Rundreise durch Schottland

  • Da sich beim Frankfurter Stammtisch ein paar Leute beschwerten es fehle noch mein Reisebericht über Schottland (vergisst hier denn keiner was!?) will ich ihn doch noch einstellen.



    Dienstag - 05. August 2014


    Kurz nach 14:00 fährt GöGA uns - Sohn Patrick und meine Wenigkeit - zum Flughafen. Wir haben online eingecheckt, nun will ein dienstbarer Geist von Lufthansa dass wir das Gepäck am Automaten aufgeben, aber ebenselbiger (Automat – nicht Geist) mosert unsere Koffer seien zu gross. Also an den Schalter, was den Geist widerum sehr verblüfft. Wir gehen dann auch gleich zur Security. Hier ärgere ich mich ziemlich als eine der Securitydamen eine Reisende anschnauzt sie soll gefälligst englisch oder deutsch lernen, sie sei hier in Deutschland, hier rede man kein spanisch oder italienisch. Eine ausgesuchte Freundlichkeit an einem internationalen Grossflughafen...


    Pünktlich um 16:00 geht es los. Da wir Vorfeldposition haben geht es in einen Bus und wir fahren ewig bis ganz hinten zur Werft. Endlich angekommen bleiben wir fast 20 Minuten im Bus. Im Flieger sind mehrer Mechaniker zu Gange. Irgendwann kommt der Captain persönlich und informiert uns – aus technischen Gründen musste kurzfristig ein Maschinenwechsel gemacht werden. Da auf dem Rücktransport ein Patient liegend transport werden muss, muss jetzt erstmal in der neuen Maschine eine Liege eingebaut werden.


    Endlich geht es los, letztendlich haben wir nur eine halbe Stunden Verspätung. Flug verläuft ruhig, nur bei der Landung in Edinburgh schleudert der Flieger etwas auf der Piste. Veranlasst ein paar Leute zu klatschen, was ich ausnahmsweise schon fast verstehen kann. An der Passkontrolle muss man etwas anstehen, was zur Folge hat dass wir am Kofferband kaum warten müssen. Dann beginnt ein langer Tippel zur Autovermietung. Bei Hertz ist nichts los und läuft alles reibungslos. Statt den gebuchten Ford Focus bekommen wir einen grösseren C-Max. Diesen Wagen fahre ich sowohl hier Deutschland wie auch in Spanien. so dass es nichts Ungewohntes ist – ausser dass er rechts gesteuert ist! Wir finden ihn auch gleich, verladen das Gepäck, ich mache mich etwas mit der Rechtssteuerung vertraut und montiere das Navi. Ich bin ein kleines bisschen nervös, ich bin noch nie links gefahren, aber da ich dieses Jahr zum Erstenmal in meinem Leben Motorschlitten gefahren bin, raften war und meinen ersten Schnorcheltrip machte stehen die Zeichen ja gut im fortgeschrittenen Alter nochmal was Neues zu probieren...


    Ich habe das eigene Navi dabei und alle Unterkünfte schon zu Hause einprogrammiert. An dieser Stelle möchte ich erwähnen dass ich die Rundreise bei einem auf Schottland spezialisierten Anbieter gebucht habe, eine Autorundreise, Flug, Auto und Bed & Breakfast.


    Dann geht es los. Wir finden unser B&B problemlos, allerdings hat es etwa Stau wegen einer grösseren Baustelle. Auch ist die Einfahrt in unsere Strasse durch die Baustelle gesperrt, lässt sich aber leicht umfahren. Wir checken ein, bringen das Gepäck ins Zimmer, dann suche ich einen Parkplatz, was ebenfalls problemlos ist. Linksfahren war gar kein Problem und wie sich später herausstellen sollte wurde ich zu einem begeisterten Kreiselfahrer...


    Wir machen uns auf einen Spaziergang Richtung Wasser. Der Weg führt durch ein Wohngebiet mit typisch britischen Reihenhäusern. Nach ca. 10-15 Minuten sind wir am Meer, wo wir einen Pub finden. Ich bestelle mir einen Cesars Salade mit Hähnchenfleisch, Patrick hat Taliatelle mit King Prawns. Dazu versuche ich ein schottisches Ale. Das Dunkle schmeck mir besser wie das hellere. Ale, 2 Cola plus das Essen = 30.30 Pfund.


