Darum ist es am Rhein so schön ....................

  • Darum ist es am Rhein so schön ................


    Schon Anfang des Jahres hatte mich meine Schwester zu ihrem runden Geburtstag nach Koblenz eingeladen. Versteht sich von selbst, dass ich meine Mutter im Auto mitnehme und nicht separat mit der Bahn fahren lasse.
    Die Gelegenheit wollten wir beide nutzen, noch weitere Termine bei Verwandtschaft und Bekannten in Koblenz wahrzunehmen und den Besuch auf die ganze Woche auszudehnen. Kurzerhand habe ich uns Zimmer in einem Koblenzer Hotel mit Aufzug in zentraler Lage gebucht. So kann meine Mutter mit ihrem Rollator auch selbstständig unterwegs sein und ich diese Tage für mich verplanen.


    Da Renate unser Kurzurlaub im letzten Jahr in Koblenz so gut gefallen hatte, war sie sofort Feuer und Flamme als ich ihr anbot, doch auch für einige Tage nach Koblenz zu kommen. Schnell war noch ein weiteres Zimmer und die Bahnfahrten gebucht.


    Sonntag 26.August 2012


    Den Rollator habe ich schon am Vorabend eingeladen. Nach dem Frühstück bin ich gegen 9:45 Uhr bei meiner Mutter. Nachdem ich sie und ihr Gepäck eingeladen habe, wird noch vollgetankt, bevor wir auf der Autobahn die Kilometer hinter uns lassen. Auf dem ersten Stück bis Nürnberg ist nur wenig Verkehr, wir kommen gut voran. Etwas dichter wird es dann auf der A3, die ab Nürnberg auch nur noch zweispurig ist.
    Nachdem wir etwa die Hälfte der Strecke absolviert haben, steht gegen 11.30 Uhr ein Halt am Rasthof Würzburg an. Der Rasthof, in Richtung Frankfurt, liegt oberhalb der Stadt und man hat eine wunderbare Aussicht.




    Kurz nach 12 Uhr geht es weiter und nachdem wir Frankfurt passiert haben, liegt die kritischste Strecke hinter uns. Durch Taunus und Westerwald ist die Autobahn dreispurig und wir kommen zügig voran. So treffen wir schon wenig nach 14 Uhr am Hotel ein. Vor dem Hotel Hohenstaufen gibt es reichlich Parkplätze, allerdings werktags gebührenpflichtig. Das Hotel besorgt mir aber gleich morgen früh einen Dauerparkschein, somit muss ich jetzt nur für ca. 20 Minuten ein Ticket ziehen, welches dann ab Montagmorgen 8 Uhr gilt.


    Wir können unsere Zimmer in der zweiten Etage auch sofort beziehen. Die Zimmer sind ausreichend groß, lediglich die Toilette wirkt etwas eingeengt zwischen Dusche und Wand. Insgesamt ist die Einrichtung zwar etwas älter, aber die Zimmer sind absolut sauber und das Personal überaus freundlich. Es gibt noch für jeden einen Willkommensgutschein für ein Getränk im hoteleigenen Restaurant sowie jeden Tag eine kleine Flasche Wasser kostenlos aufs Zimmer.




    Der Koffer ist schnell ausgeräumt, Platz ist im Schrank ausreichend vorhanden. Anschließend wird die Aussicht begutachtet. Auf der linken Seite ist unter dem Fort Konstantin (hierzu später mehr) der Koblenzer Hauptbahnhof zu sehen. Von 1899 bis 1902 wurde dieser Bahnhof im neubarocken Stil mit Mansardwalmdächern errichtet. Im Krieg fast völlig zerstört, wurde der Bahnhof ab 1946 in vereinfachtem Stil wieder aufgebaut. Heute stellt der Bahnhof einen Teil des UNESCO Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal dar.




    Auf der rechten Seite steht das sogenannte "Hochhaus am Bahnhof". Der verklinkerte neungeschossige Bau von 1927/28 gilt als das erste Hochhaus von Koblenz (das neunte Geschoss ist von unten nicht zu sehen, da es etwas nach hinten gezogen liegt). Ehemals Wohnhaus fanden hier im Laufe der Jahrzehnte die verschiedensten Behörden Unterschlupf. Das Gebäude ist auch in der Liste der Kulturdenkmäler der Stadt Koblenz verzeichnet.


    Den Abend statten wir meiner Schwester einen ersten Besuch ab, bevor wir gegen 21 Uhr wieder im Hotel sind. Ich nutze die Zeit noch für einen kleinen Spaziergang rund um den Bahnhofsbereich und staune wie viel sich doch in den letzten 20 Jahren verändert hat.



    Montag 27.August 2012



    Um 4:30 Uhr ist die Nacht leider zu ende. Zwei Kehrmaschinen, eine für die Straßen und eine für die Bürgersteige, fahren Ballett vor dem Hotel. Viele Straßen kommen am Bahnhof zusammen. Diese werden von den Kehrmaschinen jeweils hoch und runter befahren, gewendet wird dann mit lautem Getöse auf dem Platz vor dem Hotel. Erst nach einer knappen Stunde kehrt wieder Ruhe ein, doch richtig einschlafen kann ich nicht mehr.


    Der Frühstücksraum in der ersten Etage ist gemütlich und das Buffet ausreichend. Es wird auch ständig wieder aufgefüllt, so dass es an nichts mangelt. Meine Mutter hat für die nächsten Tage schon ihre Pläne, daher verabschiede ich mich nach dem Frühstück. Um 14:46 Uhr wird Renate mit dem Zug eintreffen. Um 17 Uhr sind wir mit den Seebären im Königsbacher-Biergarten hinter dem Deutschen Eck verabredet.


    Ich nutze die Zeit um schon mal den Weg zum Biergarten zu testen, damit wir heute Abend wissen wann wir losgehen müssen. Dazu gehe ich vom Bahnhof aus den Markenbildchenweg hinunter bis zum Rhein (10min.) und dort die Rheinanlagen entlang bis zur Rheinbrücke (15 min) und weiter bis zum Deutschen Eck (20 min.), alles in ruhiger Gangart. Wo ich nun schon mal hier bin, teste ich natürlich auch die Qualität des Bieres im Biergarten, möchte mich schließlich heute Abend nicht blamieren.


    Das Zischke, ein naturtrübes Bier, schmeckt sehr erfrischend und man sitzt hier wirklich gut. Doch schon bald quält mich der Hunger. Nicht weit von hier ist Brauns Fischgaststätte. Hier habe ich schon als Kind den leckeren Backfisch gegessen. Es gibt ihn als Seelachs, Goldbarsch oder Kabeljau mit selbstgemachtem Kartoffelsalat (auch Salzkartoffel oder Pommes sind möglich) und einer ebenfalls selbstgemachten, megaleckeren Remouladensauce.


    So gestärkt begebe ich mich nun zurück zum Bahnhof. Hier trifft Renate mit wenigen Minuten Verspätung ein. Nachdem auch sie ihr Zimmer bezogen hat, gönnen wir uns noch eine kleine Pause vor dem Hotel.




    Anschließend begeben wir uns auf den gleichen Weg, den ich heute Vormittag schon abgelaufen bin. Das Wetter spielt heute wirklich mit, es ist mild und angenehm warm. Von den Rheinanlagen aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Festung Ehrenbreitstein.




