Posts by Huskyfan

    Danke liebe omlia, für deinen Doppelbericht mit den vielen schönen und oft ungewöhnlichen Fotos.

    Eine Doppelreise ist schon nicht so alltäglich. Ein bisschen gewundert habe ich mich, dass auch am Ende deiner 2. Reise immer noch der Abschiedsschmerz vor der Vorfreude auf zuhause überwiegt hat 😉

    Dein Fazit habe ich mit großem Interesse gelesen, Havila scheint eine gute Alternative zur Hurtigrute zu sein 👍 auch vielleicht für Menschen die nicht so seefest sind.

    aber vor allem extrem viele Menschen aus aller Welt, häufig aus Asien. So viele Touristen habe ich hier noch nie gesehen.

    Das ist mir vor 5 Wochen, als wir in Tromsø waren auch aufgefallen. Ich habe es auf den Samstag geschoben und in Norwegen waren da glaub ich noch Winterferien. Oder sind jetzt so viele Touristen auf Nordlichtjagd :/

    Deine Gegenlichtfotos sind wunderbar :o-love

    Ich bin auch ein Fan von Gegenlicht Fotografie.

    Einen schönen Ostersonntag noch :o-cool:

    Mit der morgendlchen Fahrt auf der Elbe hattet ihr zum Abschluss der Reise ja nochmal ein richtiges Highlight, bei dem ich gern dabeigewesen wäre.

    Was bedeutet "Das [...] haben wir unserer Verspätung in Bergen zu verdanken"? Wärt ihr dieses Stüch sonst noch im Dunkeln gefahren?

    Ja, normalerweise hätten wir zwischen 7 und 8 Uhr wieder in Steinwerder angelegt.

    Fazit:


    Das Schiff ist wunderschön. Mir gefällt auch der schlichte nordische Stil und trotzdem viel gemütliche Ecken. Ich liebe das Umlaufdeck 5. Ein Schiff ohne Umlaufdeck kommt für mich nicht in Frage. Der begehbare Bug hat auch viele Vorteile, zumal wenn viele Passagiere draußen stehen. So voll war es auf der Trollfjord eigentlich nie. Ich denke auf der Küstenrute sind doch nicht so viele Passagiere, oder teilweise auch Distanzreisende, die die Landschaft schon kennen.

    Unsere Kabine eine QJ 626 mit Sichtbehinderung, die keine war (über das kleine Rettungsboot konnten wir bequem rüber schauen) war sehr groß und Schränke ohne Ende, Föhn, Schuhanzieher, zusätzliche Kopfkissen, großer Spiegel, Extraschrank für Jacken und Mäntel im Eingangsbereich, 2 Klapphaken an der Wand. Gut, das Bad ist ziemlich klein und wenig Abstellmöglichkeiten, aber auch okay. Der Duschvorhang war nie anhänglich und das Wasser immer ruck zuck warm. Die Klimaanlage ließ sich gut regulieren. Von den Nachbarn haben wir nie etwas gehört. Vielleicht war es ein Vorteil, dass die Sauna außer Betrieb war, denn die war direkt über uns. Aber nachts wird die ja auch geschlossen.

    Das Aune ist groß genug, wir haben eigentlich nie Probleme gehabt einen Tisch für 4 Personen zu bekommen. Lediglich bei unserer Abendsitzung um 20 Uhr klappte es zunächst nie. Unser Tisch war noch nicht frei oder noch nicht neu eingedeckt. Hier lag wohl ein Planungsfehler vor. Nach 3 Abenden haben sie das dann aber in den Griff bekommen.


    Das Fredheim verfügte über eine kleine, aber feine Karte und die Gerichte wurden alle frisch dort zubereitet und haben uns allesamt gut geschmeckt. Es hat aber leider nur 44 Sitzplätze und war zu vielen Gelegenheiten, wo wir über die Mittagszeit an Land waren, hoffnungslos überfordert. Es fehlte da eine Möglichkeit an Bord wenigstens eine Kleinigkeit zu Essen zu bekommen. Da die Landgänge auch meistens ziemlich knapp bemessen sind, wollten wir die Zeit nicht im Lokal verbringen.

      

    Das Lindström haben wir nicht getestet.