    Wir spazieren zurück.



    Mittwoch - 06. August 2014


    Ich bin in der Nacht öfters aufgewacht, aber sofort wieder eingeschlafen. Gegen 07:30 wachen wir beide auf, es schüttet. Wir ziehen uns an und gehen zum Frühstück – ich bestelle mir Spiegelei und Bacon, Patrick Würstchen und Bacon. Dazu Toast, gesalzene Butter und Marmelade, O-Saft und einen recht guten Kaffee.


    Das Viertel wo unser B&B ist besteht aus kleinen, „typisch britischen“ Reihenhäusern. Uns fällt aber auf dass viele zum Verkauf stehen. Und als wir morgens aus dem Dachfenster unseres Zimmers sehen kommt uns das Ganze wie ausgestorben vor – kaum Licht in den Häusern, keine Autos davor, keine Räder / Schuhe / Spielsachen vor den Häusern, keine Leute auf der Strasse. Wie tot (allerdings sind auch Sommerferien).


    Kurz nach 09:00 fahren wir, vom Navi lassen wir uns führen. Erst fahren wir nach Dunfermline, wo wir die Abby besichtigen, etwas im Ort spazieren und etwas trinken.




    manchmal hat man schon fast das Gefühl in Norwegen zu sein...


    Dann geht es weiter, wir fahren in den Cairngorms National Park. Die Strasse ist kurvenreich, geht hoch und runter – bis 700m hoch und wird immer enger bis sie nur noch einspurig ist und wir Ausweichstellen (passing places) haben. Es regnet immer mal, dazwischen ist es aber auch trocken.




    Schon um 14:00 sind wir am B&B, ein schönes Cottage mit grossem Blumengarten oberhalb der Strasse ausserhalb des Ortes. Ein Herr öffnet uns und führt uns in unser hübsches Zimmer mit zwei einzelnen Betten. Wir bringen unser Gepäck rein und beschliessen nach Aberdeen zu fahren. Eine sehr schöne Tour. In Aberdeen geraten wir im Zentrum aber erstmal in einen Stau, es geht gar nichts mehr (eine halbe Stunde später ist kaum mehr ein Auto auf der Hauptstrasse des Zentrums). Nach einigem Rumkuven entern wir ein Parkhaus und suchen uns ein Restaurant – wir finden einen Italiener, der zwar nicht gerade billig ist, aber wir essen ausgezeichnet.




    diese Kirche ist mittlerweile ein Restaurant, etwas das man öfters sieht, Kirchen werden zu Restaurants, Mussen, Theater usw.


    Gegen 19:00 fahren wir zurück zum B&B. Mittlerweile scheint zwar die Sonne, unterwegs (wir fahren jetzt eine andere Strasse) gibt es aber auch wieder einen so kräftigen Regenschauer, dass teilweise das Wasser auf der Strasse steht. Alles in Allem ist die Fahrt aber wunderschön, durch Felder und Wiesen, viele mit pinkfarbenen Blumen mit Rindern und Schafen, ständig sieht man Bauernhöfe und Cottages, einmal läuft vor uns ein grosses Reh über die Strasse.


    Im B&B machen wir es uns gemütlich, gehe ins Internet, schreibe Tagebuch.

    Meine Fahrten: FINNMARKEN - NORDLYS - NORDNORGE - KONG HARALD - VESTERÅLEN - LOFOTEN (5X) - FRAM

    Reiseberichte siehe Profil !


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  • Supi !!! Das ist lieb, dass Du so schnell auf meine Nachfrage reagierst. Wir vergessen nie was. :) Gerade aufgrund der gerade laufenden Auszählung ist Schottland ja ein ganz spezielles Reiseziel.

