabredet. Wir sind sehr früh hier und parken direkt vor dem historischen Wirtshaus. Hier soll schon Goethe gespeist haben.



    Da wir noch ausreichend Zeit haben schlendern wir ein wenig an der Lahn entlang hin zur Mündung in den Rhein. Noch liegt ein morgentlicher Dunst über Lahn und Rhein, während wir feststellen, dass es hier noch mehr einladende Gasthäuser gibt. Die Burg Lahneck ragt schemenhaft in das diffuse Licht des Himmels über der Lahn. Gegenüber befindet sich ein kleiner Jachthafen.



    Manch skurrile Figur säumt unseren Weg und sogar eine Art Maibaum steht hier am Lahnufer. An einer Anlegestelle werden gerade einige Paddelboote zu Wasser gebracht. Die Lahn gilt als Paradies für kleine Paddel- und Sportboote.



    Wir erreichen die Lahnmündung, die eher unspektakulär wirkt. Gegenüber schält sich das Schloss Stolzenfels aus dem Dunst. Ehemals eine Burg wurde Stolzenfels im 19.Jahrhundert von Friedrich Wilhelm IV. zum Schloss und somit zum Sommersitz umgebaut. Das Schloss, welches man nur in bereitgestellten Pantoffeln betreten darf, beherbergt neben vielen alten Möbeln auch einen prunkvollen Rittersaal mit vielen alten Rüstungen und Waffen. Ebenfalls findet sich hier ein großes Modell des Kölner Doms komplett aus Zucker.



    Gerade fährt die Noordkap an uns vorbei :mosking: , allerdings die holländische Ausführung. An der Johanneskirche machen wir kehrt. Die Kirche gehört zum katholischen Johannes-Gymnasium, früher eines der strengsten und schwersten Gymnasien im Raum Koblenz. Hier wurden mit Schwerpunkt die alten Sprachen gelehrt und bis Anfang der Neunziger Jahre wurden hier nur Jungen unterrichtet.



    Auf dem Rückweg löst sich der Dunst langsam auf und die Sonne kommt mehr und mehr durch. Schon von weitem können wir die Seebären erkennen, die inzwischen ebenfalls am Wirtshaus angekommen sind. Wir haben schon am Vortag einen Tisch reservieren lassen, was sich in Folge auch als gut erweist, schnell füllt sich das Gasthaus mit Ausflüglern.



    Wir sitzen auch nach dem Essen noch lange hier und klönen, bevor wir uns wieder von den Seebären verabschieden. Bis zur Abfahrt von Renates ICE ist noch reichlich Zeit, also möchte ich ihr gerne noch den Aussichtspunkt Rittersturz zeigen. Dies erweist sich aber als nicht so einfach, da es kaum noch Hinweisschilder zu dem historisch so bedeutenden Aussichtsplatz gibt, und ich ihn nur durch meine Ortskenntnis wiederfinde.



    An diesem Aussichtsplatz im Koblenzer Stadtwald stand einst ein großes Hotel. Hier traffen sich vom 8. bis zum 10.Juli 1948 die elf westdeutschen Ministerpräsidenten zur Rittersturz-Konferenz aus deren Beratungen führte der Weg über den parlamentarischen Rat hin zum Grundgesetz und somit zur Bildung der Bundesrepublik Deutschland.



    Heute steht hier nur noch ein entsprechendes Denkmal und einige Informationstafeln, da das Hotel 1972 wegen Felssturzgefahr abgerissen werden musste. Die Aussicht von hier ist wunderbar. Direkt vor uns kann man die Sportstätten der Halbinsel Oberwerth sehen. Dahinter die Südbrücke, deren Bau leider auch einige Unglücke mit sich brachte, und im Hintergrund die Festung Ehrenbreitstein. Auf der rechten Seite reicht der Blick hinüber nach Lahnstein.



    Nun wird es Zeit Renate zum Bahnhof zu bringen und in ihren Zug zu setzen. Ein schönes Wochenende geht zu Ende und kaum habe ich Koblenz verlassen, hat mich der Alltag auch schon wieder, in Form etlicher Staus bis Köln, eingeholt.

    Gruß Jobo,


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  • Ja, das war wirklich ein schönes, langes Wochenende , nur ging es viel zu schnell zu Ende. Auch mit dem Wetter hatten wir ja ein Riesenglück, weil wir unseren Besuch in Koblenz doch schon lange vorher planen mussten. Das Highlight am Sonntag war natürlich das Treffen mit den Seebären :imsohappy: Irgendwie trifft man sich doch immer mal auch abseits der Hurtigruten-Schiffe
    Die lange Zugfahrt ist zwar blöd, aber wenigstens gab es zuerst am Rhein entlang noch viel zu sehen. Um 22.30 Uhr war ich wieder zu Hause, aber Jobo hat schon deutlich verlauten lassen, dass es in Koblenz noch soooooo viel zu sehen gibt... :good3: Erst mal freuten wir uns danach auf das Münchner Treffen. Das liegt nun auch schon wieder hinter uns, aber.........übernächste Woche geht's ja endlich los, auf nach Norwegen und rauf auf die Nordkapp. Der Reisebegleiter ( ) sitzt schon auf dem Koffer :mosking: . Überhaupt habe ich im Moment das Gefühl, dass ich nur aus Selbigem lebe... :D

  • Wenn man auch so vergnügungssüchtig ist wie Du! Aber wenigstens für Helgoland hast Du keinen Koffer gebraucht, da durfte nicht einmal der Teddy mit ... :dance3:


    hat hier doch Klein-Jobo Stunden verbracht den Schiffen bei den Schleusungen zuzuschauen

    Schön wäre jetzt noch ein Foto von Klein-Jobo, damit sich der geneigte Leser das noch besser vorstellen kann ... :mosking:

  • Leider gibt es aus dieser Zeit wenig Fotos, und die müßte ich erst mühsam heraussuchen und einscannen. Dafür fehlt mir jetzt, so kurz vor der nächsten Tour, einfach die Zeit. :pardon:

    Gruß Jobo,


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  • Dafür fehlt mir jetzt, so kurz vor der nächsten Tour, einfach die Zeit. :pardon:

    ....und dann ist kurz nach der nächsten Tour .... und dann ist Weihnachten... und dann ist vor irgendeinem anderen Urlaub ... :wacko1: Ich hab mir die Sache mal auf Wiedervorlage 1.12. gelegt .... :mosking:

  • Aber dieses Foto darf auf keinen Fall eine Ersatzleistung für einen Reisebericht der kommenden Tour mit der Nordkapp sein - da wollen wir wieder einen dualen Bericht!


    :girl_cray2: Keine Beschwerde, die Latte habt Ihr Euch selber so hoch gelegt! :laugh1: :laugh1:

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