    Wir sind doch recht früh am Biergarten, aber auch die Seebären treffen schon ein. Wir nehmen uns einen Tisch direkt neben der Kasse des Biergartens und erfreuen uns an den leckeren isotonischen Getränken. Dazu genehmigen die Seebären sich Jägerschnitzel mit Pommes, während Renate und ich den Elsässer Flammkuchen bevorzugen.


    Nun muss man die Getränke ja auch von Zeit zu Zeit wieder wegbringen. Dazu gibt es eine, auch öffentlich zugängliche, Toilette. Deren Besuch kostet jedesmal 50 Eurocent, die man aber im Biergarten wieder einlösen kann. Irgendwann gehen uns aber doch die 50 Cent-Stücke aus und Renate fragt nebenan an der Kasse zum Wechseln. Die nette Dame an der Kasse gibt ihr stattdessen einen Freibon für die Toilette.


    Im Verlauf des weiteren Abends kommt uns die Idee, ein Bild von uns zu machen. Renate will dazu die Dame an der Kasse ansprechen. Sie geht zur Kasse und sagt: "Entschuldigung, .....", noch bevor sie etwas Weiteres sagen kann, schnellt der Arm der Kassiererin mit einem weiteren Freibon für die Toilette hervor. Dies erzeugt natürlich heftiges Gelächter, bevor uns die Kassiererin dann doch noch fotografiert.




    Wir sitzen hier wohl so bis gegen 19.30 Uhr bei wunderschönem Abendhimmel, bevor sich die Seebären wieder auf den Heimweg machen. Schließlich müssen sie noch bis in den Westerwald fahren und morgen auch wieder arbeiten. Renate und ich begleiten die beiden noch bis zum Parkhaus. Dabei kommen wir an der Kastorkirche vorbei, die nun in den herrlichsten Farben der untergehenden Sonne leuchtet.




    Wir verabschieden die Seebären am Görresplatz und machen uns auf den Weg zurück zum Hotel. Quer durch die Stadt dauert dieser gerade mal 30 Minuten. Hier sitzen wir noch lange vor dem Hotel und verprassen unsere Willkommens-Gutscheine.



    ..........wird fortgesetzt............

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
    - Susan Sontag -


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  • Ende September heißt es auch für mich


    Darum ist es am Rhein so schön ................


    Sehr lange war ich nicht mehr da. Koblenz und Andernach stehen auf dem Programm. Die Besichtigungen stehen auch schon fest :dance3: . Danke für die Bilder. Bin gespannt, was die Fortsetzung bringt :laugh1: :mosking:

  • Ja,es war ein netter Abend.Wenn man in der Nähe wohnt,nimmt man es gar nicht mehr so wahr,wie schön es eigentlich ist.Wir haben ungefähr ne dreiviertel Stunde mit dem Auto,waren aber jetzt auch schon länger nicht mehr da,deshalb haben wir den Abend richtig genossen.
    Gruß Seebär

  • Dienstag 28.August 2012



    Pünktlich um 4:30 Uhr beginnt wieder der Tanz der Kehrmaschinen vor dem Hotel. Irgendwie kann man es mit der Reinlichkeit auch übertreiben. Kurz nicke ich danach wieder ein, bin aber pünktlich um 7 Uhr mit Renate zum Frühstück. Meine Mutter frühstückt meist erst gegen 8:30 Uhr. Wir leisten ihr dabei noch kurz Gesellschaft, bevor wir uns auf den Weg in die Stadt machen.




    Fort Konstantin und Bahnhof stahlen in der Morgensonne, die Temperaturen sind auch schon angenehm. Von 1998 bis 2000 wurde der Bahnhofsvorplatz komplett neu gestaltet. Hier befindet sich heute ein freundlicher Fußgängerbereich unter dem man ein großes Parkhaus gebaut hat. Gleich davor wurde auch der Busbahnhof erweitert und modernisiert.




    Wir nehmen den gleichen Weg wie gestern, den Markenbildchenweg hinunter zum Rhein. Noch bevor wir die Südallee kreuzen fällt uns an der Ecke Hohenzollernstraße ein Eckhaus auf. Das spätgründerzeitliche Eckwohnhaus stammt aus dem Jahr 1899 und beherbergt heute auch eine Gaststätte.




    Der ganze Bereich zwischen Bahnhof und Rhein wird als die südliche Vorstadt bezeichnet. Als im zweiten Weltkrieg die Bomben reichlich auf Koblenz fielen, blieben hier noch die meisten Häuser stehen. Daher gibt es hier auch noch viele gut erhaltene alte Wohnhäuser. So auch Markenbildchenweg 18, ein sandsteingegliederter Klinkerbau von 1895/96, sowie gleich gegenüber das Neurenaissance Wohnhaus von 1894/95.




    Etwas kleiner steht ein neugotisches Wohnhaus von 1895 daneben. An dieses schließt sich ein dreigeschossiger Mansarddachbau mit reich dekorierter Fassade von 1894/95 an. Viele dieser Häuser wurden in den letzten Jahren wunderschön restauriert.




    Wir stoßen nun auf die Mainzer Straße, eine recht beliebte aber auch teure Wohnstraße nicht weit vom Rhein entfernt. An der Ecke steht hier ein spätgründerzeitliches Eckwohnhaus von 1896/97. Schräg gegenüber fällt uns eine kleine neugotische Fachwerkvilla von 1897/98 auf.




    Hier an der Mainzer Straße endet der Markenbildchenweg. Auf der anderen Seite führt die Januarius-Zick-Straße weiter zum Rhein. Auch hier stehen schöne alte Wohnhäuser, wie beispielsweise das spätgründerzeitliche Doppelhaus mit villenartigem Walmdachbau von 1893/94.




    Wir haben die Rheinanlagen erreicht. Das Café Rheinanlagen ist leider schon lange geschlossen und steht wohl kurz vor dem Abriss, der Biergarten davor ist aber noch in Betrieb. Auf der anderen Straßenseite steht das Traditionshotel „Kleiner Riese“. An dieses Hotel in Traumlage hatte ich auch schon gedacht, aber leider ist es zu weit entfernt von der nächsten Bushaltestelle. Auf der gegenüberliegenden Rheinseite befindet sich der Ortsteil Pfaffendorf.




    Deutlich ist dort der Leinpfad am Ufer zu erkennen. Hier wurden in früheren Zeiten die Schiffe von Pferden, die auf den Leinpfaden gingen, stromaufwärts gezogen. Das sogenannte „Treideln“ fand bis Mitte des 19ten Jahrhunderts statt, bevor die Pferde von den ersten Dampfschleppern abgelöst wurden.
    Vorbei führt unser Weg an der Moltkestraße, hier ist grün die vorherrschende Farbe.




    So manch schöne Gartenlaube findet sich hier. Kurz vor der Rheinbrücke steht die von 1959 bis 1962 gebaute Rhein-Mosel-Halle. Nach einem ähnlichen Konzept wurde 10 Jahre später in der ehemaligen DDR der Palast der Republik gebaut. Für die Bundesgartenschau 2011 wurde die Rhein-Mosel-Halle komplett modernisiert. Direkt davor steht ein Gedenkstein an das Geburtshaus des ehemaligen französischen Staatspräsidenten Giscard D´Estaing.




