Ungewöhnliche Norwegenreisen

  • "Resi, i hol di mit'm Traktor ab": Fünf junge Männer aus Südnorwegen sind in gut drei Wochen mit offenen alten Traktoren quer durch Norwegen zum Nordkap gefahren. Kleinere Pannen und Reparaturen unterwegs blieben nicht aus - aber es hat offensichtlich Spaß gemacht! :thumbup:


    Gestern kamen sie dort an. Zurück ging es heute früh mit Hurtigruten. Und es muß wohl die NORDNORGE gewesen sein, die diese ungewöhnliche Fracht an Bord genommen hat ... :dance4:

  • Mit dem Oldtimertraktor zum Nordkap ist gar nicht so ungwöhnlich und nicht viel "verrückter" als vielfach mit der Hurtigrute zu fahren. Und manchmal geht es auch zumindest teilweise mit der Hurtigrute: hier (vgl. http://www.holger-melms.de/Erk…stour/erkundungstour.html etwas runterscrollen) fährt Helmut Oberbossel aus Wuppertal mit seinem Güldner mit der Richard With von Kirkenes nach Honningsvag.


    und hier ein eigenes Foto von einem Oldtimertrecker gezogenen Wohnwagengespann, selbst aufgenommen am 21. Juni 2011 in Alta. Laut Aufschrift unterwegs von Laukaa (südliches Finnland) zum Nordkap und zurück.

  • Der Bayer am Nordkap : Ich könnte mich kugeln :laugh1: Alleine dieser Regiestuhl mit dem Lochbrett...schleppt er das nun samt Zeitung ins Gebüsch, klappt es nach Verrichtung wieder zusammen und trabt zurück zum Trecker? :whistle3: :mosking:
    @ Dacius
    Herrlicher Bericht, ich musste ständig grinsen. " Jedesmal 100 Km Sackgasse....dann doch lieber Hurtigrute " :laugh1:
    Der schreibt so lustig. Da werde ich mir die anderen Teile auch noch durchlesen :good3:
    Gruß
    Renate

  • Es gibt immer mehr Nachahmer : Ein deutsches Paar in den 70ern (!) :thumbup: ist jetzt auch mit einem Traktor mit Wohnanhänger in Norwegen unterwegs - leider gab es dabei heute bei Tempo 25 ein bißchen Verkehrsstau auf der E18 ... :8o:

  • Meinen ersten (und leider auch einzigen ) Versuch, zumindest Südnorwegen mit dem Motorad zu erkunden, zerstörte ein Unwetter in Dänemark. Auf der Fahrt nach Kristiansand stürmte es dermaßen, dass ich alle Fahrspuren brauchte und froh war, dass kaum jemand unterwegs war. Die Zeit zwischen erstem Regentropfen, Anhalten und Regenkombi überbrasseln reichte, um die bestens gepflegte Lederkombi durchzuweichen. Und dann war die Fähre weg......
    Da bin ich wieder Richtung Heimat, weiter in den Schwarzwald und in die Schweiz. Und im nächsten Jahr nach Schottland, natürlich ohne GöGa, war ja noch die Zeit "Norden? Nee, ist doch kalt!!!"

  • Manchmal habe ich sie beneidet, im Sommer und wenn das Wetter schön war. :x-squint: Es gibt ja die üblichen Routen zum Nordkap durch Skandinavien, E6 in Norwegen, E4 und der Inlandsweg in Schweden oder in Finnland die Finn4 und dann über Alta oder Utsjoki zum Kap. Man traf sie eigentlich überall, meistens in kleinen Gruppen oder mindestens zu zweit. Es sind auch immer wieder die gleichen Campingplätze oder Cafeterias an bestimmten Orten, wo sie sich sammelten. Da konnte man auch schnell mit ihnen ins Gespräch kommen. Dann habe ich mir gerne die Maschinen und Ausrüstungen mal näher angeguckt. :x-smile: Viele haben aber auch erzählt , dass sie ihre Zelte nur bei schönem Wetter aufbauen, sonst geht es in die Hütten. Interessant waren auch die Berufe im zivilen Leben. Die mit den schönsten Maschinen, Lederanzügen, passenden Gepäckbehältern und Zelten von einem namhaften schwedischen Hersteller waren häufig Ärzte, Anwälte usw. mittleren Alters.....nett waren sie immer, aber irgendwie auch vernünftig. :x-biggrin: Wenn man dann weitergefahren ist und nach einiger Zeit die Motorräder an einem fast lautlos vorbeirauschten.....ja, dann habe ich sie schon manchmal beneidet. :x-rolleyes:

  • ... dauert 12 Tage und vermittelt einen Eindruck davon, wie groß, v.a. aber lang Norwegen ist. Immer wieder gibt es aber auch Menschen, die von Kap Lindesnes, dem Südkap Norwegens, zum Nordkapp zu Fuß gehen. Letztes Jahr hat die damals 17jährige Tonje Helene Blomseth als bisher Jüngste in die Liste derer "eingelaufen", die "Norge på langs" gegangen sind.


    Am 25. Juni machte Tonje sich auf den Weg, traf unterwegs Bären, durchwatete eiskalte Flüsse, fing Fische und, und, und - und kam fünf Monate und 17 Tage später, am 12. Dezember, erreichte sie ihr Ziel. Immer mit einem 30kg-Rucksack auf dem Rücken, was mehr als die Hälfte ihres Körpergewichts ist. Im Schnitt legte sie pro Tag 2-3 Meilen zurück (20-30km), und die Gesamtdistanz betrug etwa 3000 km.


    Respekt :thumbup: Hier kann man Tonjes Stationen nachvollziehen und eine Auswahl an Bilder ansehen.


    Übrigens: Tonje plant für 2012 eine "Hammertour" auf Spitzbergen. Eine echte Powerfrau :thumbup:

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