    Das Essen! Hier streiten sich Geister. Es war nicht so gut wie wir es von der Trollfjord in Erinnerung hatten. Die Größe der Abendportionen war nicht das Problem, man konnte jederzeit nachbestellen. Die Zusammenstellung war oft recht merkwürdig und die Übersetzung auf der Menükarte abenteuerlich (geröstete Tomatensauce). Großes Manko war die Temperatur des Essens, fast immer nur lauwarm. Fleisch war manchmal sehr unterschiedlich, so hatte ich eine wunderbar zarte Entenkeule, während mein Mann ein zähes Entenbein mit vielen Federkielen erwischt hatte. Mittags hat man eigentlich immer etwas Leckeres gefunden und das Dessertbuffet war sehr gut, aber nicht so viel Auswahl wie damals auf der Trollfjord.

      


    Was uns sehr überrascht hat war das inkludierte Weinangebot zu den Mahlzeiten. 8 Weißweine, 7 Rotweine und 2 Roseweine, da war für jeden was dabei und man konnte auch noch oft wechseln. Und Bier und alkoholfreie Getränke waren auch dabei. Mineralwasser mit Kohlensäure gab es an der Bar ebenso kostenlos wie Cappuccino, Latte Macchiato oder Ähnliches. Die Preise für die Bargetränke waren für norwegische Verhältnisse auch okay.


    Der Wellnessbereich machte auch einen guten Eindruck und wurde auch gut genutzt. Nicht von uns, ich hätte gar keine Zeit gehabt.

    2 Whirlpools auf Deck 7 wurden auch von Vielen genutzt.


    Die Crew, durchweg alle freundlich und nett. Da gibt es nichts zu meckern.


    Das Preis-Leistungsverhältnis

    Durch die vielen inkludierten Ausflüge und die freien Tischgetränke relativiert sich das etwas, aber es war dennoch unsere teuerste Reise bisher und da hat man sich vielleicht doch das ein oder andere etwas besser vorgestellt (Essen, Infos zu Städten)


    Das Wetter war im Großen und Ganzen okay. Nicht so viel sonnige Tage, aber wir sind kein einziges Mal nass geworden. Die schönsten Tage hatten wir tatsächlich hinter dem Polarkreis 8) Die Temperaturen waren eher mild. Nordlicht haben wir gesehen, aber es war nur wenig und eher schwach. Und ich habe immer noch keine Wale gesehen. ;(



    Würde ich die Reise noch einmal machen?

    Großer Vorteil, die Anreise nach Hamburg! Aber dadurch gehen auch 2 Tage mit der Überfahrt verloren, wo dann wirklich nur Wasser zu sehen ist. Und durch die längeren Aufenthalte in den Häfen fährt man eben viel im Dunkeln und es gehen einem viele Streckenabschnitte verloren. :/

    Eine Fahrt im Sommer wäre hier vielleicht schöner, aber dann würde ich am Ende unter einem starken Schlafdefizit leiden.


    Höhepunkte der Reise für uns hier noch einmal in Fotos:

    Lofoten:

      

    Alta:

         

    Honningsvag und das Nordkapp:

        

         


    Tromsö:

      


    Trondheim:

      


    und die wunderschönen Landschaften bei tollen Lichtverhältnissen:

         


        


    Das war unsere Reise mit der OTTO SVERDRUP im Februar 2024 :ilhr:

    ... noch mal ein Highlight zum Schluss :o-love


    Tag 15 Freitag, 01.03.24

    Hamburg


    Ich schaue aus dem Fenster als wir gerade an Krautsand vorbeiziehen. Es wird langsam hell und schnell packen wir unsere letzten Sachen zusammen. Wir haben uns um 7 Uhr zum Frühstück verabredet, da wir bis 8 Uhr die Kabinen räumen müssen.

    Der Morgen ist so schön, so gehe ich schon bald auf Deck 5 achtern und wir genießen die Fahrt bei blauem Himmel und Sonnenschein über die Elbe. Das haben wir nur unserer Verspätung in Bergen zu verdanken.

          Ein letztes Mal wird die Fahne für uns hochgezogen ;(

    Ich überlege, wo ich mich verstecken kann, um an Bord zu bleiben und gleich wieder mit zu reisen.

         


    Das Lotsenboot kommt. Legt bald wieder mit einem rasantem Bogen ab und fährt zurück zu seinem Standort in Finkenwerder.