    Es grüßt Capricorn :hut:


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  • Cool, nach Scotland reise ich doch sehr gerne mit! :thank_you:


    Mit den "freundlichen" Herrschaften in FRA habe ich auch schon Bekanntschaft gemacht :thumbdown: Der Ton, den manche drauf haben, ist wie eine kalte Dusche. Noch schlimmer sind allerdings die am CDG...


    Mit dem YES scheint es in Scotland wohl nicht geklappt zu haben. Ich bin mal gespannt, ob sich Dave, Nick und Ed jetzt noch an ihre panischen Versprechen zu mehr devolution erinnern weden :rolleyes:

    Viele Grüsse, Albatross
    Reiseberichte im Profil

  • Der Ton, den manche drauf haben, ist wie eine kalte Dusche. Noch schlimmer sind allerdings die am CDG...


    Wobei es wohl manchmal auch umgekehrt ist - ich bin mal morgens an die Security in Frankfurt und wünschte höflich einen guten Morgen. Ich dachte der Mann hinterm Band hoppst vor Freude über selbiges, er meinte ich sei der Erste heute der Guten Tag sagt. Und einen Anderen mit strengem Gesicht wollte ich mal fragen ob er denn auch lächeln könne. In dem Moment brachte ihn etwas hinter mir zum Lachen, worauf ich - Ach, sie können ja tatsächlich lachen! Er meinte schmunzelnd das war doch nur sein Dienstgesicht... ;) Manchmal hilft einfach ein nettes Wort.


    In New York erlebten wir mal eine Furie (Uniform von Homelandsecurity), mit schriller Stimme schrie sie jeden an ob man den Flüssigkeiten usw. dabei hätte. Nebei gab sie einem verschüchterten jungen Untergebenen in strengem Ton Befehle (Tasche durchsuchen!) Als sie meine Kinder - damals jüngere Teenager - sah, Patrick mit IROND MADEN-T-shirt und Sonja mit Guns N'Roses, alles etwas schwarz und duster, glätteten sich ihre Züge, sie begann herzlich zu lachen und meinte I like you're t-shirts - und winkte uns durch...

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  • Donnerstag - 07. August 2014


    Wir haben uns für 08:00 zum Frühstück angemeldet. Ich habe mir Haggis bestellt und muss sagen, es schmeck mir ausgezeichnet, erinnert mich etwas an die Schweizer Leberwurst. In den B&Bs füllt man in der Regel abends einen Zettel aus mit dem Frühstückswunsch. Der Tisch ist noch für weiter drei Gäste gedeckt, gegen 08:30 kommt ein deutsches Paar mit ca. 13 jährigem Sohn. Wir quatschen uns etwas fest, sie haben beim selben Veranstalter gebucht, und wir tauschen noch Tipps aus.



    Unser schönes B & B in Strathdon


    Um 10:00 fahren wir bei strahlendem Sonnenschein los Richtung Norden. Unser nächstes Nachlager ist nur 45 Meilen entfernt, aber der Weg ist ja das Ziel, so dass wir natürlich nicht den direkten Weg einschlagen. Kurzer Fotostopp im schönen Rhynie.




    Weiter geht es nach Huntley Castle – eine Ruine – die wir besichtigen.





    Wir biegen jetzt ab nach Westen, wo wir in Dufftown an einer Führung in der Whiskeydestillerie Glenfiddich teilnehmen. Man riet uns eher kleine Destillen zu besichtigen, da hier natürlich der Bär steppt. Es war aber durchaus interessant und informativ. Später besuchten wir noch eine kleine Destillerie und waren ob der Führung enttäuscht. Wir lernen dass sie ausser dem „normalen“ Whiskey einen Solera-Whiskey herstellen, was für uns - mit Zweitwohnsitz im "Sherryland" - interessant ist. Der uns aber gar nicht so mundete nebenbei bemerkt.




    Wir fahren weiter nach Aviemore, wo wir gegen 16:00 eintreffen. Wir finden sofort unser B&B und legen eine kleine Siesta ein. Gegen 17:00 spazieren wir ins Ort, machen einen kleinen Bummel und kehren dann ein. Patrick bestellt sich einen Burger und ich einen Grillteller. Am Tresen fragt mich der Kellner wie wir den „Baka“ möchten – ich muss dreimal fragen bis ich kapiere dass der Schotte "Burger" meint...


