Fotografiethread

  • @Nicole74 du kannst die Bilder mit dem kostenlosen Adobe DNG Converter in DNG Dateien umwandeln, diese kannst du in allen Versionen von Lightroom benutzen, oder du gönnst dir für die Dauer deiner Bildbearbeitung die neueste Version von Lightroom und Photoshop (erst 30 Tage als Testversion und dann per Abo so lange du brauchst)

  • Hallo @Nicole74!
    Das Problem wirst Du immer habe, wenn Du Dir eine neue Kamera mit neuem Datenformat anschaffst. Leider will Adobe die Menschen in ihr Abosystem bringen und bietet daher keine Standalone Version von Lightroom mehr an.


    Ich selber bin zu DXO Photolab gewechselt und habe hier gute Erfahrungen gemacht. Leider ist dies nicht kostenlos (139€ in der Elite Version). Daneben verwende ich Skylum Aurora als HDR-Tool (auch leider nicht kostenlos ca. 50€). Aber auch bei diesen Programmen muss die Kompatibilität zu Kamera geprüft werden.
    Getestet habe ich noch Skylum Luminar und ON1 Photo RAW. ON1 war gut und kommt Lightroom sehr nahe. Luminar hat für mich zuviel Spielereien, wie Himmelaustausch etc. und macht keine professionellen Eindruck.


    Kostenlos ist:

    Aber auch hier ist die Kompatibilität zur Kamera zu prüfen. Einen Umweg wie @KaFei beschreibt ist bei allen machbar, finde ich aber bei den Fotomengen nicht praktikabel.

  • Vielen Dank für die Antworten! Da ich mich im Moment nicht an ein neues Programm gewöhnen möchte, bin ich jetzt erstmal den Weg der Umwandlung in DNG gegangen. Er ist im Moment noch dabei den Ordner mit den Bildern umzuwandeln, aber ich gehe davon aus, dass dann die Weiterbearbeitung mit Lightroom problemlos funktioniert.


    Die Abo Variante von Lightroom möchte ich auf keinen Fall. Die gab es damals auch schon bei der Version 6, aber da hatte man noch die Wahl.

  • Habe gerade mal über affinity geschaut - da machen sie ausser für Windows und MAC eine Version für Ipad, aber natürlich wieder keine für Linux... :dash: Da gibt es bisher eigentlich nur GIMP und mit dem komme ich überhaupt nicht klar. Trotzdem werde ich es mir später nochmal genauer ansehen.

    Meine Fahrten: FINNMARKEN - NORDLYS - NORDNORGE - KONG HARALD - VESTERÅLEN - LOFOTEN (5X) - FRAM

    Reiseberichte siehe Profil !


  • Ich bin inzwischen auch auf Affinity umgestiegen. Ich konnte die RAW Dateien der Sony in keinem vorhandenen Programm mehr öffnen und das Sony Programm selbst hat mir nicht zugesagt. Zum Anfang der Corona Krise haben sie ihre Vollversion zu 50% Rabatt angeboten und ich habe zugeschlagen. Ein bisschen rumprobiert habe ich schon - läuft super. Nun bietet die VHS auch noch einen Kurs dazu an - darauf bin ich nun gespannt

  • Bei meiner VHS bieten Sie nur Kurse während der Arbeitszeit für Affinity an. Es würde mich aber schon interessieren, gerade weil man das Programm auch ohne Abo und zurzeit sehr günstig kaufen kann.
    Kann jemand vielleicht ein gutes Buch zur praktischen Handhabung von Affinity empfehlen? Ich brauche keine langatmigen Erklärungen, mehr so Praxistipps wie Tastenkürzel oder wo man welche Funktionen findet.

  • Hallo Nicole74,


    eine Empfehlung nach Deinen Vorstellungen ist nicht so einfach.


    Vom Softwareanbieter gibt es ein Workbook mit einem Umfang von ca 500 Seiten. https://affinity.serif.com/de/photo/workbook/
    Tastenkürzel siehe https://affinity.serif.com/de/learn/


    Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels „steckt“ hinter der Internetseite http://www.buchhandel.de/suche.