         


    Die "Bügeleisen" kreuzen immer wieder unseren Weg

            


    Vorbei an den ersten Hafenanlagen biegen wir dann bald ab nach Steinwerder. Ein großes Containerschiff legt gerade ab und fährt hinter uns auf die Elbe.

        


    4 Stunden hat die OTTO SVERDRUP wieder aufgeholt, so legen wir 9:40 Uhr in Steinwerder an.

    Wir beobachten wie 2 Tankschiffe nebeneinander an der OTTO SVERDRUP festmachen und die Crew die Koffer vorne auf dem Bug stapelt, wo sie dann in Gitterboxen gepackt und mit einem Kran von Bord gehoben werden.

         

    Runter vom Schiff geht es zügig und problemlos Deck für Deck.


    Doch leider kommen unsere Koffer nicht so zügig und schon gar nicht Deck für Deck. Da gibt es noch einiges zu verbessern. Koffer mit schwarzen Anhängern, die für die ersten Gäste mit Transit zu Bahn und Flughafen sind, kommen auch erst an, als schon fast alle Koffer ausgeladen sind. Auch ein Koffer von uns kommt mit dem allerletzten Container. Sollte es ein nächstes Mal geben werden wir den Koffer selber vom Schiff tragen, was auch kein Problem gewesen wäre.


    Aber wir haben ja keine Eile, das Auto steht fahrbereit auf dem Parkplatz.

    noch ein letzter Blick zurück zu unserer OTTO SVERDRUP.

    So verlassen wir 10:55 Steinwerder und sind passend zum Kaffee wieder zu Hause.


    Ende

    ... Endspurt mit:


    Tag 14 Mittwoch, 29.02.24

    Seetag


    Ab 2 Uhr nachts kommt Bewegung ins Schiff. Morgens beim Frühstück fehlen doch einige und auf dem Buffet gibt es heute auch Spuckbeutel, oder wie heißen die Dinger?

      

    Auf Deck 4 kann man schön die Wellen beobachten. Einmal kommt die Sonne raus, ein paar Runden frische Luft tun gut.

      

    13 Uhr eine Kleinigkeit essen, noch einmal das Dessertbuffet ausnutzen.

      

    Koffer packen. Stick mit den Fotos der Reise von Michel abholen.


    Tagebuch schreiben. Es ist ruhig auf dem Schiff. Der letzte Tag erfüllt mich mit Traurigkeit, wo ist die Zeit geblieben? Schon wieder alles vorbei.

      


      

    Der Krimi wandert ungelesen wieder in den Koffer und diese um 20 Uhr ins Treppenhaus.

    Das Menü im Aune mit einem ausgezeichneten Filet Wellington schmeckt heute allen sehr gut.

    21:15 Uhr sind wir dann auf Deck 8 zum Captain's Farewell und geben noch mal ordentlich Beifall für die Crew. Ganz besonders viel Beifall bekommt hier unser Kellner Harvard aus dem Aune. Er gibt uns noch mal mit zwei norwegischen Balladen mit seiner wunderschönen Stimme ein Gänsehautfeeling pur!

    In der kurzen Nacht werden wir auf der Nordsee noch mal gut durchgeschüttelt. :sleeping:


    ... bis um 6 Uhr der Wecker klingelt :verysad:

    Liegen z. Zt. in Brønnøysund bei sehr grauem Himmel und kurzen Regenschauern, aber es soll besser werden.

    Die Passagiere, die noch nie hier waren, tun mir Leid, der Torghatten war zwar zu sehen, aber alles nur grau in grau 😔


    Um14 Uhr dürfen wir endlich wieder raus aus der Kabine an die frische Luft🥳 und danach MUSS es einfach gut werden🍀🍀🍀

    Ich drücke euch ganz fest die Daumen für besseres Wetter :thumbup:

    ... damit ihr Ostern was zu lesen habt - ziehe ich die letzten beiden Tage auch noch durch ;)


    Tag 13 Dienstag, 28.02.24

    Bergen 8:00 bis 20 Uhr (geplant 14:00 Uhr)


    8 Uhr legen wir am Tollbodkaien-Nord an. Es ist noch dämmerig und graue Wolken hängen über den Bergen.

    Heute gibt es ab 8 Uhr kein heißes Wasser mehr, da ein feiner Riss am Wassertank repariert werden muss. Die Reparatur soll 14 Uhr abgeschlossen sein.