    Aviemore mit 2500 Einwohner ist in Touristenort, für Wanderungen in die Cairngorms Mountens, aber auch zum Skifahren.



    Die Schottische Kirche - selbst hier sieht man die schottische Flagge, wie auch an vielen Häusern.
    Und in vielen Gärten sieht man das YES für die Abstimmung - deren Resultat wir ja seit heute morgen kennen!



    Der hübsche Bahnhof von Aviemore.

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  • Freitag, 08. August 2014


    Freitag, 08.08.2014


    Wir fahren um 09:15 los, zuerst die gleiche Strecke ein Stückchen zurück, biegen dann aber nordwestlich ab weiter nach Elgin.





    Hier besichtigen wir die eindrückliche Kathedralenruine. Erbaut 1224 wurde sie in der Reformation zerstört.





    Weiter fahren auf einer Nebenstrasse zur einem noch von Mönchen bewohnten Kloster, Patrick hat es auf der Strassenkarte aufgetan, leider ist mir der Name entfallen und GPS war an der Kamer nicht eingeschaltet. Wir machen einen kurzen Spaziergang zur Kirche, gross, aber schlicht. Der schöne Rasen um die Kirche wird von einem automatischen Rasenmäher bearbeitet.




    Nun haben wir Hunger und Durst und fahren nach Nairn. Das Viertel um den Hafen ist der alte Fischerort. Dort setzen wir uns in eine Cafeteria und bestellen Cokes und Fish and Chips. Hat geschmeckt.




    Weiter fahren wir nach Fort Georg, eine grosse Militäranlage, die heute noch vom Militär betrieben wird. Die Anlage haben die Engländer gebaut zur Verteidigung, aber doch eigentlich eher um die Schotten einzuschüchtern und in Schach zu halten.





    Das kleine Museum, wie es früher in der Kaserne ausgesehen hat.
    Pro 100 Soldaten durfte einer seine Frau dabei haben um die Stube in Ordnung zu halten.


    Wir fahren weiter zum nahen Culloden Battlefield, wo die Schotten von den Engländern 1746 definitiv geschlagen wurden. Wir sparen uns die Ausstellung und somit die 11 Pfund p. P. und werfen nur einen Blick auf das Schlachtfeld, wo die Linien mit Flaggen (rot für die Schotten, blau für die Engländer) bezeichnet sind. Inzwischen regnet es etwas.




    Wir fahren weiter zu unserer Unterkunft, einem einsamen Landhaus, wo wir gegen 17:40 ankommen. Wir müssen etwas suchen, hier draussen gibt es keine Strassennamen und die Postleitzahl, nach der das Navi ansonsten immer erfolgreich sucht steht für mehrere Häuser. Wir werden sehr nett von der Hausherrin empfangen und bekommen ein hübsches, recht grosses, in rot gehaltenes Zimmer. Die Dame ist gebürtig aus Dublin und ihr Mann aus Belfast, so dass sie vor 25 Jahren beschlossen nach Schottland auszuwandern. Wir machen uns auf ins sieben Kilometer entfernte Ort, Munlochy, wo weit und breit das einzige Restaurant steht und lassen uns einen herrlichen Lammbraten schmecken. Inzwischen regnet es in Strömen. Gegen 20:00 sind wir wieder im B&B

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  • Toll, danke !!! Eigentlich schade mit den Ruinen, dass waren ja wirklich ausgesprochene Prunkbauten...