    Das Weindorf entstand 1925 für die Reichsausstellung Deutscher Wein. Es handelt sich um einen Komplex aus Fachwerkhäusern mit einem großen Innenhof. Ursprünglich nur für die Dauer der Ausstellung errichtet, wurde es dann aber als Touristenattraktion erhalten. 1864 stiftete die Königin Augusta das Brückenmonument, welches an die Erbauer der Rheinbrücke erinnert.




    Das Rheinkasemattenkorps und der Brückenbogen (Kaiserhalle) wurden ab 1875 mit Plaketten-Ensemble bestückt, die die Bindung zwischen dem Kaiserpaar und der Garnisionsstadt Koblenz dokumentieren sollten. Die erste Pfaffendorfer Brücke wurde 1864 in Betrieb genommen und 1945 von deutschen Truppen gesprengt. Die heutige Brücke entstand 1953 und bedarf einer dringenden Überholung, die in den nächsten Jahren durchgeführt werden soll.




    Wir erreichen das Kurfürstliche Schloss, das seit der BUGA 2011 auch von den Rheinanlagen aus zugänglich ist. Vor dem Aufgang zum Schloss steht das 1928 fertiggestellte Josef-Görres-Denkmal. Clemenz Wenzeslaus von Sachsen, Erzbischof und Kurfürst von Trier, ließ von 1777 bis 1793 das Schloss als Residenz im Stil des französischen Frühklassizismus errichten.




    Für die Bundesgartenschau 2011 wurde das Schloss komplett restauriert und erstrahlt nun in wesentlich helleren Farben als im terrakotta-gelb zuvor. Die Parkanlagen rund um das Schloss zeigen noch die Auswirkungen der BUGA. Neben herrlichen Blumenrabatten finden sich auch noch einige Skulpturen.




    So mancher Tourist hat sich hier ablichten lassen als Erinnerung an die Bundesgartenschau. Eine Besichtigung der schönen Innenräume des Schlosses haben wir uns für ein nächstes Mal aufgehoben. Das Kurfürstliche Schloss ist heute Teil des UNESCO Weltkulturerbes Oberes Mittelrheintal.




    Vor einem der halbrunden Seitenflügel des Schlosses entdecke ich die steinernen Löwen, auf denen ich als kleiner Bub so gerne geritten bin. Jenseits des Schlossparkes ist die Koblenzer Neustadt zu sehen. Hier ist die Druckerei meiner Großeltern, die ich als Kind so oft besucht hatte. Sie wird heute von einem meiner Cousins geführt.




    Die Stresemannstraße entlang passieren wir das Oberlandesgericht Koblenz. Ein Teil des Gerichtes ist in dem neoromanischen Gebäude Regierungsstraße 7 untergebracht. In den Jahren 1902 bis 1905 gebaut diente dieses Gebäude ursprünglich dem Regierungspräsidenten der preußischen Bezirksregierung als Dienstvilla. Vor uns tauchen die Schiffsanlegestellen auf und im Hintergrund die Festung Ehrenbreitstein.




    Schön zu sehen, dass die kleine Rheinfähre „Schängel“ immer noch fährt. Ob sie aber auf Dauer gegen die neue Kabinenbahn über den Rhein bestehen kann bleibt abzuwarten. Das ehemalige preußische Regierungsgebäude überragt hier die Rheinanlagen. Von 1902 bis 1906 zusammen mit der oben bereits beschriebenen Dienstvilla gebaut, war das Gebäude Sitz der preußischen Regierung für den Regierungsbezirk Koblenz der Rheinprovinz. Auch das Hauptsteueramt war hier untergebracht. Heute ist das BWB (Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung) in dem Gebäude untergebracht, welches ebenfalls Teil des UNESCO Weltkulturerbes Oberes Mittelrheintal ist.




    Kurfürst Lothar von Metternich regte ursprünglich den Bau des Rheinkrans von 1609 bis 1611 an. Bis 1839 wurde das kleine Gebäude als Rheinkran benutzt, bevor es seine Verwendung als Pegelhaus fand. Bei 4,70 m ist die erste Hochwassermarke des Rheins bei Koblenz erreicht. Die Markierung vom Dezember 1993 weist auf einen Pegel von 9,49m hin. Zur BUGA 2011 wurde das Pegelhaus um ein Stockwerk mit Glasdach erweitert, welches als Panoramarestaurant dient.




    Ein Gedenkstein in der Nähe des Pegelhauses erinnert an die alte Schiffsbrücke, die von 1819 bis 1945 über den Rhein führte. Diese musste immer mühsam geöffnet werden, wenn Schiffe die Stelle passieren wollten. Bei Kriegsende wurde die Brücke zerstört. Lediglich die beiden Brückenhäuser sind noch erhalten, sie beherbergen heute Andenkengeschäfte für die Touristen. Früher wurde hier ein Brückengeld von 2 Pfennig für die Benutzung der Brücke erhoben.




    Wir haben uns für eine Fahrt mit der Seilbahn auf die Festung Ehrenbreitstein entschieden. Beim letzten Besuch war dies nur in Verbindung mit dem BUGA-Eintritt möglich, was uns zu teuer war. Wahrscheinlich wird die Seilbahn nun doch in Koblenz bleiben, nachdem die UNESCO den Status des Weltkulturerbes Oberes Mittelrheintal durch die Seilbahn nicht gefährdet sieht.




    Von der Bergstation sind es nur wenige Meter bis zum Eingang der Festung. Man kann direkt ein Kombiticket für Seilbahn und Festung lösen. Dies ist erheblich günstiger als die Einzelpreise. Heute ist nur wenig Betrieb hier oben, dies sieht an den Wochenenden anders aus.




    Bis zum großen Innenhof der Festung sind es nur wenige Meter zwischen Mauern die den Namen Festungsmauer wirklich verdienen. Sie sind an einigen Stellen bis zu 3 m dick. Der Ursprung der Festung geht auf eine Burganlage aus dem Jahr 1000 zurück. Auf deren Resten errichtete man um 1600 herum eine ehemals kurtrierische, später preußische Festungsanlage. Die heutige Festung wurde zwischen 1817 und 1828 errichtet.




    Obwohl Koblenz im Krieg zu 87 % zerstört wurde, hat es auf der Festung nur wenige Schäden gegeben. Sie beherbergt heute diverse Museen, sowie eine Jugendherberge. Selbstverständlich ist auch sie ein Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Die ganze bewegte Geschichte der Festung hier zu erzählen würde den Rahmen eines Reiseberichtes definitiv sprengen.




    Wir setzen uns in das kleine Restaurant mit Blick auf die Rhein-Mosel-Stadt. Wie immer kann man die unterschiedlichen Farben von Rhein und Mosel von hier gut erkennen. Auch am Deutschen Eck geht es heute vergleichsweise ruhig zu. Nur ein großes Passagierschiff dreht gerade in die Mosel.




    Nachdem wir unseren Durst gelöscht und unseren Füßen eine kleine Ruhepause gegönnt haben, starten wir noch zu einem ausgedehnten Rundgang durch die Festungsanlage. Man könnte hier durchaus einen ganzen Tag verbringen, wollte man auch nur den überwiegenden Teil der riesigen Anlage erforschen.