    Es ist um 8 Uhr schon sehr voll beim Frühstück. Sind wohl alle schon früh aufgestanden aus Angst nur noch kaltes Wasser zu haben.

    9 Uhr gehen wir von Bord. Über die Hafenstraße bis zu den Fischmarkthallen, hier ist man noch dabei die Auslagen aufzufüllen. Auch wenn das Wetter nicht so toll ist beschließen wir trotzdem die inkludierte Fahrt auf den Floien in Anspruch zu nehmen.

      


      
    9:50 kommen wir oben an, die Sicht ist okay, aber viele graue Wolken, die Sonne fehlt.

    So fahren wir bald wieder nach unten und machen uns auf den Weg zu Tyske Bryggen. Hier gibt es sehr viele Baustellen in den alten Häusern und einige Fassaden sind verhängt.

      


         
    In der Alten Börse gegenüber vom Fischmarkt gibt es seit 2020 ein Restaurant in den alten Frescohallen. Wunderschöne Fresken an Decke und Wänden machen es zu einem ganz besonderen Lokal. Es sind nur 2 Tische besetzt und auf Nachfrage darf ich mir alles in Ruhe anschauen.

    Durch die Einkaufszone machen wir uns langsam auf den Rückweg zum Schiff. Im Rema 1000 setzten wir noch einige Kronen in Schokolade und Apfelsinmarmelade um.

     


        

    Im Aune beim Mittagessen erfahren wir später, dass sich unsere Abfahrt verzögert, da die Reparaturarbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Bis 16 Uhr dürfen wir das Schiff noch mal verlassen. Wir nutzen die Zeit noch für einen Rundgang auf die Nordnes Halbinsel. Gerade als wir oben angekommen sind sehen wir ein Hurtigrutenschiff heraneilen. "Meine" Nordkapp lässt kurz darauf ihr wunderschönes Horn einige Male erklingen und wir begleiten sie noch durch die Parkanlagen bis sie angelegt hat.

     

      

    An der alten Festung schlagen wir wieder den Rückweg ein, an großen Wohnanlagen, die treppenartig am Hang gebaut sind geht es über viele Treppen auf direktem Weg zurück zur OTTO SVERDRUP.

    16 Uhr Infoveranstaltung zum auschecken am Freitag in Hamburg.

      

    18 Uhr Infoveranstaltung mit Michel und Eva. Rückblick auf die Reise in Fotos und Bilder und Zahlen zur OTTO SVERDRUP.

    Wir liegen immer noch!

    Gut, dass unser Auto auf dem Parkplatz in Steinwerder steht, so lässt uns die Verspätung kalt.


    20:15 beim Abendessen geht es langsam los. Schade ist nur, dass wir jetzt im Dunkeln nicht mehr so viel von den vielen kleinen Inseln vor Bergen sehen können.

    Auf Deck 4 trinken wir gemütlich unseren Wein aus, bis Michel kommt und die Gläser einsammelt. Er macht das Deck seefest, auch die hohen Stühle legt er vorsorglich hin.


    Auf Deck 8 gibt es dann noch einen Gin-Tonic, diesmal ohne Seegras (Aurora ist mit, das hängt so zwischen den Zähnen 8o) und gehen 23 Uhr schlafen.


    ... mal sehen was der reine Seetag noch so bringt? Ich habe ja noch meinen Krimi auf dem Nachttisch liegen :/

    Tag 12 Dienstag, 27.02.24

    Olden/Loen 12:00 bis 17:00 Uhr


    Die Stad zeigt sich heute Morgen ziemlich ruppig, die Morgentoilette im Bad ist ein Balanceakt, gut dass es so eng ist und man nicht wirklich umfallen kann.

    Pünktlich 8 Uhr zum Frühstück fahren wir bei Måløy in den Nordfjord. Auf Deck 4 im Activity Center suchen wir uns einen Platz am Fenster. Die Wolken hängen tief, aber die Sicht ist relativ gut und es regnet nicht. Um 11 Uhr fahren wir am Skylift Loen vorbei zum Anleger in Olden.

     

    Da alle direkt zu den Bussen stürmen gehen wir erst eine Runde durch den menschenleeren Ort, die alte Kirche ist leider geschlossen. Am Fjord entlang gehen wir zurück zum Anleger.