    Es grüßt Capricorn :hut:


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  • Vielen Dank, liebe Arctica für die Bilder und Erinnerungen an Elgin, Fort George und Culloden. Sehr beeindruckende Ziele! Rolands Patenkind wohnt in der Nähe von Inverness und da haben wir vor einigen Jahren mal einen längeren Urlaub verbracht. Bisher haben wir diese Erinnerungen aber nicht auffrischen können, da Roland ja nicht mehr Auto fahren darf und ich mich bisher geweigert habe, mich mit dem Linksverkehr auseinander zu setzen, damals "durfte" ich nicht fahren. Muss mal in mich gehen, denn natürlich sind wir eingeladen, wieder mal nach Schottland zu kommen.
    Liebe Grüße
    POLO

  • Culloden Battlefield


    Ich habe 2007 eine Schottland-Rundreise mit dem Bus gemacht, insgesamt eine tolle Tour. Wir haben viel gesehen. Bei "Culloden" habe ich allerdings immer noch ein Piepen im Ohr. Dort sind wir eine ganze Weile rumgelaufen. Die Reiseleiterin, eine in Schottland lebende Deutsche, klärte uns umfassend auf. Dabei hatte es ihr besonders der Name "Bonnie Prince Charlie" angetan. Das ging schon vorher im Bus los, dann weiter auf dem Schlachtfeld, und hinterher im Bus. Sie hat in fast jedem Satz diesen Namen gesagt, anstatt z.B. mal "er" zu sagen. Eine Mitreisende schimpfte später: Wenn ich auf dieser Reise noch einmal "Bonnie Prince Charlie" höre, bring ich sie um und fahre nach Hause. :D

  • Hallo Arctica


    Schöne Bilder von einem schönen Land....mal wieder links fahren wäre auch mal toll.
    Da meine Reiseplanung dieses Jahr eh schon so durcheinander ist, warum nicht noch ein paar Tage zum Jahresende zur Familie nach Whitby. Von da aus geht´s RuckZuck gen Schottland :neo:


    Gruß Conny

  • Samstag - 09. August 2014


    Frühstück ist um 08:30 angesagt. Alle Gäste sitzen an einem grossen Tisch – zwei Paare aus London und der Rest Franzosen.


    Gegen 10:00 fahren wir los in das Örtchen Strathpeffer, wo Highlandgames stattfinden sollen. Gleich am Eingang des hübschen Ortes finden wir das Gelände. Wir werden auf einen Grasparkplatz gelotst und zahlen Parkgebühr und Eintritt (14 Pfund mit Programm). Die Dame meint wir kommen gerade richtig, soll um 10:30 anfangen, und so hätten wir noch einen schönen Parkplatz. Vom Parkplatz zum Gelände haben wir gerade mal 10m, rund um das Gelände stehen grüne Plastikgartenstühle. Ausser ein paar Touristen – vor allem Deutsche, Italiener und Franzosen, auch ein paar Spanier – ist noch kaum was los. Die Anfangszeit scheint man hier nicht so ernst zu nehmen. Kurz nach 11 ist es aber soweit und es geht es dann los, als erstes kommen die Mädels mit den Highlandtänzen dran, die auf einer Bühne in der Mitte zu den Klängen einer Dudelsackspielerin tanzen, einzeln, in Gruppe, eine Art freies Tanzen, auch den Schwerttanz.




    Dazwischen rennen mal drei, dann gibt es sowas wie Hammerwerfen, manchmal durchschaut man nicht was schon Wettbewerb und was aufwärmen ist. Irgendwann taucht dann mal eine Pipesband mit einem Trommler und einer Pauke auf.




    Alles in Allem schleppt sich das Ganze sehr langweilig dahin. Gegen 13:00 holen wir uns zwei Burger und Cokes, futtern und verlassen den Ort des Geschehens. Da wir nach Chanonry Point am Moray Fjord wollen kommen wir praktisch an unseres Unterkunft vorbei, so dass wir uns da etwas frisch machen.


    Am Chanonry Point soll man bei Ebbe Seehunde und bei Flut Delfine sehen. Schon schnell sehen wir tatsächlich mehrere grosse Delfine.