    Für uns heißt es aber wieder zurück zur Seilbahn. Die beste Gondel ist übrigens die Gondel Nr. 17. Sie ist die einzige der 18 Gondeln, die auch im Boden ein Glasfenster hat. Die Rheinseilbahn ist die größte Luftseilbahn Deutschlands und mit einer Kapazität von 7600 Personen pro Stunde weltweit unübertroffen.




    Von der Talstation der Seilbahn schlendern wir am Deutschen Eck vorbei. Das heutige Deutsche Eck wurde 1897 auf einer künstlich aufgeschütteten Landzunge errichtet, als Denkmal für die Reichsgründung 1871. Das Reiterstandbild Kaiser Wilhelm I wurde kurz vor Kriegsende von einer amerikanischen Artilleriegranate getroffen. Fortan stand lediglich ein Fahnenmast mit der Deutschlandfahne auf dem Sockel als Mahnmal der deutschen Einheit. 1993 wurde eine Rekonstruktion des Reiterstandbildes errichtet, die aber schon vor dem Mauerfall geplant war.
    Wie zufällig zieht es uns jetzt in den Biergarten hinter dem Deutschen Eck.




    Nachdem wir uns dort gestärkt haben, wandern wir zum Deutschherrenhaus hinüber. Es ist der übrig gebliebene Teil der Deutschordenskommende Koblenz, einer Niederlassung des Deutschen Ordens. Vor 1897 stellte dieses Areal das Deutsche Eck dar. Im Hof ist der Daumen von César zu sehen, ein Teil des Ludwig Museums. Das Ludwig Museum im Deutschherrenhaus ist das einzige zeitgenössische Museum in Rheinland-Pfalz.




    Direkt neben dem Deutschherrenhaus befindet sich die Basilika St.Kastor, die Kastorkirche. Die älteste Koblenzer Kirche wurde in der ersten Hälfte des 9.Jahrhunderts fertig gestellt und ist ein Hauptwerk der Romanik am Mittelrhein. Die Kirche diente häufig als Treffpunkt für Fürsten, Könige, Kaiser und später Politiker, die hier u.a. Reichsteilungen und Freundschaftsverträge aushandelten und besiegelten. Die Kirche ist ebenso wie das Deutschherrenhaus Teil des UNESCO Welterbes.




    Über den Görresplatz mit dem schönen Brunnen mit der Historiensäule führt unser Weg durch die Firmungsstraße hin zum Jesuitenplatz. Erklärungen hierzu finden sind im Bericht unseres letzten Besuches .




    Natürlich darf ein Besuch am Schängelbrunnen, dem Wahrzeichen der Stadt, nicht fehlen. Vorbei am Entenbrunnen erreichen wir den Plan und lassen uns in einem der netten Straßenrestaurants zu einer Tasse Kaffee nieder.




    Unser nächstes Ziel ist die Liebfrauenkirche. Um 1170 begann der Bau der spätromanischen Pfeilerbasilika mit Emporen. Ein Vorgängerbau dieser Kirche geht bis auf das 5. Jahrhundert zurück. Die neuen Chorfenster stammen von 1992.




    Auf dem Münzplatz fallen uns die schönen Skulpturen auf. Maatfrau und Schutzmann stehen am Anfang des auch als Marktplatz genutzten Bereiches. Am Eingang zur Löhrstraße, der Haupteinkaufsstraße von Koblenz, steht der Resche Hennerich, ein Koblenzer Schoster (Schuster) der durch seinen Witz und seine Zivilcourage bekannt war.




    In einer Seitenecke der Löhrstraße findet sich der 1983 gebaute Erfinderbrunnen von Gernot Rumpf. Hier dreht sich alles vom Wasser angetrieben. Am Ende der unteren Löhrstraße findet sich noch der Brunnen am Löhrrondell.




    Gegenüber steht die Herz-Jesu-Kirche, die Hauptkirche von Koblenz. Von 1900 bis 1903 gebaut ist sie einer der bedeutendsten neoromanischen Sakralbauten in Deutschland. Wie auch die Liebfrauenkirche ist sie ein Teil des UNESCO Welterbes Oberes Mittelrheintal. Einige Kleinigkeiten musste ich jetzt noch einkaufen, daher stand ein Besuch des Löhrcenters, eines großen Einkaufszentrum an.


    Unsern Rundgang beenden wir über die obere Löhrstraße zum Hotel. Dabei erwischt uns noch ein kleiner, aber heftiger Regenschauer. Am Abend treffen wir uns mit meiner Mutter im Restaurant des Hotels und wandern anschließend noch einmal zum Rhein hinab um dort den Sonnenuntergang mit den vorbeiziehenden Schiffen zu genießen.



    ….. wird fortgesetzt …..

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
    - Susan Sontag -


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  • für ein nächstes Mal

    Das hoffe ich doch ;)
    Bei meinem ersten Besuch im letzten Jahr war ich schon begeistert. Aber da war BUGA, auch schönes Wetter, Wochenende und die Stadt brechend voll. Da hatten wir uns hauptsächlich auf die "Kindheitspfade" konzentriert und dann eine schöne Mosel- und Lahntour gemacht :D Diesmal konnte ich die Stadt dann etwas näher unter die Lupe nehmen, wieder schönes Wetter, wochentags und längst nicht so viele Leute :) Es hat viel Spaß gemacht, vor allem natürlich, wenn man einen so enthusiastischen "Stadtführer" hat, der aber auch jede Frage beantworten kann. Das Lob muss ich hier mal aussprechen, man merkte Jobo seine Freude richtig an ^^ ^^ ^^ Er hat mir "Kleinigkeiten" gezeigt, die ich als Fremde gar nicht entdeckt hätte, und die auch in keinem Reiseführer stehen.
    Koblenz ist nicht nur wegen seiner tollen Lage und der wunderschönen Landschaft eine Reise wert, sondern auch um seiner selbst wegen. Darum hoffe ich schon auf ein "nächstes Mal" , es gibt noch viel zu sehen :imsohappy:

  • Junge, Junge, Jobo!


    Da hast du dir aber unglaublich viel Mühe gemacht, uns die Schönheiten deiner Heimatstadt vorzustellen und dann nicht nur mit Bildern, sondern auch noch mit den vielen detaillierten Beschreibungen! :8o: Das ist dir gut gelungen! Koblenz kannte ich bisher nur flüchtig. Mein Kegelclub verbrachte vor Jahren mal ein Wochenende an der Lahn und in diesem Zusammenhang machten wir eine Drei-Flüsse-Schiffahrt über Lahn, Rhein und Mosel, wobei wir auch den einen oder anderen Blick auf Koblenz erhaschen konnten, aber von Bord gehen durften wir nicht. War im Programm nicht vorgesehen. Schön, auf diese Weise mal etwas aus dem Stadtinneren zu sehen zu bekommen.


    Herzlichen Dank und liebe Grüße


    von Ulli

  • Dein Reisebericht kommt für mich gerade zur richtigen Zeit. Die Informationen zu den Sehenswürdigkeiten und den Gebäuden werde ich mir notieren :gamer: . Ich glaube, wir werden etwa die selben Wege gehen wie ihr.
    Der große Daumen steht auch noch da. 2004 zu den Dampftagen haben wir ihn dort aufgenommen.
    Ehrenbreitsteinbesuch ist für uns auch klar, aber die Gondel 17 über den Rhein ist jetzt die, in die ich NICHT einsteige :woot: . Danke für die Info, ich werde diese spezielle Gondel großzügig anderen überlassen. Eher schwimme ich rüber :mosking: .
    Die Bilder von Ehrenbreitstein und zum Deutschen Eck mit der Seilbahn – einmalig schön :ok: . Ich hoffe, wir werden dort oben auch so ein gutes Wetter haben.
    Die schönen verspielten Brunnen werde ich mir auch gerne ansehen und die Infos dazu hast Du auch schon geliefert :thumbup: .
    Mit jeder Fortsetzung steigt bei mir die Spannung auf die Reise.