         


         

    Wir steigen direkt in den Shuttlebus zum Skylift. Unsere Hoffnung auf Sonnenschein hat sich leider nicht erfüllt. Nette Gespräche mit Mitreisenden verkürzen die Wartezeit vor dem Lift. Im 10 Minuten Takt fährt die Gondel mit ca 30 Personen auf den 1011 m hohen Hoven. Hier gibt es ein riesiges Restaurant mit direktem Blick zum Fjord und oben drauf eine große Aussichtsterrasse mit Glasbrüstung und spektakulärer Aussicht. Links im Tal hinter Loen ein türkisfarbener See, gespeist von Gletscherwasser. Vor uns Olden mit der winzigen OTTO SVERDRUP am Anleger und rechts ein Blick zurück in den Innvikfjorden.

      


      


         

    Es ist ca. -1°C, aber durch den scharfen Wind fühlt es sich kälter an. Hier oben liegt noch meterhoher schöner Pulverschnee. Ein kurzer Rundgang noch bis zum Hufeisen und einem weiteren Aussichtspunkt und schon wird es wieder Zeit sich in die Warteschlange vor dem Lift einzureihen.

         

    15:40 Uhr sind wir wieder auf dem Schiff. Fredheim aussichtslos! In der Explorer Bar gibt es Mini-Berliner und Cappuccino. 17 Uhr beim Auslaufen klappt es dann doch noch und wir essen eine Kleinigkeit im Fredheim. 18 Uhr Infoveranstaltung, bis 20 Uhr kleine Pause, Essen im Aune. Heute setzen wir 4 uns sofort in eine gemütliche Ecke im Activity Center, da auf Deck 8 die obligatorische Versteigerung der Flagge, Seekarte und noch einigen anderen Dingen stattfindet. Bald ziehen wir uns in die Kabinen zurück, das Schlafdefizit macht sich langsam bemerkbar.


    ... morgen Bergen, Vorfreude und doch auch Wehmut, ist es doch schon der letzte Hafen :verysad:

    Tag 11 Montag, 26.02.24

    Trondheim 9:00 bis 15:00 Uhr


    Pünktlich legen wir in Trondheim an.

      
    Es gibt Probleme mit dem Computer (aus-checken ist nicht möglich) Bis das organisiert ist dauert es eine Weile, wird dann mit abhaken der Kabinennummer geregelt. Da die Shuttlebusse abfahrbereit stehen fahren wir zunächst bis zum Nidarosdom (Besichtigung inkludiert)


    Das ist ein wirklich beeindruckendes Bauwerk, gigantisch hoch und lang. Vor 10 Jahren wurde gerade die Orgel renoviert und wir haben nur den halben Dom sehen können. Diese Orgel hat mehr als 8000 Pfeifen. Besonders beeindruckend fand ich die Ausleuchtung des Domes, selten so viele Fotos in einem Kirchengebäude gemacht.

         

    Der Weg führt uns dann natürlich zur Gamle Bybro über zum Teil noch sehr vereiste Wege. Der untere Friedhoff besteht auch aus einer riesigen Eisfläche.

      

    Auf der Brücke genießen wir den Blick auf den Nidelva mit seinen alten bunten Speicherhäusern, auch wenn die Sonne uns noch etwas im Stich lässt. Durch Bakklandet, über die Bakkebru geht es wieder Richtung Zentrum.

      

    Solche Busse kannten wir auch noch nicht.

    Wir werfen einen Blick in die Kirche Vår Frue kirke, die uns von Eva ans Herz gelegt wurde. Im hinteren Teil gibt es ein Cafe wo man kostenlos eine warme Mahlzeit und Getränk bekommen kann. Obdachlose dürfen auch in der Kirche übernachten. Es ist schon gut was los.


    Weiter geht es zum Torget mit der 18 m hohen Säule, auf ihr thront der Stadtgründer König Olaf Tryggvason (995-1000). Im Torg-Einkaufszentrum erstehen wir Canehlböller. Auf dem Platz gibt es viele Sitzmöglichkeiten und da es gar nicht mehr so kalt ist lassen wir uns an einem Tisch nieder, essen und beobachten das Treiben. Damals war hier alles menschenleer an einem Sonntag.


    Mittlerweile ist die Sonne da und wir werfen noch mal einen Blick auf den Nidelva und auf dem Rückweg auf die Speicherhäuser gegenüber dem Bahnhof. Über die Fußgängerbrücke mit guter Sicht auf das Powerhouse und auf den Hafen, wo unsere OTTO SVERDRUP schön in der Sonne liegt.