    Auf der Gegenüberliegenden Seite sehen wir wieder Fort Georg


    Wir beschliessen eine kleine Rundfahrt zu den Wasserfällen von Shin zu machen. Unser Navi führt uns nicht zurück auf die Hauptstrasse, sondern den direkten Weg zur Fähre über den Cromarty Firth von Cromarty nach Balnapaling. Die Fähre ist ein kleine Schiff, auf dem vier Wagen Platz haben – der erste Wagen fährt drauf, wird auf einer Platte gedreht und fährt wieder vor, der zwei Wagen fährt auf, wird gedreht und bleibt auf der Platte hinter dem ersten stehen, die nächsten zwei fahren auf, sie werden dann am Anlegehafen gedreht wenn die ersten Beiden das Schiff verlassen haben. Just als wir ausfahren wird die Sea Cloud II aus dem Fjord geschleppt.




    Wir fahren nun über Nebenstrassen zu den Wasserfällen. Eigentlich ist es kein Wasserfall sondern eine – sehr eindrückliche – Stromschnelle.




    Wir fahren auf der One-Way-Road weiter und auf Nebenstrassen zurück nach Dingwall. In Dingwall essen wir in einem Café, Patrick hat seltsamerweise Maccaroni mit Pommes, ich Backfisch mit Pommes, beides recht gut. Gegen 20:00 sind wir zu Hause.



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  • Sonntag - 10. August 2014


    In der Nacht wache ich gegen 02:00 auf, weil jemand vor unserem Fenster lautstark mit einem Handy telefoniert und mühsam und zigmal den Namen des B&Bs buchstabiert. Zu allem Übel steht das Handy auch noch auf Lautsprecher, so dass ich auch die Antworten der Gegenseite vernehme. Ich bin kurz davor ans Fenster zu klopfen, allerdings braucht es immer viel bis ich mein Bett verlasse und ausserdem dachte ich mir, es könnte ja ein Notfall sein wenn jemand um diese Zeit telefoniert.


    Als wir um 08:00 aufstehen ist der Himmel blau und die Sonne scheint, es verspricht ein schöner Tag zu werden. Aber wir wissen ja - nicht alle Versprechungen werden eingehalten...


    Gegen 10:00 sind wir fertig und packen unser Auto, unterhalten uns allerdings noch länger mit der Hauslady. Sie rät uns die östliche Seite von Loch Ness zu fahren, die sei schöner und weniger touristisch wie die Westseite. Ausserdem gibt es im ersten Ort (Dores) einen Punkt wo man den ganzen See runter sehen kann. Wir finden diesen Punkt auch schnell, das schöne Wetter ist weg und just an dem Punkt beginnt es zu regnen.



    Loch Ness


    Wir fahren nach Fort Augustus am Ende vom Loch Ness. Hier gibt es eine Abbey, aber wir haben keine Lust, einerseits weil es regnet, andererseits weil es von Touristen überfüllt ist. Wir müssen etwas an einer Brücke warten, die weggedreht ist da gerade Boote durch die Schleusen (es gibt 5 im Ort) fahren. So fahren wir weiter durch eine wunderschöne Landschaft – hin und wieder gibt es Fotostopps – bis Eilean Castle.





    Wir besichtigen das Castle der Familie McRear, und leisten uns einen Kuchen in der Cafetería.





    Skye bridge


    Weiterfahrt nach Portree wo wir pünktlich um 16:00 unser Haus sofort finden und einziehen. Patrick schläft erstmal eine Runde. Gegen 18:00 spazieren wir ins Ort (ca.15 Min. zu laufen – aber habe schon gesehen dass es keine Parkplätze gibt). Alle Kneipen sind besetzt. Zu guter Letzt finden wir im Hafenhotel Platz, allerdings müssen wir 1 ½ h warten. So suchen wir uns eine Bar und trinken etwas. Es regnet ständig.



    Portree


    Abendessen – zur Vorspeise gönnen wir uns sechs Austern (9,65), etwas das Patrick bisher noch nie kostete, als Hauptspeise nimmt Paddy Lobster und ich King Krabsalat. Der Spass Ist nicht ganz billig, bei dem lausigen Wetter und in Anbetracht der Wartezeit haben wir das Gefühl es uns verdient zu haben. Alles in Allem zahlen wir mit einem Glas Wein und zwei Desserts 63 Pfund. Durch strömendem Regen spazieren wir nach Hause.


    Der Wetterbericht sagt heavy rain voraus, mit Stürmen.



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