Eine Wanderung zum Knivskjellodden - der Landzunge westlich des Nordkap

  • Als wir am 30. August 2007 am Nordkap standen und unseren
    Blick westwärts auf die Landzunge Knivskjellodden richteten, kam der Gedanke
    bei nächster Gelegenheit (man braucht ja schließlich immer einen Grund nochmals
    in den Norden zu fahren) diese Wanderung durchzuführen. Es sollte nur fast genau
    ein Jahr dauern.



    Am 27. August 2008 standen wir auf jenem Parkplatz wo der Weg
    zum Knivskjellodden beginnt (an der E69 ca. 6 km vor dem Nordkap). Das Wetter - nebelig und feucht - war eigentlich nicht einladend für diese
    Wanderung. Zwei Letten denen das Wetter scheinbar nichts ausmachte und drauflos
    marschierten spornten auch uns an die Wanderung zu beginnen (Wohin sie tatsächlich
    gegangen sind wissen wir nicht, denn getroffen haben wir sie nicht mehr). Da Nebel im Falle
    von Orientierung speziell im Gebirge – und das baum- und strauchlose Nordkapp
    Plateau gehört auch wenn es nur rund 300 Meter über dem Meer ist auch dazu –
    ein Problem sein kann war natürlich Kompass und genaue Wanderkarte mit dabei.
    Eine Wegstrecke ist rund 9 Kilometer lang





    Der „Weg“ war in größeren Abständen mit dem in Norwegen
    üblichen „T“ und mit Steinmanderln markiert, aber optisch – wie man das bei
    Wanderungen in Mitteleuropa gewöhnt ist - nicht immer leicht zu erkennen. Ausnahmen
    bildeten nur sumpfige Stellen wo teilweise Holzbretter den Weg „dokumentierten“,
    bzw. auch Trittspuren vorhanden waren.







    Die Entscheidung diese Wanderung zu starten entpuppte sich
    im weiteren Verlauf des Tages als goldrichtig, denn die Nebel- bzw. Wolkendecke
    riss auf und es wurde ein sonniger Tag mit schöner Fernsicht. Der erste Blick Richtung Nordkap



    und dann kommt ein etwas steilerer Abstieg (ca. 80 Höhenmeter)



    und der imposante Blick zum Norkap kommt richtig zur Geltung.
    Über schräge - glücklicher Weise trockene - Felsplatten gelangt man dann zum nördlichsten Zipfel.



    Diese Stelle wird durch einen Betonblock dokumentiert der die Aufschrift beinhaltet:


    2000 ARSVARDEN
    EUROPAS NÖRDLIGSTE PUNKT *)
    NORDKAPP KOMUNE
    NORDKAPP OG OMEGN TURLAG



    *) Das Wort "nördligste" ist kein Schreibfehler von mir.
    Ein "Gipfelbuch" war ebenfalls vorhanden. Aber viel eindrucksvoller war der sonnige Tag mit dem Blick auf den mächtigen Nordkap Felsen den man sicher nie vergessen wird.


    Abschließend eine Bitte zur Berücksichtigung:
    Diese Wanderung ist inzwischen schon längere Zeit zurück und es ist durchaus möglich,
    daß es inzwischen zu örtlichen Veränderungen gekommen ist.

    Viele Grüße aus Klosterneuburg


    Nurschtjernen

  • Da sah ja wirklich "abenteuerlich" aus


    War es auch, aber wenn das Wetterglück lacht ein lohnender (fast) Ganztagesausflug.
    Allerdings "Labestationen" gibt es keine, das muß man selbst mitnehmen.


    Das ging aber schnell - gestern haben wir darüber gesprochen


    Ja, irgendwie hat mich das Thema heute gefesselt (wahrscheinlich weil wir gestern davon gesprochen haben)
    und dann saß ich halt am PC ...


    Jedenfalls freut es mich wenn es gefallen hat.

    Viele Grüße aus Klosterneuburg


    Nurschtjernen

  • Schade, ich kann die Links oben nicht öffnen. Aber klingt sehr spannend, was du da geschrieben hast.


    Hast du/Habt ihr irgendwann wieder mal vor dort eine Wanderung zu machen?

  • HM - das ist doch ein Bild auf das man nur klicken muss damit es sich vergrössert :hmm:

    Meine Fahrten: FINNMARKEN - NORDLYS - NORDNORGE - KONG HARALD - VESTERÅLEN - LOFOTEN (5X) - FRAM

    Reiseberichte siehe Profil !


    s-event.png s-event.png

  • Hallo dupi

    Hast du/Habt ihr irgendwann wieder mal vor dort eine Wanderung zu machen?

    Wir planen zwar für Herbst wieder eine Nordlandfahrt, aber wahrscheinlich nicht Richtung Nordkap.
    Außerdem, wenn man einmal eine schöne Erinnerung von einer Aktivität erleben durfte,
    dann ist ein "Zweitaufguß" meist nicht mehr so umwerfend.
    Das gilt aber nicht für eine Fahrt mit dem Postschiff. Es ist zwar schon die selbe Strecke die man fährt,
    aber eben - aus vielfältigen Gründen - doch immer wieder anders.

    Viele Grüße aus Klosterneuburg


    Nurschtjernen

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