    Die Titelsuche „Affinity Photo“ liefert bei mir 19 Treffer (Buch und E-Book), wobei das Buch vom Softwareanbieter in der Liste nicht enthalten ist.
    Im Buchhandel scheint im Moment scheint wohl nur ein „dicker Wälzer“ mit 960 tatsächlichen Seiten auf dem Markt zu sein. der sich mit der aktuellen Softwareversion 1.8 befasst. Ein „dünnes Buch“ zur Version 1.8 soll nach der Trefferliste wohl Ende Oktober 2020 erscheinen.


    Eine Leseprobe und weitere Hinweise siehe https://www.rheinwerk-verlag.de/affinity-photo_5059/


    Ich habe mich für den Wälzer entschieden.


    Viele Grüße

  • Hallo zusammen,


    ich fahre im Oktober mit der Otto Sverdrup die Kreuzfahrt zum Nordkap mit. Da ich davon ausgehe, dass ich nachts dadurch eigentlich immer auf dem Schiff bin, mach ich mir etwas Sorgen wegen den Schiffsbewegungen und Vibrationen bei der Fahrt. Mein Ziel ist es die Polarlichter zu filmen. Kamera (Spiegellos Vollformat) und Objektiv (14mm f1.8) habe ich schon oft für bspw. die Milchstraße eingesetzt. (nur Timelapse) Aber ich gehe mal davon aus dass die Nordlichter doch erheblich heller sind.


    Denkt ihr es würde Sinn machen die Kamera auf einen Gimbal zu packen und diesen auf dem Stativ zu montieren und zusätzlich IBIS zu aktivieren? Normalerweise schalte ich die Kamerainterne IBIS auf dem Gimbal aus, aber ich hoffe sie kann die Schiffsvibrationen etwas ausgleichen.
    Oder bin ich hier völlig auf dem Holzweg und sollte lieber mich als Puffer nutzen und die Aufnahmen aus der Hand machen?

  • Also zum Filmen kann ich dir nichts raten, da ich fotografiere. Bei der Fotografie ist ein Stativ auf alle Fälle besser wie aus der Hand. Und bei der Fotografie sagt man, Bildstabilisator aus, da das Objektiv immer etwas nachschwingt beim Stabilisieren und die Bilder ohne ruhiger werden. Das ist aber in einem Bereich, der als Hobbyfotograf schon fast vernachlässigbar ist.


    Zur Vibration - natürlich gibt es auf einem Schiff nie die Bilder wie an Land, ich denke aber diese Vibration ist gerade beim Filmen vernachlässigbar. Es gibt Leute, die ihren Gorilla gern mal an der Reling festmachen - ich denke, da merkt man die Vibration mehr. Voraussetzung ist natürlich - und das beim Filmen mehr wie bei der Fotografie - dass das es keinen Wellengang hat.


    Mit Gimbal kenne ich mich nicht aus.

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  • Um den Wellengang kümmert sich der Gimbal recht gut und mit richtigem Bildausschnitt hat man bei Schiffsbewegungen etwas "action" im Vordergrund. Hier habe ich sehr gute Erfahrungen auf kleineren Booten und Schiffen gemacht. (allerdings aus der Hand und am Tag)


    Aber ich denke ich werde das ganze Gerödel mal mitschleppen und in den ersten Tagen im "Süden" einfach mal testen. Ich reise ja glücklicherweise mit der Bahn an. :)

  • In den Häfen Alta und Tromsø sind laut den Häfen Liegezeiten bis Mitternacht vorgesehen, dann kann man ja vielleicht auch von Land aus fotografieren bzw. filmen. An Bord habe ich oft Nordlichter fotografiert und dabei ein Stativ benutzt. Hier sollten die Belichtungszeiten nicht zu lang sein, da ansonsten die Sterne (leicht) verwischen. Mit f1.8 sollte das aber gut möglich sein. Mein Weitwinkel hat f3.5 und hat trotzdem schöne Bilder geliefert.