  • hallo Jobo,
    vielen Dank frür den hochinteressanen Bericht. :thumbup: Dir sind traumhafte Bilder gelungen und Du scheinst ein wandelndes Geschichtsbuch zu sein. Das kombiniert mit Deiner Art zu schreiben lässt ein lockeres Lesen zu , obwohl Du uns mit ganz ganz vielen Daten 'fütterst'. ;) Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
    Lynghei

  • Und ich dachte immer, ich würde die Gegend kennen. Deine Bilder zeigen nun aber, dass ich da wohl noch sehr viel Nachholbedarf habe. ;( Aber, was nicht ist, kann ja noch werden. Also ist ein Kurzurlaub am Rhein durchaus mal zu überdenken. Vielen Dank für Deine wirklich tollen Bilder und die Aussicht auf mehr.... :thumbup:


    Gisela

  • Mittwoch 29.August 2012



    Heute Morgen haben die Kehrmaschinen ein Einsehen und starten erst um 4:45 Uhr mit ihrem Getöse. Ich möchte mich hiermit nachträglich für diese 15 Minuten zusätzlichen Schlafes bei der Stadtreinigung Koblenz bedanken. Da hat mir später gleich das Frühstück besser geschmeckt.


    Anschließend machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Heute steht eine Fahrt nach Köln an. Dort sind wir mit nonnie verabredet. Zurzeit wird in Koblenz ein Bahnsteig renoviert. Dort soll aber eigentlich unser Zug abfahren. Am Infoschalter erfahre ich dann den Ausweich-Bahnsteig. Erst danach entdecken wir zufällig den kleinen Plan mit den Gleisänderungen hinter einer Säule.


    Wir haben uns ein „Quer-durchs-Land“-Ticket gekauft. Damit können bis zu 5 Personen 2.Klasse einen Tag lang deutschlandweit mit Regionalzügen fahren wohin und sooft sie möchten. Die erste Person zahlt 42,- Euro, jede weiter 6,- Euro. Somit kostet uns die Fahrt nach Köln und zurück gerade mal 48,- Euro.


    Unser Rheinexpress startet um 9:16 Uhr von Koblenz. Wir haben uns in den oberen Teil des Waggons gesetzt und haben somit eine gute Aussicht während der Fahrt. Die Waggons sind auch um diese Zeit nicht überfüllt, jeder findet gut einen Platz. Um 10:28 Uhr kommen wir pünktlich in Köln Hbf an.




    Bis zur Domplatte, hier erwartet uns nonnie, sind es nur wenige Meter. Ich kann nonnie schon von weitem dort sehen. Nach einer herzlichen Begrüßung gönnen wir uns einen ersten Kaffee im Café Reichard gleich gegenüber dem Dom.




    Vor dem Dom stehen auch mehrere unterschiedlich verkleidete Personen, quasi als lebende Fotomotive für die Besucher. Von Engel über Römer bis hin zu Ritter ist da alles dabei. Nach dem guten Kaffee machen wir uns auf den Weg zum Dom, einem UNESCO Weltkulturerbe.




    Auf der Domplatte findet sich ein Modell einer Kreuzblume, wie sie auf den beiden Türmen des mit 157,38 m zweihöchsten Kirchengebäudes Europas und dritthöchsten der Welt angebracht sind. Nur die Basilika Notre-Dame de la Paix in Yamoussoukro, Elfenbeinküste, (158,1 m) und das Ulmer Münster (161,53 m) sind noch höher.




    Wir betreten den Dom durch das Hauptportal und sind erst einmal überwältig von den Ausmaßen dieser gotischen Kathedrale. Die Gesamtlänge des Domes beträgt 144,58 m, die Gesamtbreite 86,25 m. Das Gewölbe des Mittelschiffes ist 43,35 m hoch. Bis zur Turmspitze führen 533 Stufen hinauf.




    Insgesamt hat der Dom rund 10.000 qm Fensterfläche. Wie uns nonnie mitteilt, sind die unteren Fenster fast alle noch Originale, da sie vor den Bombenangriffen im 2.Weltkrieg immer ausgebaut und in Sicherheit gebracht wurden.




    Im linken Seitenschiff fällt uns sofort der schöne Klaren-Altar auf. Der Flügelaltar entstand um 1350/60 und bietet durch die Doppelflügel drei unterschiedliche Öffnungen. Die 20 m hohe Langhausorgel hängt 20 m über dem Boden. Sie stammt von 1998 und beendete die unbefriedigende Klangsituation des Orgelspiels im Dom. Die Christophorus Statue aus Tuffstein wurde um 1470 von Tilman van der Burch geschaffen.




    Der Agilolphusaltar im rechten Seitenschiff gelangte vermutlich 1817 in den Dom und stammt von 1520. Die Marienorgel im Chorumgang besteht aus einem barocken Gehäuse von 1700 in das 1963 eine Orgel von Daniel Roetzel aus dem Jahre 1874 eingebaut wurde.




    Auffällig ist auch der schöne Mosaikboden der Kirche. Insgesamt 1350 qm des Bodens wurden mit keramischen Mosaiksteinchen der Firma Villeroy & Boch von August von Essenwein und Fritz Geiges in den Jahren 1871 bis 1899 belegt. Den Mittelpunkt der Marienkapelle bildet der Altar der Stadtpatrone, den der Kölner Maler Stefan Lochner 1442 ursprünglich für die Ratskapelle der Stadt Köln schuf.




    Der einzige im Mittelalter im Dom bestattete Weltliche war der Graf Gottfried von Arnsberg, der seine Grafschaft dem Kölner Erzstift übertragen hatte. Der Sage nach sollte das Gitter das Grabmal vor den Übergriffen seiner enttäuschten Verwandtschaft schützen. Gleich daneben befindet sich das Tumbengrabmal des Erzbischofs Friedrich von Saarwerden. Die 1892 umgestaltete Achskapelle bildet den hinteren Abschluss des Chors.




    Das Gero-Kreuz stand bereits im alten Dom, der von 870 bis ins 13.Jahrhundert hier stand, und wurde 1270 im heutigen Dom aufgestellt. Erzbischof Gero hat dieses Holzkreuz der Kirche gestiftet. Strahlensonne und Marmoraltar stammen von 1683. Von 1893 stammt die geschnitzte Figur der Hl. Ursula.




    Die schmiedeeisernen Rokokogitter des Chores waren früher farbig gefasst. Sie trennen den Umgang vom Binnenchor ab. Der Dreikönigenaltar wurde 1668-83 von Heribert Neuss geschaffen. Die Altarwand besteht aus schwarzem Marmor und hellem Alabaster.




    Obwohl schon 1248 der Grundstein für den heutigen Dom gelegt wurde, fand die Fertigstellung des Domes erst 1880 statt. Trotz 14 Treffern von schweren Fliegerbomben im 2.Weltkrieg überstand der Dom auch diese schwere Zeit. Der Dom ist bis heute die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands und zählt durchschnittlich mehr als 20.000 Besucher pro Tag.