       


      

    Die Zeit reicht noch für ein schnelles Mittagessen im Aune (erst 14:15 Uhr wird abgeräumt)


    Gleich nach dem Ablegen gibt es auf Deck 7 eine Infoveranstaltung zu Munkholmen. Im Fjord werden gerade 2 kleinere Marineboote von einem Tankschiff betankt.


    Bis zur goldenen Stunde, nur unterbrochen durch einen Cappuccino auf Deck 8, bleibe ich bei wechselnden Lichtstimmungen mit Sonne, Wolken, dunklen Wolken auf Deck 5.

         


      


      

    Dann schaue ich mir auf Deck 8 im Suitenbereich noch mal in aller Ruhe die Bilder von Dagfinn Bakke an.


    Dann wieder das übliche Abendprogramm. Ab 22 Uhr die Überquerung der Hustadvika. Mittlerweile hat man sich an das sanfte Schaukeln schon gut gewöhnt. Der abendliche Rundgang über Deck 5 zeigt zwar einen relativ klaren Himmel mit Mond und Sternen, aber von Nordlichtern keine Spur. ?(


    ... morgen fahren wir auf den Hoven :dance3:

    Tag 10 Sonntag, 25.02.24

    Seetag (Plan B, statt Reine)


    Schon 2 Tage zuvor wurde uns angekündigt, das Reine anlaufen aus wettertechnischen Gründen (Sturm) nicht möglich sein wird. Daher haben sich der Kapitän und das Costal Experince Team entschlossen, den Seetag vorzuziehen und dafür dann Trondheim (am geplanten Seetag) anzulaufen.


    In der Nacht zwischen 2 und 6 Uhr ging es über den Vestfjord mit einiger Bewegung im Schiff. Der Morgen brachte dann wieder wunderschöne Lichtstimmungen.

      


      

    Beim Frühstück lassen wir uns heute Zeit, bis wir dann dem Hauptansturm um 9 Uhr Platz machen.

      


      

    Meine Freundin und ich haben uns entschlossen den Kunstrundgang mit Eva, der um 9:30 Uhr begann, mitzumachen. Es hat uns sehr gefallen. Eva die mal Kunstgeschichte studiert hat, hat es sehr gut rübergebracht. Es gibt wirklich eine Vielzahl an Bildern und die sind alle noch von der Finnmarken, auch nach der Renovierung, erhalten geblieben.

      

    Da die Wetteraussichten für die Mittagszeit ganz gut aussahen, hat der Kapitän sich entschlossen in den Nordfjord am Polarkreis zu fahren, an dessen Ende dann der Blick auf den Svartisen Gletscher möglich ist.


    11 Uhr passieren wir dann den Polarkreis, auch hier mit einem Globus auf einer vorgelagerten Insel markiert. Und es gibt den Lebertran mit dem Löffel auf Deck 8 im Aussenbereich.

      

    Leider hat es sich nun doch wieder ziemlich bewölkt und von dem Gletscher war leider nichts zu erkennen. Trotzdem war es eine schöne Fahrt, ca 12 km, entlang steiler Felswände mit vielen Wasserfällen, zum Teil noch gefroren. Der Schnee ist hier schon wieder merklich weniger. Am Ende drehen wir, die Seelöwen, die sich am Bug vergnügen haben wir leider nicht gesehen, da der Bug voll von Menschen ist.

      

      

    Ein 2. Mal passieren wir den Polarkreis, jetzt wieder in nördliche Richtung. Später dann, um 14 Uhr, zum 3. Mal, den eigentlichen, bekannten Polarkreisglobus.

      


    Mittlerweile ist es ziemlich ungemütlich, kalt und stürmisch, am Bug kann man sich kaum auf den Beinen halten. Zeit für einen Cappuccino zum aufwärmen auf Deck 8. Hier wird nun schon ziemlich viel gehustet und genießt, so suche ich mir einen ruhigeren Platz mit weniger Menschen auf Deck 4 im Activity Center und sichte mal die Fotos. Die Männer gehen zu dem Treffen mit dem Chefingenieur, haben sich aber mehr davon versprochen.


    Nach der Infoveranstaltung für Trondheim gehen wir heute mal nicht ins Aune, sondern essen im Fredheim und beschließen den Abend schon um 21 Uhr.