  • @Sockeye


    Ich habe (nicht nur) dieses Polarlichtvideo frei Hand gemacht: vimeo.com/317307116


    Kamera: Sony A7S (die hat keinen Bildstabilisator), Nikkor 20mm, Blende 1,8 und ISO 51.200. Belichtungszeit längste die beim Filmen möglich ist.
    Um im dunkeln nicht nach dem Videoauslöser an der Kamera suchen zu müssen (der auch noch handschuhuntauglich ist) benutze ich einen kabelgebundenen Fernauslöser, den ich im Handschuh (sog. Schießhandschuh mit Klappe über den Fingern, fast wie ein Fausthandschuh) gut bedienen kann.


    Klar, nach 3 Minuten filmen bin ich dann vom Kamera ruhig halten etwas erschöpft. Ist aber eigentlich kein Problem, statische Polarlichter sind eh gefilmt nicht von Photos zu unterscheiden und so starke Aktivitäten wie in obigem Beispiel dauern meist nur wenige Minuten (hier waren es knapp unter 2, von denen ich dann 1,5 eingefangen habe).


    Das Schwierigste beim Polarlichtfilmen ist das Scharfstellen. Autofokus muß aus sein - sonst fängt er an zu pumpen, obwohl er evt. sogar mal auf die Sterne scharf gestellt hat. Fokuspeaking hilft - ist aber bei den Sternen die nur 1 Pixel im (elektronischen) Sucher groß sind, auch nicht so trivial. Am einfachsten ist es, tagsüber das Objektiv auf unendlich scharf zu stellen und die Einstellung tunlichst nicht mehr zu verändern.


    Ansonsten: Üben, üben, üben. Für obiges Video habe ich 4 Jahre gebraucht.


    Viel Glück mit der Polarlichtaktivität :)

    Grüße
    Uwe


    I need vitamin sea!

  • @Baldur das sind ja tolle Neuigkeiten! Wie kommt man an solche Infos? Ich habe mich schon scheckig gesucht um mehr über die Liegezeiten der "Winter"-Reise zu erfahren. :thumbup:


    @MD800 Dein Video hatte ich mir schon angesehen. Tolle Aufnahme. :thumbup: Welche A7S hast du? Die III? Die soll ja ein wahres low-light Monster sein. Von solchen dynamischen Lichtern träume ich auch und hoffe dass es klappt im Oktober. Zusätzlich geht ja gerade die Schneefallgrenze runter, so dass die Chancen auf schneebedeckte Berge für den Vordergrund steigen.


    Vom Sterne-Fokussieren im Dunkeln bei -10° kann ein Lied singen. :D Und meine "Astro"-Linse hat schon einige Spuren vom Tape

  • @Sockeye: Ich habe verschiedene Seiten der Häfen gefunden, auf denen die Kreuzfahrtanläufe angegeben werden ("<Hafenname> cruise ships" o.ä.)
    Hier eine Zusammenstellung der so ermittelten Liegezeiten für die Wintertouren ab 4.10.2021 (natürlich ohne Gewähr):
    08:00-14:00 Stavanger
    11:00-17:00 Ålesund
    15:00-19:00 Brønøysund
    08:00-12:00 Reine
    13:30-23:59 Alta
    10:30-20:00 Honningsvåg
    10:00-23:59 Tromsø
    11:00-19:00 Narvik
    08:00-12:00 Kristiansund
    16:00-17:00 Molde
    09:00-16:00 Bergen

  • @Sockeye Wie schon geschrieben, es ist die A7S - ohne was da hinter. Die Versionen II und III (1 Jahr nach der Videoaufnahme erschienen) haben ja auch schon einen Bildstabilisator. Die "alte" A7S von 2014 ist bei ISO-Werten über 25.600 nicht schlechter (einige Tests sagen sogar etwas besser) als die neueren Versionen. Vorteil der Version III ist eigentlich nur der größere Akku. Dafür tut der Preis heftig weh.


    Unbedingt prüfen, welche ISO-Werte sich an der Kamera im Videomodus einstellen lassen - es müssen nicht dieselben Grenzen wie im Photomodus gelten.

    Grüße
    Uwe


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