    Wir verlassen den Dom wieder durch das Hauptportal. Vorbei am römisch-germanischen Museum starten wir nun zu einem Bummel durch die Kölner Altstadt. Inzwischen ist die Temperatur gut angestiegen, wir suchen nach Möglichkeit die Schattenbereiche auf.




    Wir biegen rechts ab in die Straße „Unter Taschenmacher“. Hier hat das Traditionsbrauhaus Sion seinen Sitz. Es ist eine von vielen Kölsch-Brauereien in denen man meist gut speisen und ein leckeres Kölsch genießen kann.




    Am Brauhaus vorbei links erreichen wir den „Alter Markt“. Während der Karnelvalszüge ist hier meist die Hölle los. Nonnie führt uns nun durch den Klimperkasten Papa Joe’s Biersalon, eine absolut urige Kölner Kneipe. Auf der Rückseite verlassen wir das Lokal im Brigittengäßchen.




    Am Ende dieser Gasse befindet sich das Gaffel-Haus. Direkt vor der Tür sind die Figuren Tünnes und Schäl aufgestellt. Diese kölsche Originale stammen ursprünglich aus dem Kölner Hänneschentheater, einem Puppentheater. Tünnes (von Antonius) stellt den gutmütigen, bauernschlauen Typ dar, Schäl (vom Schielen, aber auch von Schäl = schlecht, falsch) den schlitzohrigen, teilweise hinterhältigen Typ.




    Über die Lintgasse erreichen wir das Kastellsgäßchen und schließlich den Ostermannplatz. Auf dem dort stehenden Ostermannbrunnen sind viele Figuren abgebildet, die Willi Ostermann, ein Verfasser von Kölner Heimat- und Karnevalslieder, in seinen Liedern besungen und verewigt hat. So z.B. „däm Schmitz sing Frau“ oder „dat Schmitze Billa“. Eines seiner bekanntesten Lieder ist sicherlich das Schunkellied „Einmal am Rhein“.




    Nach einem kleinen Abstecher über den Heumarkt landen wir auf dem Eisenmarkt am Millowitsch-Denkmal. Der Kölner Volksschauspieler war einer der bekanntesten deutschen Theaterschauspieler. Er hatte auch in zahlreichen Filmen mitgespielt und hatte in Köln sein eigenes Theater, das Millowitsch-Theater, welches heute von seinem Sohn geleitet wird.




    Die Salzgasse entlang wandern wir hinunter in Richtung Rhein. Die Hitze hat uns durstig gemacht, daher suchen wir ein nettes Gasthaus zur Einkehr. Ein wenig Nahrung wäre auch nicht schlecht, ist es doch inzwischen schon nach 12 Uhr.




    Die Auswahl an Gaststätten ist hier riesig, da fällt die Entscheidung wirklich schwer. Wir passieren den Fischmarkt und schlendern die Mauthgasse entlang. An der Ecke Mühlengasse – Am Bollwerk werden wir schließlich fündig.




    Auf der Terrasse der Gaststätte Dom im Stapelhaus finden wir ein ruhiges Plätzchen mit einem schönen Rundumblick. Jetzt brauche ich erst mal ein leckeres Kölsch. Der Köbes bringt mir auch umgehend das heiß ersehnte Getränk. Schnell wird mir klar, warum die Kölner sagen: „Ein Kölsch schmeckt als ob dir ein Engelchen aufs Züngelchen pinkelt.“ Dazu gönne ich mir natürlich, wie immer wenn ich in Köln bin, die Speise „Himmel un Äd“.




    Nach dem Essen spazieren wir wieder langsam in Richtung Dom. Dabei treffen wir, direkt neben dem römisch-germanischen Museum auf die alte römische Hafenstraße. Renate kann sich bei dem Begriff Hafenstraße natürlich ein leicht spöttisches Hochziehen der Augenbrauen nicht verkneifen.




    So landen wir schließlich wieder am Dom, direkt vor dem Südportal. Bevor wir unsere Rückfahrt antreten, wollen wir noch einen Kaffee, Eiskaffee im Café Reichard zu uns nehmen. Außerdem kann man diese Gelegenheit zu einem Toilettenbesuch nutzen. Nun ist dies ja grundsätzlich nicht besonders erwähnenswert, im Café Reichard jedoch schon. Dort hat es nämlich keine normalen Toiletten, sondern die Superluxusausführung selbiger.


    Über jedem Pissoir ist ein Fernseher in die Wand gelassen. Noch interessanter sind aber die richtigen Toiletten. Sie sind mit einer Glastür versehen, die sofort undurchsichtig wird, sobald man die Tür abschließt. Selbstverständlich ist der gesamte Toilettenbereich in edelstem Marmor gehalten.


    Jetzt ist es an der Zeit sich von nonnie zu verabschieden. Es war schön, dass sich nonnie für uns die Zeit genommen hat und uns mehrere Stunden ertragen hat. Im Bahnhof angekommen herrscht das pure Chaos. Es ist heiß und stickig, der Bahnsteig völlig überfüllt und Zugansage kommt mit den Verspätungsmeldungen nicht mehr hinterher.


    Auch unser Zug hat gut 10 Minuten Verspätung. Als wir endlich einsteigen können, strömt uns heiße, abgestandene Luft entgegen. Bis Bonn hat es dann die Klimaanlage geschafft eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. In Koblenz angekommen öffnen sich die Türen und wir haben den Eindruck vom Zug direkt in eine Sauna zu steigen.


    Nach dem Abendessen machen wir noch einen ausgedehnten Bummel zum Rhein. Hier kann ich Renate auf den starken Schiffsverkehr aufmerksam machen, immerhin ist der Rhein eine der am stärksten befahrenen Schifffahrtsstraßen der Welt.


    Ihre permanenten Bemerkungen über die Schlickrutscher überhöre ich großzügig.


    …… wird fortgesetzt …..

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
    - Susan Sontag -


    (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)


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  • brauche ich erst mal ein leckeres Kölsch


    Nicht nur Du - ich hatte auch Lust auf ein kühles Kölsch. Ja 22 Grad hätten auch für Köln gereicht, statt 28 :wacko1:
    Schön war es trotz Hitze - vielen Dank für Euren Besuch in Kölle - "ertragen musste ich Euch nicht" ich habe mich riesig gefreut :dance3: auch Dich, lieber Jobo persönlich kennenzulernen. Renate und ich kennen uns ja seit April d.J. persönlich, wo sie mich am Cruise Terminal zur Fram gebracht
    hat :imsohappy: .
    Soviel "Kölner Geschichte" hätte ich Euch aus dem Stegreif nicht erzählen können, danke für den lehrreichen Bericht.