    ... dann geht es morgen in Trondheim von Bord :thumbup:


    aber .......

    ......wo ist denn der nette Husky vom Huskyfan geblieben? Den würde ich vermissen, wenn er nicht wiederkommt!

    Balou

    Hab rumgespielt und jetzt muss ich ihn erst wieder suchen. :rolleyes: Fehlt mir auch ;)

    Tag 9 Samstag, 24.02.24

    Tromsö 7:00 bis 16:00 Uhr


    Nach einer ruhigen Nacht, wieder kein Nordlichtalarm, legen wir in der blauen Stunde um 7 Uhr am Breivika Kai in Tromsö zwischen Fischereibooten und RoRoSchiffen an. Am Kreuzfahrtkai liegt die Viking Venus, die wir auch schon in Alta gesehen haben.

         

    Das Wetter ist bedeckt und ein heftiger Wind weht.


    9:30 Uhr fahren wir mit dem Shuttlebus ins Zentrum. Am Radison Blue ist die Haltestelle und es ist sehr vereist, sodass wir erst mal unsere Spikes anlegen. Wir kämpfen uns gegen den Wind über die Tromsöbrua zur Eismeerkathedrale.

      

      


    Der Rückweg ist mit Wind von Hinten wesentlich angenehmer. Das Polarmuseum ist zum Bersten voll, aber trotzdem wieder ganz nett anzuschauen.

    Am Hafen vorbei schlagen wir den Weg zur Vår Frue Domkirke ein.

      


      
    An der historischen Raketten Bar-Hot Dog Bude ist eine meterlange Schlange.

    Die Einkaufsstraße ist auch sehr gut besucht. In einem großen Wollgeschäft staunen wir über das vielfältige Angebot. An der Domkirke findet gerade eine Kundgebung gegen den Ukrainekrieg statt, so gehen wir daran vorbei. Unser Weg führt uns bis zu den Ölhallen, hier begnügen wir uns aber nur mit einem kurzen Blick auf die riesige Angebotstafel. Auch hier ist richtig was los und alle Tische besetzt.

      

    Langsam machen wir uns auf den Rückweg vorbei am Touristshop Hafen. Bei unserem letzten Besuch vor 10 Jahren war hier noch die Tourist-Info untergebracht.

    Der Shuttlebus steht schon bereit und so fahren wir zurück zur OTTO SVERDRUP. Leider ist das Fredheim wieder hoffnungslos voll, so gehen wir auf Deck 8 und hoffen auf Gebäck zum Cappuccino. 15:30 Uhr gibt es dann kleine Miniberliner, die im Nu alle sind. 16:05 legen wir ab, ein Fischtrawler wartet schon auf unseren Liegeplatz. Wir fahren nicht unter der Tromsöbrua durch sonder einmal um die Insel herum, am Flughafen vorbei und in der blauen Stunde lassen wir die Lichter von Tromsö langsam hinter uns.


    18 Uhr Infoveranstaltung, heute mit witzigen Werbefilmen zur Einführung der neuen Banknoten und ein tolles Video über den Trieb der riesigen Rentierherden auf die Sommerweiden.


    Mit unserem Tisch im Aune läuft es jetzt gut, mit einem Glas Rotwein gehen wir noch auf Deck 8. Die Bewölkung ist allerdings heute so dicht, dass nicht mal der Mond durchblickt. Keine Chance auf Nordlicht!


    ... und morgen geht es drei mal über den Polarkreis :/

    ... weiter geht es mit einem meiner Höhepunkte unserer Reise. Auch wenn ich schon 2 mal am Nordkapp war, ist es immer wieder eine schöne Tour. Schon alleine die Fahrt mit dem Bus dorthin. Schade nur, dass es keine Fotostopps unterwegs gibt.


    Tag 8 Freitag, 23.02.24

    Honningsvaeg – Nordkapp 10:00 bis 16:00 Uhr


    Wieder ein wunderschöner Morgen, der bereits vor 6 Uhr mit der blauen Stunde beginnt.

    Die Berge und Inseln sind tief verschneit und der Vollmond wetteifert mit der aufgehenden Sonne. Kurz vor 8 Uhr haben wir die erste Schiffsbegegnung unserer Reise, die südgehende Nordlys kommt schnell näher und verschwindet auch schon bald wieder.