  • Superluxusausführung

    Allerdings, nur stand ich etwas "unschlüssig" hinter der Tür und fand es irgendwie pervers, dass die durchsichtig war :8o: ....und plötzlich beim Abschließen Milchglas 8| ....eigentlich genial. Man sieht schon genau, wo noch was frei ist :laugh1: Diese Toilettenräume samt ihrer Ausstattung sind schon eine Sehenswürdigkeit für sich. :good3:


    permanenten Bemerkungen über die Schlickrutscher

    stimmt gar nicht, nur einmal, als die Beschreibungen der "riesigen" Schiffe und des Verkehrs auf dem Rhein die Außmaße einer Hochseewasserstraße annahmen 8| . Im Übrigen hatte ich alles im Blickfeld und saß nicht mit dem Rücken zum Fluss auf der Bank. :mosking:


    hätte ich Euch aus dem Stegreif nicht erzählen können

    ....hast Du doch, ziemlich beeindruckend sogar :rolleyes: Ja, trotz der Hitze war es wieder einer schöner Tag....und toll, dass wir uns wieder mal sehen konnten ^^ ^^ ^^ In Köln bin ich vor Urzeiten mal gewesen. Es hat mir auch gut gefallen, außer dem Dom vor allem die Altstadt. Nur braucht man dafür natürlich auch viiiieeel mehr Zeit :huh: Mal sehen, irgendwann mal wieder.... ;)


    Edit : Dampfer - mal nicht auf dem Rhein : Ich gucke PHOENIX und muss wohl gleich mal eine Tablette nehmen :bad: :bad: :bad:

  • dafür natürlich auch viiiieeel mehr Zeit Mal sehen, irgendwann mal wieder....


    ...ja, gerne Renate und Jobo zu einer anderen Jahreszeit - seid herzlich willkommen. Im Moment sind auch zu viele Baustellen im Stadtkern.
    Renate - ich gucke auch "die Höllenritte der Fischer" - es wird einem tatsächlich schlecht vorm Fernseher :bad:
    Das Traditionshaus Cafe Reichardt ist nicht nur von der Lage einmalig- Blick auf den Dom ein Muß bei einem Kölnbesuch - die Kuchen: ein Traum (Tortenboden mmdick und Obstschichten mindestens 4 übereinander gestapelt) :imsohappy:

  • Donnerstag 30.August 2012



    Die Kehrmaschinen sind heute wieder pünktlich und ziehen ab 4:30 Uhr ihre Runden. :wacko1: Immerhin schaffe ich es, nachdem die Sauberkeit der Umgebung wieder hergestellt ist, noch eineinhalb Stunden zu schlafen.


    Unser Frühstück starten heute etwas später, kurz nach halb acht betreten Renate und ich den Frühstücksraum, meine Mutter trifft nur wenig später ein. Gestern Abend ist noch ein Bus mit Japanern angekommen. Diese Gruppe sitzt bereits beim Frühstück, aber nicht etwa zusammen an zwei oder drei Tischen, sondern über den gesamten Frühstücksraum verteilt, dort zwei Personen, hier drei, daneben eine Person, usw.. Wir haben Glück noch einen von zwei freien Tischen zu ergattern.


    Nach dem Frühstück verabschiedet sich Renate von meiner Mutter, holt ihr Gepäck und checkt aus. Meine Mutter hat für heute eine kleine Schiffstour auf dem Rhein geplant. Ich begleite Renate zum Bahnhof und setzte sie dann um 10:16 Uhr pünktlich in ihren ICE nach Hamburg.


    Vom Bahnhof aus wandere ich hinunter zum Rhein (dort sehe ich gerade das Ausflugsschiff mit meiner Mutter auf dem Oberdeck vorbeifahren), die Rheinanlagen entlang bis zum Deutschen Eck. Da ich noch einige Toilettengutscheine habe die ich nicht verfallen lassen möchte, muss ich mir im Biergarten ein leckeres Zischke gönnen. :beer: Wo eines reinpasst, passt immer noch ein zweites rein :beer: , daher verweile ich hier bis Mittag und beobachte dabei das rege Treiben auf Rhein und Mosel sowie die Menschen, die hier vorbeischlendern.


    Zur Mittagszeit mache ich mich auf den Weg zu Braun Fischgaststätte um mir erneut einen Backfisch mit Kartoffelsalat und der herrlichen Remouladensauce zu genehmigen. Dazu passt sehr gut ein frisches Pils. :beer:


    So gestärkt starte ich danach noch zu einem ausgedehnten Rundgang durch die Altstadt, bevor ich am Nachmittag wieder im Hotel eintreffe. Hier nutze ich die Gelegenheit einige Stunden Schlaf nachzuholen, die ich zugunsten der Sauberkeit der Stadt Koblenz in den letzten Tagen geopfert hatte. :thank_you:


    Für den Abend habe ich mich mit meiner Mutter zum Essen im Restaurant verabredet. Die Shrimpsspieße auf Nudel mit gegrillter Aubergine liegen glücklicherweise nicht allzu schwer im Magen. Trotzdem mache ich mich anschließend noch zu einem ausgiebigen Verdauungsspaziergang auf.


    Ich gehe diesmal nicht auf direktem Weg zum Rhein, sondern arbeite mich zick-zack-mäßig stadtauswärts durch. Schließlich gelange ich in Höhe der Halbinsel Oberwerth an den Rhein und spaziere von dort aus die Rheinanlagen entlang zurück bis zum Hotel Kleiner Riese.


    Hier sitze ich noch einige Zeit auf einer Parkbank und genieße die, mir in Bayern doch so sehr fehlenden Geräusche der vorbeiziehenden Schiffen. Auf der Isar tut sich diesbezüglich nicht viel. Gegen den Rhein ist sie halt nur ein Rinnsal.


    Seit gestern hat es doch merklich abgekühlt und ich habe nur ein kurzärmliges Hemd an. So wird es Zeit zurück zum Hotel zu laufen, bevor mich die aufkommende Nachtkälte richtig erwischt.


    Mal sehen, wie lange ich morgen früh schlafen darf.




    Freitag 31.August 2012



    Das muss man der Stadtreinigung lassen, pünktlich sind ihre Mitarbeiter. :search: Seit 4:30 Uhr arbeiten sie fleißig daran meine aufkeimende Kehrmaschinen-Phobie zu intensivieren. Beim Frühstück erfahre ich, dass meine Mutter ihren Tag schon verplant hat. Wir verabreden aber für morgen eine Spazierfahrt rund um Koblenz.




    Ich habe mich heute für einen Besuch des Fort Konstantin entschieden. Da das Fort erst seit 1994 wieder für Öffentlichkeit zugänglich ist, stellt es auch für mich absolutes Neuland dar. Ich durchquere den Bahnhof und komme unterhalb der Bundesstraße auf der anderen Seite der Gleise heraus.




    Von hier führt ein Fußweg neben der Hauptstraße auf die Karthause hinauf. Der Weg ist nicht allzu lang, aber teilweise steigt er gut an. Nach wenigen Metern zweigt der Weg zum Kehlturm des Forts ab. Darin ist seit 2001 das rheinische Fastnachtsmuseum untergebracht, dass aber nur am Wochenende geöffnet hat.




    Einst stand vor dem Kehlturm ein schöner alter Wasserturm, doch der musste schon vor Jahrzehnten dem Umbau der Bundesstraße 9 weichen. Der Weg führt im Bogen weiter die Karthause hinauf. Der Stadtteil Koblenz-Karthause bildet den nördlichen Ausläufer des Hunsrücks. Von der Straße weg kann man über einen Waldweg, entlang an einer alten Lagerhalle, direkt zum Eingang des Forts gelangen.




    Zur Zeit wird noch am Fort restauriert und eigentlich ist das Betreten der Baustelle verboten, aber nach einer kurzen Nachfrage bei einem der Bauarbeiter kann ich das Fort betreten. Der Verein Pro Konstantin sammelt im Fort für den Erhalt der Anlage. Dazu werden überall auch Steine, die man hier beseitigen musste um die Gebäude des Forts freizulegen, zum Verkauf angeboten.




    Von der Brüstung des Forts hat man einen schönen Rundblick über die Stadt Koblenz. Er langt vom Stadtteil Moselweiß über die Alt- und die südliche Vorstadt bis ins südliche Rheintal.




    Auch der komplette Bahnhofsbereich ist von hier oben gut einsehbar. Das Fort entstand an der Stelle an der einst schon eine Benediktinerabtei (1143), die 1315 in einen Chorherrenstift umgewandelt wurde, und später das Karthäuserkloster (1331) stand, bevor 1822-27 das heutige Fort hier errichtet wurde.




    Insgesamt ist das Fort noch fast komplett erhalten, neben dem Kehlturm gehören die Kasematten und die Kriegsbäckerei dazu. Das Fort gehörte mit zur Festung Koblenz, einem Festungssystem rund um Koblenz und Ehrenbreitstein (das bis Kriegsende noch eigenständige Stadt war). Neben der Festung Ehrenbreitstein und dem Fort Konstantin gehörten dazu auch das Fort Asterstein, die Feste Franz, die Feste Alexander, Feste Rheinhell, sowie die Bubenheimer Flesche, die Moselflesche, die Neuendorfer Flesche und die Schanzen Arzheim, Moselweiß, Rübenach, Metternich, die Rheinschanze, die Batterie Hübeling und die Koblenzer Stadtbefestigungen.




    Vieles davon ist nicht mehr, oder nur noch zum Teil vorhanden. Im 2.Weltkrieg wurden die noch vorhanden Festungsanlagen überwiegend als Luftschutzbunker benutzt, so auch die Feste Konstantin. Anschließend quartierte man hier obdachlose Familien ein, noch bis in die 60er Jahre. Zwischenzeitlich fand eine Teilsanierung des Kehlturmes statt, die aber wieder eingestellt wurde.




    Erst der 1993 gegründete Verein Pro Konstantin e.V. schaffte es in Zusammenarbeit mit Sponsoren, Bund, Land und Stadt die Feste ab 1994 wieder zugänglich zu machen und die Restaurierungsarbeiten fort zu führen.




    Von hier oben kann ich auch unser Hotel sehen und die davor liegende Tanzfläche der Kehrmaschinen. Auf der rechten Seite ist die von 1894 bis 1897 erbaute Josefskirche zu sehen. Mit ihren 93 m ist sie die höchste der Koblenzer Kirchen. Die Kirche wurde im Krieg schwer beschädigt und erst 1948 wieder aufgebaut. Sie ist heute, ebenso wie das Fort Konstantin, ein Teil des UNESCO Welterbes Oberes Mittelrheintal.




    Ich verlasse das Fort wieder durch das Haupttor und gehe entlang der alten Lagerhalle bis ich den Weg nach unten erreiche. Vorbei am Kehlturm gelange ich durch den Bahnhof wieder zum Hotel. Hier lade ich schnell die Bilder auf mein Netbook.


    Gegen 17 Uhr treffe ich mich mit meiner Mutter und wir fahren zur Geburtstagsfeier meiner Schwester ins Forsthaus Kühkopf im Koblenzer Stadtwald. Erst weit nach 23 Uhr treffen wir wieder im Hotel ein.


    Mit der Hoffnung, dass mich die Kehrmaschinen wenigstens am Wochenende nicht aufwecken schlafe ich ein.




    Samstag 1.September 2012



    Es dröhnt von draußen in inzwischen schon gewohnter Manier. :fie: Beim Blick auf die Uhr glaube ich jedoch an einen Alptraum, es ist 3:57 Uhr. Ich bin kurz davor das Hotelmobiliar den Kehrmaschinen hinterher zu werfen. :ireful: Glücklicherweise schlafe ich noch einmal tief ein und bin dadurch erst um 8:30 Uhr beim Frühstück.


    Um 10:30 Uhr starten wir dann zu unserer Spazierfahrt. Zuerst geht es quer durch die Stadt auf die andere Rheinseite. Dann die Lahn entlang, wie schon mit Renate im letzten Jahr . Kurz vor Obernhof biegen wir ins Gelbachtal ab und fahren hoch in den Westerwald. Bei Montabaur auf die Autobahn bis Neustadt/Wied.


    Wir wollen das Wiedtal herunterfahren bis zum Rhein. Zum Mittagessen kehren wir im Hotel Wiedfriede ein. Das Essen ist lecker und auch nicht sehr teuer. Gleich dahinter beginnt das schönste Stück des Wiedtales. Die Straße schlängelt sich entlang des kleinen Flusses bis nach Neuwied am Rhein.


    Auf der linke Rheinseite führt nun die Bundesstraße 42 nach Koblenz. Schnell noch das Auto für die morgige Heimreise vollgetankt, erreichen wir am frühen Nachmittag wieder die Rhein-Mosel-Stadt. Jetzt können wir in Ruhe schon unsere Koffer packen, bevor wir uns unten im Restaurant zum Abendessen treffen.


    Noch ein letztes Mal machen ich meinen ausgedehnten Verdauungsspaziergang an den Rhein und verweile noch lange dort.



    Sonntag 2.September 2012



    Ich weiß, es klingt unglaubwürdig, aber auch am Sonntag dröhnt es von unten, allerdings erst um 6:30 Uhr und auch nur etwa 15 Minuten. Die nächste Kehrmaschine die ich überhole werde ich radikal von der Straße drängen. :diablo:


    Nach dem Frühstück werden noch die letzten Teile verpackt. Nachdem ich an der Rezeption auch noch mein Geld losgeworden bin, starten wir gegen 9:40 Uhr in Richtung Bayern.


    Bis zum Rasthof Haidt hinter Würzburg läuft es gut, nur mäßiger Verkehr. Doch unsere Pause nutzen die anderen Autofahrer schamlos aus und als wir wieder losfahren geht es nur noch zähflüssig bis Nürnberg da sich die Autobahn gut gefüllt hat.


    Erst auf der Strecke nach Regensburg können wir wieder ohne Behinderungen fahren und sind kurz vor 14 Uhr zuhause.




    Fazit:
    Ein schöner Kurzurlaub am Rhein. Man merkt meist erst dann, wie schön doch die eigene Heimatstadt ist, wenn man nicht mehr dort wohnt. Toll war auch der Besuch von Renate sowie die Treffen mit den Seebären und nonnie. :good3:
    Die nächsten 12 Monate möchte ich Kehrmaschinen weder sehen noch hören. :nono:

    Gruß Jobo,


    Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste.
    - Susan Sontag -


    (Links zu meinen Reiseberichten finden sich im Profil/über mich)


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  • Ich muss leider zugeben,dass ich noch nie in Koblenz war. :blush2: Wenn ich aber die Bilder betrachte wird mir klar,dass dies eine Bildungslücke ist... :pleasantry: Allerdings habe ich auch noch nie von einer deutschen Stadt gehört,in der die Kehrmaschinen quasi täglich unterwegs sind...scheint demnach ein pieksauberes Städtchen zu sein... :mosking:

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