      


       noch eine Erinnerung an die "Finnmarken" die alte Glocke.


      


      

    In Honningsvaeg legen wir um 10 Uhr als einziges Schiff am Kreuzfahrtanleger an.


    Die Busse stehen bereit, zügig geht die Tour zum Nordkapp los. Es sollten 7 Busse sein, wie wir später erfahren hatte ein Bus aber einen Motorschaden und es war etwas problematisch alle Ausflügler unterzubringen, wovon wir allerdings nichts bemerkt haben. Wir fahren durch eine traumhafte Winterlandschaft mit bis zu 2 m hohen Schneeverwehungen am Straßenrand. 2 Schneetourer mit einem Pulkaschlitten kommen uns entgegen. Fotos aus dem Bus sind leider nicht gut geworden, da die Scheiben immer wieder mit hoch spritzendem Schnee nass wurden.

    Nach 40 Minuten kommen wir an der Nordkapphalle an. Wie immer stürzen die meisten zunächst Richtung Globus. Wir gehen darum erst in die Halle und den Shop. Was sich heute allerdings als Fehler herausstellen soll. Inzwischen ist ein heftiger Sturm aufgekommen, sodass es nicht möglich ist die Kinder der Welt gefahrlos zu erreichen. Wir laufen am Parkplatz entlang, wo im Schutz eines hohen Schneewalls 2 deutsche Motorräder mit Beiwagen stehen. Ihre Besitzer sind "mal eben" in für 2 Wochen auf Nordkapptour. Wir schaffen es dann doch noch trotz Orkan und viel Eis, den Globus zu erreichen und ein freundlicher Mann macht einige Fotos. Die große Kamera hat bei dem Schneesturm gestreikt, so sind nur noch Handyfotos möglich.


      

    13 Uhr fahren unsere Busse im Konvoy hinter dem Schneeflug zurück nach Honningsvag. Wir hätten noch eine Stunde länger gebraucht um Grotte, Kapelle und Kino auch noch zu sehen. Die Fahrt ist wieder sehr schön, der Busfahrer sagt allerdings es ist schon grenzwertig und hat ordentlich gegen den Wind zu kämpfen. Ein Außenspiegel wird sogar ab geweht und baumelt nur noch an den Kabeln. Nach 40 Minuten sind wir aber sicher wieder zurück am Schiff und nutzen die Zeit noch für einen sonnigen Rundgang rund um das Hafenbecken und durch die Straßen wieder zurück zur OTTO SVERDRUP. Auch hier gibt es wieder wundervolle Fotomotive. Inzwischen liegt die Havila CASTOR am Hurtigkai. Sie legt kurz vor uns ab.

      


      


         

    15:30 Uhr ergattern wir tatsächlich einen Tisch im Fredheim und gönnen uns bis 18 Uhr dann noch eine kleine Pause auf der Kabine.


    Beim täglichen Coastal Experience Teamtreffen erfahren wir, das auf Grund eines aufziehenden Sturmes das Anlegen auf den Lofoten in Reine nicht möglich sein wird und es daher Plan B gibt: Der Seetag wird vorgezogen und übermorgen laufen wir dann Trondheim außerplanmäßig an. Hier wird uns ein Shuttle und die Nidarosdom-Besichtigung inkludiert angeboten.Doch morgen geht es zunächst wie geplant nach Tromsö.


    Das anschließende „Nordkapp- Buffet“ ist nicht sehr spektakulär.


    Vor dem Schlafen gehen, wir geben ja die Hoffnung noch nicht auf, halten wir noch ein wenig Ausschau nach Nordlicht. Wir sehen auch ein klitzekleines Aufflackern, bevor es sich wieder mehr zuzieht.


    Die Loppa wurde uns mit etwas mehr Bewegung angekündigt und der Rat wertvolle Dinge am Boden zu lagern wurde befolgt. Ab 23:30 Uhr wurden wir dann sanft in den Schlaf geschaukelt.


    Die -1°C heute fühlten sich durch den heftigen Wind wie -10°C an. Das Wetter war besser als vorhergesagt, mit wunderbaren Lichtstimmungen in Honningsvag zur goldenen Stunde. Und so geht wieder ein wundervoller Tag zu Ende.


    ... und in der Nacht bringt uns die OTTO SVERDRUP ruhig nach Tromsö, leider jetzt schon wieder Richtung Süden :rolleyes: